Schlaiten

Schlaiten
Wappen von Schlaiten
Schlaiten (Österreich)
Schlaiten
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 36,64 km²
Koordinaten: 46° 53′ N, 12° 39′ O46.87722222222212.655833333333876Koordinaten: 46° 52′ 38″ N, 12° 39′ 21″ O
Höhe: 876 m ü. A.
Einwohner: 470 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 12,83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9954
Vorwahl: 4853
Gemeindekennziffer: 7 07 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mesnerdorf 71
9954 Schlaiten
Website: www.schlaiten.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ludwig Pedarnig (Heimatliste)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
6 Bauernschaft und Jugend,
5 Heimatliste Schlaiten
Lage der Gemeinde Schlaiten im Bezirk Lienz
Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Außervillgraten Dölsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg-Stronach Kals am Großglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei in Osttirol Nikolsdorf Nußdorf-Debant Oberlienz Obertilliach Prägraten am Großvenediger St. Jakob in Defereggen St. Johann im Walde St. Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Schlaiten im Bezirk Lienz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Schlaiten ist eine Gemeinde mit 470 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Lienz in Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Schlaiten liegt im Iseltal, südwestlich der Isel. Das Siedlungsgebiet liegt hauptsächlich auf einer Terrasse etwa 150 m oberhalb der Talsohle. Der Großteil der Beschäftigten pendelt aus der Gemeinde.

Die Gemeinde besteht aus folgenden Fraktionen: Plone, Gonzach, Mesnerdorf, Bacherdorf, Gantschach und Göriach. Insbesondere die Fraktionen Bacherdorf und Göriach weisen eine extreme Streulage auf.

Hofnamen wie Gruber, Zenzer, Gantschnig, Rösch, Weberer, Zaiacher, Meßner, Jörl, Votz, Kraß, Hupf, Gasser, Tschellnig, Gridling, Plattner Pedarnig, Gonig usw. bestehen seit dem 16. Jahrhundert

Häufige Familiennamen: Lumaßegger, Gantschnig, Tabernig, Ingruber, Engeler, Steiner, Plattner, Pedarnig, Klaunzer, Niedertscheider,Waldner,

Der Name der Gemeinde, der im Urbar der vorderen Grafschaft Görz aus dem Jahre 1299 zum ersten Mal als Slætten urkundlich erwähnt wird, ist slawischen Ursprungs und geht zurück auf urslawisch soltina (Sumpf).

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Ainet, Assling, Hopfgarten in Defereggen, Oberlienz, Sankt Johann im Walde, Lienz (Stadt)

Geschichte

Im 13. Jahrhundert wurden bereits Silber und unedle Metalle abgebaut. Im 15. Jahrhundert soll der Bergbau geblüht haben. Viele Knappenlöcher weisen noch auf eine rege Bergbautätigkeit hin. Verschiedene Gruben im Michelbachtal und auch entlang des Göriachbaches waren bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts noch in Betrieb, wobei hauptsächlich Arsen abgebaut wurde. 1810 wurde die Rotte Schlaiten zu Ainet geschlagen und im Jahre 1817 wurde Schlaiten eine selbständige politische Gemeinde. Am 1. April 1939 wurde die Gemeinde Schlaiten durch das damalige NS-Regime zwangsweise der Gemeinde Ainet angegliedert und erhielt am 1. Januar 1949 ihre politische Selbständigkeit zurück.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Schräggeviert von Silber und Grün, belegt mit einem Tannenkreuz in verwechselten Farben.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Anton Brugger (1912-1999), Politiker der ÖVP, Direktor des Tiroler Bauernbundes 1946–1976, Mitglied des Bundesrates 1954, 1965-1970
  • Florian Pedarnig, (* 1938), Komponist

Literatur

Hubert Bergmann: Slawisches im Namengut der Osttiroler Gemeinden Ainet und Schlaiten. Anmerkungen zur Slavia submersa im vorderen Iseltal (Beihefte zur Österreichischen Namenforschung 5), Wien 2005.

Weblinks

 Commons: Schlaiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien