Kasern

Dieser Artikel beschreibt einen Stadtteil von Salzburg, den Südtiroler Ort bei Prettau siehe Kasern (Prettau).
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Kasern (ortsüblich gesprochen mit langem, betonten «a»: [ˈkɑ:sɘʳn]) ist ein Stadtteil von Salzburg und liegt im äußersten Norden der Stadt Salzburg, wobei hier die Stadtgrenze zwischen den Gemeinden Bergheim und Hallwang fingerförmig nach Norden ausgreift. Die Grenze gegen Itzling hin bildet die Autobahn (A1). Kasern setzt sich außerhalb der Stadt in der Lengfeldensiedlung der Gemeinde Bergheim nahtlos fort.

Der Stadtteil Kasern in Salzburg

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Herkunft des Namens Kasern ist nicht eindeutig geklärt. Der erste urkundliche Beleg des Ortes stammt von 1273 unter der Bezeichnung Kaeser/Keser. Der Name dürfte daher mit anderen Kaser-Namen zusammenhängen, die häufig Almen bezeichnen und auf dem Wort „Käser“ für den Käsehersteller beruhen (letzteres zurückgehend auf lateinisch caseus = Käse).[1]

Bis ins späte 19. Jahrhundert standen in dem heutigen Stadtteil nur wenige verstreute Bauerngüter am Hangfuß des Plainberges, vor allem das Stroblgut und das Reitgütl. Am Weg nach Elixhausen lag am Rand eines großen Waldes das Jägergütl, der heutige Jägerwirt, der bereits in der Gemeinde Bergheim liegt. Im heutigen Siedlungszentrum von Kasern befanden sich am Rand des Moores die beiden – namensgebenden – Kaserngüter sowie das kleine Weberhäusel. Östlich am Söllheimerberg schloss hier ein großer Wald, das Kasernholz an.

Oberhalb von Kasern - auf einem Ausläufer des Plainberges - lag die alte Burg Radeck, von der nur die Kapelle und ein Portal mit dem Wappen der Grafen von Königsegg aus dem Jahr 1690 erhalten sind. Diese Burg war ursprünglich im Eigentum von Salzburger Ministerialen, der Herren von Radeck und ist erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt. 1273 geht die Burg ins Eigentum des Erzbischofs über und war danach lange Sitz eines Pflegegerichtes. 1525 wurde die Burg im Zug der Bauernkriege niedergebrannt und bald danach wiederaufgebaut. Nach 1808 verfiel die Burg allmählich.

Kasern als Stadtteil entstand im 20. Jahrhundert. Als erster Gewerbebetrieb siedelte sich 1919 hier die Glockengießerei Oberascher an, die zuvor im Zentrum von Salzburg neben dem Bruderhof nächst dem Kapuzinerberg in der Linzergasse arbeitete und von dort wegen der mit dem Betrieb verbundenen Brandgefahr weichen musste. Zur eigenen Sicherheit legte der Betrieb in Kasern einen großen Feuerlöschteich an, der als Tümpel in Kasern erhalten ist.

1939 wurde Kasern mit dem gesamten Plainberg in die Stadt Salzburg eingemeindet. 1950 wurde der Plainberg aber wieder der Gemeinde Bergheim übergeben. Dafür kam das Areal des Salzburger Schlachthofs zur Stadtgemeinde (Stadtteil Itzling Nord). Kasern blieb - entgegen dem ursprünglichen Konzept - auch nach 1950 bei der Stadt Salzburg, angeblich weil die Siedlung mit ihrer Glockengießerei und den dort beschäftigten vielen Arbeitern damals den rein dörflichen Charakter des Ortes Bergheim beeinträchtigt hätte.

Der Naturraum Kasern

Heute sind die Moore, die den Talboden des Raumes Kasern bedeckten, verschwunden. Beim Bau der Westautobahn stieß man auf gut erhaltene fossile Torfschichten, was auf die Größe der einstigen Moorlandschaft schließen lässt. Das große Kasernmoos mit seinem südlichen Ausläufer, dem Langenmoos und das Radeckermoos, die einst die Landschaft prägten, sind entwässert und in wesentlichen Teilen bebaut. Der erhaltene Grünraum der Talniederung ist nur kleinräumig als Wiese erhalten und teilweise als Campingplatz und Kleingartensiedlung genutzt. Der kleine Moorrest Moorwäldchen und Waldkuppen in Kasern musste 2002 infolge der immer weiter fortschreitenden Isolierung und Entwertung durch umgebendes Gewerbegebiet als Geschützter Landschaftsteil aufgelassen werden.

Bemerkenswert sind heute der erhaltene Tümpel und seine umgebende artenreiche Streuwiese, naturnahe Reste am Plainbach, sowie jene Lindenallee, die heute Wickenburg-Allee genannt ist. Der Tümpel in Kasern (GLT 21),[2] die Lindenallee in Kasern (GLT 56)[3] und ein Sück Bachlauf in Kasern (GLT 55)[4] stehen heute als Geschützte Landschaftsteile unter Naturschutz.

Kasern heute

Heute ist Kasern ein aufstrebendes und dicht bebautes Gewerbezentrum, in dem unter anderem der große Gewerbebetrieb Palfinger seine Niederlassung hat. Die nahe Auffahrt zur Westautobahn über den Autobahnknoten Salzburg-Nord und die Lamprechtshausener Straße als nördliche Ausfallstraße von Salzburg sorgen für eine gute Verkehrsaufschließung. Historisch hat auch die nahegelegene Bahnlinie der Westbahn den Aufschwung maßgeblich gefördert. Mit öffentlichem Verkehrsmittel ist Kasern erreichbar mit der städtischen Buslinie 21.

Persönlichkeiten

  • Erik Wickenburg (1903–1998) österreichischer Journalist und Schriftsteller; im heutigen Kasern geboren
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Einzelnachweise

  1. Franz Hörburger: Salzburger Ortsnamenbuch, bearbeitet von Ingo Reiffenstein und Leopold Ziller, hrsg. von der Salzburger Gesellschaft für Landeskunde, Salzburg 1982 (ohne ISBN)
  2. Geschützter Landschaftsteil 00021 Tümpel in Kasern, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  3. Geschützter Landschaftsteil 00056 Lindenallee in Kasern, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  4. Geschützter Landschaftsteil 00055 Bachlauf in Kasern, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
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