unbekannter Gast
vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Oberösterreichische Volkspartei

Oberösterreichische Volkspartei
Landesobmann: Thomas Stelzer
Landesgeschäftsführer: Wolfgang Hattmannsdorfer
Landtagsklubobfrau (Stand 2015): Helena Kirchmayr[1]

Die Oberösterreichische Volkspartei (OÖVP) ist die Landesorganisation der Österreichischen Volkspartei im Bundesland Oberösterreich. Seit 1945 stellte die OÖVP alle oberösterreichischen Landeshauptleute und regiert seit 2015 in einem Arbeitsübereinkommen mit der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) das Bundesland Oberösterreich.

Landesparteiobmann ist seit 1. April 2017 Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Gründung

Gründungsdatum ist der 9. Mai 1945. Die OÖVP wurde auf Grundlage dreier Bünde gebildet: Bauern- und Nebenerwerbsbauernbund, Wirtschaftsbund und Österreichischer Arbeiter- und Angestelltenbund.[2]

Obleute und Landeshauptleute

  • 1968 wurde Gleißner von Erwin Wenzl als Landesobmann der ÖVP abgelöst, 3 Jahre später folgte er Heinrich Gleißner auch als Landeshauptmann nach.
  • 1977 trat Wenzl zurück und wurde durch Josef Ratzenböck in der Funktion als Landesobmann und Landeshauptmann Oberösterreichs ersetzt.
  • 1995 übergab Ratzenböck an seinen Nachfolger Josef Pühringer, der bis 6. April 2017 noch als Landeshauptmann amtiert.
  • Pühringer übergab am 1. April 2017 sein Amt als Landesparteiobmann an seinen Nachfolger Thomas Stelzer.

Oberösterreichische ÖVP-Landesobmänner seit 1945

Wahlen

Bei der vergangenen Landtagswahl 2015 erreichte die OÖVP 36,37 % und entsendet somit aktuell 21 Mandatare in den Landtag.

Die fünf gewählten Landeshauptleute Oberösterreichs der 2. Republik:

  • Heinrich Gleißner (1945–1971)
  • Erwin Wenzl (1971–1977)
  • Josef Ratzenböck (1977–1995)
  • Josef Pühringer (1995–2017)
  • Thomas Stelzer (seit 2017)

Landtagswahlergebnisse

Landtagswahlergebnisse
in Prozent
50%
40%
30%
20%
10%
0%
Landtagswahlergebnisse[4]
Jahr Stimmen Sitze Spitzenkandidat
1945 59,0 % 30 Heinrich Gleißner
1949 44,9 % 23 Heinrich Gleißner
1955 48,1 % 25 Heinrich Gleißner
1961 48,8 % 25 Heinrich Gleißner
1967 45,2 % 23 Heinrich Gleißner
1973 47,7 % 28 Erwin Wenzl
1979 51,6 % 29 Josef Ratzenböck
1985 52,1 % 30 Josef Ratzenböck
1991 45,2 % 26 Josef Ratzenböck
1997 42,7 % 25 Josef Pühringer
2003 43,4 % 25 Josef Pühringer
2009 46,7 % 28 Josef Pühringer
2015 36,4 % 21 Josef Pühringer

Medien

Die OÖVP ist im Besitz einer landesweit erscheinenden Tageszeitung, dem Neuen Volksblatt.

Europäisches Parlament

Seit 25. Jänner 1996 vertritt der Welser Unternehmer und Schmied Paul Rübig die Interessen der oberösterreichischen Volkspartei im Europäischen Parlament. Als längstdienender österreichischer Europaabgeordneter wurde er bereits fünfmal von der Bevölkerung in seinem Amt bestätigt, nämlich in den Jahren 1996, 1999, 2004, 2009 und 2014.[5]

Landtagswahl 2015

Die ÖVP erzielte bei der Landtagswahl in Oberösterreich 2015 eine relative Mehrheit.

Der Vorzugsstimmen-Dritte ÖVP-Jungfunktionär Gerald Weilbuchner wurde wegen Lenkens eines Autos mit 1,6 Promille Alkohol im Blut am Wahlabend beanstandet.[6]

Einzelnachweise

  1. orf.at - Landtag zur ersten Sitzung zusammengetreten. Artikel vom 23. Oktober 2015, abgerufen am 24. Oktober 2015.
  2. Sandgruber, R.: Vom Wiederaufbau in die Mitte Europas, Trauner; Auflage: 1., Aufl. (6. Juli 2005)
  3. 1 2 orf.at: Liste der oberösterreichischen ÖVP-Landesobmänner seit 1945. Artikel vom 1. April 2017, abgerufen am 1. April 2017.
  4. Ergebnisse der Landtagswahlen seit 1945, Land Oberösterreich, abgerufen am 1. Juni 2013.
  5. Profil von MdEP Dr. Paul Rübig, Europäisches Parlament, abgerufen am 29. Mai 2013.
  6. http://ooe.orf.at/news/stories/2734545/ ÖVP-Funktionär mit 1,6 Promille aufgehalten, orf.at, 1. Oktober 2015, abgerufen 1. Oktober 2015.