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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ladis

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ladis enthält die 21 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Ladis im Bezirk Landeck.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Friedhof Ladis
ObjektID: 89633
Dorfstraße
Standort
KG: Ladis
Der Friedhof umgibt die Pfarrkirche hl. Martin und ist zur Dorfstraße hin mit einer Mauer eingefriedet. Am Eingangspfeiler befinden sich Nischenfiguren der hll. Anna und Martin um 1700.[2] Mehrere Gräberreihen mit großteils schmiedeeisernen Grabkreuzen.[3]

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Kriegerdenkmal Ladis
ObjektID: 89634
Dorfstraße
Standort
KG: Ladis
Das Kriegerdenkmal liegt vis-à-vis des Eingangs zur Pfarrkirche auf dem Friedhof und wurde 1930 geschaffen. Das Gemälde der Pietà stammt von Thomas Walch.[4]

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Kath. Pfarrkirche hl. Martin
ObjektID: 64437
Dorfstraße
Standort
KG: Ladis
Urkundlich 1497, 1683 nach Brand erneuert. Der heutige klassizistische Bau wurde von 1829 bis 1831 von Architekt Johann Moosbrugger errichtet. Gewölbedeckenbild Bergpredigt von Johann Kärle aus 1879. Im Chor Fresko hl. Martin von Josef Prantl aus 1961. Altarbild hl. Martin als Fürbitter vor der Madonna von Josef Arnold der Ältere aus 1833. Rechtes Altarbild Geburt Christi von Kaspar Jele. Barocker Kruzifix von Andreas Kölle 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.[2]
BW
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Widum
ObjektID: 64434
Dorfstraße 3
Standort
KG: Ladis
Das Widum steht vis-à-vis Hauptportalseite der Pfarrkirche hl. Martin. Es wurde anstelle eines Vorgängerbaues zwischen 1903 und 1905 im Heimatstil erbaut. Der dreigeschoßige Mauerbau mit Walmdach hat talseitig einen geschoßhohen Sockel aus unverputztem Natursteinmauerwerk, die Gliederung der Fassaden erfolgt durch Eckerker und risalitartige Elemente.[5]

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Totenkapelle
ObjektID: 89635
Dorfstraße 3
Standort
KG: Ladis
Die Totenkapelle steht beim Widum vis-à-vis der Hauptportalseite der Pfarrkirche hl. Martin. Sie wurde um 1992 erbaut.[6]

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Martineshaus
ObjektID: 47020
Dorfstraße 4
Standort
KG: Ladis
Dieses Haus stammt aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Es weist eine interessante Portallösung und im Süden ein Marienfresko aus dem 18. Jahrhundert auf. Für das Zentrum von Ladis ist es ortsbildbestimmend.[7]
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ObjektID: 39683
Dorfstraße 6
Standort
KG: Ladis
Das Gebäude wurde 1968/1969 (gemeinsam mit dem anschließenden Gemeindehaus) in den Formen und Proportionen des alten Renaissancehauses unter Einbeziehung der ursprünglichen Giebelfassade neuerbaut. Die reiche Fassadenmalerei von 1590 wurden vom Altbau abgenommen und am Neubau wieder angebracht. Das ehemalige zweigeschoßiges Durchfahrtshaus war ein traditionsreiches Wirtshaus unter einem Satteldach mit Bundwerkgiebel und wurde ursprünglich über eine hölzerne Freitreppe ins Obergeschoß erschlossen. An der Fassade Architekturmalerei sowie einzelne Darstellungen: Christus Salvator, Bekehrung des Saulus, Enthauptung des hl. Johannes des Täufers, gesatteltes Pferd. Am Giebel findet sich die Bezeichnung 1590. Laut Bauinschrift wurde das Haus von Hanns Märckh und seiner Gattin Katharina errichtet. Der Wirtshausausleger des ehemaligen Gasthauses Rose ist erhalten.[8]

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Haus Röcheler / Recheler
ObjektID: 39681
Dorfstraße 7
Standort
KG: Ladis
Durchfahrtshaus, Bundwerk, erbaut im 18. Jahrhundert.[2]
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ObjektID: 64436
Dorfstraße 8
Standort
KG: Ladis
Mittelflurhaus, von 1968 bis 1971 abgetragen und gemeinsam mit dem anschließenden Gasthof Zur Rose neu errichtet. Die Fassadenmalerei des späten 16. und des 17. Jahrhunderts wurde vom Restaurator Franz Walliser auf den Neubau übertragen.[2]

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Paarhof
ObjektID: 47770
Dorfstraße 11
Standort
KG: Ladis
Das zweigeschoßige Durchfahrtshaus stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Es hat ein Rundbogenportal und unregelmäßig angeordnete Fenster mit Putzfatschen. Vermutlich sind alte Fassadenmalereien vorhanden.[9]

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Stockerhaus
ObjektID: 39682
Dorfstraße 13
Standort
KG: Ladis
Zweigeschoßiges Mittelflurhaus mit Rundbogenportal und darüber ein Erker bis in den Giebel hochgezogen. Erker wie Fassade reich bemalt und mit 1626 bezeichnet.[2]

