Lebring-Sankt Margarethen

Lebring-Sankt Margarethen
Wappen von Lebring-Sankt Margarethen
Lebring-Sankt Margarethen (Österreich)
Lebring-Sankt Margarethen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Hauptort: Lebring
Fläche: 7,6 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 32′ O46.86361111111115.527777777778286Koordinaten: 46° 51′ 49″ N, 15° 31′ 40″ O
Höhe: 286 m ü. A.
Einwohner: 1.998 (1. Jän. 2012)
Postleitzahl: 8403
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grazerstraße 1
8403 Lebring-Sankt Margarethen
Website: lebring-st-margarethen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Weinzerl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 5 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Berghausen Breitenfeld am Tannenriegel Ehrenhausen Eichberg-Trautenburg Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Glanz an der Weinstraße Gleinstätten Gralla Großklein Hainsdorf im Schwarzautal Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kaindorf an der Sulm Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach Oberhaag Obervogau Pistorf Ragnitz Ratsch an der Weinstraße Retznei Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Nikolai ob Draßling Sankt Ulrich am Waasen Sankt Veit am Vogau Schloßberg Seggauberg Spielfeld Stocking Straß in Steiermark Sulztal an der Weinstraße Tillmitsch Vogau Wagna Weitendorf Wildon Wolfsberg im Schwarzautal SteiermarkLage der Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Lebring-Sankt Margarethen ist eine steirische Marktgemeinde mit 1998 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Leibnitz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lebring liegt am rechten Murufer etwa vier Kilometer südlich von Wildon und acht Kilometer nördlich der Stadt Leibnitz.

Gemeindegliederung

Am 1. Jänner 1954 wurden die Gemeinden Lebring und Sankt Margarethen bei Lebring zur Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen vereinigt.
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden (Fläche 2001): Lebring (473,09 ha) und St. Margareten (287,16 ha).
Ortschaften (Einwohner 2001) sind: Bachsdorf (372), Lebring (892) und Sankt Margarethen bei Lebring (655).

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (alphabetisch): Gralla, Hengsberg, Lang, Ragnitz, Stocking, Tillmitsch und Wildon.

Geschichte

Im Jahr 1066 wird eine Kirche „innerhalb der Hengistburg“ urkundlich erwähnt. Ob es sich dabei um St. Margarethen handelte, ist nicht sicher. In jedem Fall wurde im Jahr 1136 die Kirche zur heiligen Margaretha an das Stift Suben übertragen. Als damals südlichste Pfarre des Bistum Seckau wird St. Margarethen „iuxta Wildoniam“ (bei Wildon) 1218/19 in dessen Gründungsurkunde namentlich angeführt. Die Pfarre, die die Orte Lebring und St. Margarethen umfasste, wurde bis zu den Reformen Josephs II. (1784) von des Chorherren des Stifts betreut. Auch im Ort befindet sich das Schloss Murstätten. Im Jahre 1896 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Gründung der Raiffeisenkasse St. Margarethen bei Lebring fand 1899 statt. 1902 erfolgte die Errichtung des Elektrizitätswerks Lebring. Im Jahre 1915 wurde ein riesiges Barackenlager gebaut, die großen Baracken wohl hundert an der Zahl wurden in vier quadtratischen Gruppen geteilt und waren für militärische Zwecke bereit. Hauptzweck der Unterkünfte war in erster Linie die Unterbringung des Kaders bzw. des Ersatzbataillons des bosnisch-herzegowinischen Infanterie Regimentes Nr. 2. Ein großer Teil des Lagers diente als Kriegsgefangenenlager. Ein eigener Gendarmerieposten wurde 1919 errichtet. 1973 entstand die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring. Bundespräsident Dr. Rudolf Kirschläger eröffnete im Jahre 1974 das Philips-Farbbildröhrenwerk in Lebring. Die feierliche Eröffnung der Hauptschule fand im Jahr 1978 statt. Seit 1992 hat der Landesfeuerwehrverband für Steiermark seinen Sitz in Lebring. 1994 erfolgte die Markterhebung des Ortes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Per Bahn kann man Lebring mit der S-Bahn aus Richtung Graz und SpielfeldStraß erreichen. In Lebring befinden sich auch eine Anschlussstelle der Pyhrn Autobahn A 9.

Wirtschaft

Auf die Gemeinde entfallen zwölf Prozent aller Arbeitsplätze des sekundären Sektors im Bezirk Leibnitz.

In der Umgebung ist Lebring bekannt für den „Gady-Markt“, eine Veranstaltung bei der landwirtschaftliche Maschinen, Traktoren und Autos ausgestellt werden, verbunden mit einem Zeltfest und Rummelplatz-Betrieb. Der 93. Markt fand im September 2012 statt.

In Lebring befindet sich die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark.

Der ÖAMTC betreibt in der Nachbargemeinde Lang ein Fahrtechnikzentrum. Weniger als 1/10 der Gesamtfläche liegen auf Lebringer Gebiet.

Lebring liegt am Murradweg. An der Mur befindet sich ein Flusskraftwerk, dessen Aulandschaft im leicht aufgestauten Bereich von Wasservögeln als Zuflucht und Brutplatz genutzt wird.

Landschaft

Der langgestreckte Rücken des Buchkogels beherrscht als Wahrzeichen die Ebenen am Mittellauf der Mur (Fluss). Seine höchste Erhebung ist in 550 m Höhe. Erdgeschichtlich ist der Berg ein Riff aus dem Panonischen Meer der Tertiärzeit. An der Ostseite des Berges, am Übergang des Steilabfalles in den flachen Hang, wird die Brandungskehle des urzeitlichen Meeres heute noch sichtbar.

Sonstiges

Lebring hat einen Fußballverein, den SV Lebring. Im Ort befindet sich der Golfplatz „Gut Murstätten“. Die Marktgemeinde verfügt auch über einen traditionellen Musikverein, die Trachtenkapelle Lebring-St. Margarethen. Seit 2009 bildet die Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Hengsberg, Lang, Stocking, Wildon und Weitendorf die Kleinregion Kulturpark Hengist.

Ehrenbürger

Reinhart Bachofen von Echt (1877–1947)

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Lebring-Sankt Margarethen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien