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vom 05.02.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rietz (Tirol)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rietz enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Tiroler Gemeinde Rietz.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Valentin
ObjektID: 13607
Bichl
Standort
KG: Rietz
Die Kirche wurde 1369 erstmals urkundlich erwähnt, 1508 und 1575 umgebaut und später innen barockisiert. 1949–1951 wurde das Langhaus um zwei Joche verlängert. Der spätgotische Bau mit eingezogenem Chor und Südturm von 1512 weist ein gotisches West- und Nordportal und am ganzen Bau Dreiecklisenen auf. An der Nordfassade befinden sich Wandmalereien mit Darstellung von Kreuzigung, Anna selbdritt und hl. Dorothea vom Anfang des 16. Jahrhunderts, daneben ein Wappengrabstein von 1522. Der Innenraum weist ein Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Wandpfeilern mit Pilastervorlagen auf. Die Deckenmalereien mit Szenen aus dem Leben des hl. Valentin und Heiligendarstellungen wurden um 1765 von Josef Anton Puellacher geschaffen.[2]
BW Datei hochladen Friedhof
ObjektID: 13608
Bichl
Standort
KG: Rietz
Der Friedhof mit seiner Umfassungsmauer umgibt die Kirche auf allen Seiten, er wurde 1508 geweiht und urkundlich 1682 erweitert.[3]
BW Datei hochladen Friedhofskapelle
ObjektID: 13609
Bichl
Standort
KG: Rietz
Die alte Totenkapelle wurde gegen 1480 errichtet. Der rechteckige Mauerbau mit geradem Chorschluss und Satteldach weist an der Nordseite ein Rundbogenportal mit gemauerter Freitreppe und über dem Eingang ein Ölbergfresko (um 1470/1480) und Maria mit Kind (um 1520) auf. Der zweijochige Innenraum ist mit einem Stichkappengewölbe mit sternförmigen Graten versehen.[4]
BW Datei hochladen Christusbrunnen
ObjektID: 13628
bei Dorf 26
Standort
KG: Rietz
Der Brunnen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besteht aus einem rechteckigen, steinernen Brunnentrog und einer hölzernen, runden Brunnensäule, darauf unter geschwungenem Blechdach eine barocke Holzskulptur Christus auf der Weltkugel thronend.[5]
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ObjektID: 13626
bei Dorf 34
Standort
KG: Rietz
Der gemauerte Kapellenbildstock mit dreiseitigem Chorschluss und Satteldach wurde im 20. Jahrhundert errichtet. Die Fassade ist mit Architekturmalerei gegliedert. In der gewölbten Nische befindet sich eine barocke Kreuzigungsgruppe.[6]
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ObjektID: 13620
Kluibenschedlstraße 1
Standort
KG: Rietz
Das Wohn- und Atelierhaus des Historienmalers Heinrich Kluibenschedl wurde 1896 erbaut und 1899 von ihm mit historisierenden, spätnazarenischen Fresken bemalt. Der zweigeschoßige Mauerbau mit Satteldach beherbergt im Obergeschoß das von Osten belichtete Atelier. Die Fresken an den Fassaden zeigen in Medaillons über den Fensterfaschen Kluibenschedl neben seinen Vorbildern Raffael Santi, Albrecht Steiner von Felsburg und Josef von Führich. Zwischen den Fensterachsen sind Helden des Tiroler Freiheitskampfes und religiöse Motive dargestellt, darunter eine thronende Madonna mit Kind, umgeben von Engeln und Herz-Jesu-Bild sowie zahlreiche Heiligendarstellungen. Neben dem Eingang wurde 1980 eine Gedenktafel aus Bronze für den Maler angebracht.[7]
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Kreuz in Unterdorf
ObjektID: 13631
Unterdorf
Standort
KG: Rietz
Die frühbarocke Kirche mit Westturm am Nordrand des Dorfes wurde 1664 erbaut und 1705 nach Umbau erneut geweiht. Der Innenraum weist drei Langhausjoche, einen leicht eingezogenen Triumphbogen und einen einjochigen Chor mit dreiseitigem Schluss auf. Das Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Pilastern weist eine reiche Stuckverzierung aus der Zeit um 1670/1680 auf.[8]

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Wallfahrtskirche hl. Antonius von Padua
ObjektID: 13610
Wegscheide 56
Standort
KG: Rietz
1666 wurde das erste Kirchlein auf dem Scheibenbichl südlich oberhalb des Ortes erbaut.[9] Die heutige Kirche wurde 1756/57 als barocker Saalbau durch Johann Michael Umhauser errichtet. Der zum Teil in die Fassade eingestellte Nordturm mit Zwiebelhelm wurde nach einem Brand 1947 originalgetreu wieder aufgebaut. Der Innenraum weist ein Tonnengewölbe mit Stichkappen sowie Pilaster mit Rokokokapitellen auf und besteht aus einem vierjochigen Langhaus und einem einjochigen Chor, die durch einen eingezogenen Triumphbogen voneinander getrennt sind. Die Deckenmalereien mit Szenen aus dem Leben des hl. Antonius sowie Heiligendarstellungen wurden 1757 von Johann Michael Strickner geschaffen.[10]
Datei hochladen Ehem. Pfarrhof, Mesnerhaus
ObjektID: 13611
Wegscheide 58
Standort
KG: Rietz
Der zweigeschoßige Mauerbau mit Satteldach und Mittelflurgrundriss wurde vermutlich im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Frühmessbenefiziums an der Antoniuskirche 1697 errichtet. Der Zugang zu dem in den Hang gebauten Haus erfolgt durch ein Segmentbogenportal im Obergeschoß, daneben befindet sich eine gemalte Sonnenuhr. An der talseitigen Giebelfassade befinden sich zwei Eckerker im Obergeschoß, an beiden Fassaden ein Bundwerkgiebel mit Vorbund. Die Fassaden sind mit barocker Putzgliederung und einem umlaufenden Gesimsband an der oberen Mauerkante gestaltet. Im Inneren haben sich mehrere gewölbte Räume erhalten.[11]
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ObjektID: 13613

Standort
KG: Rietz
Die Ölbergkapelle am Kalvarienberg wurde um 1780 errichtet. Der gemauerte Nischenbildstock weist ein schindelgedecktes Satteldach und eine rundbogige Nische auf. Die Fassaden sind innen und außen mit spätbarocken Malereien versehen, die im Giebelfeld Christi Himmelfahrt, in der tonnengewölbten Nische Gottvater, den Heiligen Geist und Engel zeigen und Leopold Puellacher zugeschrieben werden. In der Nische befindet sich eine barocke Ölberggruppe über einer gemalten Fegefeuerdarstellung.[12]
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ObjektID: 13614

Standort
KG: Rietz
Die Marienkapelle am Kalvarienberg wurde um 1800 errichtet. Der Mauerbau mit geschwungenem Giebel und rundem Chorschluss weist an der Westfassade ein Rundbogenportal mit seitlichen Segmentbogenfenstern und rundem Oculus auf, im Giebelfeld befindet sich ein Fresko der Schmerzensmutter. Der Innenraum mit Stichkappengewölbe ist mit Deckengemälden aus dem 19. Jahrhundert geschmückt, die die Vertreibung aus dem Paradies sowie die hll. Wendelin und Notburga zeigen. Am Triumphbogen befindet sich eine gemalte Holzblende mit Medaillons der sieben Schmerzen Mariens.[13]
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ObjektID: 13615

Standort
KG: Rietz
Die Kalvarienbergkapelle, ein gemauerter Nischenbildstock mit schindelgedecktem Satteldach, wurde 1661 erbaut. In der tonnengewölbten Nische befindet sich eine lebensgroße, barocke Kreuzigungsgruppe.[14]
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ObjektID: 13616

Standort
KG: Rietz
Die Heiliggrabkapelle am Kalvarienberg hat ein quadratisches Langhaus mit eingezogenem, polygonal schließendem Chor, schindelgedecktem Dach mit Dachreiter und einen Blendgiebel an der Eingangsfassade. Das Deckenfresko vom Ende des 18. Jahrhunderts zeigt die Legende der Kreuzauffindung durch die hl. Helena und wird Josef Anton Puellacher zugeschrieben.[15]

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Fünf Bildstöcke
ObjektID: 13617

Standort siehe Beschreibung
KG: Rietz
Die 5 Bildstöcke des Rietzer Kalvarienbergs, lokal auch Bargl genannt, stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die gemauerte Bildsäulen mit Satteldach beherbergen im Aufsatz Bildnischen mit Szenen aus der Passion Christi (Judaskuss, Geißelung, Dornenkrönung, Jesus begegnet seiner Mutter, Christus wird ans Kreuz genagelt) im Stil Heinrich Kluibenschedls.[16] (Lage 1.,2.,3.,4. und 5. Bildstock)
BW Datei hochladen Kriegerdenkmal
ObjektID: 13618

Standort
KG: Rietz
Der Nischenbildstock aus dem 20. Jahrhundert ist mit neubarocken Deckenfresken von Heinrich Kluibenschedl aus dem Jahre 1919 (bez.) versehen.[17]

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Bacheben-Kapelle
ObjektID: 13623

Standort
KG: Rietz
Die gemauerte Wegkapelle mit offenem Pfeilervorbau, geradem Chorschluss und Satteldach wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Wandmalereien im Inneren wurden um 1900 von Heinrich Kluibenschedl geschaffen und zeigen die Wetterheiligen Johannes und Paulus seitlich des Altars und Gottvater an der Decke.[18]
Datei hochladen Brunnen in Unterdorf
ObjektID: 13632

Standort
KG: Rietz
Der Brunnen besteht aus einem rechteckigen, steinernen Brunnentrog von 1877 und einer abgefasten Steinsäule mit bekrönender Kugel.[19]

Ehemalige Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 13633

bis 2011[20]


Standort
KG: Rietz
Der gemauerte Kapellenbildstock mit gestuftem Giebelaufsatz, geradem Chorschluss und Satteldach ist im Giebelfeld mit 1866 bezeichnet. Die rundbogige Nische weist ein Stichkappengewölbe auf.[21]

Anmerkung: Standortangabe eventuell näherungsweise.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Rietz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Franckenstein, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Valentin. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  3. Wiesauer: Friedhof Rietz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 20. April 2015.
  4. Franckenstein, Wiesauer: Friedhofskapelle, alte Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  5. Menardi, Wiesauer: Laufbrunnen, Christusbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  6. Menardi, Wiesauer: Kapellenbildstock, Heiligkreuzkapelle, Schappachkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  7. Menardi, Wiesauer: Wohn- und Atelierhaus, Eckflurgrundriss, Haus Kluibenschedl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  8. Franckenstein, Wiesauer: Filialkirche hl. Kreuz, Heiligkreuzkirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  9. Inge Dollinger: Tiroler Wallfahrtsbuch. Die Wallfahrtsorte Nord-, Ost- und Südtirols. Tyrolia – Athesia, Innsbruck – Bozen 1982, ISBN 3-7022-1442-9, S. 44–46.
  10. Franckenstein, Wiesauer: Wallfahrtskirche hl. Antonius, Antoniuskirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  11. Franckenstein, Wiesauer: Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Kaplanhaus, ehemaliges Widum. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  12. Franckenstein, Wiesauer: Nischenbildstock, Ölbergkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  13. Franckenstein, Wiesauer: Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes, Marienkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  14. Franckenstein, Wiesauer: Nischenbildstock, Kalvarienbergkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  15. Frick, Wiesauer: Wegkapelle, Heiliggrabkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  16. Franckenstein, Wiesauer: Bildsäule mit Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  17. Franckenstein, Wiesauer: Nischenbildstock, Kriegergedächtniskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  18. Menardi, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle Hll. Cosmas und Damian, Bachebenkapelle, Pestkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  19. Menardi, Wiesauer: Laufbrunnen bei der Kreuzkirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  20. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 30. Mai 2011 (PDF).
  21. Menardi, Wiesauer: Kapellenbildstock, Kapelle zur Mutter der Barmherzigkeit, Heimkehrerkapelle, Wegscheidkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  22. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.