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vom 25.04.2018, aktuelle Version,

Schloss Schlandersberg

Schloss Schlandersberg
Schloss Schlandersberg von Osten

Schloss Schlandersberg von Osten

Entstehungszeit: vor 1300
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Bewohnt
Ständische Stellung: Ministeriale
Ort: Fraktion Sonnenberg
Geographische Lage 46° 38′ 11,6″ N, 10° 46′ 51,6″ O
Schloss Schlandersberg (Südtirol)
Schloss Schlandersberg

Bei dem als Schloss oder Burg Schlandersberg bezeichneten Bauwerk handelt es sich in seinen Ursprüngen um eine mittelalterliche Spornburg in der Marktgemeinde Schlanders im Vinschgau in Südtirol. Schlandersberg steht auf einem kahlen Bergrücken über dem Eingang ins Schlandrauntal auf einer Höhe von 1100 Metern.

Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Montalban erbaut und zunächst von einer Seitenlinie der Familie, den Herren von Schlandersberg, als Stammsitz bewohnt. Im Jahre 1329 mussten diese dann die Burg von den Landesherren zum Lehen nehmen. Wegen der unwirtlichen Lage und der wenig einladenden Bausubstanz verlor sie jedoch bald an Bedeutung. Nachdem im Jahre 1755 die Herren von Schlandersberg im Mannesstamm ausgestorben waren, ging die Burg an die Grafen Hendl, denen auch die Herrschaft Schlanders gehörte, über. Diese verkauften die Burg 1819 an einen Bauern. Ob sie seitdem ständig bewohnt war, ist nicht bekannt. Der letzte Besitzer, der auch in der Burg wohnte, verkaufte in den 1990er Jahren das Gebäude. Es wurde dann von heimischen Architekten unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes behutsam und nur mit Materialien aus dem Vinschgau umgebaut. Dabei wurde darauf geachtet, dass der Charakter der Burg erhalten blieb. Heute befinden sich Luxuswohnungen in dem Gebäude, eine Besichtigung ist nicht möglich.

Die kleine ursprüngliche Burg bestand lediglich aus einem freistehenden Wohnturm. Beispiele für ähnliche Anlagen sind in der näheren Umgebung häufig anzutreffen – etwa Goldrain, Annenberg oder Latsch. Der Turm wurde erst im 16. Jahrhundert umfangreich mit Wohnanbauten erweitert. Das Aussehen hat sich seit jener Zeit kaum noch verändert. Der Wohnturm ist 19 Meter hoch und trägt Schwalbenschwanzzinnen. In der Nordwestecke befand sich in dem aus der Gebäudefront vorstehenden Standerker die Kapelle. Der Turm verfügt über ausgestrichenen Mörtelfugen und steingerahmte Viereckfenster mit Seitensitzen.

Literatur

  • Marcello Caminiti: Castelli dell’Alto Adige. Manfrini Editori, Trento 1985.
  • Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. I. Band: Vinschgau. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1972, S. 145–149.
  Commons: Schlandersberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts