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vom 13.04.2018, aktuelle Version,

Münchendorf

Münchendorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Münchendorf
Münchendorf (Österreich)
Münchendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mödling
Kfz-Kennzeichen: MD
Fläche: 19,98 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 16° 23′ O
Höhe: 186 m ü. A.
Einwohner: 2.947 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 147 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2482
Vorwahl: 02259
Gemeindekennziffer: 3 17 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Trumauerstraße 1
2482 Münchendorf
Website: www.muenchendorf.at
Politik
Bürgermeister: Josef Ehrenberger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
10
5
5
1
10  5  5  1 
Insgesamt 21 Sitze

Lage der Gemeinde Münchendorf im Bezirk Mödling
AchauBiedermannsdorfBreitenfurt bei WienBrunn am GebirgeGaadenGießhüblGumpoldskirchenGuntramsdorfHennersdorfHinterbrühlKaltenleutgebenLaab im WaldeLaxenburgMaria EnzersdorfMödlingMünchendorfPerchtoldsdorfVösendorfWiener NeudorfWienerwaldNiederösterreich Lage der Gemeinde Münchendorf im Bezirk Mödling (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Luftbild
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde Münchendorf mit 2947 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) liegt im Wiener Becken im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Geografie

Münchendorf liegt wenige Kilometer südlich von Wien im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Gemeinde wird von der Triesting durchflossen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht nur aus einer einzigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden

und Orte
Laxenburg (Gem.) Achau (Gem.) Himberg (Gem., Bezirk Bruck an der Leitha)
Guntramsdorf (Gem.)

Möllersdorf (Gem. Traiskirchen, Bez. Baden)

Velm (Gem. Himberg, Bezirk Bruck an der Leitha)
Trumau
(Gem., Bez. Baden)


Ebreichsdorf (Bez. Baden)
Moosbrunn (Bezirk Bruck an der Leitha)
Gemeindegebiet Ebreichsdorf grenzt nicht an, weil sich Trumau dazwischen schiebt.

Geschichte

Das Gebiet von Münchendorf war schon in der Jungsteinzeit (etwa 5000–2000 v. Chr.) besiedelt. In der folgenden Bronzezeit lebten hier nordische Viehzüchter, später Illyrer. Es folgte die Besiedelung durch die Kelten, danach durch die Römer. Unter Letzteren gehörte das Gebiet zur Provinz pannonia superior. Auf der heutigen Trasse der Eisenstädter Bundesstraße (Ödenburger Straße) B 16 gab es vermutlich eine Straße nach Ödenburg.

Aus der Zeit Karl dem Großen um 800 dürfte der Name des Ortes herrühren. Ein Pater Dominicus bekam den Besitz zugesprochen. Die Kurzform von Dominicus ist Minigo. Im Dialekt spricht man auch heute von Mingadoaf. Aber erst 1147 wird Minichdorf das erste Mal anlässlich seiner Schenkung durch die Babenberger an das Stift Heiligenkreuz urkundlich erwähnt.

Es folgten die unruhigen Zeiten der ersten und zweiten Türkenbelagerung. (Siehe auch Geschichte der Pfarrkirche).

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden hier wie auch in den Nachbargemeinden Textilmanufakturen. Der Weinbau wurde jetzt erst aufgenommen, wobei aber durch das Einschleppen der Reblaus aus Amerika viele Gärten wieder zerstört wurden.

In den Kriegswirren des Ersten Weltkrieges musste die Baumwollspinnerei, die inzwischen zum Industriebetrieb geworden war, schließen.

1938 verlor die Gemeinde wie alle Randgemeinden Wiens die Selbstständigkeit und ging im 24. Bezirk von Groß-Wien auf, wo sie bis 1954 blieb.

Münchendorf und Umgebung um 1873 ( Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 2.498
2001 2.229
1991 1.690
1981 1.152
1971 1.055

Quelle: Bevölkerungsentwicklung von Münchendorf. (PDF) Statistik Austria

Wirtschaft und Infrastruktur

Früher lebten die Bewohner von der Landwirtschaft, der Lage entsprechend hauptsächlich vom Ackerbau. Aber auch Weinbau wird hier betrieben. Heute muss die Mehrheit der Beschäftigten zur Arbeit auspendeln.

Im Ort sind nur wenige größere Unternehmen ansässig. Verkehrstechnisch ist Münchendorf gut durch die Südost Autobahn, die erst 1996 fertiggestellt worden ist, einerseits gut erreichbar, andererseits vom Durchzugsverkehr, der sich früher auf der Ödenburger Straße B16 abspielte, befreit. Die Pendler aus der näheren Umgebung wie Ebreichsdorf oder der weiteren aus dem Burgenland mussten alle durch den Ort fahren um zu ihren Arbeitsplätzen nach Wien zu kommen.

Münchendorf ist auch am Schienenweg durch die Bahnstrecke Wien - Ebenfurth - Wiener Neustadt (Pottendorfer Linie) gut erreichbar.

Durch die Erhöhung der Lebensqualität ziehen wieder vermehrt Wiener in die Gemeinde. In Münchendorf regnet es nur sehr wenig (unter 600 mm im Jahr), was viele Sommergäste zu den Badeteichen (Münchendorfer Seenland) zieht.[1]

Kultur Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne des Orts

Personen mit Bezug zum Ort

Literatur

  • Petrus Kaserer (Hrsg.): Chronik Münchendorf: 4300 vor Christus bis 2004 nach Christus. Eigenverlag der Gemeinde Münchendorf, Münchendorf 2004.
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Einzelnachweise

  1. Begriff geprägt in Johann Richter: Münchendorfer Seenland. In: Lit. Kaserer: Chronik Münchendorf, 2004, S. 82 ff.