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vom 04.07.2017, aktuelle Version,

Naturbahnrodel-Europameisterschaft 1974

Die 4. FIL Naturbahnrodel-Europameisterschaft fand vom 9. bis 10. Februar 1974 in Niedernsill in Österreich statt.

Ausgetragen wurden sie auf der Rodelpiste Luziawald des USK Niedernsill.[1]

Technische Daten der Naturrodelbahn

Name Luciawald Rodelbahn Niedernsill
Start 0915 m ü. A.
Ziel 0767 m ü. A.
Höhendifferenz 0148 m
Durchschnittl. Gefälle 0013,5 %
Länge 1120 m

Einsitzer Herren

Platz Name Zeit
01 Italien  Erich Graber 3:18,39 min
02 Osterreich  Erwin Eichelberger + 0,05 s
03 Osterreich  Albert Eichelberger + 1,28 s
04 Osterreich  Gottfried Lexer ?
05 Osterreich  Anton Weißbacher ?
06 Osterreich  Alfred Kogler ?
Osterreich  Engelbert Fuchs ?
08 Osterreich  Karl Flacher ?
09 Osterreich  Helmut Kleinhofer ?
10 Osterreich  Richard Huter ?
11 Osterreich  Ernst Stangl ?
12 Osterreich  Egon Tronegger ?
13 Italien  Josef Mahlknecht ?
14 Italien  Robert Jud ?
15 Osterreich  Helmut Hutter ?
16 Osterreich  Siegfried Wild ?
17 Italien  Paul Mitterstieler ?
18 Italien  Siegfried Graber ?
19 Italien  Karl Mitterstieler ?
20 Italien  Hubert Mairamhof ?
21 Italien  Werner Beikircher ?
22 Deutschland BR  Ernst Buchwieser ?
23 Italien  Heinz Penz ?
24 Deutschland BR  Vitus Gansler ?
25 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Vinko Lavtižar ?
26 Deutschland BR  Josef Spindler ?
27 Deutschland BR  Heinz Gdanitz ?
28 Italien  Josef Ploner ?
29 Deutschland BR  Max Buchwieser ?
30 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Janez Bahun ?
31 Deutschland BR  Franz Kurz ?
32 Deutschland BR  Georg Spindler ?
33 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Viko Debeljak ?
34 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Milan Česen ?
35 Schweiz  Edwin Wipf ?
36 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jože Čarman ?
37 Sowjetunion 1955  Aigars Krikis ?
38 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Janez Končan ?
39 Sowjetunion 1955  Sergej Chailow ?
40 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Marjan Lombar ?
41 Schweiz  Christof Rüegg ?
42 Sowjetunion 1955  Dainis Bremse ?
43 Schweiz  Rolf Krämer ?
44 Sowjetunion 1955  Sergej Alexejew ?
45 Sowjetunion 1955  Juri Karjakin ?
46 Kanada  Larry Arbuthnot ?
-- Italien  Albert Brunner DNF
-- Osterreich  Anton Obernosterer DNF
-- Frankreich  Pierre Lachenal DNF
-- Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Silvo Bassille DNF
-- Schweiz  Erich Hedinger DNF
-- Frankreich  Dominique Ferrari DNF
-- Kanada  Doug Hansen DNF


Bei der vierten Naturbahnrodel-Europameisterschaft ging zum ersten Mal die Goldmedaille im Einsitzer der Herren an Italien. Nachdem zuvor dreimal Österreicher gewonnen hatten, holte in diesem Jahr Erich Graber erstmals den Europameistertitel nach Italien. Die Plätze zwei bis zwölf belegten Österreicher. Die Silbermedaille gewann Erwin Eichelberger, der schon 1971 Bronze gewonnen hatte. Sein Rückstand betrug nur 5 Hundertstelsekunden. Dritter wurde Albert Eichelberger, der seine einzige EM-Medaille gewann.

