unbekannter Gast
vom 28.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Barbara im Mürztal

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Barbara im Mürztal enthält die 19 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der österreichischen Gemeinde Sankt Barbara im Mürztal im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Aufbahrungshalle
ObjektID: 10500
Friedhofweg 2
Standort
KG: Dorf Veitsch

Datei hochladen
Rathaus/Gemeindeamt, Marktgemeindeamt
ObjektID: 12921
Obere Hauptstraße 18
Standort
KG: Dorf Veitsch
Datei hochladen Hauptschule
ObjektID: 10503
Untere Hauptstraße 1
Standort
KG: Dorf Veitsch
Die Hauptschule wurde nach einem Entwurf von Ferdinand Schuster 1958 bis 1963 errichtet. Der dreigeschoßige funktionalistische Schulbau hat einen U-förmigen Grundriss mit abgewinkeltem Turnsaal. Die Klassenräume haben überwiegend zweiseitige Belichtung. 2011 wurde die Schule mangels Nachfrage geschlossen.[2]

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Veit
ObjektID: 10498

Standort
KG: Dorf Veitsch
Die spätgotische Kirche wird 1206 erstmals urkundlich erwähnt. Das dreijochige Langhaus wurde 1456 fertiggestellt. Es ist mit einem Netzrippengewölbe überwölbt, das auf Halbrunddiensten bzw. eingezogenen Strebepfeilern mit Blattkapitellen ruht. Die Innenausstattung umfasst Elemente aus der Spätgotik bis ins frühe 20. Jahrhundert. Im Mitteljoch befinden sich Schlusssteine mit Wappen, neben dem Heiliggeistloch mit zwei Köpfen. Der einjochige Chor ist durch einen eingezogenen, spitz zulaufenden Fronbogen vom Langhaus getrennt (5/8 Schluss, um je eine Stufe erhöht). Überwölbt wird er von einem tief herabgezogenen Kreuzrippengewölbe, das auf Konsolen aufliegt. Einer der runden Schlusssteine am Chorschluss stellt einen segnenden Bischof dar. Hier sind die Strebepfeiler flach ausgeführt, dazwischen ein schwer beschädigtes, spätgotisches Fresko, das Christus als Weltenrichter und die Muttergottes mit dem hl. Johannes darstellt. Im Maßwerk von zwei Chorfenstern sind gotische Ornamentscheiben erhalten. Südlich des Chores befindet sich die barocke St. Veit Kapelle mit einer Stichkappentonne auf Wandpilastern und einem Altar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der Johann Michael Eisenschmidt zugeschrieben wird. Hier befindet sich eine Wandnische, die durch ein schmiedeeisernes Gitter aus dem 18. Jahrhundert abgeschlossen wird. Die übrigen Seitenaltäre stammen aus dem Rokoko (St. Veit Kapelle spätes 18. Jahrhundert). Die Kanzel mit einem Christusrelief entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die neugotische Orgel wurde 1894 von A. Mauracher geschaffen. Der mächtige, dreigeschoßige Glockenturm an der Westseite der Kirche ist mit einem hohen Keildach versehen. In der Turmhalle ist ein Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die Südpforte, der Haupteingang zur Kirche, ist ein verstäbtes Rundbogenportal. Die Glocke wurde 1736 von Theresia Weyrin gestiftet. 1956 wurde die Kirche umfassend restauriert.[3]

Datei hochladen
Stiftshof/Gutshof/Lesehof, Pfarrhof
ObjektID: 10499

Standort
KG: Dorf Veitsch
Der Gebäudekomplex liegt nördlich der Kirche und ist mit ihr durch einen Gang aus der Zeit der Gotik verbunden. Dieser ist wiederum mit einem rundbogigen Durchgang und einem Osterker (mit verstäbtem Fenster) versehen. An seiner Sohlbank befinden sich zwei Kopfkonsolen. Der Kirchhof ist durch eine hohe Mauer von der Propstei abgetrennt. Die einzelnen Trakte des Gebäudes sind um einen zweigeschoßigen Arkadenhof angeordnet. Der Osttrakt ist mit einem Wirtschaftsgebäude verbunden, in dem sich ein mit Stuckaturen und einem Tonnengewölbe gedeckter Raum befindet, der zwischen 1730 und 1740 – vermutlich – von Johann Cajean Androy geschaffen wurde. Das Gebäude dient seit 1989 als Jugendherberge, Arkadentaverne, Unterkunft für Wallfahrer und Veranstaltungszentrum.[3]
Datei hochladen Badeanlage, Hallenbad
ObjektID: 10488
Badstraße 21
Standort
KG: Großveitsch
Ältestes Hallenbad der Steiermark. (Erbaut 1954)
Datei hochladen Alpengasthof Radwirt
ObjektID: 10492
Brunnalmstraße 36
Standort
KG: Großveitsch
Ältestes Fertigteilhaus der Welt. 1882 wurde Graf Franz Hardegg in den Gemeinderat der Gemeinde Veitsch gewählt, der aber nur selten an dessen Sitzungen teilnahm, weil er in Wien wohnte. Er hatte bei der Weltausstellung 1873 in Wien ein Fertigteilhaus gekauft und es als Jagdhaus auf dem gräflichen Landsitz erstellt. Heute dient das älteste Fertigteilhaus der Welt als „Alpengasthof Radwirt“ am Fuße der Hohen Veitsch.
Datei hochladen Flur-/Wegkapelle, Heissenberger-Kapelle (Schaffenberger-Kapelle)
ObjektID: 10489

