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vom 16.06.2017, aktuelle Version,

Andreas Prommegger

Andreas Prommegger
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 10. November 1980 (36 Jahre)
Geburtsort Schwarzach im Pongau
Größe 180 cm
Gewicht 80 kg
Beruf Polizist
Karriere
Disziplin Parallelslalom, Parallelriesenslalom
Verein WSV St. Johann
Nationalkader seit 1997
Status aktiv
Medaillenspiegel
Snowboard-WM 2 × 0 × 0 ×
JWM-Medaillen 2 × 1 × 0 ×
Nationale Meisterschaften 4 × 2 × 3 ×
 Snowboard-Weltmeisterschaften
0Gold0 2017 Sierra Nevada Parallelslalom
0Gold0 2017 Sierra Nevada Parallel-Riesenslalom
 Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 1999 Seiser Alm Parallelriesenslalom
0Gold0 2000 Berchtesgaden Parallelriesenslalom
0Gold0 2000 Berchtesgaden Parallelslalom
Platzierungen
Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Januar 1997
 Weltcupsiege 15
 Gesamtweltcup 3. (2009/10)
 Parallel-Weltcup 1. (2011/12, 2012/13, 2016/17)
 PGS-Weltcup 1. (2012/13)
 PSL-Weltcup 4. (2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Parallel 15 12 11
letzte Änderung: 16. März 2017

Andreas Prommegger (* 10. November 1980 in Schwarzach im Pongau) ist ein österreichischer Snowboarder.

Werdegang

Prommegger begann seine Laufbahn als Skisportler, wechselte aber bereits 1992 die Sportart und trat seitdem als Snowboarder an. Die ersten Wettkämpfe absolvierte er zwei Jahre später. 1995 wurde er in den Salzburger Landeskader aufgenommen und debütierte 1997 – nun als Mitglied des B-Kaders der österreichischen Nationalmannschaft – im Weltcup. Prommeggers bestes Ergebnis in dieser Wettkampfserie blieb lange Zeit ein 19. Rang, den er im November 1997 beim Parallelslalom in Sölden erreichte. Etwas mehr als zwei Jahre später erzielte der Österreicher sein erstes Weltcup-Top-Ten-Resultat, einen achten Platz beim Parallelslalom in Tandadalen. In dieser Zeit zählte der 20-Jährige bereits seit mehreren Jahren zur Juniorenweltspitze: 1998 hatte er eine Medaille bei der Juniorenweltmeisterschaft als Vierter nur knapp verpasst, ein Jahr später gewann er die Silbermedaille im Parallelriesenslalom und 2000 konnte er in dieser Disziplin sowie im Parallelslalom den Juniorenweltmeistertitel erringen.

In den folgenden Saisonen etablierte sich Prommegger auch bei den Erwachsenen in der erweiterten Weltspitze; ihm gelangen mehrere Siege im Europacup und regelmäßige Top-Ten-Platzierungen im Weltcup. Ab 2004 verzichtete er auf weitere Starts im Snowboardcross und konzentrierte sich auf die Paralleldisziplinen, in denen er bis dahin seine größten Erfolge erreicht hatte. Seit 2005 qualifizierte sich Prommegger für jedes Großereignis und erzielte dort kontinuierlich Ergebnisse zwischen Platz vier und Rang neun. Nachdem er in der Saison 2005/06 konstant gute Platzierungen erreicht hatte, galt der 25-Jährige auch bei seinen ersten Olympischen Spielen 2006 in Turin als Mitfavorit. Vor dem Start erklärte er, für ihn sei dabei sein bei Olympia „lange nicht alles“, er könne sich noch steigern und mit den Besten mithalten. Außerdem meinte Prommegger, der als „technisch ausgereifter ‚Gefühlsfahrer‘“ eingeschätzt wurde, der Olympiahang in Bardonecchia käme seiner Technik entgegen.[1] Schließlich schied er im Achtelfinale aus und belegte den neunten Endrang.

Erster Weltcupsieg

Nach weiteren zweiten und dritten Plätzen in den Jahren 2006 und 2007 gelang Andreas Prommegger im Januar 2008 im 146. Weltcuprennen der erste Sieg. Im spanischen La Molina gewann er vor seinem Teamkollegen und Freund[2] Anton Unterkofler den Parallelriesenslalom, obwohl er sich vor dem Rennen die rechte Schulter ausgekugelt hatte.[3] Ein Jahr darauf triumphierte er in Sudelfeld zum zweiten Mal bei einem Weltcup und wiederholte diesen Erfolg zwölf Monate später beim gleichen Rennen. Da das Rennen in Sudelfeld der letzte Parallelriesenslalom vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver war, geriet Prommegger erneut in die Favoritenrolle, die er positiv sah.[4] Nach dem Sieg in der Qualifikation wiederholte sich in Vancouver dennoch das Resultat von Turin: Prommegger schied im Achtelfinale aus und platzierte sich auf Rang neun. Sein Mannschaftskamerad Benjamin Karl, den er noch bei der „Olympiageneralprobe“ geschlagen hatte, gewann im gleichen Rennen die Silbermedaille. Im Gesamtweltcup schnitt er dagegen so gut ab wie noch nie zuvor und erreichte den dritten Rang. Außerdem wurde er Zweiter des Disziplinenweltcups im Parallelriesenslalom. Diese Tendenz setzte Prommegger fort, als er das erste Rennen des Winters 2009/10 für sich entschied und dabei zum ersten Mal im Parallelslalom triumphierte. Im März 2010 wurde er österreichischer Meister im Parallel-Riesenslalom.

Andreas Prommegger in der Qualifikation des Weltcup Parallelslaloms am Jauerling am 13. Januar 2012

Zu Beginn der Saison 2010/11 siegte er in Landgraaf im Parallelslalom. Im weiteren Saisonverlauf erreichte er drei zweite Plätze im Parallel-Riesenslalom. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2011 in La Molina belegte er den 20. Platz im Parallel-Riesenslalom und den vierten Rang im Parallelslalom. Zum Saisonende gewann er den Parallel-Riesenslalom in Arosa und erreichte damit den zweiten Platz im Parallelweltcup. In der folgenden Saison kam er bei 11 Weltcupteilnahmen, siebenmal aufs Podest. Dabei siegte er im Parallel-Riesenslalom in La Molina und in Stoneham. In Jauerling gewann er den Parallelslalom und erreichte zum Saisonende den ersten Platz im Parallelweltcup. Auch in der folgenden Saison konnte er seine starken Leistungen wiederholen. Er holte vier Weltcupsiege, davon drei im Parallel-Riesenslalom und einen im Parallelslalom, und gewann den Parallel-Riesenslalomweltcup und wie im Vorjahr den Parallelweltcup. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 in Stoneham errang er den fünften Platz im Parallel-Riesenslalom und den vierten Rang im Parallelslalom. In der Saison 2013/14 erreichte er bei sechs Weltcupteilnahmen, dreimal die Top Zehn. Seine beste Platzierung dabei war der zweite Platz im Parallelslalom in Bad Gastein. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi belegte er den 13. Platz im Parallelslalom und den achten Rang im Parallel-Riesenslalom. Die Saison beendete er auf den siebten Platz im Parallelweltcup und den fünften Rang im Parallelslalomweltcup. In der folgenden Saison nahm er im Weltcup an drei Rennen teil. Dabei war der achte Platz im Parallelslalom in Montafon sein bestes Resiltat. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg kam er auf den 14. Platz im Parallel-Riesenslalom und den 12. Rang im Parallelslalom.

Zweimal Weltmeisterschaftsgold 2017

Der 36-jährige Prommegger setzte sich bei der Snowboard-WM 2017 in der Sierra Nevada im Finale gegen seinen Landsmann Benjamin Karl durch und holte sich nach 21 Starts bei Großereignissen erstmals eine Goldmedaille im Parallelslalom.[5] Einen Tag danach gab es im Parallel-Riesenslalom erneut das Finalduell gegen seinen Zimmerkollegen Benjamin Karl und wiederum ging der Sieg an Prommegger. Der Salzburger ist damit der dritte Doppel-Goldgewinner nach Jasey Jay Anderson (Whistler Mountain, 2005) und Benjamin Karl (La Molina, 2011). Am 18. März reichte ihm beim Parallel-Slalom in Winterberg Rang 13, um zum dritten Mal den Parallel-Disziplinen-Weltcup zu gewinnen.[6]


Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 15 Weltcupsiege (12 x Parallel-Riesenslalom, 3 x Parallelslalom)

Parallel-Riesenslalom

Datum Ort Land
19. Januar 2008 La Molina Spanien Spanien
31. Januar 2009 Sudelfeld Deutschland Deutschland
6. Februar 2010 Sudelfeld Deutschland Deutschland
27. März 2011 Arosa Schweiz Schweiz
22. Februar 2012 Stoneham Kanada Kanada
10. März 2012 La Molina Spanien Spanien
21. Dezember 2012 Carezza Italien Italien
14. Februar 2013 Sotschi Russland Russland
16. März 2013 La Molina Spanien Spanien
27. Februar 2016 Kayseri Turkei Türkei
12. Februar 2017 Pyeongchang Korea Sud Südkorea
5. März 2017 Kayseri Turkei Türkei

Parallelslalom

Datum Ort Land
10. Oktober 2010 Landgraaf Niederlande Niederlande
13. Januar 2012 Jauerling Osterreich Österreich
11. Januar 2013 Bad Gastein Osterreich Österreich

Europacup

  • 14 Europacupsiege (9 x Parallel-Riesenslalom, 3 x Parallelslalom, 1 x Snowboardcross, 1 x Riesenslalom)

Parallel-Riesenslalom

Datum Ort Land
3. Februar 2003 Berchtesgaden Deutschland Deutschland
28. Februar 2003 Radstadt Osterreich Österreich
8. März 2003 Borovets Bulgarien Bulgarien
29. Dezember 2003 Berchtesgaden Deutschland Deutschland
11. Dezember 2004 Haus im Ennstal Osterreich Österreich
10. Dezember 2005 Haus im Ennstal Osterreich Österreich
29. Dezember 2005 Bischofswiesen Deutschland Deutschland
29. Dezember 2007 Bischofswiesen Deutschland Deutschland
9. Dezember 2012 Lachtal Osterreich Österreich

Snowboardcross

Datum Ort Land
22. Januar 2000 Kreischberg Osterreich Österreich

Parallelslalom

Datum Ort Land
18. Februar 2001 Sankt Johann im Pongau Osterreich Österreich
13. Januar 2002 Sankt Johann im Pongau Osterreich Österreich
18. Januar 2004 Sankt Johann im Pongau Osterreich Österreich

Riesenslalom

Datum Ort Land
12. Januar 2002 Sankt Johann im Pongau Osterreich Österreich

Weltcup-Gesamtplatzierungen

Saison Parallel Parallel-Riesenslalom Parallelslalom
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1999/2000 1326 21. 1326 21. - -
2000/01 - - - - 2645 15.
2001/02 158 37. 1440 25. 700 23.
2002/03 726 35. - - - -
2003/04 4140 12. - - - -
2004/05 4040 7. - - - -
2005/06 4060 4. - - - -
2006/07 3250 9. - - - -
2007/08 4960 3. - - - -
2008/09 4150 4. - - - -
2009/10 5410 2. - - - -
2010/11 5740 2. - - - -
2011/12 6950 1. - - - -
2012/13 4660 1. 3660 1. 1400 4.
2013/14 1900 7. 700 9. 1200 5.
2014/15 810 26. 290 26. 520 24.
2015/16 2940 4. 1680 3. 1260 9.
2016/17 4500 1. 3300 2. 1200 5.

Einzelnachweise

  1. "Dabei sein ist nicht alles" auf salzburg.com. Erschienen am 2. Februar 2006 in den Salzburger Nachrichten. Abgerufen am 21. Oktober 2010.
  2. Weltcupauftag PSL Landgraaf!!! auf andi-prommegger.at. Abgerufen am 21. Oktober 2010.
  3. Mit Fieber zum Sieg: Nicolien Sauerbreij gewinnt FIS Snowboard Weltcup auf funsporting.de. Abgerufen am 21. Oktober 2010.
  4. Tolle Olympia-Generalprobe für Prommegger auf salzburg.orf.at. Abgerufen am 21. Oktober 2010.
  5. Österreich räumt im Parallelslalom ab (15. März 2017)
  6. Prommegger holt Gesamtweltcup (18. März 2017)