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vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weiten (Niederösterreich)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weiten enthält die 10 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der niederösterreichischen Marktgemeinde Weiten.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 53600

Standort
KG: Eitenthal
Die Ortskapelle hll. Petrus und Paulus ist ein einfacher, im Kern romanischer Bau mit Ostapsis und Dachreiter. Das romanische Gotteshaus des 12./13. Jahrhunderts wurde um 1629 barockisiert. Der westliche Teil des Langhauses wurde 1827 abgebrochen. Das Langhaus ist durch in Satteldach gedeckt und wird im Westen von einem Dachreiter bekrönt. Im Norden und Süden ist es durch Strebepfeiler sowie je ein Rundbogenfenster und ein hochsitzendes Kreisfenster gegliedert. Im Süden führt ein Stiegenaufgang zum korbbogigen Portal. Die halbkreisförmige, eingezogene Apsis im Osten hat ebenfalls korbbogige Fensteröffnungen und liegt unter einem Halbkegeldach.
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ObjektID: 83112

Standort
KG: Eitenthal
Nördlich des Ortes steht ein Granitpfeiler mit abgefasten Kanten über einem vierseitigen Postament. Auf der ausladenden Deckplatte ruht ein Tabernakel mit seichten Rundbogennischen, stark profiliertem Abschlussgesims und einem bekrönenden Steinkreuz. Das Denkmal trägt ein eingraviertes Wappenschild und die Bezeichnung „Matthias Pessenböckh 1717“.

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Burgruine und Vorburg Mollenburg
ObjektID: 32973
Mollenburg 2
Standort
KG: Mollendorf
Die teilweise restaurierte bzw. rekonstruierte Burgruine Mollenburg umfasst ein Areal von etwa 120 × 60 m auf einem etwa 40 m hohen Höhenrücken, der nach drei Seiten steil abfällt. Ihre erste urkundliche Erwähnung verweist auf das Jahr 1303. Ein romanischer Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts (?) wurde möglicherweise 1296 im Kuenringeraufstand zerstört. Im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts erfolgte der Wiederaufbau durch die Streitwieser. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie zu einem wehrhaften Renaissanceschloss um- und ausgebaut. 1860 wurde sie aus steuerlichen Gründen zu einer Ruine gemacht. 1972 erwarb Jörg Mauthe die Burg und rekonstruierte bzw. renovierte sie zum Teil. Sie ist bis in die Gegenwart im Privatbesitz der Familie Mauthe.
Hauptartikel: Burgruine Mollenburg
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ObjektID: 55673
Seiterndorf
Standort
KG: Seiterndorf
Die Ortskapelle hl. Katharina ist ein schlichter, im Kern gotischer Bau, urkundlich erwähnt 1359, mit Satteldach und einem im 20. Jahrhundert erneuerten Dachreiter. Der eingezogene Chor wird von gestuften Strebepfeilern gestützt. Die Kapelle ist durch ein Spitzbogenportal im Westen zugänglich. Das südliche Portal ist vermauert. Die Fenster sind spitzbogig. Im Osten steht ein barocker Sakristeianbau mit Satteldach, der mit dem Haus Nr. 14 verbunden ist.

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Burgruine Streitwiesen
ObjektID: 33785
Streitwiesen 1
Standort
KG: Streitwiesen
Die auf einem niedrigen Hügel an der linken Tallehne des Weitentales gelegene Burg Streitwiesen wurde urkundlich 1144 erstmals erwähnt. Bis Ende des 14. Jahrhunderts war sie im Besitz der Streitwieser und wechselte danach häufig die Besitzer. Unter Jakob Rot von Reinprechtspölla wurde sie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Renaissanceanlage umgebaut. 1697 wurde sie mit der Herrschaft Pölla vereinigt, ging 1797 an die Habsburger und wurde um 1860 demoliert. 1972 wurde sie von einem Führerkreis der Jugendbewegung gekauft und zur österreichischen Jugendburg ausgebaut.
Hauptartikel: Jugendburg Streitwiesen

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Café Geierhorst, ehem. Mollenburg´sche Schlosstaverne
ObjektID: 33948
Weiten 13
Standort
KG: Weiten
Das an der Einmündung der Straße von Seitendorf in die Weitentalstraße gelegene Café Geierhorst, die ehemalige Mollenburg’sche Schlosstaverne, ist ein unregelmäßiger, zwei- bis dreigeschoßiger Bau mit Geschoßbänderung und Ortsteinfassung aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts. Der Hauptbau hat übereck gestellte Türmchen und ist durch einen schmalen Bau mit einem turmartigen Bauteil im Süden verbunden. Im Erdgeschoß der Ecktürmchen gibt es Sitznischen mit stuckierten Netzrippengewölben.
Datei hochladen Schwibbögen
ObjektID: 83106
bei Weiten 28
Standort
KG: Weiten
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ObjektID: 56189
Weiten 31
Standort
KG: Weiten
Das nördlich der Kirche gelegene Pfarrhof ist eine zweigeschoßige, hakenförmige, mit einem Walmdach und Fenstern in profilierten Putzrahmungen ausgestattete, im Kern spätgotische Anlage, die sich im Bauverband mit der Umfriedungsmauer befindet. Er hat ein polychromiertes Pietà-Holzrelief in Verwahrung. Zur weiteren Ausstattung zählt ein Bild von Christus am Kreuz mit Maria und Johannes aus dem späten 18. Jahrhundert sowie eine Statue des hl. Franz von Assisi aus der Zeit um 1640.

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Kath. Pfarrkirche hl. Stephanus und Friedhof
ObjektID: 56190

Standort
KG: Weiten
Die leicht erhöht im Südwesten des Marktes gelegene Pfarrkirche hl. Stephanus ist eine gotische Staffelhalle mit älterem gotischen Chor und einem kleinen, freistehenden Westturm. Sie ist von einem Friedhof und einer Mauer im Süden und Westen umgeben. Im Norden liegt der Pfarrhof, im Osten eine Aufbahrungshalle von 1985 und im Südosten das Gemeindeamt von 1971. Die Pfarre ist eine passauische Gründung aus dem Jahre 1050 und wurde 1120 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

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Pranger
ObjektID: 33949

Standort
KG: Weiten
Die Prangersäule am Marktplatz ist ein achtseitiger Pfeiler mit profilierter Deckplatte, Steinkugel und einer Rolandstatue aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Weiten  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.