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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Furth bei Göttweig

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Furth bei Göttweig enthält die 22 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Furth bei Göttweig im niederösterreichischen Bezirk Krems-Land.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 84615
neben Aignerstraße 29
Standort
KG: Aigen
Die Wegkapelle ist mit 1810 bezeichnet und wurde im 20. Jahrhundert verändert; sie verfügt über einen Glockenturm mit Zwiebelhaube.
Datei hochladen Steinzeitliche Wehranlage/befestigte Siedlung, Altsiedlungsbereich
ObjektID: 114181

Standort
KG: Aigen

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Kath. Pfarrkirche hl. Wolfgang
ObjektID: 53712
Kirchengasse
Standort
KG: Furth
Die Pfarrkirche hl. Wolfgang schließt rechtwinkelig an den Komplex von Volksschule und Meierhof an. Unter dem spätgotischen Rechteck-Chor führen zwei auffallende Straßendurchfahrten hindurch, nach Westen schließt das frühbarocke Langhaus (1614–18) an, nach Süden der Turm (begonnen 1618) mit Zwiebelhelm (nach Entwurf von Johann Lucas von Hildebrandt 1719). Die Einrichtung stammt aus der Zeit nach der Pfarrerhebung (Ende 18. Jh.) unter Verwendung älterer Teile (Seitenaltarblätter von Johann Bernhard Grabenberger).
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ObjektID: 53713
Kirchengasse 12
Standort
KG: Furth
Der Pfarrhof wurde nach teilweisem Abbruch eines Vorgängerbaus (Muestingerhof, urkundlich 1434) unter Abt Gottfried Bessel von Franz Anton Pilgram 1737–42 als Lesehof erbaut. Zum Hauptgebäude (sechsachsig, mit drei Geschoßen) führt ein Portal mit Reliefwappen (Gottfried Bessel), von Vorbauten flankiert; im Nordwesten schließt ein Ziergarten an.
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ObjektID: 84629
Kirchengasse 14
Standort
KG: Furth
Das Kelleramt des Stiftes Göttweig liegt südlich der Pfarrkirche; Keller und Lesehof wurden nach 1678 über einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet und im 20. Jh. ausgebaut.
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ObjektID: 84628
Kirchengasse 16
Standort
KG: Furth
Der sogenannte Meierhof liegt südlich der Pfarrkirche und gegenüber dem Kelleramt des Stiftes Göttweig, entlang der Fladnitz; urkundlich 1313 erwähnt, wurde er bis ins 19. Jh. um- und ausgebaut.
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ObjektID: 84625
Kirchengasse 51
Standort
KG: Furth
Das zweigeschoßige Gebäude schließt im rechten Winkel Richtung Norden an den gotischen Chor der Pfarrkirche an; in der weiteren Verlängerung befindet sich das Volksschulgebäude.
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ObjektID: 53711
Kirchengasse 51
Standort
KG: Furth
Das zweigeschoßige Volksschulgebäude schließt – nach einem Zwischentrakt – nördlich an die Pfarrkirche an und verläuft zum (ehem.) Rathaus / Gemeindeamt hin.
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ObjektID: 84684
Linke Bachzeile
Standort
KG: Furth
Bei dem Pranger handelt es sich um einen frühneuzeitlichen abgefasten Steinpfeiler mit Deckplatte und Kugelbekrönung.[2]
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ObjektID: 84626
Untere Landstraße 17
Standort
KG: Furth
Seit 1591 ist ein Gemeindehaus an dieser Stelle belegt. 1898 erfolgte der Neubau des Rathauses durch Josef Utz d. J. Das zweigeschoßige Gebäude hat eine kräftige späthistoristische Fassade, mit zwei Eck-Erkern und einem mittigen Giebelrisaliten.[3] Nach der Übersiedlung der Gemeindeverwaltung im Sommer 2012 wird das Gebäude in die benachbarte Volksschule einbezogen.[4]

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Bildstock, Fünfkreuz
ObjektID: 84700
Untere Landstraße, am Ende
Standort
KG: Furth
Der Fünfkreuz genannte Bildstock war bis 1848 die (vermeintliche) Hinrichtungsstätte des Landgerichts Göttweig.[5] Der Bildstock stammt aus dem Frühbarock und zeigt detailreiches Dekor: Auf einem Postament steht eine gedrungene, kannelierte Säule mit einem zylindrischen Sockel mit Engelsköpfen im Dreiviertelrelief. Über dem Volutenkapitell befindet sich ein quaderförmiger Aufsatz mit Reliefs der Pietà unter dem Kreuz, ein Kruzifix mit Maria und Johannes, das Wappen und die Stifterinschrift 1622. Die Verdachung trägt fünf Eisenkreuze.[2]
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ObjektID: 84621

Standort
KG: Furth
Das Zellerkreuz markiert den Wallfahrtsweg nach Mariazell. Der hohe Pfeilerbildstock trägt die Bezeichnung 1629 und wurde 1972 renoviert.[2]

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Fußgängerbrücke
ObjektID: 84630

Standort
KG: Furth
Die Bogenbrücke (bez. 1907; möglicherweise aus dem 18. Jh.) über die Fladnitz dient (neben den beiden Straßendurchfahrten unter der Pfarrkirche) als Zufahrtsmöglichkeit zum Kelleramt des Stiftes Göttweig.
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ObjektID: 84729

Standort
KG: Furth
Das sogenannte „Schönkreuz“ ist eine 1745 errichtete Wegkapelle; in der Nische hinter einer Balustrade und Gittern befindet sich eine überlebensgroße Skulptur der Maria Immaculata aus weißem Stuck.
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ObjektID: 73329

Standort
KG: Furth
Die Kapelle mit einer Statue des Johannes Nepomuk ist mit 1723 bezeichnet.[2]

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Gesamtanlage Stift Göttweig samt Vorgängerbauten, frühere Besiedlung
ObjektID: 55861
Stift Göttweig 1 u. a.
Standort
KG: Göttweig
Hauptartikel: Stift Göttweig
f1
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ObjektID: 84725

Standort
KG: Oberfucha
Schlichter Rechteckbau mit Korbbogenapsis und Giebelreiter unter Glockenhelm, Anfang des 19. Jahrhunderts.
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ObjektID: 55254
Lindengasse
Standort
KG: Palt
Ungegliederter Bau unter einem Satteldach mit seitlichem schlankem Turm, in die Häuserzeile der Lindengasse integriert. Vor 1731 Umgestaltung eines älteren Profanbaus zur Kapelle, 1990 Restaurierung.
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ObjektID: 32198
Avastraße 7
Standort
KG: Steinaweg
Das zweigeschoßige Haus mit vorgeblendetem dreigeschoßigen (Wohn)Turm im Ort Kleinwien, ist 1492 erstmals urkundlich erwähnt, und war – nach einer späteren Tradition – Wohnung der 1127 verstorbenen Dichterin Ava (Dichterin).
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ObjektID: 84785
Holzstraße
Standort
KG: Steinaweg
Der Pfeilerbildstock wird auch „Zellerkreuz“ bezeichnet, weil er wohl am Zeller Weg (Pilgerweg nach Mariazell) liegt; weitere Bildstöcke mit dieser Bezeichnung finden sich nordwestlich von Furth, in Kleinwien und in Hörfarth, Gemeinde Paudorf.

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Kath. Filialkirche hl. Blasius und Friedhof
ObjektID: 54502

Standort
KG: Steinaweg
Die Filialkirche hl. Blasius liegt südöstlich oberhalb des Ortes Kleinwien am Hang des Waxenberges und ist vom Friedhof umgeben. Urkundlich ist die Kirche in der 1. Hälfte des 12. Jh. erwähnt. Der gotische Bau (Mitte des 15. Jh.) mit leicht überhöhtem Chor und Dachreiter befindet sich über einem romanischen Vorgängerbau. Die Einrichtung (Hochaltar, Seitenaltäre, Kanzel, Orgel) stammt größtenteils aus dem 17. und 18. Jh.
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ObjektID: 84774

Standort
KG: Steinaweg
Giebelbau mit Satteldach und gequaderten Eckstrebepfeilern sowie angestelltem oktogonalem Türmchen, erbaut um 1880.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  • Peter Aichinger-Rosenberger, Evelyn Benesch, Kurt Bleicher, Sibylle Grün, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Herbert Karner, Katharina Packpfeifer, Anna Piuk, Gabriele Russwurm-Biró, Otmar Rychlik, Agnes Szendey, Franz Peter Wanek (Bearbeitung). Christian Benedik, Christa Farka, Ulrike Knall-Brskovsky, Johann Kräftner, Markus Kristan, Johannes-Wolfgang Neugebauer, Marianne Pollak, Margareta Vyoral-Tschapka, Ronald Woldron (Beiträge): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1, A bis L. Hrsg.: Bundesdenkmalamt. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X, S. 17, 465470, 564–581, 987–989, 1584, 16191621, 2282.
  • Maria Jaksch (Red.): Heimatbuch der Marktgemeinde Furth bei Göttweig. Marktgemeinde Furth, Furth 1985.
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Furth bei Göttweig  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. 1 2 3 4 Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1, A bis L. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X, S. 470.
  3. Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1, A bis L. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X, S. 469.
  4. Homepage der Marktgemeinde abgerufen am 3. Dezember 2012
  5. Das "Hochgericht" befand sich knapp 1,5 km weiter nordwestlich, an der Grenze des Landgerichtssprengels, kurz bevor die beiden von Furth bzw. Palt nach Mautern führenden Straßen einander treffen. Belegt durch Grenzbeschreibungen und historisches Kartenmaterial in: Heimatbuch der Marktgemeinde Furth bei Göttweig. Marktgemeinde Furth, Furth 1985, S. 88–90.
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.