unbekannter Gast
vom 31.01.2017, aktuelle Version,

Kirche und Konvent der Kreuzschwestern (Graz)

Kirche und Konvent
Sanatorium

Die Kirche und der Konvent der Kreuzschwestern befinden sich in der Kreuzgasse im dritten Grazer Stadtbezirk Geidorf. Der Konvent ist eine Niederlassung der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Nebenbei befindet sich das Sanatorium der Kreuzschwestern, ein Allgemeinkrankenhaus. Beide Häuser, Kloster und Stammtrakt der Krankenhausanlage, stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte der Kreuzschwestern in Graz

Die Kongregation der Kreuzschwestern wurde 1856 in der Schweizer gegründet und errichtete schon 1871 in Graz ein Dienstmädchenasyl in der Leonhardstraße. 1872 wurde das Priesterspital in der Grabenstraße gegründet, 1878 Schülerhorte in den Pfarren St. Andrä und Münzgraben und 1885 das Sanatorium Maria Hilf. 1887 wurde das Provinzhaus in der Kreuzgasse errichtet. 1891 übernahmen die Schwestern aus Graz auch die Krankenpflege im Villacher Krankenhaus, woraus sich die dortige Niederlassung entwickelte. 1983 errichtete man das Annaheim in der Riesstrasse als konfessionelles Alten- und Pflegeheim.[1] Mittlerweile wurden wegen Nachwuchsmangels der Kreuzschwestern einige dieser Einrichtungen an andere Ordensgemeinschaften übergeben.

Konvent

Die gesamte Anlage wurde in späthistoristisch-neogotischen Stilformen ab dem Jahr 1887 erbaut. Erst 1891 wurde das Gebäude um eine Kirche und 1904/1905 durch das Josefshaus im Südflügel erweitert. Der Komplex ist langgestreckt und besteht aus vier Geschossen. In der Mitte der Frontfassade befindet sich ein Mittelrisalit mit spitzhelmbekröntem Giebelreiter. Im Haupthaus lebt auch die Gemeinschaft St. Ulrika für betagte Schwestern[2], im Josefshaus ist heute die Wohngemeinschaft St. Josef für betagte Schwestern[3] untergebracht.

Kirche zum heiligen Kreuz

Die Klosterkirche der Kreuzschwestern ist eine Wandpfeiler-Emporenkirche und wurde 1891 im neogotischen Stil erbaut. Sie besitzt ein einschiffiges Langhaus mit einer einjochigen Empore und ein Kreuzgratgewölbe. Die Inneneinrichtung ist einheitlich im Stil der Neogotik gehalten. Sämtliche Bildhauerarbeiten stammen von dem Künstler Peter Neuböck.

Sanatorium

Gegenüber dem Konventsgebäude der Kreuzschwestern befindet sich das von ihnen betreute Sanatorium. Es wurde 1885, zwei Jahre vor der Ordensniederlassung, begründet, und 1887 eröffnet. Erweiterungsbauten folgten 1952, 1960 und 1987 (Betten- und OP-Trakt). Seit 1999 wird es als Privatklinik geführt, mit der hausinternen Pflegestation St. Theresia[4] für Schwestern. Mit 130 Betten gehört das Krankenhaus zu den größten privaten Anbietern in der Steiermark. Das Haus ist ein Allgemeinkrankenhaus, mit CT- und MR-Instituten, sowie Endoskopie- und Laboreinrichtungen.[5] Außerdem befindet sich hier die Kapelle Mariahilf. Sie ist mit Glasmalerei der Tiroler Glasmalerei und Mosaikanstalt ausgestattet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. annaheim.at
  2. St. Ulrika, katholische-kirche-steiermark.at
  3. St. Josef Graz, katholische-kirche-steiermark.at
  4. St. Theresia, katholische-kirche-steiermark.at
  5. http://kreuzschwestern-graz.at/unsere-kompetenz