Ödensee #

Ödensee
Am Nordrand des Kemetgebirges (Teil des Dachsteimmassivs), 3 km vom Ort Kainisch entfernt, südöstlich von Bad Aussee, liegt dieser kleine Gebirgssee, rundum von Hochwald umschlossen in einem Naturschutzgebiet. An manchen Stellen hängen die Äste mächtiger Tannen und Fichten fast in den See, der einen ernsten Charakter vermittelt. Nordöstlich des Sees erstreckt sich eine reizvolle Moorlandschaft mit dem „Knoppenmoos“ und anderen Hochmooren, die alle unter Naturschutz stehen. Durchquert man das Moor, stößt man auf zwei kleine Lacken, das „Kalte Seel“ und das „Warme Seel“. Der Abfluss des Ödensees mündet bei Pichl (803 m) in die Traun. Der Zufluss des Ödensee ist unteriridsch, vermutlich Schmelzwasser von den Bergen, weshalb er im Hochsommer 22 Grad selten überschreitet.

Auf einem bequemen Weg (seit 2012 rollstuhlgerecht) kann man den Moorsee etwa in einer Stunde umrunden und kommt dabei auch an mehreren Badestellen vorbei. Es gibt einen bequemen Badesteg und fast in der Mitte des Sees ist eine Plattform zum Hinschwimmen verankert. Im Ödensee ist angeblich noch nie jemand ertrunken. „Der Ödensee mag keine Leute“, sagen die Einheimsichen.

Der Ödensee ist an heißen Tagen als Badessee beliebt. Der große Parkplatz und die von außen zugängliche Toilettenanlage der Kohlröserlhütte (alles gratis) machen auch ein kurzes Abkühlen im See reizvoll.

Die eine lange Sommersaison und dann wieder im Winter geöffnete und als Restaurant geführte „Kohlröserlhütte“ am Ödensee ist ein beliebtes Ausflugsziel (und heißt inzwischen mit Recht offiziell "Restaurant in der Kohlröserlshütte"), das im Winter besonders auch von den Schilangläufern gerne frequentiert wird, ist die Seeumrundung doch in die „Salzkammergutloipe“ integriert.

Wandervorschlag#

Zu den „Strumern – Karstquellen“: Vom Ortszentrum Pichl (nahe Kainisch) wird der Weg mittels einer Überführung über die Bundesstraße geleitet und führt sodann zum „Pichler-Moos“. Über die „Pichler-Brücke“ und den „Mirtelgraben“ erreicht man nach einem guten halben Kilometer bereits die „Strumen-Karstquellen“, die besonders im Frühjahr mächtig zu Tage treten. Gesamtgehzeit hin und zurück 1 ½ Std. Auf den Kampl: Ausgangspunkt für diese schöne und leichte Wanderung ist der Radlingpass (unweit des Ödensees in Richtung Grundlsee). Wir folgen zuerst der Markierung in Richtung „Rötelstein“ und er alte Almpfad führt zügig durch Hochwald nach oben. Bei einer Wegkreuzung lassen wir uns zur „Langmoosalm“ leiten, die wir durch Hochwald erreichen. Über weite Almflächen gelangen wir nun zum markanten Punkt des Kreuzes „In Herrgotts-Nam“ und von hier ist es nicht mehr weit zum Gipfelkreuz des Kampl auf 1.685 Meter mit Prachtblick zu Grimming und Dachstein. In Form einer Rundwanderung empfiehlt es sich über die ein kurzes Stück unterhalb des Gipfelaufbaues liegende „Seidenhofalm“ (Jausenstation) zum Radlingpass zurück zu kehren. Gesamtgehzeit: 5 bis 6 Std.

Landkarte: Kompaß Wanderkarte Nr. 68, F&B Nr. 281

Steckbrief#

Die Bezeichnungen „Öden, Ödern“ finden sich im Salzkammergut öfters und bedeuten in der „Einöde“, also abseits, gelegene Gebiete.
780 Meter Seehöhe, 500 Meter lang, 250 Meter breit.
Im Hochsommer kann die Wassertemperatur auch 22 Grad erreichen. Der Ödensee ist an heißen Tagen als Badessee beliebt. Der große Parkplatz und die von außen zugängliche Toilettenanlage der Kohlröserlhütte (alles gratis) machen auch ein kurzes Abkühlen im See reizvoll.

„Kohlröserlhütte“ (ganztägig warme Küche, im Sommer und Winter geöffnet, dazwischen einige Wochen nicht geöffnet).

Information: Tourismusverband Pichl-Kainisch, A-8984 Kainisch, Telefon: +43 (0)3624/201-12, gde@pichl-kainisch.steiermark.at Web: http://www.pichl-kainisch.at




© Bild und Text Hilde und Willi Senft