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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Elbigenalp

Elbigenalp
Wappen Österreichkarte
Wappen von Elbigenalp
Elbigenalp (Österreich)
Elbigenalp
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 33,08 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 10° 26′ O
Höhe: 1039 m ü. A.
Einwohner: 891 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 27 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6652
Vorwahl: 05634
Gemeindekennziffer: 7 08 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 55a
6652 Elbigenalp
Website: www.elbigenalp.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Gerber
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)

4 Gemeindeliste Neu - GLN, 5 Für ELBIGENALP - Bürgermeisterkanditat Markus Gerber - FE, 1 Neutrale - Liste - NL, 1 Für Faires Miteinander Liste - FFML

Lage der Gemeinde Elbigenalp im Bezirk Reutte
Bach Berwang Biberwier Bichlbach Breitenwang Ehenbichl Ehrwald Elbigenalp Elmen Forchach Grän Gramais Häselgehr Heiterwang Hinterhornbach Höfen Holzgau Jungholz Kaisers Lechaschau Lermoos Musau Namlos Nesselwängle Pfafflar Pflach Pinswang Reutte Schattwald Stanzach Steeg Vorderhornbach Tannheim Vils Wängle Weißenbach am Lech Zöblen Tirol Lage der Gemeinde Elbigenalp im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Elbigenalp vom Gipfel der Rotwand
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Elbigenalp (Lechtalerisch auch „Duarf“ genannt) ist eine Gemeinde des Bezirks Reutte in Tirol (Österreich) mit 891 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Sie ist 33,09 km² groß und befindet sich auf 1.039 m Seehöhe. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie

Die Gemeinde liegt ungefähr in der Mitte des Lechtals. Das Gemeindegebiet ist gebildet durch verschiedene Dörfer und Rotten entlang der Lechtalstraße, und zwar Köglen, Elbigenalp, Untergiblen, Obergrünau, Untergrünau und Obergiblen.

Gemeindegliederung

Nachbargemeinden

Bach, Häselgehr, Hinterhornbach, Holzgau.

Geschichte

Der Name leitet sich von Eelbigen Alp = „elmige Alpe“, also „mit Ulmen bewachsene Alpe“, ab. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Elbigenalp 1312. Seit dieser Zeit ist der Ort politischer und kirchlicher Mittelpunkt einer Großpfarre im Lechtal. Bekannt ist Elbigenalp auch durch seine Häuser mit Fresko- und Stuckarbeiten, die an die Maurer und Stuckateure erinnern, die auch im Ausland tätig waren.

Politik

Bürgermeister
  • bis 2006 Bernhard Singer
  • seit 2006 Markus Gerber

Wappen

Blasonierung: Auf schwarzem Dreiberg eine grüne Ulme im silbernen Schild.[1]

Das 1972 verliehene Gemeindewappen symbolisiert als redendes Wappen den Ortsnamen („mit Ulmen bewachsene Alpe“).[2]

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Elbigenalp
  • Katholische Pfarrkirche Elbigenalp: Die Pfarrkirche steht in einem freien Feld und ist von einem Friedhof mit zwei Kapellen umgeben.
  • Ölberg-Kapelle hl. Kreuz nördlich des Dorfes auf einem Felsvorsprung
  • Kapelle hl. Sebastian in Griesau
  • Kapelle hl. Anna in Obergrünau
  • Kapelle hl. Josef in Untergrünau
  • Museum mit dem Nachlass des Lithographen Anton Falger im Gemeindeamt. Der aus Elbigenalp stammende Maler, Graveur und Lithograph Anton Falger hat für seinen Heimatort zwei Totentanzzyklen gemalt.
  • Der erste ist ein aus 18 Holztafeln zusammengesetztes und gerahmtes Tafelgemälde (108x272 cm), das heute an der Ostwand der Kapelle oberhalb der Treppe zum Beinhaus hängt; auf dem Holzrahmen jeder Tafel ist die todgeweihte Person benannt und der Dialog mit dem Tod niedergeschrieben. Einige Tafeln sind signiert, einige auf 1840 datiert. Weil es sich um das Hauptwerk des Künstlers handelt, sollen die handelnden Personen genannt werden: Papst, König, Künstler, Richter, Bürger, Soldat, Kind, Mutter, Arzt, Knabe, Braut, Großmutter, Bauer, Reicher, Bettler, Mörder, Magd, Todtengräber.
  • Der zweite Totentanz besteht aus 14 Einzelbildern, die paarweise in 7 Mauernischen auf den Mauerputz gemalt sind; es fehlen hier die Szenen mit Bürger, Knabe, Großmutter und Mörder. Der Künstler hat bewusst die Tradition des Totentanzes an der Friedhofsmauer aufgegriffen. Signaturen oder Datierungen sind nicht mehr sichtbar; die Entstehungszeit muss vor 1876 liegen.[3]

Wirtschaft

  • Eines der größten CD- und DVD-Presswerke Europas, kdg mediatech (vorm. Koch Records), nahm von Elbigenalp seinen Ausgang.

Bildung

Persönlichkeiten

Epitaph von Joseph Anton Koch, Rom, Campo Santo Teutonico

In Obergiblen wurde 1768 der Maler Joseph Anton Koch geboren. In Elbigenalp selbst wurde der Lithograf Anton Falger (1791–1876) geboren, der vom Maler Karl Selb aus Unterstockach ausgebildet wurde und später Engelbert Kolp (1840–1877) und Kochs Neffen Josef Alois Knittel Zeichenunterricht gab. Das Leben von Knittels Nichte Anna Stainer-Knittel (1841–1915) wiederum bildete die Vorlage für den Roman „Die Geierwally“.

  Commons: Elbigenalp  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesgesetzblatt für Tirol Nr. 34/1972 (Digitalisat)
  2. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 10.
  3. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. "Muos ich doch dran - und weis nit wan". Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0. S. 253-258.


Weiterführendes#

-- Pachl W, Freitag, 19. Februar 2016, 20:19