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vom 14.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Innsbruck-Amras

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Innsbruck enthält die 23 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Innsbrucker Katastralgemeinde Amras.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 98095
Geyrstraße
Standort
KG: Amras
Der Brunnen besteht aus einem ovalen Steintrog, der mit 1864 datiert ist und einer viereckigen hölzernen Brunnensäule mit einer geschnitzten Statue des hl. Florian unter einem Blechdach.[2]
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ObjektID: 39288
Hermann-Gmeiner-Straße
Standort
KG: Amras
Dieses Kirchlein verdankt seine Errichtung dem einstigen „Kurbad“ Egerdach, dessen Quellen im Jahre 1620 von P. Pompanin entdeckt worden sind. Wie für derartige Bäder typisch, ließ der Entdecker, den „das neu erfundene Prunnenwasser zu Egerdach“ am 22. Mai 1620 verliehen worden ist, bei der Quelle ein ganzes Gebäude-Ensemble entstehen: das Badhaus, einen Gasthof und dieses kleine Kirchlein. Die Kapelle ging 1980 in das Eigentum des Vereines SOS-Kinderdorf Imst über. In den Jahren 1997/98 wurde die Kapelle mit Unterstützung der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und des Bundesdenkmalamts restauriert. Flucht nach Ägypten.

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Gesamtanlage kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt mit Friedhof und Totenkapelle (Kriegerdenkmal)
ObjektID: 128210
Kirchsteig
Standort
KG: Amras
1221 wurde die erste Kirche geweiht, die seit 1259 von Prämonstratenser-Chorherren des Stiftes Wilten betreut wurde. Sie war den heiligen Pankraz und Zeno geweiht, später kam der hl. Wolfgang hinzu, seit 1408 ist das Patrozinium Mariä Himmelfahrt. 1489 wurde die heutige dreijochige spätgotische Kirche geweiht, die als einzige Kirche am Innsbrucker Talboden bis heute ihren markanten gotischen Turm mit Spitzhelm behalten hat. Die große Glocke des Läutwerks wurde 1491 vom Glockengießer Peter Löffler in Hötting gegossen. 1677, 1712 und 1756 wurde das Innere barockisiert, Josef Adam Mölk schuf die Deckenfresken. An der nördlichen Langschiffwand wurden spätgotische Wandmalereien mit Resten eines Passionszyklus vom Ende des 15. Jahrhunderts freigelegt.[3]
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ObjektID: 63844
Kirchsteig 9
Standort
KG: Amras
Der zweigeschoßige Bau mit Walmdach wurde 1841 errichtet.[4]
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ObjektID: 101166
Philippine-Welser-Straße
Standort
KG: Amras
Es handelt sich um die Kopie einer von Marx Getzner gestifteten gotischen Bildsäule von 1418.[5]
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ObjektID: 95307
Roßaugasse 4
Standort
KG: Amras
Das Mahnmal Reichenau zum Gedenken an die Opfer des Lagers Reichenau wurde 1972 auf Anregung des „Bundes der Opfer des politischen Freiheitskampfes“ enthüllt.[6]

Inschrift:

Hier stand in den Jahren 1941-1945
das Gestapo Auffanglager Reichenau.
In dem Patrioten aus allen von National-
sozialismus besetzten Ländern inhaf-
tiert und gefoltert wurden.
Viele von ihnen fanden hier den Tod.

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ObjektID: 63842
Schloßstraße 16
Standort
KG: Amras
Das vor 1839 entstandene Schlosswärterhaus befindet sich an der Südostecke des Rüstkammertraktes von Schloss Ambras und dient heute als Gaststätte „Schlosswirt“. Das Gebäude ist aufgrund der Hanglage teils ein-, teils zweigeschoßig und mit einem Krüppelwalmdach gedeckt.[7][8]

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Schloss Ambras mit Gartenanlage
ObjektID: 100164
Schloßstraße 20
Standort
KG: Amras
Im 10. Jahrhundert besaßen die Grafen von Andechs die Burg, die 1133 zerstört und ab 1288 neu gebaut wurde. Sie wurde mehrmals erweitert und umgebaut, unter anderem 1516–1518 unter Kaiser Maximilian I. Ferdinand II. ließ sie um 1560 zu einer geschlossenen, viergeschoßigen und vierflügeligen Anlage mit rechteckigem Innenhof im Renaissancestil umbauen. 1570–1572 wurde der Spanische Saal als Festsaal, 1572–1583 das Unterschloss errichtet, etwa zur selben Zeit wurde der Schlosspark angelegt. 1855–1862 ließ Erzherzog Karl Ludwig das Schloss neugotisch umgestalten. Auch die ursprünglich 1330 geweihte Kapelle wurde neugotisch umgestaltet und von August Wörndle mit Fresken versehen. Seit 1880 dient das Schloss als Museum.[9]
Datei hochladen Ehem. Doppelvolksschule Pradl Ost, heute Schulanlage Siegmairstraße-Lönsstraße
ObjektID: 90994
Siegmairstraße 1
Standort
KG: Amras
Die Schulanlage wurde als Doppelvolksschule Pradl-Ost von 1957 bis 1960 nach Plänen von Charlotte und Karl Pfeiler errichtet. Die Anlage über H-förmigem Grundriss beherbergt 34 Klassenzimmer, zwei Turnsäle, einen Festsaal und zahlreiche Nebenräumlichkeiten. Die Schule enthält zahlreiche Kunst-am-Bau-Objekte aus der Erbauungszeit, darunter ein Relief mit Darstellungen des Sports an der Seitenwand des Turnsaals sowie Wandbilder mit Szenen aus den Bundesländern und Märchenbildern von Fritz Berger, ein Glasfenster und Wandbilder mit Vögeln und Blumen von Gerhild Diesner, Wandbilder mit Verkehrsszenen von Walter Honeder, ein Sgraffito mit Darstellung der vier Jahreszeiten von Maria Rehm sowie Wandbilder mit Märchen-, Tier- und Familienmotiven von Helmut Rehm.[10]
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ObjektID: 97522
Tummelplatzweg
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
KG: Amras
GstNr.: 2333/1
Datei hochladen Grenzstein am Weg zur Vogelhütte
ObjektID: 97523
Tummelplatzweg
Standort
KG: Amras

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Soldatenfriedhof
ObjektID: 96750
Wiesengasse
Standort
KG: Amras
Der Friedhof wurde während des Ersten Weltkriegs 1917 angelegt und 1945 erweitert. Die langgestreckte Anlage ist im Osten und Südosten von einer Umfassungsmauer umgeben und durch Wege in neun ungleich große Grabfelder unterteilt. Die Soldaten sind entsprechend ihrer Herkunft in verschiedenen Bereichen bestattet.[11] Der italienische Teil besteht aus gleich gestalteten Steinkreuzen und einem 1920 errichteten turmartigen Steinmonument im Zentrum.[12] Am Tiroler Teil befindet sich ein gemauerter Altar mit Kruzifix.[13] Im mohammedanischen Teil sind Soldaten der bosnisch-herzegowinischen Regimenter bestattet, die Gräber sind mit Steinpfeilern mit aufgesetzten rot-schwarzen Fezen versehen.[14] Der russische Teil wurde 1949 angelegt und beherbergt Gemeinschaftsgräber aus Kunststein und einen Rundobelisk mit Sowjetstern im Zentrum.[15] Die restlichen Gräber sind hauptsächlich mit schwarz gestrichenen Schmiedeeisen- oder Aluminiumkreuzen versehen.

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Kreuzkapelle (Jubiläumskapelle bzw. Kreuzwegkapelle)
ObjektID: 103639

Standort
KG: Amras
Die Kapelle wurde 1897 nach Plänen von Johann Wunibald Deininger errichtet. Das Fresko an der Fassade wurde 1917 von Toni Kirchmayr geschaffen.[16]
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ObjektID: 103641
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
Die Kaiserschützenkapelle wurde 1922 nach einem Entwurf von Clemens Holzmeister von Theodor Prachensky errichtet. Die Fresken an der Fassade stammen von Alfons Walde (1924), die Altarplastik von Peter Sellemond (um 1920).[17]
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ObjektID: 103643

Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103648

Standort
KG: Amras
Der gotisierende Bildstock mit Satteldach und Spitzbogennische enthält eine vollplastisch geschnitzte Andachtsfigur des Christus in der Rast aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.[18]

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Antoniuskapelle
ObjektID: 103651

Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103652
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
Der neugotische Bau mit steilem Satteldach und spitzbogigen Tür- und Fensteröffnungen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Kremser gestiftet.[19]
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ObjektID: 103655
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103658
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103661
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103662
Tummelplatz
Standort
KG: Amras
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ObjektID: 103663

Standort
KG: Amras

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Innsbruck  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Wiesauer: Laufbrunnen, Dorfbrunnen Amras, Brunnen hl. Florian. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  3. Schneider, Wiesauer: Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Amras. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. August 2015.
  4. Felmayer, Wiesauer: Pfarrhof, Widum Amras. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. August 2015.
  5. Wiesauer: Bildsäule, Getznersäule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Mai 2016.
  6. Wiesauer: KZ-Mahnmal Reichenau. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  7. Wiesauer: Schlosskellergebäude Alter Schloßwirt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. November 2016.
  8. 6020 Innsbruck, Schlossstraße 16 - Schlosskellergebäude. Burghauptmannschaft Österreich (Abteilung 202 - Hofburg Innsbruck), 29. Mai 2012, abgerufen am 21. Dezember 2013.
  9. Scheicher, Wiesauer: Schloss Ambras. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 3. November 2016.
  10. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hrsg.): Kulturberichte aus Tirol 2007. 60. Denkmalbericht. Innsbruck 2007, S. 48–51 (PDF; 10,7 MB)
  11. Müller, Wiesauer: Soldatenfriedhof Amras Anlage, Kriegerfriedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  12. Müller, Wiesauer: Soldatenfriedhof Amras: Italienischer Teil. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  13. Müller, Wiesauer: Soldatenfriedhof Amras: Tiroler Teil. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  14. Müller, Wiesauer: Soldatenfriedhof Amras: Mohammedanischer Teil. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  15. Müller, Wiesauer: Soldatenfriedhof Amras: Russischer Teil. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  16. Friedhofskapelle, Kreuzkapelle, Jubiläums-Kreuzkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. August 2015.
  17. Friedhofskapelle, Kaiserschützenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. August 2015.
  18. Wiesauer: Nischenbildstock, Schmerzensmannstöckl, mit Skulptur Christus in der Rast. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  19. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hrsg.): Kulturberichte aus Tirol 2012. 63. Denkmalbericht. Innsbruck 2012, S. 58 (PDF; 12 MB)
  20. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.