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vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Deutsch-Altenburg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Deutsch-Altenburg enthält die 19 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der niederösterreichischen Marktgemeinde Bad Deutsch-Altenburg.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 11080
Badgasse 4
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Auf dem Sockel bezeichnet 1728
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ObjektID: 7411
Erhardgasse 2
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
1891 durch den Steinbruchbesitzer Carl Leopold Hollitzer erbaut, zweigeschoßiger Neorenaissancebau, von Park und Mauer umgeben
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ObjektID: 12331
Hütelberg
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Ein Erdhügel mit rund 80 m im Durchmesser. Prähistorischer Großgrabhügel, als Geländedenkmal seit dem 18. Jahrhundert bekannt, eventuell während der Türkenkriege verändert bzw. als Kommandoplatz benützt.
Anmerkung: siehe Fehlerliste

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Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt (Maria Assumpta)
ObjektID: 11074
Kirchenberg 1
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Die Kirche wurde erhöht über dem Ort auf einer zur Donau steil abfallenden Terrasse errichtet und ist vom Friedhof und einer Umfassungsmauer aus Bruchsteinen umgeben. Das Langhaus ist eine romanische, dreischiffige und sechsjochige Pfeilerbasilika. Der vorgestellte hochgotische Turm im Westen stammt aus dem 3. Viertel des 14. Jahrhunderts und Ende des 14. Jahrhunderts wurde der erhöhte, zweijochige gotische Chor errichtet. Insgesamt ist das Bauwerk ein bedeutendes Denkmal mittelalterlicher Architektur in Österreich.[2]

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Karner
ObjektID: 11094
Kirchenberg 3
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Der romanische Rundbau mit halbkreisförmiger Apsis und westseitigem Portalvorbau sowie Kegeldach stammt aus dem 12./Anfang 13. Jahrhundert. Er wurde im 17./18. Jahrhundert dem hl. Leonhard geweiht.
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ObjektID: 130259
Mühläcker, Burgfeld, Schanzäcker
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
In der unmittelbaren Umgebung des Legionslagers (intra leugam; im Umkreis einer gallischen leuga, entspricht 2,2 km) entstand in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts eine mehrphasige Lagerstadt (Canabae legionis illius). Spätestens seit dem 2. Jahrhundert hatte sie städtischen Charakter. Sie erstreckte sich vom Reiterlager am Ortsrand von Petronell bis an den westlichen Rand von Bad Deutsch-Altenburg. Südlich der Bundesstraße 9 reichte sie bis zur Bahnlinie Wien-Wolfsthal und noch bis 100 Meter westlich des Legionslagers. Ihr Areal hatte eine Länge von 2,3 Kilometern, die Breite variierte zwischen 500 und 1000 Metern. Von Anfang bis Mitte des 3. Jahrhunderts umfasste ihr Areal 120 Hektar, es war damit deutlich größer als das der Zivilstadt. Die am dichtesten bebauten Gebiete lagen um das Legionslager und das Amphitheater. Die ersten Häuser standen entlang der Limesstraße, der Gräberstraße und der Straße zum Kastell Gerulata. An der Ostseite des Lagers lag das Amphitheater I, im Westen ein kaum erforschter zentraler Campus und nördlich davon die repräsentative Villa des Statthalters. Die Häuser der Oberschicht standen vermutlich vor der östlichen Ausbuchtung der Lagermauer bzw. an der Zufahrtsstraße zum Westtor des Amphitheaters. Sie war in etwa von der Zeitenwende bis zum Ende der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert bewohnt.
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ObjektID: 11079
Pfarrer Maurergasse
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Barocke Brücke über den Sulzbach, im 18. Jahrhundert errichtet, tonnenunterwölbt, gemauerte Brüstung
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ObjektID: 11084
Pfarrer Maurergasse 5
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, U-förmige Anlage mit zweigeschoßigem, traufständigen Straßentrakt unter Walmdach
Datei hochladen Schloss Ludwigstorff mit Schüttkasten und zwei Schlossmauerabschnitten
ObjektID: 11086

seit 2017

Pfarrer Maurergasse 8
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
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ObjektID: 11093
Pfarrer Maurergasse 10
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
1953 errichtet, der Elisabeth von Thüringen geweiht. Das Altarfresko und das Portalmosaik stammen von Heribert Potuznik, das Altarkreuz vom Bildhauer Karl Nieschlag.
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ObjektID: 11076
am Kirchenberg
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Spätgotischer Tabernakelpfeiler mit Fialenaufsatz, um 1500

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Museum Carnuntum
ObjektID: 11077

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
1903/04 nach Plänen von Friedrich Ohmann und August Kirstein erbaut, zweigeschoßiger secessionistischer Bau, als Rekonstruktion einer römischen Villa rustica konzipiert, Umfassungsmauer aus Bruchstein mit Ecktürmchen
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ObjektID: 11078

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Um 1900 errichtet
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ObjektID: 11081

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, auf Rankensäule
Anmerkung: siehe Fehlerliste
Datei hochladen Figur hl. Johannes von Nepomuk
ObjektID: 11082

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts, mit Engel auf geschwungenem Postament
Anmerkung: siehe Fehlerliste

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Kaiser Franz Josef Denkmal
ObjektID: 11095

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Bezeichnet 1904, von Edmund Hofmann von Aspernburg
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ObjektID: 11096

Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Barocke Wegkapelle Mitte des 18. Jahrhunderts, geschwungene Giebelbekrönung
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ObjektID: 130261
Oberes Burgfeld
Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
Das ca. 17,5 Hektar große Legionslager hatte einen unregelmäßigen, dem Burgfeldplateau angepassten Grundriss. Die von jeweils zwei Türmen flankierten Doppeltoranlagen wiesen zum Teil einen reichen architektonischen Fassadenschmuck auf. Zusätzlich zu den Mauern, die mit zahlreichen innen angesetzten Zwischentürmen bewehrt waren, schützte ein Doppelgraben die Legionsfestung. Die Schmalseite (West-Ost) des Lagers wurde von einer der Lagerhauptstraßen durchzogen, der Via Principalis, die Längsseite (Nord-Süd) von der Via Praetoria. Südlich davon, im Zentrum, lag das Stabsgebäude mit dem Lagerheiligtum und diversen Verwaltungs- und Versammlungsräumen. Daran anschließend befand sich das Wohngebäude des Legionskommandanten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Via Principalis standen die Wohnhäuser der Stabsoffiziere. Rechts und links der Kommandantur befanden sich die Kasernen der ersten Kohorte, die übrigen Kohorten lagen in Kasernen, die an der Frontseite des Lagers gegen die Donau und an seiner Rückseite aufgereiht waren. Die Zenturionen waren jeweils in mehrräumigen Kopfbauten an den Enden der Kasernen untergebracht. Weitere Gebäude beherbergten ein Lazarett sowie Magazine und Werkstätten.[5]

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Einzelbauwerk der Röm. Kaiserzeit, Amphitheater I (legionis)
ObjektID: 130180

seit 2014


Standort
KG: Bad Deutsch Altenburg
In der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts als Holzbau errichtet, in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts unter Kaiser Commodus durch einen Steinbau ersetzt. Bauherr laut Inschrift: Caius Domitius Zmaragdus. Das Amphitheater fasste 8000 Zuschauer und diente auch als Exerzierplatz. An der Nordseite des Westtores befand sich ein Tierzwinger, an der Südseite ein Heiligtum der Göttin Nemesis. 1886 wurde das Lager freigelegt, 1906 und 1938 restauriert.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Bad Deutsch Altenburg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1. A bis L. Bundesdenkmalamt (Herausgeber), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X, Seite 114ff.
  3. lt. NÖ Atlas; GstNr. 83/4 lt. BDA nicht zutreffend
  4. lt. NÖ Atlas; GstNr. 1133/1 lt. BDA nicht zutreffend
  5. Karl Gutkas: Landeschronik von Niederösterreich, Verlag Brandstätter, 2. Auflage, Wien 1994, S. 86
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.