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vom 11.11.2017, aktuelle Version,

Bundesregierung Ramek II

Die Bundesregierung Ramek II war vom 15. Jänner 1926 bis 20. Oktober 1926 im Amt. Regierungschef war Rudolf Ramek. Eine finanzielle Affäre um Außenminister Heinrich Mataja, ernst zu nehmende Vorwürfe gegen Landwirtschaftsminister Rudolf Buchinger, er habe den in einer schweren Krise befindlichen Weinbau bei den Handelsvertragsverhandlungen mit Ungarn nicht ausreichend vertreten sowie die Ablehnung eines von Finanzminister Jakob Ahrer ausgearbeiteten Wirtschaftsprogrammes durch die Christlichsoziale Bundespartei ließen die Stimmen nach einer Umbildung des Kabinetts im Dezember 1925 immer lauter werden. Am 14. Jänner 1926 demissionierte die Bundesregierung Ramek I, am 15. Jänner wurde das Kabinett Ramek II angelobt. Die Position des Außenministers wurde nicht mehr besetzt, die Agenden übernahm Bundeskanzler Ramek selbst und wurde dabei von den Sektionschefs Franz Peter und Richard Schüller unterstützt.

Bundesminister (für) Amtsinhaber Partei
Bundeskanzler Rudolf Ramek CSP
Vizekanzler (mit der Leitung der Justizangelegenheiten betraut) Leopold Waber GDVP
Unterricht Emil Schneider(bis 16. Juni 1926)
Josef Resch (16. Juni 1926 bis 25. Juni 1926)
Anton Rintelen (ab 25. Juni 1926)
CSP
CSP
CSP
soziale Verwaltung Josef Resch CSP
Finanzen Josef Kollmann CSP
Land- und Forstwirtschaft Andreas Thaler CSP
Handel und Verkehr Hans Schürff GDVP
Heereswesen Carl Vaugoin CSP

Literatur

  • Franz Schausberger: Rudolf Ramek 1881–1941. Konsenskanzler im Österreich der Gegensätze. Aus der Reihe: Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 62, Böhlauverlag Wien, Köln, Weimar 2017. ISBN 978-3-205-20644-6