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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönwies

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönwies enthält die 19 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Schönwies im Bezirk Landeck.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 90554
Dorf 17
Standort
KG: Schönwies
Der zweigeschoßige Mauerbau wurde urkundlich 1900/1902 erbaut. Er hat ein Walmdach und eine regelmäßige Fassadengliederung, mit der Giebelseite ist er nach Norden zur Straße hin orientiert. An der Eingangsfassade führt eine gemauerte Freitreppe zum Mittelflur. Die plastische Gliederung der Fassade erfolgt durch Eckquaderung und gerade Rahmungen an den Maueröffnungen.[2]
Datei hochladen Volksschule
ObjektID: 90559
Oberhäuser 2
Standort
KG: Schönwies
Das Schulgebäude wurde 1925–1927 als Ersatz für das 1780 erbaute, später abgetragene, erste Schul- und Mesnerhaus errichtet. 1945 wurde die Inneneinrichtung fast zur Gänze zerstört, 1956–1959 wurde das Gebäude stark umgebaut und erhielt einen Anbau. An der Eingangsfassade befindet sich ein Sgraffito, das 1959 von Norbert Strolz geschaffen wurde.[3]

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Kath. Pfarrkirche hl. Michael
ObjektID: 90555

Standort
KG: Schönwies
Die frühbarocke Kirche wurde 1681–1686 erbaut, danach mehrmals verändert und 1930–1932 um zwei Fensterachsen nach Westen verlängert. An das Langhaus schließen der gleich breite Chor und der mächtige neuromanische Nordturm an, im Osten ist die zweigeschoßige Sakristei angebaut. Die Fassaden sind mit Eckquaderung und Putzquaderrahmung um die Fenster gegliedert, das spitzbogige Westportal stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Das vierjochige Langhaus ist im Inneren mit einer Stichkappentonne über Schichtpilastern gegliedert, der eingezogene Triumphbogen von 1686 ist seitlich von Stuckbändern umgeben. Die um 1790 geschaffenen Deckenfresken mit szenischen Heiligendarstellungen werden Johann Georg Witwer zugeschrieben.[4]

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Kriegerdenkmal
ObjektID: 90556

Standort
KG: Schönwies
Das Kriegerdenkmal südlich der Pfarrkirche wurde 1923 geweiht. Der gemauerte, flache Nischenbildstock hat einen karniesbogigen Abschluss, in der Nische befindet sich eine Reliefschnitzerei eines knienden Soldaten von Karl Siber. Darunter und seitlich Inschriftentafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges, nach 1945 durch eine Tafel mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges unterhalb des Reliefs erweitert.[5]

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Friedhof Schönwies
ObjektID: 90557

Standort
KG: Schönwies
Der bereits 1688 urkundlich erwähnte Friedhof wurde 1973–1975 nördlich der Kirche neu angelegt. Die Friedhofsmauer ist mit Holzbrettern gedeckt und wird im Osten und Westen durch schmiedeeiserne Gittertore durchbrochen.[6]
Datei hochladen Aufbahrungshalle, Totenkapelle
ObjektID: 90558

Standort
KG: Schönwies
Die Totenkapelle wurde 1973–1975 nach Plänen von Frohwalt Lechleitner iim Zuge der Anlage des neuen Friedhofes an der Stelle des alten Widums errichtet. Der eingeschoßige Mauerbau über rechteckigem Grundriss mit Satteldach weist im Westen ein doppelflügeliges Portal auf.[7]

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Immaculatabrunnen
ObjektID: 90560

Standort
KG: Schönwies
Der betonierte, langrechteckige Brunnentrog ist inschriftlich mit 1956 datiert. Auf der gemauerten Brunnensäule befindet sich unter einem Blechdach eine Holzfigur der Maria Immaculata.[8]

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Wegkapelle Patscheid
ObjektID: 90570

Standort
KG: Schönwies
Der inschriftlich 1867 erbaute Nischenbildstock ist ein rechteckiger Mauerbau mit schindelgedecktem Satteldach. Zum Weg hin hat er eine rundbogig geschlossene Öffnung mit Tonnengewölbe und Stichkappen. In der vergitterten Nische befindet sich ein Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert.[9]

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Kapelle hl. Laurentius
ObjektID: 90571
Starkenbach
Standort
KG: Schönwies
Die barocke Kapelle wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet und 1824 umgebaut oder renoviert. Die zweijochige gemauerte Kapelle mit dreiseitigem Chorschluss hat am Satteldach einen hölzernen Dachreiter mit Zwiebelhelm aufgesetzt. Die geschwungene Giebelfassade weist ein Segmentbogenportal mit flankierenden Vierpassöffnungen auf. Die Fassade ist durch Gesimsbänder, Pilaster und Rahmungen der Maueröffnungen gegliedert. Das Innere ist mit einem Stichkappentonnengewölbe auf Pilastern mit profilierten Kapitellen versehen.[10]
Datei hochladen Kapelle Starkenbach
ObjektID: 90575

Standort
KG: Schönwies
Die Bichlifelderkapelle wurde 1986 errichtet. Die Glasfenster stammen von Milan Batista. An der Außenfassade ein Mosaik einer Madonna mit Kind.[11]

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Kath. Filialkirche hl. Vigil
ObjektID: 69831
Obsaurs
Standort
KG: Schönwies
Die hoch über dem Talboden beim Weiler Obsaurs gelegene Kirche wurde 1451 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist dem hl. Vigilius von Trient geweiht. Der gotische Bau aus dieser Zeit wurde 1500–1521 umgebaut, dabei wurde das Kirchenschiff unter Verwendung des bestehenden Dachstuhles neu errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche erneut umgebaut und mit Anbauten versehen. 1853 wurde die westliche Vorhalle angefügt. Der spätgotische Saalbau mit polygonalem Schluss weist im Westen ein spitzbogiges Portal auf. An der West- und Südfassade befinden sich Fresken vermutlich aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die die hll. Michael, Paulus und Georg bzw. eine Kreuzigungsszene, Heilige und Stifter darstellen. Das Christophorusfresko an der Nordfassade stammt vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Das zweijochige Langhaus weist im Inneren ein Netzrippengewölbe mit runden, bemalten Schlusssteinen mit Evangelistensymbolen und dem Lamm Gottes vom Anfang 16. Jahrhunderts auf. Der Chor mit fünfseitigem Schluss und Netzgratgewölbe wird durch einen spitzbogigen, eingezogenen und abgefasten Triumphbogen abgetrennt. Die stark fragmentierten Malereien im Chorgewölbe von 1634 zeigen zwei Evangelisten, den Schmerzensmann mit Leidenswerkzeugen und Blumenranken, an der Chorschlusswand Kruzifix. An der Westwand befindet sich das Fragment einer Weltgerichtsdarstellung, seitlich im Gewölbe eine Darstellung von Landsknechten.[12]

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Friedhof Obsaurs
ObjektID: 90577
Obsaurs
Standort
KG: Schönwies
Der kleine, von einer Umfassungsmauer umgebene, Friedhof um die Vigilkirche wurde vermutlich zeitgleich mit dem Bau der Kirche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts angelegt.[13]

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Aufbahrungshalle, Totenkapelle Obsaurs
ObjektID: 90578
Obsaurs
Standort
KG: Schönwies
Die gemauerte Friedhofskapelle nördlich der Vigilkirche wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet.[14]

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Glockenturm
ObjektID: 90579
Obsaurs
Standort
KG: Schönwies
Der Glockenturm steht nördlich und oberhalb der Vigilkirche. Der massige, spätmittelalterliche Turmstumpf aus dem 16. Jahrhundert wurde durch einen Holzaufbau als Glockenturm adaptiert. Seine ursprüngliche Funktion ist unbekannt. Er hat ein abgefastes Rundbogenportal aus dem 16. Jahrhundert und Schlitzfenster. Die Glocke ist mit 1647 bezeichnet und stammt von einem Barthlmä Köttelath.[15]

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Wegkapelle
ObjektID: 90580
Obsaurs
Standort
KG: Schönwies
Datei hochladen Kapelle hl. Michael
ObjektID: 90581
Ried
Standort
KG: Schönwies

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Kapelle hl. Josef
ObjektID: 90582
Saurs
Standort
KG: Schönwies

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Wegkapelle Öde
ObjektID: 90583

Standort
KG: Schönwies

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Kapelle Grieshaus
ObjektID: 90584

Standort
KG: Schönwies

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
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Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Schönwies  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Wiesauer: Pfarrhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. Juni 2015.
  3. Wiesauer: Volksschule Schönwies. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  4. Graf, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Michael. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  5. Wiesauer: Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 6. Juni 2015.
  6. Wiesauer: Friedhof Schönwies. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 2. Januar 2014.
  7. Graf, Wiesauer: Friedhofskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  8. Schumacher, Wiesauer: Laufbrunnen mit Laufbrunnenfigur Maria Immaculata. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. Juni 2015.
  9. Schumacher, Wiesauer: Nischenbildstock, Kapelle Patscheid. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. Juni 2015.
  10. Schumacher, Wiesauer: Ortskapelle, Kapelle hl. Kreuz, Laurentiuskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  11. Schumacher, Wiesauer: Kapelle Bichlifelder. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 30. Januar 2015.
  12. Schumacher, Wiesauer: Filialkirche hl. Vigilius, Vigiliuskirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  13. Wiesauer: Friedhof Obsaurs. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  14. Streng, Wiesauer: Friedhofskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  15. Schumacher, Wiesauer: Glockenturm der Vigiliuskirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 27. Januar 2015.
  16. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.