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Bauernhaus
ObjektID: 39684
Platte 1
Standort
KG: Ladis
Das Oberinntaler Durchfahrtshaus ist im rechten Winkel an das Nachbarhaus angebaut. Es stammt aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurde um 2010 instandgesetzt, der angebaute Stadel wurde bereits früher abgetragen. Der zweigeschoßige Mauerbau mit Satteldach ist im Giebelbereich in Ständerbauweise aufgeführt und asymmetrisch durch eine große Rundbogenöffnung erschlossen. Dem in Holzbauweise errichteten, mit einem einfachen Fluggespärr versehenen Giebel ist ein Söller vorgelagert. Innen breiter, gewölbter Flur mit Stichkappen, im Erdgeschoß ein, im Obergeschoß zwei tonnengewölbte Räume.[10]

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Heiselerhof mit Wirtschaftsgebäude
ObjektID: 44976
Platte 3
Standort
KG: Ladis
Der Heiselerhof ist ein mächtiger, lang gestreckter Durchfahrtshof mit rückwärtig an das Wohngebäude angebautem Wirtschaftsgebäude. Er stammt aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Wohngebäude mit Satteldach ist zweigeschoßig gemauert und giebelseitig durch einen breiten Mittelflur erschlossen, die Fassaden sind unregelmäßig gegliedert, die südseitige Giebelfassade wird teilweise vom angebauten Nachbargebäude verdeckt. Das große rundbogige abgefaste Portal hat ein aufgedoppeltes Tor mit Gehtüre. Im Obergeschoß Polygonalerker über wulstartigem Anlauf aus den 1930er Jahren. In der Mittelachse der Eingangsfassade barockes Freskomedaillon mit einem Gnadenbild Mariahilf aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, an der Nordfassade gemaltes Bindenschild im Giebelbereich. Das Wirtschaftsgebäude ist ein lang gestreckter, zweigeschoßiger Bau mit Satteldach und giebelseitiger Tennenzufahrt, es besteht aus einem Stall in unverputztem Bruchsteinmauerwerk und einem Stadel in Ständerbauweise. Die Flure sind in beiden Geschoßen gewölbt, ebenso sind die Küche und der Treppenaufgang überwölbt, die Täfelung der Stube stammt aus dem Jahre 1861.[11]

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Burgruine Laudeck / Laudegg
ObjektID: 39685
Schloßweg 18
Standort
KG: Ladis
Hauptartikel: Burg Laudegg
f1

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Nepomukbrunnen
ObjektID: 89632

Standort
KG: Ladis
Der Brunnen mit Figur hl. Johann Nepomuk ist aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.[2]

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Auferstandenenbrunnen
ObjektID: 89639

Standort
KG: Ladis
Der Brunnen mit Figur Auferstandener Christus ist aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts und wird Adam Payr zugeschrieben.[2][12]
Datei hochladen Kalvarienberg
ObjektID: 89642

Standort
KG: Ladis
Schnitzgruppe Christus am Kreuz und die beiden Schächer auf einer Geländekuppe um 1800.[2]

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Bildstock hl. Martin
ObjektID: 89643
bei Razilweg 16
Standort
KG: Ladis
Nischenbildstock mit einem Bild hl. Martin am Ortsrand von Fisserberg.[2] Daneben Barockkruzifix (etwa um 1730).[13]

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Lourdeskapelle
ObjektID: 89644

Standort
KG: Ladis
Der einfache Holzbau mitten im Wald wird als Lourdeskapelle verwendet.[14]

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Waldkapelle
ObjektID: 89645

Standort
KG: Ladis
Die Waldkapelle wurde 1971 bis 1973 (unterschiedliche Angaben) erbaut, weit vorkragendes Satteldach, Rechteckfenster, keine Eingangstür. Auf dem Altartisch innen stehen ein Kruzifix und eine Pietà.[15]

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Feuerwehrgebäude
ObjektID: 113851

Standort
KG: Ladis
Das Feuerwehrgebäude wurde nach 1872 gebaut.[16]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Ladis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Dehio Tirol 1980, Ladis, Seiten 450ff
  3. Wiesauer: Friedhof Ladis. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  4. Nischenbildstock, Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  5. Wiesauer: Pfarrhaus Ladis. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  6. Friedhofskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  7. Wiesauer: Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Martineshaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  8. Wiesauer, Schmid-Pittl: ehemaliger Gasthof Zur Rose, Gasthaus Reblaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 29. Juni 2015.
  9. Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Durchfahrtshaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 29. Juni 2015.
  10. Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Durchfahrtshaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 29. Juni 2015.
  11. Hausmann, Wiesauer, Schmid-Pittl: Einhof, quergeteilt, Durchfahrtshaus, Heiselerhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 29. Juni 2015.
  12. Laufbrunnen, Auferstandenenbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 2. Januar 2014.
  13. Wiesauer: Nischenbildstock, Bildstock hl. Martin. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  14. Wiesauer: Wegkapelle, Lourdeskapelle, Waldkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  15. Wiesauer: Wegkapelle, Lourdeskapelle, Waldkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Juni 2015.
  16. Feuerwehrgebäude. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. August 2014.
  17. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.