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vom 08.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Holzgau

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Holzgau enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Holzgau.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Mariae Himmelfahrt, Friedhof mit Sebastianskapelle u. Kriegerdenkmal
ObjektID: 64084
Holzgau
Standort
KG: Holzgau
Die Kirche wurde 1860–1863 nach Plänen von Josef von Stadl anstelle bis in das Mittelalter zurückreichender Vorgängerbauten errichtet und 1864 geweiht. An das vierjochige Langhaus mit steilem, schindelgedecktem Satteldach schließen ein eingezogener Rundchor und ein schlanker Südturm mit Giebelspitzhelm an. Die Giebelfassade mit dem Hauptportal ist neuromanisch gestaltet, an der Südseite befindet sich ein Steinportal vom barocken Vorgängerbau. Der weite Saalraum im Inneren weist eine Tonnenwölbung und eine Doppelempore auf Säulen auf. Die Wandgemälde mit Darstellung der Anbetung der Hirten und Anbetung der Könige sowie von Kirchenvätern und Erzengeln wurden 1863 von Johann Kärle geschaffen.[2] Die Ausstattung ist neuromanisch, das Hochaltarbild stammt von Caspar Jele (1863). Die Sebastianskapelle nordöstlich der Pfarrkirche wurde 1487 errichtet und 1822 und 1882 restauriert. Die zweigeschoßige Kapelle mit polygonalem Chor und Giebelreiter weist im Inneren ein Kreuzgratgewölbe über Konsolen, Fresken eines Schwäbischen Malers mit Darstellung der Sebastianslegende um 1490 und Schablonenmalerei von Johann Kärle von 1872/1886 auf. In der kreuzgratgewölbten Unterkapelle wurde eine Lourdesgrotte eingerichtet.[3]

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Dreifaltigkeitskapelle, Feldkapelle
ObjektID: 78765
Holzgau
Standort
KG: Holzgau
Die Dreifaltigkeitskapelle auf dem Holzgauer Feld wurde im Jahr 1835 aufgrund einer Stiftung errichtet.
Datei hochladen Bildstock, Reut(t)les-Kapelle
ObjektID: 78770
Holzgau
Standort
KG: Holzgau
Der gemauerte Bildstock mit vorkragendem schindelgedecktem Satteldach wurde 1953 anstelle eines mindestens seit 1856 bestehenden Vorgängerbaus errichtet. In der schmiedeeisenvergitterten Rundbogennische befindet sich ein Gemälde der Mater dolorosa von Josef Strobel.[4]
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ObjektID: 78771
Holzgau
Standort
KG: Holzgau
Der westlich des Ortes gelegene schmiedeeisenvergitterte Nischenbildstock wurde um 1950 zum Gedenken an Gefallene und Vermisste beider Weltkriege errichtet.[5]

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Kapelle hl. Josef
ObjektID: 71344
Holzgau
Standort
KG: Holzgau
Die Kapelle des heiligen Josef wurde im Jahr 1706 auf einer Felskuppe errichtet. Der Altar stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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Bauernhaus, Lippa-Franze-Haus
ObjektID: 38983
Holzgau 32
Standort
KG: Holzgau
Der quergeteilte, zweigeschoßige Einhof mit ansitzartiger Erscheinung wurde 1794–1796 erbaut. Der Wohnteil ist mit reicher Fassadenmalerei (Scheinarchitektur, Medaillons mit Heiligendarstellungen, Sonnenuhr) von 1796 versehen, die Josef Anton Köpfle zugeschrieben wird. Der Wirtschaftsteil ist über dem gemauerten Stall in verschalter Ständerbauweise ausgeführt.[6]

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Bauernhaus, Doppelhaus mit Nr. 35
ObjektID: 39008
Holzgau 34
Standort
KG: Holzgau
Das traufseitig erschlossene Eckflurhaus weist besonders reiche Portal- und Fensterrahmungen auf. In der Mitte der Fassade ist die Krönung Mariens zu sehen; eine Kartusche oben enthält die Jahreszahl 1786.

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Bauernhaus, Heimatmuseum, Doppelhaus mit Nr. 34
ObjektID: 39009
Holzgau 35
Standort
KG: Holzgau
Das traufseitig erschlossene Eckflurhaus weist besonders reiche Portal- und Fensterrahmungen auf. In der Mitte der Fassade ist die Krönung Mariens zu sehen; eine Kartusche oben enthält die Jahreszahl 1786.