Standort
KG: Großveitsch
Datei hochladen Bildstock, sog. Pestkreuz
ObjektID: 10490

Standort
KG: Großveitsch
Vermutlich um das Jahr 1529 von sechs Veitscher Bauern gestiftet, zwischen 1997 und 1998 mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes restauriert.[3]
Datei hochladen Kilometer-/Meilenstein
ObjektID: 9879
bei Dorfstraße 24
Standort
KG: Mitterdorf

Datei hochladen
Kath. Filialkirche, Bibliothek, ehem. kath. Filialkirche hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 9876
Hauptplatz 2
Standort
KG: Mitterdorf

Datei hochladen
Schloss, Schule, Schloss Pichl/Waldbauern- und Forstarbeiterschule
ObjektID: 9878
Rittisstraße 1
Standort
KG: Mitterdorf
Das Schloss liegt auf einer Geländeterrasse am Ausgang des Veitschgrabens und wurde ab 1555 durch Jörg Idungspeuger an Stelle eines Hofes errichtet, der bereits 1363 erwähnt worden war. Es ist von den Resten einer erneuerten Umfassungsmauer mit zwei Rundtürmen umgeben. Der U-förmige Gebäudeblock hat vier vorspringende Ecktürme mit Zeltdächern. Im Nordost-Turm befindet sich die ehemalige Kapelle mit einem primitiven Sternrippengewölbe. Die holzgetäfelte Halle im Erdgeschoß verfügt über eine Felderdecke. Das Schloss dient heute als Landwirtschaftsschule.

Datei hochladen
Burgruine Lichtenegg
ObjektID: 10514
Burgruinenweg
Standort
KG: Scheibsgraben
Um das Jahr 1280 wurde der Platz erstmals urkundlich erwähnt. Anfangs stand hier vermutlich nur ein Bauernhof. Der Ausbau zur Burg setzte um die Mitte des 14. Jahrhunderts ein. Am 3. Februar 1395 wurde Hans Liechtenegger gestattet, den Hof um ein oder zwei gemauerte Stockwerke zu erhöhen und zu befestigen. Zwischen dem späten 14. und dem 15. Jahrhundert wurde die Burg unter wechselnden Besitzern ausgebaut und erweitert. Von Belagerungen ist nichts bekannt, sie diente in unsicheren Zeiten vor allem als Zufluchtsort für die Bewohner der Umgebung. Um 1600 gelangte sie in den Besitz des Gewerken Sebald Pögl; 1757 wurde sie aufgegeben, um 1792 verließen die letzten Bewohner die Burg, die nun zur Ruine verkam. 1855 stürzten Teile der Burg durch ein Erdbeben ein. 1953 musste ein Teil der Ringmauer wegen akuter Einsturzgefahr abgetragen werden. Die Anlage besteht aus einem breiten Halsgraben, ein rundbogiges Burgtor, einem Zwinger, dem Bergfried und einem kleinen Hof, der komplett von Gebäuden umschlossen wird. Eigentümer ist heute der Verein zur Erhaltung der Burgruine Lichtenegg der 1929 von Richard Antauer gegründet wurde um ihren rasch fortschreitenden Verfall aufzuhalten. Der Verein führt laufend Erhaltungsarbeiten durch. Zwischen den Jahren 1980 und 1990 wurde in den Räumen des Bergfrieds ein Heimatmuseum eingerichtet.[4][5]
Datei hochladen Straßenbrücke, Wartberger Mürz-Brücke
ObjektID: 10518

Standort
KG: Scheibsgraben
Die Wartberger Mürz-Brücke wurde im Jahre 1937 erbaut. Mit einer lichten Weite von 42,80 m überspannt sie die Mürz zwischen den Katastralgemeinden Scheibsgraben und Wartberg.

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Erhard
ObjektID: 10506
Dorfstraße 30
Standort
KG: Wartberg
Die heutige Pfarrkirche wurde 1730–1731 von Remigius Horner nach dem Vorbild der Stiftskirche Pöllau erbaut. Im 20. Jahrhundert wurde sie zuerst innen, später außen restauriert. Die Altäre stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Datei hochladen
Bildstock, Erhard-Kapelle
ObjektID: 10507
Dorfstraße 30
Standort
KG: Wartberg
Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 10508
Dorfstraße 30
Standort
KG: Wartberg
Datei hochladen Straßenbrücke, Wartberger Mürz-Brücke
ObjektID: 10522

Standort
KG: Wartberg
Die Wartberger Mürz-Brücke wurde im Jahre 1937 erbaut. Mit einer lichten Weite von 42,80 m überspannt sie die Mürz zwischen den Katastralgemeinden Scheibsgraben und Wartberg.
Datei hochladen Bildstock, „Pestkreuz“
ObjektID: 10510

Standort
KG: Wartberg

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll, Wien 1982, ISBN 3-7031-0532-1.
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Sankt Barbara im Mürztal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 19. Jänner 2018.
  2. HS Veitsch muss sperren – Direktor: 'Mir blutet das Herz'. In: Kronen Zeitung. 19. April 2011, abgerufen am 3. Juli 2017.
  3. 1 2 3 Infotafel vor Ort
  4. Georg Clam Martinic: Österreichisches Burgenlexikon – Schlösser, Burgen und Ruinen. 1991.
  5. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Graz 1961, S. 457 f.
  6. zusätzliche GstNr. lt. GIS Steiermark
  7. zusätzliche GstNr. lt. GIS Steiermark
  8. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.