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Entstehung: Frühjahr 1831. <> Titelbezug: „Paradies“ oder „Paradeisgartl“ war ein Teil des Gartens vor dem Cor-
tischen Kaffeesalon im k.k. Volksgarten, errichtet 1817 auf der 1809 wieder aufgebauten Löwelbastei, nachdem
bereits 1784 an dieser Stelle ein Kaffeehaus gestanden hatte. Das sogenannte „jüngere Paradeisgartl“ bestand bis
1872, an seiner Stelle wurde 1874 das neue Hofburgtheater (heute Burgtheater) errichtet.
Widmungsträger: Gräfin Eleonore Fuchs, geb. v. Gallenberg. <> Die Widmungsträgerin (1786 –1842) war Schwes ter
des Komponisten Wenzel Robert Graf Gallenberg, der seinerseits mit Julie Guicciardi (Tochter der mit Beethoven
befreundeten Susanna Gräfin Brunsvik de Korompa) verheiratet war (ihr widmete Beethoven seine Klaviersonate
op. 27, 2, welche unter dem Titel „Mondscheinsonate“ bekannt wurde). Gräfin Eleonore Fuchs war ebenfalls mit
Beethoven bekannt, wie ein an sie gerichteter Brief Beethovens vom Januar 1813 (heute in Privatbesitz) beweist.
S. 30.
Erste Aufführungen: Theaterzeitung, 11.6. 1831: Ankündigung eines Ballfestes für den 13. 6., „Zum goldenen
Engel“, „ … wobey Lanner nebst anderen auch die beliebten Paradies=Soirée=Walzer ausführen wird.“, wei-
ters am 21. 6. 1831: „Besonders Furore machen jetzt von diesem genialen Tanzmusik-Kompositeur die neuen
‚Soirée=Paradies=Walzer‘, mit einem Sturm von Beyfall aufgenommen. Sie werden im Kurzem in der Kunst-
handlung des Herrn Mecchetti und Carlo … erscheinen“. Die Formulierung legt nahe, dass das Werk zu diesem
Zeitpunkt bereits bekannt oder zumindest schon mindestens einmal vorher gespielt worden war, da die bei
Erstaufführungen üblichen Hinweise „zum ersten Mahle“ oder „eigens für diesen Anlass komponiert“ fehlen. <>
Der Wanderer 17. 7. 1831 berichtet über die Reunionen im Paradiesgärtchen, welche jeden Donnerstag stattfin-
den: „ … man kann … nichts Schöneres hören als seine [Lanners] Annen-, und Paradies-Soirée-Walzer oder die
Schnellsegler … Bedeutendes Glück machte auch sein neuestes Quodlibet.“ <> Theaterzeitung, 22. 5. 1832 (Be-
richt über die Erstaufführung der „Sophientänze“ siehe op. 62): „ … sie setzen die Paradiesmusik passend fort,
welche mit den bereits so populären Soirée-Walzern begonnen hat.“
AUTOGRAPHE
Verschollen.
Nr. 5, Eingang,
1. u. 2. Thema
Nr. 6, 1. u. 2. Thema
Trio, 1. u. 2. Thema
Finale
Joseph Lanner
Chronologisch-thematisches Werkverzeichnis
- Title
- Joseph Lanner
- Subtitle
- Chronologisch-thematisches Werkverzeichnis
- Author
- Wolfgang Dörner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2012
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78793-8
- Size
- 21.0 x 29.5 cm
- Pages
- 752
- Keywords
- Joseph, Lanner, list of works, waltz, Vienna, danse, Joseph, Lanner, Werkverzeichnis, Walzer, Wien, Tänze
- Category
- Biographien
Table of contents
- Vorwort 7
- Danksagung 9
- Verzeichnis der Abkürzungen 10
- Biographische Notizen 13
- Reisen 16
- Beginn – Werden – Sein 21
- Vorläufer – Mitläufer – Nachfolger 23
- Tanz 28
- Bälle – Tanzstätten – Aufführungsorte 32
- Solisten – Ensemble – Kapelle – Orchester 39
- Akademie – Assemblée – Conversation – Piquenique – Réunion 42
- Publikum 44
- Werke 46
- Instrumentation 69
- Formen 79
- Notenmaterialien 86
- Widmungsträger 95
- Titel 97
- Verlage 100
- Quellen – Bibliotheken – Sammlungen 101
- Funktionalität – Autonomie – Interpretation 102
- Virtuosentum 106
- Romantik – Biedermeier 108
- Strahlender Stern – leuchtender Stern 112
- Rezension – Rezeption 113
- Flüchtige Lust 115
- Literatur 117
- I. Gedruckte und mit Opuszahlen versehene Werke
- II. Nicht mit Opuszahlen versehene Werke
- III. Sammelwerke und diverse Werke 717
- IV. Anhang