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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Tarrenz

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Tarrenz enthält die 20 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Tarrenz.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
BW Datei hochladen Burgruine Altstarkenberg
ObjektID: 10080

seit 2012


Standort
KG: Tarrenz
Die Burg wurde 1217 erstmals als Stammburg der Starkenberger erwähnt, sie wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Im Zuge der Starkenberger Fehde wurde sie 1422 durch Herzog Friedrich IV. erobert, zerstört und nicht mehr aufgebaut. Heute sind nur noch einige Mauerreste erhalten.
BW Datei hochladen Burgruine Gebratstein, Föllaturm
ObjektID: 10079

seit 2012


Standort
KG: Tarrenz
Die Burg wurde archäologischen Befunden zufolge vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet, aber erst 1521 erstmals erwähnt. Vermutlich wurde sie nach der Niederwerfung der Starkenberger durch Herzog Friedrich IV. dem Verfall preisgegeben. Heute erhalten ist noch die 15 m lange, rund 1,5 m starke und bis zu 4  hohe Ostmauer, die aus großen Findlingen und Bachsteinen mit wenig Mörtel errichtet wurde.

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Meilenstein
ObjektID: 19929
Dollinger
Standort
KG: Tarrenz
Der oben abgerundete Meilenstein an der Mieminger Straße mit der Inschrift VII MEILEN von INNSBRUCK stammt aus dem 19. Jahrhundert.[2]

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Bildstock
ObjektID: 19928
bei Dollinger 40
Standort
KG: Tarrenz
Der gemauerte Bildstock an der Mieminger Straße wurde um 1920 zum Dank für die gesunde Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg errichtet. In der vergitterten Rundbogennische befindet sich ein Kruzifix.[3]
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ObjektID: 19930
Eglsee
Standort
KG: Tarrenz
Die Kapelle im Wald zwischen Tarrenz und Obtarrenz wurde im Gedenken an die Schlacht von Königgrätz um 1866 erbaut. Die gemauerte, einjochige Kapelle mit dreiseitigem Abschluss und Satteldach mit Dachreiter weist an der Westfassade ein Rechteckportal auf. Die Fassaden sind mit Putzgliederung an Gebäudekanten und Maueröffnungen versehen.[4]

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Schloss und Brauerei Neustarkenberg
ObjektID: 170
Griesegg 1, 2
Standort
KG: Tarrenz
Die Burg wurde nach 1317 errichtet und war ab 1410 in landesfürstlichem Besitz, danach wechselten die Besitzer häufig. Seit 1816 werden die Gebäude als Brauerei genutzt. Der weitgehend erhaltene Kernbau aus dem 14. Jahrhundert umfasst eine rechteckige Ringmaueranlage mit fünfgeschoßigem Bergfried in der Nordostecke und einem südlich anschließenden, dreigeschoßigen Hauptgebäude. Erhalten sind einzelne gotische und barocke Bautdetails.[5]

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Kath. Pfarrkirche hl. Ulrich
ObjektID: 167
Griesegg 33b
Standort
KG: Tarrenz
Die im Kern gotische Kirche wurde mehrmals umgestaltet. Um 1500 erfolgte mit dem Meister Jörg der Imster Bauhütte ein Neubau. Um 1730/1735 wurde das Langhaus nach Westen verlängert und die Kirche barockisiert. Von 1882 bis 1886 wurde die Kirche regotisiert. 1891 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben.

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Friedhofskapelle hl. Veit
ObjektID: 168
Griesegg 33b
Standort
KG: Tarrenz
Die Kapelle wurde vermutlich zugleich mit der Pfarrkirche Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. 1664 wurde sie umgebaut oder restauriert, bis in die 1940er Jahre war an der Südseite ein Beinhaus vorgebaut. Der zweijochige Mauerbau mit stark eingezogenem, dreiseitig schließendem Chor hat ein steiles Satteldach mit hölzernem Dachreiter aus dem 19. Jahrhundert. An der Westfassade befindet sich ein Spitzbogenportal. Im Inneren wird das Langhaus mit Stichkappentonne mit aufgelegtem Gratdekor durch einen spitzbogigen, abgefasten Triumphbogen vom stichkappengewölbten Chor getrennt.[6]

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Friedhof mit Bildstöcken an der Friedhofsmauer
ObjektID: 169
Griesegg 33b
Standort
KG: Tarrenz
Der Friedhof um die Pfarrkirche wurde 1409 geweiht und 1940 nach Norden erweitert.[7] Auf die Friedhofsmauer aufgesetzt befinden sich vierzehn nach außen geöffnete Nischenbildstöcke, die im Zuge der Friedhofserweiterung 1944 zum Teil abgetragen und durch neue ersetzt wurden. Die sechs erhaltenen Bildstöcke mit schindelgedecktem Satteldach beherbergen Fresken mit Kreuzwegstationen (Stationen 6 bis 11) vom Ende des 18. Jahrhunderts, die Johann Josef Wörle zugeschrieben werden.[8] Die acht neu errichteten Bildstöcke zeigen Totentanzbilder, die 1949 von Emmerich Landing geschaffen wurden.[9]
Datei hochladen Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 19918
Hauptstraße
Standort
KG: Tarrenz
Die Bildsäule an der Brücke über den Salvesenbach trägt eine Holzskulptur des hl. Johannes Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert unter einer geschwungenen Blechverdachung.[10]

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Florianbrunnen
ObjektID: 19920
bei Hauptstraße 32
Standort
KG: Tarrenz
Der Brunnen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besteht aus einem ovalen, aus Natursteinen gemauerten Brunnentrog und einer sechseckigen steinernen Brunnensäule mit einer Holzskulptur des hl. Florian unter einem geschwungenen Blechdach.[11]

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Mariahilfkapelle
ObjektID: 19922
Kappenzipfl 9
Standort
KG: Tarrenz
Die gemauerte Kapelle mit dreiseitigem Abschluss und schindelgedecktem Satteldach mit hölzernem Dachreiter wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut. An der Südostfassade befindet sich ein abgefastes, spitzbogig geschlossenes Steinportal, daneben ein nachträglich eingefügtes Ochsenauge. Der Innenraum weist eine gedrückte Stichkappentonne über Konsolen auf.[12]

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Guter-Hirte-Brunnen
ObjektID: 19923
bei Kappenzipfl 10
Standort
KG: Tarrenz
Der Brunnen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besteht aus einem runden, gusseisernen Brunnentrog und einer runden, steinernen Brunnensäule mit einer Holzskulptur des Guten Hirten unter einem Satteldach.[13]
Datei hochladen Kapelle hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 19924
Obtarrenz 36
Standort
KG: Tarrenz
Die Kapelle wurde 1833 anstelle eines barocken Vorgängerbaus von 1732 neu errichtet. Der zweijochige Mauerbau mit dreiseitigem Chorschluss weist ein schindelgedecktes Satteldach mit hölzernem Dachreiter auf. An der Giebelfassade befindet sich ein Rundbogenportal mit darüber liegendem Lünettenfenster. Die Fassaden sind mit Putzgliederung an den Gebäudekanten und Maueröffnungen gestaltet. Der Innenraum ist mit einer gedrückten Stichkappentonne über Pilastern gedeckt. Das Deckenfresko zeigt die Glorie des Hl. Johannes Nepomuk und wurde 1952 von Alois Höfer geschaffen.[14]

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Heimatmuseum
ObjektID: 176
Schulgasse 18
Standort
KG: Tarrenz
Das Gebäude wurde 1734 als Bauernhaus errichtet und dient seit 1981 als Heimatmuseum. Der quergeteilte, zweigeschoßige Einhof mit Satteldach besteht aus dem ehemaligen gemauerten Wohnteil in der nordöstlichen Gebäudehälfte und dem Wirtschaftsteil mit gemauertem Stall und in Ständerbauweise gezimmerter Heulege.[15]
Datei hochladen Kapelle Unsere Liebe Frau
ObjektID: 178
Sinnesbrunn
Standort
KG: Tarrenz
Die Wallfahrtskapelle wurde 1829 anstelle eines kleineren, 1777 von Johann Gapp aus Obtarrenz errichteten Vorgängerbaus erbaut. Der zweijochige Mauerbau mit dreiseitig schließendem Chor und hölzernem Dachreiter am Satteldach weist an der westlichen Giebelfassade ein Rundbogenportal und traufseitig je zwei rundbogig geschlossene Fensteröffnungen auf. Die Fassaden sind mit Putzgliederung an den Gebäudekanten und Maueröffnungen gestaltet. Der Innenraum ist mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen gedeckt. Am Altar steht das Gnadenbild der Madonna mit Kind aus dem 18. Jahrhundert in einem Glasschrein.[16][17]
BW Datei hochladen Bildstock mit Kreuzigungsgruppe
ObjektID: 19915
Sinnesbrunn
Standort
KG: Tarrenz
Der gemauerte Nischenbildstock am Weg zur Wallfahrtskapelle Sinnesbrunn wurde im 3. Viertel des 18. Jahrhunderts errichtet. In der vergitterten, segmentbogig geschlossenen Nische befindet sich eine Kreuzigungsgruppe.[18]

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Widum
ObjektID: 19927
Trujegasse 21
Standort
KG: Tarrenz
Der zweigeschoßige Mauerbau mit Walmdach stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der nordwestlichen Traufseite befindet sich ein Rundbogenportal, unter dem Dachansatz eine breite, umlaufende Hohlkehle.[19]

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Kapelle
ObjektID: 19916
bei Trujegasse 22
Standort
KG: Tarrenz
Die Kapelle in der Trujegasse ist ein architektonisch schlichter Bau mit dreiseitigem Chorschluss, steilem Satteldach und regelmäßiger Fassadengliederung. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. An der Giebelfassade befindet sich eine segmentbogige, von zwei kleinen Rechteckfenstern flankierte Türöffnung, darüber im Giebelfeld eine rechteckige Maueröffnung als Einstieg in den Dachstuhl. Der eineinhalbjochige Innenraum wird von einem Stichkappengewölbe überfangen. An den beiden Apsisschrägseiten finden sich Wandnischen mit Muschelkonchen, die stilistisch auf die Ötztaler Baumeisterfamilie Keil hinweisen.[20]

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Kapelle Hl. Dreifaltigkeit in Strad
ObjektID: 19926

Standort
KG: Tarrenz
Ein kleinerer Vorgängerbau von 1690, vermutlich eine offene Kapelle mit dreiseitigem Schluss, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch ein breiteres Langhaus erweitert und mit einem mächtigen Turm über der alten Kapelle versehen. 1881 wurde die die Kirche neugotisch umgebaut und das zweijochige Langhaus um zwei weitere Joche verlängert. Im Inneren ist das Langhaus mit einer gedrückten Stichkappentonne überwölbt.[21]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Cultural heritage monuments in Tarrenz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Schumacher, Wiesauer: Meilenstein in Dollinger. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  3. Schumacher, Wiesauer: Bildsäule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  4. Franckenstein, Wiesauer: Wegkapelle, Gotterkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  5. Wiesauer: Burg Neustarkenberg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  6. Franckenstein, Wiesauer: Friedhofskapelle Hl. Veit, Veitskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  7. Wiesauer: Friedhof Tarrenz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  8. Franckenstein, Wiesauer: Nischenbildstock mit Kreuzwegstation (VI - XI). In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  9. Franckenstein, Wiesauer: Nischenbildstock mit Totentanzbilder (8 Stück). In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  10. Schumacher, Wiesauer: Bildsäule mit Skulptur hl. Johannes Nepomuk, Nepomukbildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  11. Schumacher, Wiesauer: Laufbrunnen mit Skulptur hl. Florian, Florianbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  12. Franckenstein, Wiesauer: Hofkapelle, Kapelle Kappenzipfl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  13. Franckenstein, Wiesauer: Laufbrunnen mit Skulptur Guter Hirte, Laufbrunnen in Kappenzipfl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  14. Franckenstein, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle Hl. Johannes Nepomuk, Nepomukkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  15. Wiesauer: Heimatmuseum Tarrenz, ehemaliges Bauernhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  16. Schumacher, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle Unsere Liebe Frau, Neue Kapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  17. Inge Dollinger: Tiroler Wallfahrtsbuch. Die Wallfahrtsorte Nord-, Ost- und Südtirols. Tyrolia – Athesia, Innsbruck – Bozen 1982, ISBN 3-7022-1442-9, S. 66.
  18. Schumacher, Wiesauer: Nischenbildstock in Sinnesbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  19. Wiesauer: Pfarramt Tarrenz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  20. Franckenstein, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle in der Trujegasse. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Juni 2015.
  21. Franckenstein, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle hl. Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  22. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.