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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Traun (Stadt)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Traun enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Traun in Oberösterreich (Bezirk Linz-Land).[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Evang. Pfarrkirche A.B.
ObjektID: 96748
Dr. Knechtl-Straße 31
Standort
KG: Traun
1901 konnte die evangelische Gemeinde A.B. Traun ein ausreichend großes Grundstück für den Bau eines Bethauses (Kirche) erwerben. Die Grundsteinlegung erfolgte aber erst am 25. März 1913. Die Trauner Baufirma Roithner zog den Bau auf der Grundlage der Pläne des Architekten August Scheinert aus Plauen in nur fünf Monaten hoch. Die Einweihung fand bereits am achten September 1913 statt. Der Turm der Kirche wurde in den Jahren 1983/84 errichtet und beherbergt die drei Glocken der Gemeinde.[2]
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ObjektID: 96740
Hauptplatz
Standort
KG: Traun
Der Bildstock ist mit 1715 bezeichnet und erinnert vermutlich an die Pestepidemie von 1713/14.

Oben befindet sich das Monogramm IHS für Jesus, unten eines für Maria. Die Buchstaben AIVPZT in der Mitte bedeuten: Anton Josef Voggendanz Pfleger zu Traun.[3]

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ObjektID: 96749
Kirchenplatz 1
Standort
KG: Traun
Um im alten Pfarrhof in der Bahnhofstraße 19 für die Schule zusätzlichen Platz zu schaffen, erwarb Pfarrer Witzelsteiner 1825 privat das sogenannte „Scherzergütl“ und richtete darin das Pfarramt ein. Als der Pfarrer 1851 in den Ruhestand trat, verkaufte er das gesamte Anwesen an die „Pfarr- und Schulkonkurrenz Traun“.[4]
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ObjektID: 59974
Kirchenplatz 1
Standort
KG: Traun
Die neugotische Pfarrkirche hl. Dionysius hat eine bewegte Baugeschichte. Die Planung der Kirche erfolgte durch den Linzer Dombaumeister Otto Schirmer. Der Pfarrer Franz X. Gruber gründete im März 1880 einen Kirchenbauverein. Er begann schon 1881 ohne Baugenehmigung mit den Arbeiten. Wegen der fehlenden Bauverhandlung und der geplanten Größe der Kirche verweigerte der Religionsfond die Finanzierung des Baus und ordnete die Einstellung der Bautätigkeiten an. Da die Fundamente der Kirche bereits fertiggestellt waren und der Grundriss nicht mehr geändert werden konnte, begann der Architekt Raimund Jeblinger mit der Umplanung. Auf Grund dieser Kostenreduzierung und mit Hilfe von Spenden, einer Kirchenbaulotterie und der Zuwendung von 12000 Gulden „auf dem Gnadenwege“ aus dem Religionsfond konnte der Bau 1890 und eingeweiht werden. Der Innenausbau nahm dann nochmals 10 Jahre in Anspruch.[4]
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ObjektID: 96588
Kremstalstraße
Standort
KG: Traun
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ObjektID: 96583
Linzerstraße 7
Standort
KG: Traun
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ObjektID: 129944

seit 2012

Fluren Mitterfeld und Aufeld
Standort
KG: Traun

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Schloss Traun
ObjektID: 38337
Schloßstraße 8
Standort
KG: Traun
Das Hauptgebäude des Schlosses Traun mit den vier Ecktürmchen wurde etwa in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an Stelle der bereits um 1120 erwähnten Wasserburg errichtet. Die dem Innenhof zugewandte Schauseite hat eine bemerkenswert reiche Ausstattung, die anderen Seiten sind eher schlicht gehalten. Dem Schloss vorgelagert sind die Bauten der ehemaligen Brauerei, der Trakt mit der Schlosskapelle und das Tor zum Schlosshof. Die Schlosskapelle wurde 1363 errichtet und war von 1788 bis 1890 die Pfarrkirche von Traun.
Hauptartikel: Schloss Traun
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ObjektID: 59779
Schubertstraße 10
Standort
KG: Traun
Der Kirchenbau der Moderne wurde 1960 geweiht.
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ObjektID: 96533
Stefan-Taschner-Straße 10
Standort
KG: Traun

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Bildstock
ObjektID: 96752
Traunerstraße 86
Standort
KG: Traun
Datei hochladen Überreste der abgekommenen Kirche St. Dionysen
ObjektID: 71310
Untere Dorfstraße 25
Standort
KG: Traun
Als indirekte Folge der Neugründung der Pfarre Traun wurde St. Dionysen 1787 aufgelassen. Teile der Einrichtung und Geräte fanden in der zur Pfarrkirche erhobenen Schlosskapelle Verwendung, das Übrige wurden den Armen als Brennholz zur Verfügung gestellt. 1790 wurde der Turm abgetragen und das Gebäude verkauft. Zuletzt blieben nur die Grundmauern und einige Wände stehen. Diese Reste fanden bei der Errichtung des Wohnhauses, das heute auf dem Grundstück steht, Verwendung.[5]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Traun  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Geschichte der Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Traun. Website der Ev. Pfarrgemeinde A.B. Traun. Abgerufen am 10. Januar 2012.
  3. Georg Heilingsetzer: Die frühe Neuzeit In: Traun Geschichte und Gegenwart, Stadtamt Traun, 1993, S. 51
  4. 1 2 Georg Heilingsetzer: Die Geschichte der katholischen Pfarren in der Stadt Traun. In: Traun Geschichte und Gegenwart, Stadtamt Traun, 1993, S. 130 ff
  5. http://www.dioezese-linz.at/pfarren/traun/
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.