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vom 28.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pettneu am Arlberg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pettneu am Arlberg enthält die 19 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Pettneu am Arlberg im Bezirk Landeck.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
ObjektID: 64597
Pettneu am Arlberg
Standort
KG: Pettneu
Eine Kirche wurde 1385 erstmals urkundlich erwähnt, der heutige spätgotische Bau wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet und 1716/1717 barock umgebaut. Die Sakristei wurde 1964 angebaut. Der Bau ist außen mit Dreieckstreben, Sockeln, Kaffgesimsen und Ecklisenen mit Maßwerkgiebeln gegliedert. Der Turm an der Chornordseite weist einen Giebelspitzhelm, gemalte Eckquaderung und ein durch Gesimse ausgesondertes Glockengeschoß auf, an seiner Nordseite befindet sich ein Christophorusgemälde von Anton Spieß von 1933. Das barocke Innere ist von einer Stichkappentonne überwölbt und mit Wandpfeilern mit Pilastervorlagen und Gebälkstücken gestaltet. Die Gewölbefresken mit Szenen aus dem Leben Jesu und Mariens wurden 1759 von Anton Kirchebner geschaffen.[2]
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ObjektID: 48281
Pettneu am Arlberg 43
Standort
KG: Pettneu
Bereits um 1400 ist der Turm zu Pettneu im Besitz eines Jakob Überreiner nachgewiesen. Davon erhalten sind nur die unteren Teile der nördlichen und teilweise auch der westlichen Mauer, die fast zwei Meter dick ist. Offenbar ist der Turm gewaltsam zerstört worden.[3]
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ObjektID: 91883
Pettneu am Arlberg 130
Standort
KG: Pettneu
Die Volksschule wurde um 1957 erbaut, die Fassadenmalerei stammt von August Stimpfl und zeigt eine Schutzmantelmadonna und die Freiheit der Kinder (Kinder, Pflanzen und Tiere).[4]
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ObjektID: 64596
Pettneu am Arlberg 151
Standort
KG: Pettneu
Das barocke Pfarrhaus stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1968/69 und 1996 renoviert. Seit 2003 beherbergt es im Kellerbereich den Kunstraum Pettneu. Der wuchtige, zweigeschoßige Mauerbau mit Ständerkonstruktion im nördlichen Gebäudeteil und Walmdach weist auf der Südseite eine gemauerte Freitreppe und ein rundbogig geschlossenes Portal auf.[5]
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ObjektID: 70354
Pettneu am Arlberg 226
Standort
KG: Pettneu
Das 1884 erbaute Bahnhofsgebäude gehört zum kleinsten Typ der Staatsbahn-Aufnahmsgebäude an der Arlbergbahn. Das zweigeschoßige Gebäude über rechteckigem Grundriss hat einen zweiachsigen Mittelrisalit, holzverschalte Giebel und ein abgewalmtes Satteldach. Der eingeschoßige Seitenflügel mit Putzfassade und eingebauter Veranda als Bahnsteigdachanalog laut Quelle existiert nicht mehr.[6] Der Bahnhof Pettneu ist seit 1992 unbesetzt, 1994 wurde die Güterabfertigung aufgelassen, 1995 wurde die neue Haltestelle eröffnet und das Bahnhofsgebäude funktionslos.[7]

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Kath. Pfarrkirche hl. Rochus in Schnann
ObjektID: 64739
Schnann
Standort
KG: Pettneu
Die Kirche wurde 1638–1642 als Pestkirche erbaut, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erneuert und 1927/28 nach Plänen von Karl Ludwig Paulmichl renoviert und erweitert. Der barocke Bau mit Rundapsis und Nordturm weist ein Rundbogenportal mit Schlussstein von 1789 auf. Das vierjochige Langhaus ist innen mit Pilastern und einer Stichkappentonne gestaltet. Die Deckenfresken wurden im vierten Viertel des 18. Jahrhunderts von Johann Georg Witwer geschaffen und zeigen im Chor die Apostelkommunion in einem illusionistischen Kuppelraum, in den Zwickeln die vier Evangelisten und im Langhaus Szenen aus dem Leben des hl. Rochus.[8]
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ObjektID: 91999
Schnann 22
Standort
KG: Pettneu
Das Pfarrhaus liegt südöstlich der Kirche in Schnann. Der zweigeschoßige Bau mit Satteldach stammt aus der Zeit um 1900. Eingang an der nördlichen Traufseite über einen hölzernen Windfang. Der hölzerne Giebel hat ein durchbrochen ausgesägtes florales Muster.[9]
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ObjektID: 193
Schnann 70, 71
Standort
KG: Pettneu
Der zweigeschoßige, quergeteilte Einhof mit Satteldach ist mit geringfügigen Ergänzungen im Wesentlichen in der originalen barocken Form und Proportion aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Der Wirtschaftsteil wurde im 20. Jahrhundert umgebaut. Der Wohnteil in der östlichen Gebäudehälfte ist zur Gänze in Mauerwerk ausgeführt, die beiden getrennten Wohneinheiten sind jeweils giebelseitig über einen Mittelflur erschlossen. Die barocke Fassadierung zeigt kräftige, plastisch hervortretende Putzgliederung: Eckquaderung, Pilasterrahmung an der Tür im Obergeschoß sowie Architekturrahmung der Fenster mit Bogenfries. Im Giebelfeld befinden sich zwei vierpassförmige Oculi. Flur und Küche innen sind tonnengewölbt.[10]
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ObjektID: 92001

Standort
KG: Pettneu
Der gemauerte Nischenbildstock mit Satteldach und offener Vorhalle an der Straße von Schnann nach Strengen wurde 1840 aufgrund eines Gelöbnisses errichtet. In der Rundbogennische befindet sich eine gemalte Kreuzigungsgruppe mit einer Fegefeuerszene.[11]

