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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Landl

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Landl enthält die 32 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Landl im steirischen Bezirk Liezen.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 95813
Gams bei Hieflau
Standort
KG: Gams
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ObjektID: 56633
Gams bei Hieflau
Standort
KG: Gams
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ObjektID: 95801
Gams bei Hieflau 3
Standort
KG: Gams
Der Pfarrhof schließt östlich an die Pfarrkirche unter einem gemeinsamen Walmdach an.[2]
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ObjektID: 42065
Gams bei Hieflau 16 a
Standort
KG: Gams
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ObjektID: 95815

Standort
KG: Gams
Das Denkmal für den Höhlenforscher Franz Kraus befindet sich vor dem Eingang zu der von ihm erschlossenen Kraushöhle in der Nothklamm.

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Volksschule mit straßenseitigem Zaun
ObjektID: 88386
Hauptstraße 21
Standort
KG: Hieflau

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Scheunenreihe
ObjektID: 101729
bei Hauptstraße 55
Standort
KG: Hieflau

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Ruine der Zeugschmiede des Hieflauer Konglomeratsteinbruchs
ObjektID: 49449
Waag
Standort
KG: Hieflau

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Straßenbrücke
ObjektID: 88400

Standort
KG: Hieflau

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Friedhof und Aufbahrungshalle
ObjektID: 88404

Standort
KG: Hieflau

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Kruzifix
ObjektID: 88405

Standort
KG: Hieflau

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Kriegerdenkmal und Freiplastik Maria Immaculata
ObjektID: 87812

Standort
KG: Hieflau
Die Immaculatastatue ist mit der Jahreszahl 1748 bezeichnet.[3]

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Reste des sog. Hieflauer Rechens
ObjektID: 101733

Standort
KG: Hieflau
Der Hieflauer Rechen wurde erstmals 1502 auf Anordnung Kaiser Maximilians gebaut, um auf der Enns abwärtstriftende geschlägerte Baumstämme aufzufangen. Nach mehreren Hochwässern, die den alten Rechen zerstört hatten, erteilte Erzherzog Karl 1574 den Auftrag, einen neuen Rechen zu bauen. Dieser war 252 Meter lang und 11 Meter breit, und es war ihm ein 25 Meter langer Nebenrechen vorgelagert. Mit Wasseraufzügen, die man mittels Wasserrad bzw. in wasserarmen Zeiten durch ein Drehkreuz betrieb, hob man die Hölzer an Land, zerkleinerte sie und baute daraus Holzkohlenmeiler - bis ins Jahr 1800 liegende, sog. Langmeiler, später stehende, sog. Rundmeiler. Die Holzkohle wurde in den Eisenerzer Blähhäusern und Radwerken zur Roheisenerzeugung genutzt, später auch in Hieflauer Hochöfen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlor die Holzkohle durch die Umstellung auf Koks an Bedeutung, im Jahr 1908 wurde der Oberbau des Holztriftrechens entfernt.
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ObjektID: 101736

Standort
KG: Hieflau

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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
ObjektID: 57196

Standort
KG: Hieflau
Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer wurde vor 1545 erbaut, 1616 geweiht und 1747 neu gebaut. Hieflau ist eine eigenständige Pfarre seit 1748, davor war sie eine Filiale von Eisenerz. Der Bau ist vierjochig mit Halbkreisschluss, innen Stichkappengewölbe auf Gurten. Die dreiachsige Westempore ruht auf Pfeilern und der Mittelteil schwingt nach vorne, die Brüstungsfelder mit klassizistischen Girlanden von Ende des 18. Jahrhunderts. Die Westfassade hat einen Giebel, Nischen und Schmiedeeisengitter aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, die Tür ziert reiches Barockornament. Fassadenturm mit Zwiebelhelm.

Der Hochaltar stammt aus der Zeit 1720/30, die Statuen der hll. Florian und Sebastian aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Tabernakel aus dem Jahre 1893. Die barocken Statuen Immaculata, Schmerzhafte Maria, Ecce homo, Hll. Joseph und Johannes Nepomuk stammen aus dem 18. Jahrhundert, die barocken Bilder Mariä Verkündigung und hl. Johannes Cantius stammen aus der 2. Hälfte des 17. bzw. vom Ende des 18. Jahrhunderts. Der Kreuzweg ist in barocker Tradition gehalten, wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert angefertigt. Die Glocke stammt aus dem Jahre 1545. Außen eine barocke Gruppe mit dem taufenden hl. Johannes und ein Rotmarmorwappengrabstein von Stephanus Weidinger († 1639).


