Dreibrüdersee #

Dreibrüdersee

Wieder eine Etagenstufe höher, sozusagen direkt über den Lahngangseen, liegt noch einmal ein romantischer stiller Bergsee. Um zu ihm zu gelangen, muss man allerdings ein Bergwanderer und sehr gut bei Fuß sein. Eingebettet zwischen Dreibrüderkogel, Salzofen und Graswand träumt der kleine See in absoluter Bergeinsamkeit vor sich hin – häufig von Gemsen und selten von Menschen besucht. Seine sandigen Ufer laden regelrecht zum Baden ein, obwohl dies nur nach längerer Hitzeperiode im Sommer ein wirklicher Genuss ist.

Wandervorschlag#

Über die Gössleralm zum Dreibrüdersee: Das erste Wegstück ist das selbe wie zum Vorderen Lahngangsee. Etwa nach einer Stunde zweigt von dieser Route im Bereich des „Schweiber-Jagdhauses“ jedoch der markierte Weg zu „Gössler-Alm“ ab. Wir folgen ihm, zuerst mäßig ansteigend, dann steiler, durch Wald aufwärts und gelangen schließlich über die Serpentinen des alten Almweges zu den Hütten der Gössler-Alm mit Prachtblick über den Grundlsee und zum Dachstein. Nun folgt ein sehr romantischer Wegabschnitt hinauf zum „Aibl-Jagdhütterl“, wo wir der Markierung weiter in Richtung „Salzofen“ folgen. Nach etwa 15 Minuten, leicht absteigend, gelangen wir im Legföhrendickicht zur Abzweigung hinunter zum See. Sie ist nur mit einem Steinmann angezeigt (!), aber bei einiger Aufmerksamkeit nicht zu übersehen. Für den Aufstieg allein, müssen wir 3 ½ Std. einplanen.

Zur Salzofenhöhle: Konditionsstarke Bergwanderer werden es sich nicht nehmen lassen, vom Dreibrüdersee (bzw. von der oberhalb gelegenen Abzweigung aus) die Salzofenhöhle zu besuchen. Wir gehen mäßig ansteigend, am östlichen Rand des Hochtales auf markiertem Weg (Nr. 213) auf den breit vor uns liegenden Salzofen zu. Über Felsplatten, dann wieder über raue Riefen windet sich der Steig durch Latscheninseln aufwärts. Wir kommen an einer kleinen Jagdhütte vorüber und sehen nun auch das breite Eingangsportal der Höhle vor uns. Ein kurzes Stück noch in Richtung „Wildgössel“ weiterwandernd steigen wir sodann (unmarkiert) durch Felsschutt zum Höhlenportal hinauf und versuchen nachzufühlen wie die Steinzeitjäger dort vor 30.000 (!) Jahren gelebt hatten. Von der Höhle kann man unschwierig den nur wenig oberhalb der Höhle gelegenen Salzofen (2.070 m) ersteigen und anschließend wieder den Weg 213 erreichen. – 8 Std. sind wir an diesem „langen“ Tag allerdings auf den Beinen.

Landkarte: F&B Nr. 281

Steckbrief#

Der Name des Sees leitet sich von den drei eng nebeneinander stehenden Gipfeln der „Drei Brüder“ ab.
1.540 Meter Seehöhe.
Information: Infobüro Altaussee, Fischerndorf 61, 8992 Altaussee, Telefon: (03622) 1643, E-Mail: info.altaussee@ausseerland.at




© Bild und Text Hilde und Willi Senft