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vom 31.10.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Innsbruck-Igls

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Innsbruck-Igls enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte des Innsbrucker Stadtteils Igls.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 115221
Bilgeristraße
Standort
KG: Igls
Der gemauerte Nischenbildstock hat eine einfache Putzgliederung, ein Satteldach und eine vergitterte Rundbogennische.[2]
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ObjektID: 39342
Bilgeristraße 24
Standort
KG: Igls
Die Talstation der Patscherkofelbahn wurde 1928 erbaut. Der Entwurf stammt von Hans Feßler.
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ObjektID: 113865
vor Eichlerstraße 16
Standort
KG: Igls
Das Hauskreuz unter einem Satteldach mit einem Corpus vom Dreinageltypus stammt aus dem 19. Jahrhundert.[3]
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ObjektID: 98040
Fernkreuzweg
Standort
KG: Igls
Das Wegkreuz in einem geschlossenen Bretterkasten mit einem Corpus vom Dreinageltypus stammt aus dem 19. Jahrhundert.[4]
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ObjektID: 39343
Habichtstraße 8
Standort
KG: Igls
Das im Stil des „Neuen Bauens“ gestaltete Einfamilienhaus mit Einflüssen der zeitgenössischen holländischen Architektur und der Wiener Werkbundsiedlung von 1930 wurde unter der Bauausführung von Paul Wörle 1932 errichtet. Einzelne Details sind Anleihen vom Expressionismus. Der würfelförmige zweigeschoßige Baukörper aus verputztem Mauerwerk mit Betonsockel hat ein Flachdach mit Dachterrasse. Die Südwestecke ist gerundet, die Nordwestecke turmartig erhöht. Der südseitig mittige Eingangsbereich ist erkerartig. Im ersten Obergeschoß gibt es bandartige Fenster sowohl an der gerundeten Südwestecke als auch über Eck laufende Fenster an der Südostecke. Dadurch wird eine Verklammerung der Südfassade mit der Ost- bzw. Westfassade erreicht. Südlich ist eine kleine Terrasse mit reifenartigem Geländer und Schutzdach angebaut.[5]

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5 Wegkapellen nach Heiligwasser
ObjektID: 98389
Heiligwasserweg
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
KG: Igls
GstNr.: 865; 870/1; 871/1
Die Wegkapellen stammen vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Fünf der ehemals zehn Marienwallfahrtskapellen am Heiligwasserweg sind noch erhalten, sie sind bildstockartig und zeigen Gemälde von Josef Krautgasser aus dem Jahre 1955.[6]
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ObjektID: 98390
Heiligwasserweg
Standort
KG: Igls
Anstelle einer hölzernen Kapelle wurde 1662–1665 die heutige Wallfahrtskirche erbaut, die 1723 um eine Seitenkapelle und 1740/1741 um ein Vorhallenjoch mit Empore erweitert wurde. Das dreijochige Langhaus ist innen mit Wandpfeilern und einer reich stuckierten Stichkappentonne versehen. Die Deckenfresken wurden 1945 von Hans Andre geschaffen. Am barocken Hochaltar befindet sich das Gnadenbild, die Kopie einer 1971 gestohlenen spätgotischen Madonna mit Kind aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
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ObjektID: 113867
Heiligwasserweg
Standort
KG: Igls
Die Schwellerkapelle ist ein gemauerter Nischenbildstock mit einem Satteldach. Sie stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. In der vergitterten Rundbogennische befindet sich eine Kreuzigungsgruppe mit spätbarockem Kruzifix.[7]
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ObjektID: 117190
Heiligwasserweg
Standort
KG: Igls
BW Datei hochladen Wieserbildstock
ObjektID: 117191
Heiligwasserweg
Standort
KG: Igls

Anmerkung: Objektvermutung

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ObjektID: 117188
Heiligwasserweg 47
Standort
KG: Igls
Das Gebäude neben der Wallfahrtskirche Heiligwasser wurde unter Abt Martin Stickler (1719–1747) als Mesnerhaus erbaut, das auch als einfache Gaststätte diente. In den 1920er Jahren wurde es auf die heutige Größe erweitert.[8] An der Fassade erinnert eine 1888 angebrachte Gedenktafel an die Übernachtung der späteren Kaiser Franz Joseph I. und Maximilian von Mexiko anlässlich einer Patscherkofelbesteigung im Jahr 1848.[9] 2011–2013 wurde das Gasthaus gründlich renoviert. Die Stuben sind mit Riemenböden und Wandvertäfelungen ausgestattet.[10]

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Kath. Pfarrkirche, hl. Ägidius einschließlich Friedhof mit Lourdes- und Totenkapelle
ObjektID: 128208
Hilberstraße
Standort
KG: Igls
Die Kirche wurde 1286 erstmals urkundlich erwähnt. Der heutige spätgotische Bau wurde 1479 geweiht und 1705 barockisiert. Nach einem Brand wurden 1883 Turm und Innenraum umgestaltet. Der einschiffige, dreijochige Bau weist einen eingezogenen Chor mit 5/8-Schluss auf. Die barocken Deckenfresken wurden 1777 von Josef Schmutzer dem Jüngeren geschaffen. In der nördlich angebauten Totenkapelle hat sich ein Fresko mit Kreuzigungsdarstellung von 1486 erhalten.[11]
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ObjektID: 21959
Hilberstraße 15
Standort
KG: Igls
Der im Kern aus dem 16./17. Jahrhundert stammende, ehemalige Bauernhof wurde mehrmals umgebaut und dabei stark verändert.[12]
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ObjektID: 98915
Igler Straße
Standort
KG: Igls
Die Rundsäule aus Höttinger Breccie zeigt ein modernes Mosaik des hl. Christophorus.[13]
Datei hochladen Wohnhaus, ehem. Schulhaus
ObjektID: 113868
Igler Straße 58
Standort
KG: Igls
Das ehemalige Schulhaus wurde 1893 erbaut. Das landhausartiges Amtsgebäude hat Holzbalkone und geometrisierenden Putzdekor.[14]
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ObjektID: 113864
bei Viller Steig 2
Standort
KG: Igls
Das Wegkreuz unter einem Satteldach mit einem Corpus vom Dreinageltypus stammt aus dem 19. Jahrhundert.[15]
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ObjektID: 64129
Widumweg 4
Standort
KG: Igls
Der zweigeschoßige gemauerte Bau mit Walmdach wurde 1813 errichtet.[16]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Innsbruck  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Wiesauer: Nischenbildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  3. Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 20. Juni 2016.
  4. Wiesauer: Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. September 2015.
  5. Wiesauer: Wohngebäude, Einfamilienhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  6. Wiesauer: Nischenbildstock, Wegkapellen nach Heiligwasser (5 Stück). In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  7. Wiesauer: Nischenbildstock mit Kreuzigungsgruppe, Schwellerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  8. 350 Jahre Kirchweihe Heiligwasser. In: Stift Wilten aktuell, Ausgabe 1/2015, S. 12–13 (Digitalisat)
  9. Lydia Schwaiger: Igler Straßennamen: Heiligwasserweg. In: Der Igel, Nr. 19, Dezember 2011, S. 12–13 (PDF; 2,3 MB)
  10. Gasthaus Heilig Wasser: Behutsam renoviert. In: Der Igel, Nr. 27, Dezember 2013, S. 9–10 (PDF; 1,6 MB)
  11. Schneider, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Ägidius und vierzehn Nothelfer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. September 2015.
  12. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hg.): Kulturberichte aus Tirol 2012. 63. Denkmalbericht. Innsbruck 2012, S. 64 (PDF; 12 MB)
  13. Felmayer, Wiesauer: Bildsäule hl. Christophorus, Christophorusbildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 14. August 2015.
  14. Wiesauer: Postamt, ehemaliges Schulhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  15. Wiesauer: Wegkreuz an der Außenmauer des Schlosshotels. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. September 2015.
  16. Wiesauer: Pfarrhaus, Widum Igls. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. September 2015.
  17. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.