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Flur-/Wegkapelle Wandau
ObjektID: 57197

Standort
KG: Hieflau
Die Wandau-Kapelle wurde 1854 erbaut, Flachtonnengewölbe mit einem Halbkreisschluss und im Westen einem Dachreiter. Der Altar folgt barocken Traditionen und die Statuen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1696.[3]

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Hackenschmiede mit Nischenkapelle
ObjektID: 95922
Erb 21
Standort
KG: Landl

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Kohlwaage
ObjektID: 95924
Großreifling
Standort
KG: Landl

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Kath. Filialkirche hl. Nikolaus und ehem. Friedhofsfläche
ObjektID: 57143
Großreifling
Standort
KG: Landl
Die Filialkirche hl. Nikolaus stammt aus dem Jahr 1507. Das zweijochig Schiff endet in einem gleich breiten Chor mit 5/8-Schluss. Die Decke besteht überall aus Schlingrippengewölbe, der im Schiff 6- und im Chor 8-teilige Stern endet ohne Konsolen in der Wand. Der spitzbogig eingedrehte Fronbogen besteht aus zwei gegeneinander gedrehten Stäben. Die Maßwerkfenster sind zweibahnig, die Westempore ruht auf einem Tonnengewölbe. Der in den Chor eingestellte schlanke Turm mit Zwiebelhelm stammt aus dem Jahre 1722.

Der neugotische Hochaltar aus dem Jahre 1889 ist ein Ersatz für den spätgotischen, mit 1518 datierten und mit A. A. monogrammierten Flügelaltar, der sich im Landesmuseum Joanneum in Graz befindet. Die barocken Seitenaltäre mit Knorpelwerkornamenten sind mit 1664 und 1665 datiert und zeigen in den Altarblättern die hll. Barbara und Katharina (Ende 19. Jahrhundert). Die Positivorgel ist mit 1669 datiert und wurde 1970 restauriert. Die Ewiglichtampel stammt aus dem 1. Drittel des 18. Jahrhunderts.

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ObjektID: 57142
Großreifling 13
Standort
KG: Landl
Der hohe schmale Bau mit Schopfwalmdach war vermutlich ein ehemaliger Schüttkasten.

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Alter Kasten
ObjektID: 57144
Großreifling 22
Standort
KG: Landl
Der Alte Kasten ist mit der Kirche durch einen dreigeschoßigen, mit 1608 bezeichneten, Trakt verbunden, der auch Reste von Kratzputzornamenten zeigt. Der Kasten hat im Erdgeschoß eine gewölbte Durchfahrt. Das Gebäude selbst, das angeblich ursprünglich als Getreidekasten diente, ist ebenfalls dreigeschoßig, im Kern spätgotisch, und hat ein hohes Schopfwalmdach. Am Spitzbogenportal sind Steinmetzzeichen zu erkennen und darüber die Jahreszahlen 1529, 1608 und 1739, die Erker ruhen auf Kragsteinen und die Fenstergewände sind profiliert.

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Wohnhaus, Alte Schule, Kitzmagengut
ObjektID: 95950
Großreifling 38
Standort
KG: Landl
Auf einer am Haus angebrachten Tafel steht zu lesen: In diesem Haus, dem sogenannten Kitzmagengut, wohnte der berühmte Wasserbaumeister Hans Gasteiger bis zu seinem Tod 1577. Er war der Erbauer des großen Holzrechens in Großreifling und des Treppelweges von Hainbach bis Hieflau!

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Ehem. Posthof
ObjektID: 95900
Großreifling 41
Standort
KG: Landl
Die Südfassade des ehemaligen Posthofs stammt aus der Zeit um 1600 und zeigt ornamentale Sgraffiti, über dem Portal gekuppelte Rundbogenfenster.

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Annakapelle
ObjektID: 95910
Kirchenlandl
Standort
KG: Landl

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Kreuzweg mit Kalvarienbergkapelle
ObjektID: 95911
Kirchenlandl
Standort
KG: Landl
Die Kalvarienbergkapelle wurde 1823 gemeinsam mit den einfachen Stationskapellen erbaut. Die Kapelle hat eine Flachtonne und eine offene Vorhalle.

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Kath. Pfarrkirche hl. Bartholomäus und Friedhof
ObjektID: 57266
Kirchenlandl
Standort
KG: Landl

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Pfarrhof
ObjektID: 57265
Kirchenlandl 41
Standort
KG: Landl
Der Pfarrhof stammt aus der Zeit um 1600. In einem gekuppelten Fenster Halbfigur Maria mit Kind um 1480/90 sowie ein Gemälde Herz Jesu, bezeichnet mit Barth. Altomonte fecit 1776, aetatis 76.

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Ehem. Gewerkenschloss, Gasthaus Busenlechner
ObjektID: 98067
Lainbach 6
Standort
KG: Landl
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen landschlossartigen Bau aus dem Jahre 1618 mit einem hohen Schopfwalmgiebel. Der nordseitig vorgestellte schlanke Uhrturm mit barockem Fassadendekor entstand nach 1700. In der Einfahrt Arkaden mit Steinsäulen.[3]

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Bauernhaus, Radstatthof
ObjektID: 36348
Mooslandl 31
Standort
KG: Landl
Der Radstatthof ist an seiner Rückseite mit 1594 datiert. Das zweigeschoßige Bauernhaus hat steinerne Fenstergewände und ein abgefastes Rundbogenportal, sowie allseitigen Sgraffitodekor an den Fensterumrahmungen, an den Ecken und in den horizontal gliedernden Ornamentbändern.

Auf einer Informationstafel bei der Hofeinfahrt ist zu lesen:

„Der älteste Bauernhof in Mooslandl ist der Radstatthof am Fuße des Radstatts, einer Anhöhe zwischen Mooslandl und Gams an der ehemaligen Proviantstraße nach Niederösterreich. Schon 1420 hatten die Besitzer das Recht, Wein auszuschenken und Fuhrleute zu beherbergen. Zum Radstatthof gehörte eine Alm im Schwabeltal, eine Schmiede, eine Wagnerei, ein Holzbezugs- und Fuhrrecht. Das Bauernhaus in seiner heutigen Form wurde 1135 erstmals urkundlich erwähnt und in den Jahren 1964/1965 und 1984 renoviert. Außen trägt der Bauernhof die typische Sgraffitomalerei von 1594 und dem 17. Jhdt. und zählt in dieser Art zu den bedeutendsten Bauten der gesamten Steiermark. Faszinierend sind die unsymmetrisch angeordneten, verschiedenen großen Fenster und eine Sonnenuhr.“

Datei hochladen Kath. Pfarrkirche Allerheiligen mit Friedhof
ObjektID: 96709
Palfau
Standort
KG: Palfau
An der Stelle einer Kapelle aus dem 14. Jahrhundert wurde die heutige Pfarrkirche 1733 bis 1735 von einem Polier des Jakob Prandtauer erbaut. Die geschwungene Haube des Westturmes wurde von 1827 bis 1828 gebaut. Der Hochaltar aus 1735 zeigt ein Altarbild Allerheiligen, vermutlich von Johann Jakob Raunacher; der plastische Schmuck wie auch die Statuen Antonius von Padua und Johann Nepomuk stammen von Josef Thaddäus Stammel. Eine Glocke goss 1794 Bernhard Lissiak.[4]
Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 57462
Palfau 24
Standort
KG: Palfau
Der zweigeschoßige Pfarrhof mit Walmdach wurde 1710 von Georg Kreyer gebaut. Das Bischofzimmer zeigt 1711. Es gibt ein Wappen von Abt Anselm.[4]
Datei hochladen Kreuzweg mit Grabkapelle
ObjektID: 124430
bei Palfau 24
Standort
KG: Palfau
Der Dehio nennt eine Dreifaltigkeitskapelle am Weg zur Kirche aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Schmiedeeisengitter. Barockes Gnadenstuhlrelief. Statuen Maria und Johannes der Täufer.[4]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  • Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Anton Schroll & Co, Wien, 1982, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 3-7031-0532-1
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Landl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 13. Juni 2017.
  2. Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Hrsg.: Bundesdenkmalamt. Anton Schroll & Co, Wien 1982, ISBN 3-7031-0532-1, S. 133.
  3. 1 2 3 Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Hrsg.: Bundesdenkmalamt. Anton Schroll & Co, Wien 1982, ISBN 3-7031-0532-1, S. 179.
  4. 1 2 3 Dehio Steiermark (ohne Graz) 1982, Palfau, Seite 351
  5. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.