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Brunnen
ObjektID: 91982

Standort
KG: Pettneu
Dorfbrunnen mit zweiteiligem Steintrog, Holzsäule mit Figur hl. Theresia aus dem 2. Viertel des 17. Jahrhunderts[12] bzw. der hl. Ottilie aus dem 18. Jahrhundert.[13]

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Kapelle hl. Sebastian
ObjektID: 91983

Standort
KG: Pettneu
Die neugotische Kapelle wurde anstelle eines vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammenden Vorgängerbaus 1893/94 errichtet und 1906 geweiht. Der dreijochige Mauerbau mit eingezogenem, dreiseitig schließendem Chor und Dachreiter ist mit Strebepfeilern gegliedert, An der Ostfassade befindet sich ein Rechteckportal unter einer Vorhalle, ihr ist eine Treppenanlage vorgelagert. Im Inneren weist der zweijochige Chorraum ein Sternrippengewölbe auf, das dreijochige Langhaus einen offenen Holzbalkendachstuhl. Das Fresko der hl. Dreifaltigkeit am Triumphbogen wurde 1903 von Franz Paul Mark geschaffen.[15]
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ObjektID: 91987

Standort
KG: Pettneu
Die Kapelle wurde 1779/1782 aufgrund eines Gelübdes errichtet. Der spätbarocke Mauerbau mit Rundapsis weist ein schindelgedecktes Satteldach und einen verschindelten Dachreiter mit Zwiebelhelm auf. Die Fassaden sind mit gemalter Eckquaderung und Faschenrahmungen an den Maueröffnungen sowie einer Sonnenuhr an der Südseite gestaltet. An der Eingangsfassade im Osten befindet sich ein flaches Segmentbogenportal. Innen weist der Zentralraum eine Flachkuppelwölbung und reiche Architekturmalerei auf. Die Malereien zeigen in der Kuppel Abrahams Opfer und die Eherne Schlange, in den Bogenzwickeln Engelsdarstellungen mit Marterwerkzeugen und in der Rundapsis einen gemalten Landschaftshintergrund.[16]

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Kreuzweg zur Kalvarienbergkapelle
ObjektID: 91988

Standort
KG: Pettneu
Der Kreuzweg am Weg zur Kalvarienbergkapelle wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Er besteht aus fünf gemauerten Nischenbildstöcken mit schindelgedeckten Satteldächern und Rundbogennischen. In den vergitterten Nischen befinden sich Bildtafeln mit Szenen aus der Passion Christi.[17][18][19][20][21]
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ObjektID: 91994

Standort
KG: Pettneu
Der Friedhof wurde ab 1921 nördlich der Kirche angelegt.[22] Die in die nördliche Friedhofsmauer integrierte Kapelle wurde 1921 nach Plänen von Karl Ludwig Paulmichl erbaut. Die Fresken an der Eingangsfassade (Jüngstes Gericht) und an der Altarwand (Gnadenstuhl) wurden 1928 von Rafael Thaler geschaffen.[23]
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ObjektID: 91995

Standort
KG: Pettneu

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Friedhof Pettneu
ObjektID: 91876

Standort
KG: Pettneu
Der Friedhof wurde 1716/1717 im Zuge der Kirchenerweiterung rund um die Kirche angelegt und 1991 erweitert.[24]
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ObjektID: 91877

Standort
KG: Pettneu
Das ehemalige Beinhaus östlich der Kirche wurde als einfacher Mauerbau mit Satteldach nach 1857 errichtet.[25]
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ObjektID: 91878

Standort
KG: Pettneu
Das Kriegerdenkmal mit den Namen der Gefallenen der Weltkriege ist an der Westwand der Vorhalle der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt angebracht.[26]
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ObjektID: 91879

Standort
KG: Pettneu
Die barocke Friedhofskapelle wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Der einjochige Mauerbau weist einen dreiseitigen Chorschluss und ein schindelgedecktes Satteldach auf.[28]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Pettneu am Arlberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Krivdic, Wiesauer: Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  3. Bitschnau, Wiesauer: Turm zu Pettneu, Wohngebäude. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  4. Wachter, Wiesauer: Volksschule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 12. Juni 2015.
  5. Wachter, Wiesauer: Pfarrhaus Pettneu. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  6. Wachter, Wiesauer: Bahnhof, Aufnahmsgebäude. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  7. Chronik der Arlbergbahn (1946-heute). In: Die Arlbergbahn (seit 1884). Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  8. Krivdic, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Rochus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  9. Wiesauer: Pfarrhaus Schnann. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 12. Juni 2015.
  10. Wiesauer: Einhof, quergeteilt, materiell geteilt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 12. Juni 2015.
  11. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Seelenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  12. BDA Datenblatt
  13. Laufbrunnen, Ottilienbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  14. lt. Tiris; GstNr. 3399/2 lt. BDA nicht zutreffend
  15. Krivdic, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle hl. Sebastian, Sebastianskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  16. Wachter, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle hl. Kreuz, Kalvarienbergkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  17. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  18. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  19. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  20. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  21. Wachter, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzwegstation. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. November 2017.
  22. Krivdic, Wiesauer: Friedhof Schnann. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  23. Wiesauer: Friedhofskapelle Schnann. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  24. Krivdic, Wiesauer: Friedhof Pettneu. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  25. Wiesauer: Friedhofskapelle, ehemaliges Beinhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  26. Krivdic, Wiesauer: Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  27. lt. Tiris; GstNr. 1 lt. BDA nicht zutreffend
  28. Wachter, Wiesauer: Friedhofskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  29. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.