Lahngangseen#

Lahnganseen
Direkt oberhalb des Grundlsees liegen die zwei „Perlen des Toten Gebirges“, der Vordere und hintere Lahngangsee. Eingebettet zwischen den Felszähnen des Salzofens und des Neusteins ist besonders der Vordere Lahngangsee wohl eines der schönsten Wanderziele im Ausseerland. Wunderbar harmoniert sein smaragdgrüner Wasserspiegel mit dem weißen Kalkfels, den – je nach Jahreszeit frisch grünen oder gelborange aufleuchtenden – Lärchen an seinem Ufer und dem blauen Himmel. Zum nordöstlich davon liegenden, wesentlich kleineren Hinteren Lahngangsee führen nur Steigspuren; besonders im Herbst lohnt aber auch dorthin der viertelstündige Abstecher. 

Wandervorschlag #

Zum Vorderen Lahngangsee: Im Ortsteil Schachen, am Ostende des Grundlsees, beginnt die Markierung. Dem alten Almweg folgend, quert sie mehrmals eine Forststraße und es gibt einen interessanten Tiefblick auf das Ostende des Grundlsees. Durch Wald ständig mäßig ansteigend wird der markante Punkt des „Drausengatterls“ erreicht, wo es einen überraschenden Blick hinunter auf die Vordernbach-Alm gibt, die ihrerseits wieder genau oberhalb des Toplitzsees liegt. Sodann quert der Pfad steiler aufwärts die im Sommer prachtvoll blühenden Schrofen- und Grushänge des „Schafbühels“ und dann – nach etwa zweieinhalb Stunden – liegt schon der See prachtvoll vor uns. (In weiteren eineinhalb Stunden gelangt man von hier zur „Pühringerhütte“). 

Von der Pühringerhütte auf den Elm: Über den Hinteren Lahngangsee und die „Elmgrube“gelangen wir vom vorderen See zur Pühringerhütte, wo wir nächtigen. Gleich neben der Hütte weist eine Tafel mit der Bezeichnung „Elm – 1 ½ Std.“ auf den Weiterweg. Zuerst leitet der Pfad steil nach oben. Ab einer kleinen, zirbenbstandenen Geländestufe führt uns dann die Markierung durch ein wildes Karstgelände (Trittsicherheit !), wo man allenthalben versteinerte Korallen findet, auf einem Felsrücken bis zum gänzlich begrünten Gipfelaufbau und zum Kreuz in 2.128 m. Exzellent ist die Aussicht auf den Grundlsee und die beiden Lahngangseen und hinüber zum Großen Priel und seinen Nachbargipfeln. 

Landkarte: F&B Nr. 281 

Steckbrief#

Der Name „Lahngang“ leitet sich vom Dialektwort „Lahn“ für „Lawine“ ab.
1.492 Meter Seehöhe, 600 Meter lang und 200 Meter breit, 75 Meter tief.
Die Saiblinge im See werden befischt und nur besonders Mutige wagen im Hochsommer ein paar Tempi zu Abkühlung.

Information: Tourismusverband, Mosern 25, 8993 Grundlsee, Telefon: (03622) 8666, Fax: (03622) 86664.


© Bild und Text Hilde und Willi Senft