Tauplitzer Seen (Groß See oder "Märchensee", Steirersee, Schwarzensee) #

Tauplitzer See
Prachtvoll liegen die drei Seen (sowie vier kleine weitere) wie aufgefädelt hintereinander am Hochplateau der Tauplitzalm, die man über eine 9 km lange Mautstraße von Bad Mtterndorf oder mittels wetterfestem Sessellift vom Ort Tauplitz her erreicht. Nördlich des Almplateaus mit seinen Hütten, Hotels und der Kapelle mit dem spitzen Türmchen – aber von diesem schon so weit abgesetzt, dass man wieder ungetrübte Natur genießen kann – liegt der Gross-See in einer Almmulde. Seinen Zufluss erhält er über ein reizvoll mäandrierendes Bächlein vom nicht weit entfernten winzigen „Tauplitz-See“, der auch Quendlingsee genannt wird.

Ein kurzes Stück weiter in östlicher Richtung liegt der Steirer-See mit bewirtschafteten Almhütten an seinem Ostufer. Wunderschön in die Hochgebirgslandschaft eingebettet liegt dieser größte der Tauplitz-Seen da. Seine Zuflüsse erfolgen unterirdisch aus dem Karst des Toten Gebirges.

Und nur eine Viertelstunde weiter in östlicher Richtung erfreut uns der Schwarzensee, der nur bei aufziehenden Gewitterwolken seinem Namen gerecht wird. Auch er wird durch Karstquellen gespeist. Von seinem Ostufer gibt es einen Prachtblick zum Dachstein mit seinen Gletschern. Alle Seen sind gute Fischwasser und werden mit Saiblingen und Forellen bewirtschaftet.

Wandervorschlag#

Die Tauplitzer Seenurnde: Wir beginnen die an reiner Gehzeit rund vier Stunden in Anspruch nehmende Rundwanderung in Nähe der Sesselliftstation und wandern vorerst das kurze Stück hinunter zum Groß-See. Sodann geht es unterhalb der Steilflanken und Felsen des Traweng in östlicher Richtung weiter bis an den Rand des Plateaus. Hier genießen wir den berühmten „Steirersee-Blick“: Der See, umrahmt von Lärchen- und Legföhren, leuchtet smaragdgrün verlockend herauf. Auf gutem Steig queren wir nördlich oberhalb des Sees zu einer kleinen Einsattelung hinüber, die den Steirer See mit dem Schwarzensee verbindet. Bald stehen wir auch am Ufer dieses reizvollen Gewässers, das in eine Almmulde liegt und können noch die zwanzig Minuten bis zur teilweise bewirtschafteten Leist-Alm weitergehen. Beim Rückweg, den wir an der Südseite des Steirer Sees wählen, genießen wir das hier in Ufernähe türkisgrüne Wasser, das allerdings nur an sehr heißen Sommertagen zum Baden einlädt.

Auf den Traweng: Diese kurze, aber anspruchsvolle Bergwanderung erfordert Trittsicherheit! Von der Bergstation des Sesselliftes gehen wir in Richtung „Steirersee“ bis zur Hütte des „Grazer Turnvereines“ und finden dort den Hinweis „Traweng“. Ein kurzes Stück geht es über den Almboden und zwischen kleinen Latscheninseln aufwärts, dann führt die Markierung in eine schutterfüllte Rinne, die ziemlich rasant nach oben leitet. Nach einer halben Stunde ist diese Passage überwunden und wir erreichen das erstaunlich ausgedehnte Gipfelplateau mit seinen kleinen Dolinen und anderen Karsterscheinungen. Bald stehen wir beim Gipfelkreuz in 1.981 m und genießen einen Prachtblick, der über den Dachstein hinweg bis zum Großvenediger reicht. Zum Rückweg sollten wir die markierte „Runde“ am Plateau wählen und waren insgesamt 3 Std. unterwegs. Landkarte: F&B Nr.281

Steckbrief#

Gross-See: 1.569 Meter Seehöhe, 65.000 m² groß, 11 Meter tief (Regenbogenforellen und Aalrutten).
Steirer-See: 1.447 Meter Seehöhe, 112.000 m² groß, 21 Meter tief (Regenbogenforellen).
Schwarzensee: 1.552 Meter Seehöhe, 43.000 m² groß, 19 Meter tief (Regenbogenforellen).

Information: Tauplitzer Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H., Tauplitz 71, 8382 Tauplitz, Telefon: (03688) 2446, E-Mail: welcome@dietauplitz.com




© Bild und Text Hilde und Willi Senft