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vom 31.12.2018, aktuelle Version,

Großkirchheim

Großkirchheim
Wappen Österreichkarte
Wappen von Großkirchheim
Großkirchheim (Österreich)
Großkirchheim
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Hauptort: Döllach
Fläche: 109,51 km²
Koordinaten: 46° 59′ N, 12° 54′ O
Höhe: 1024 m ü. A.
Einwohner: 1.337 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 12 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9843
Vorwahl: 0 48 25
Gemeindekennziffer: 2 06 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Döllach 47
9843 Großkirchheim
Website: Website der Gemeinde
Politik
Bürgermeister: Peter Suntinger (parteilos)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
5
2
8  5  2 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Großkirchheim im Bezirk Spittal an der Drau
Bad KleinkirchheimBaldramsdorfBerg im DrautalDellach im DrautalFlattachGmünd in KärntenGreifenburgGroßkirchheimHeiligenblut am GroßglocknerIrschenKleblach-LindKrems in KärntenLendorfLurnfeldMallnitzMaltaMillstatt am SeeMörtschachMühldorfOberdrauburgObervellachRadentheinRangersdorfReißeckRennweg am KatschbergSachsenburgSeeboden am Millstätter SeeSpittal an der DrauStallSteinfeld (Kärnten)TrebesingWeißenseeWinklernKärnten Lage der Gemeinde Großkirchheim im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Schloss Großkirchheim

Großkirchheim ist eine Gemeinde mit 1337 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geographie

Geographische Lage

Großkirchheim liegt in durchschnittlich 1024 Metern Seehöhe in der Region Großglockner der Hohen Tauern, im Westen wird sie von der Sonnblick-, im Osten von der Schobergruppe begrenzt. Etwa 40 % des Gemeindegebiets liegen im Nationalpark Hohe Tauern.

Nachbargemeinden sind Heiligenblut, Flattach und Mörtschach, im Norden grenzt das Gemeindegebiet an das Bundesland Salzburg, im Westen an Osttirol.

Gemeindegliederung

Großkirchheim ist in die fünf Katastralgemeinden Döllach, Mitten, Putschall, Sagritz und Winkel Sagritz gegliedert, das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Allas (44)
  • Am Putzenhof (18)
  • Döllach (446)
  • Egg (7)
  • Göritz (33)
  • Kraß (66)
  • Mitteldorf (115)
  • Mitten (148)
  • Putschall (63)
  • Ranach (33)
  • Sagritz (171)
  • Untersagritz (102)
  • Winklsagritz (50)
  • Zirknitz (41)

Geschichte

Um 1140/50 wurde das Schloss Großkirchheim bei „locus Chyrichaim“ (Ort Kirchheim) erstmals urkundlich erwähnt.

Bereits zur Zeit der Kelten und der Römer in Kärnten wurde in den Hohen Tauern Gold abgebaut. Der Abbau von Edelmetallen erlebte hier im Mittelalter und ab Ende des 15. Jahrhunderts seine Blütezeit. Eine 1338 verfasste Urkunde verlieh die Grubenrechte für das „goldärtzt im Kirchhaimer gericht und der dem Tauern gelegen bey dem fleiß“. Noch bis in das 17. Jahrhundert wurde im heutigen Gemeindegebiet nach Gold geschürft, erst nachdem durch das Vorschieben der Pasterze immer mehr Gruben vereisten, musste der Abbau aufgegeben werden.

Im 17. und 18. Jahrhundert wanderten mehrere Personen und Familien aus Sagritz und Großkirchheim ins bayerische Alpenvorland aus.[2]

1850 konstituierten sich auf dem heutigen Gemeindegebiet zunächst die eigenständigen Ortsgemeinden Döllach, Sagritz und Mitten, wobei sich die beiden letztgenannten bereits 1856 vereinigten. Ab 1939 hatten Döllach und Sagritz eine gemeinsame Bürgermeisterei, 1956 schlossen sie sich zur Gemeinde Döllach-Sagritz zusammen, und diese benannte sich schließlich 1983 – an die historische Bedeutung des Schlosses und Landgerichts anknüpfend – in Großkirchheim um.

Im Lauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Großkirchheim zu einem zweisaisonalen Tourismusort (ca. 45.000 Übernachtungen) und Sitz der Geschäftsstelle des Nationalparks Hohe Tauern. Durch das Gemeindegebiet führt die Großglockner Straße (B 107).

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Großkirchheim 1.606 Einwohner, davon sind 96,6 % österreichische und 2,6 % deutsche Staatsbürger. 95,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 2,1 % zur evangelischen Kirche, 1,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Großkirchheim hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Peter Suntinger (parteilos).

Wappen

Das zentrale Motiv des Wappens der Gemeinde ist das Großkirchheimer Schloss, das von Melchior Putz von Kirchheimegg († 1583) erbaut wurde. Dieser führte in seinem Wappen sowohl drei goldene Rosen im roten Schildhaupt, als auch drei Heckenrosenfrüchte („Putzen“) als „redenden“ Anteil; beides wurde in das Gemeindewappen übernommen. Im unteren Teil des Wappens spielt der goldene Zweiberg mit dem Taleinschnitt zum einen (wie auch das Bergwerkszeichen) auf den Goldbergbau, zum anderen auf den Ortsnamen Döllach (von slow. doljah, bei den Talbewohnern) an.

Die Blasonierung des Wappens, das der Gemeinde am 5. September 1978 verliehen wurde, lautet:

„Unter rotem, mit drei goldenen Rosen belegtem Schildhaupt in Grün ein goldenes, schwarz geöffnetes Schloss mit Walmdach über goldenem Zweiberg, der rechts mit drei roten, grün bestielten Heckenrosenfrüchten, links mit schwarzem Bergwerkszeichen belegt ist.“ [3]

Die Flagge ist grün-rot mit eingearbeitetem Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Gemeinde ist durch die Großglockner Straße erschlossen. Im Zirknitztal, das nach Osten in die Goldberggruppe führt, befinden sich Anlagen der Kraftwerksgruppe Fragant. Das Gradental, das nach Westen in die Schobergruppe führt, ist touristisch durch die Adolf-Noßberger-Hütte erschlossen.

Persönlichkeiten

  Commons: Großkirchheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Peter Tremmel: Die Granegger. Serie: Einwanderer ins Aichacher Land während und nach dem Dreißigjährigen Krieg. http://www.genealogie-kiening.de/granegger.htm
  3. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 128