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Wörterbuch
schaiñ röin schön reden
schaiñd (die Sonne) scheint
schäinka ma da schenken wir dir
Schar, f. Schere
Scharl, n. kleine Schere
schauts ma schauet mir
Scheam, Scherm, m. Nachttopf
schebbarn Geräusch, wenn bei einem alten Fahrzeug eine Schraube locker ist und
Lärm macht, im übertragenen Sinn auch für eine tratschsüchtige, meist
alte, weibliche Person
scheibn rollen (Kegel)
scheiñ schön
Schëiwarl Raiñ, f. Schöberl-Reine (Pfanne), in welcher „Schöberl“ (eine Speise, stark
eierhältig) gemacht wird
Scherbn, f. pl. Scherben (Glas, Geschirr)
Scherg, m. kontrollierende Amtsperson
schern sich kümmern
Scherwoaz, m. geschälter Weizen
schiach hässlich, mhd. schiech = ›hässlich, schlecht‹
schiada schütter, für Haare ebenso wie für Getreide, auch wenn im Wein zu viel
Wasser drinnen ist, ist er „schiada“ im Sinn von dünn
– Schiadaspritza, m. Mann mit schütterer Haarpracht
Schichtsaf, f. Seife der Marke „Schicht“, Markenname steht als Artbezeichnung
Schiefer, m. Holzsplitter, mhd. schiver → Speul
schimplad schimmlig, mhd. schimelëht = ›mit Schimmel bedeckt‹
schigg sā si schickt es sich
Schinkboañ, n. Schienbein
Schinta, m. Wasenmeister, Tierkörperverwerter
schintn viel arbeiten → ruacheln
Schipperl, n. eine kleine Menge Heu → Pinkl → Schübbel
schirgln schielen, aber auch x-beinig gehen
schlågn Rinder schlachten → å(b)stechn
Schlagobers, n. Süßrahm
Schlañggl, m. Spitzbub, Schlaukopf, Schelm: von schlañggln = schleudern,
herumschleudern
Schlapfn, m. pl. Hausschuhe → Påtschn
Schlapfschlittn, m. hat vorne Kufen → Schlapfwågn
– Schlapfschuach, m. pl. diese Schuhe – Kufen, wie umgekehrte Schienen – wurden im Winter
auf die Räder geschoben, damit der Wagen am Schnee fährt wie ein
– Schlapfwågn, m. Halbwagen, Heuwagen, vorne zwei Räder, hinten der Wiesbaum →
Schlapfschlittn
schlazi schleimig
Schleifmuatta, f. Schleifstein
Schleifn, f. Bremse
– Schleif di(ch) eiñ! Brems doch!
Schleig, m. pl. Schläge bekommen, Prügel einstecken
Schleigl, m. Schlögel
schleißig abgenützt; schlitzig
Schlidnfåan, n. Schlitten fahren
Schlitz, m. Vagina
Schludamuatta, f. hat sich bei der Hochzeit um die Braut zu kümmern, meist die Godl
schludern sich wichtig machen
schlumpat Kern geht leicht, rutschend aus dem Fleische der Zwetschke, auch
erotische Anspielung
Schmålz, n. Fett aus dem kleinwürflig geschnittenen, mit Milch oder Wasser
ausgelassenen Rückenspeck des Schweins
– Schmålzdösn, f. Schmalztopf aus Blech, zu slw. *děža ›hölzernes Gefäß‹
WeXel oder Die Musik einer Landschaft
Das Geistliche Lied, Band 1
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- WeXel oder Die Musik einer Landschaft
- Untertitel
- Das Geistliche Lied
- Band
- 1
- Autoren
- Erika Sieder
- Walter Deutsch
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79584-1
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 648
- Schlagwörter
- Wechselgebiet, Geistliches Lied: Leichhüatlieder, bäuerliche Tradition der Totenwache, historische Tondokumente, Wörterbuch, Melodienincipits
- Kategorie
- Kunst und Kultur
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungen 10
- Zum vorliegenden Band 12
- Die Landschaft 18
- Der Totenbrauch 24
- 1. Die Totenwache 26
- 2. Das Begräbnis und das Totenmahl 33
- 3. Das Singen 38
- 4. Das Liedgut und seine Quellen 40
- 5. Die Liedgattungen 47
- Die Sammlung: Lei(ch)hüat- / Leichwåcht-Liadln – Lieder zur Totenwache 59
- Anmerkungen zur Edition der Lieder 60
- Johannes Leopold Mayer
- Zusammenfassung
- Register für das Wechselgebiet und die angrenzenden Regionen in Niederösterreich und in der Steiermark
- Allgemeines Register
- a) Ortsregister 601
- b) Personenregister 607
- Sachregister 613
- Register der Liedanfänge, Sammelorte und Tonaufzeichnungen 618
- Inhaltsverzeichnis und Begleittext zu den beiliegenden Tondokumenten 629
- Sängerinnen, Sänger und Vorbeter der Tonaufzeichnungen 630
- Inhaltsverzeichnis zu den beiliegenden CDs 632
- Autoren und Mitarbeiter 640