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Bürgerhaus, Dengeles-Haus
ObjektID: 39011
Holzgau 49
Standort
KG: Holzgau
Der Einhof mit Mittelflurgrundriss stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Fassadenmalerei von Josef Degenhart um 1790.[7]

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Bauernhaus, Adeg-Markt-Hammerle, Geama
ObjektID: 39012
Holzgau 50
Standort
KG: Holzgau
Das Gebäude am Dorfplatz wurde im 17. Jahrhundert vermutlich als Einhof errichtet, im 19. Jahrhundert umgestaltet und im 20. Jahrhundert durch den Umbau zu einem Lebensmittelgeschäft stark verändert. Die Fassaden wurde um 1800 von Josef Anton Köpfle mit Scheinarchitektur bemalt.[8]
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ObjektID: 64083
Holzgau 53
Standort
KG: Holzgau
Der quergeteilte, zweigeschoßige Einhof mit Pfettendach wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet. Die Fassaden wurden um 1820 von Josef Anton Köpfle mit Scheinarchitektur bemalt. Im Inneren haben sich Räume mit Stuckdecken und Getäfel erhalten. Der Wirtschaftsteil ist in verplankter Ständerbauweise errichtet.[9]
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ObjektID: 39014
Holzgau 111
Standort
KG: Holzgau
Der Einhof aus dem 18. Jahrhundert mit reicher Dekorations- und figuraler Fassadenbemalung aus der Zeit um 1790, wohl von Josef Degenhart aus Telfs, ist mit wenigen Ausnahmen (Wirtschaftsteil und Dach wurden erneuert) in Form und Proportion unverändert erhalten geblieben. Der langgestreckte, zweigeschoßige, quergeteilte Einhof wird von einem mäßig geneigten, mit Dachsteinen gedeckten Pfettendach gedeckt. Der Wohnteil in der südlichen Gebäudehälfte ist auf einem Mauerfundament in ummantelter Blockbauweise errichtet, der Wirtschaftsteil im Norden besteht aus einem gemauerten Stall und einer darüberliegenden Tenne, die im Blockbau gezimmert und mit Brettern senkrecht verschalt ist. Der Stall ist traufseitig erschlossen, die Tenneneinfahrt befindet sich an der nördlichen Giebelseite. Die südliche Eingangsfassade ist symmetrisch fünfachsig gegliedert, während die traufseitigen Fassaden dreiachsig sind. Die wichtigsten Architekturelemente der Fassade sind durch architektonische Bemalung mit dekorativer Verzierung hervorgehoben.[10]

Ehemalige Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Bauernhaus, Lippa-Gustave-Haus

bis 2010[11]

Holzgau 42
Standort
KG: Holzgau
Das Bauernhaus wurde um 1800 erbaut. Zwischen 2009 und 2010 wurde es abgerissen. Der Denkmalschutz wurde aufgehoben, weil das Gebäude 1940 im Zuge einer Serienunterschutzstellung aufgrund einer Verwechslung unter Schutz gestellt wurde. Davor hatten Gemeinde und Eigentümer das Gebäude schadensfördernd dem Verfall ausgesetzt und letztlich den Abbruch herbeigeführt.[12][13]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Holzgau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Gruber, Wiesauer: Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Mariae Himmelfahrt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2016.
  3. Gruber, Wiesauer: Friedhofskapelle, Kapelle hl. Sebastian, Sebastianskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2016.
  4. Wiesauer: Nischenbildstock, Reutleskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2016.
  5. Wiesauer: Nischenbildstock, Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2016.
  6. Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, Falgerhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. November 2015.
  7. Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  8. Wiesauer: Wohn- und Geschäftsgebäude, Mittelflurgrundriss. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 12. November 2015.
  9. Wiesauer: Pfarrhaus Holzgau. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. November 2015.
  10. Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  11. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 28. Mai 2010 (PDF).
  12. Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Januar 2014.
  13. Walter Hauser: Holzgau 42. Lippa-Gustave-Haus. In: Kulturberichte aus Tirol 2010. 62. Denkmalbericht, April 2010, S. 144 (tirol.gv.at [PDF; abgerufen am 15. Januar 2014]).
  14. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.