Einsitzer Damen

Platz Name Zeit
01 Osterreich  Klara Niedertscheider 3:26,73 min
02 Osterreich  Elfriede Pirkmann + 3,82 s
03 Osterreich  Annemarie Ebner + 4,66 s
04 Osterreich  Martha Ruech ?
05 Italien  Margarethe Moser ?
06 Osterreich  Berta Pichler ?
07 Italien  Anna Pallhuber ?
08 Osterreich  Hilde Fuchs ?
09 Italien  Albina Gietl ?
10 Italien  Roswitha Fischer ?
11 Deutschland BR  Josefine Berger ?
12 Deutschland BR  Rosi Eichner ?
13 Kanada  Mary Jane Bowie ?
-- Sowjetunion 1955  Vera Zozuļa DNF


Zum vierten Mal ging der Europameistertitel im Einsitzer der Damen an Österreich und zum dritten Mal standen nur Österreicherinnen auf dem Podest. Klara Niedertscheider, die schon 1971 Europameisterin war, gewann mit einem Vorsprung von 3,82 Sekunden zum zweiten Mal die Goldmedaille. Silber ging an die Titelverteidigerin Elfriede Pirkmann. Dritte wurde Annemarie Ebner, die 1971 den zweiten Platz erreicht hatte.

Doppelsitzer

Platz Name Zeit
01 Osterreich  Siegfried Wild – Othmar Hofer 2:17,55 min
02 Italien  Robert Jud – Erich Graber + 0,90 s
03 Osterreich  Helmut Kleinhofer – Karl Flacher + 1,53 s
04 Osterreich  Heimo Buchner – Helmut Hutter ?
05 Italien  Hubert Mairamhof – Josef Ploner ?
06 Osterreich  Anton Obernosterer – Gabriel Obernosterer ?
07 Osterreich  Engelbert Fuchs – Gottfried Kreuzer ?
08 Italien  Albert Brunner – Siegfried Graber ?
09 Osterreich  Richard Huter – Klaus Motz ?
10 Deutschland BR  Josef Spindler – Josef Spreng ?
11 Italien  Paul Mitterstieler – Heinz Penz ?
12 Deutschland BR  Heinz Gdanitz – Franz Kurz ?
13 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Janez Bahun – Milan Česen ?
14 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Marjan Lombar – Vinko Lavtižar ?
15 Kanada  Doug Hansen – Larry Arbuthnot ?
16 Tschechoslowakei  Lubomír Zeman – Zdeněk Barták ?
17 Schweiz  Rolf KrämerEdwin Wipf ?
18 Tschechoslowakei  František Halíř – Petr Jiricko ?
19 Sowjetunion 1955  Sergej Alexejew – Sergej Chailow ?
-- Italien  Werner Beikircher – Richard Mittermair DNF
-- Deutschland BR  Georg Spindler – Vitus Gansler DNF
-- Schweiz  Christof Rüegg – Erich Hedinger DNF
-- Italien  Josef Mahlknecht – Karl Mitterstieler DNF
-- Deutschland BR  Ernst Buchwieser – Max Buchwieser DNF
-- Tschechoslowakei  Jindřich Zeman – Petr Černý DNF


Europameister im Doppelsitzer wurden die Österreicher Siegfried Wild und Othmar Hofer. Sie hatten 1971 bereits die Bronzemedaille gewonnen. Die Silbermedaille ging an die Italiener Robert Jud und Erich Graber. Für Robert Jud war es die erste EM-Medaille, Erich Graber hatte schon bei der ersten Europameisterschaft 1970 zusammen mit Hans Graber die Silbermedaille gewonnen. Dritte wurden die Österreicher Helmut Kleinhofer und Karl Flacher. Für sie war es ihre einzige EM-Medaille.

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1. Osterreich  Österreich 2 2 3 7
2. Italien  Italien 1 1 2

Literatur

  • Harald Steyrer, Herbert Wurzer, Egon Theiner: 50 Jahre FIL 1957–2007. Die Historie des Internationalen Rennrodelverbandes in drei Bänden. Band II. Egoth Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-902480-46-0, S. 316.

Einzelnachweise

  1. USK Niedernsill. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.