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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Vils (Stadt)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Vils enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Stadtgemeinde Vils.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Anna
ObjektID: 64929
Ritterweg
Standort
KG: Vils
Die mittelalterliche Kirche mit romanischem Nordturm steht unterhalb der Burg Vilsegg. An das im Kern vielleicht ebenfalls noch romanische Langhaus schließt ein spätgotischer Chor mit Dreiachtelschluss an. Das Hochaltargemälde der heiligen Joachim und Anna mit der lesenden Maria ist mit 1756 bezeichnet.
Datei hochladen Hammerschmiede samt Kohlenschuppen, St. Anna Schmiede
ObjektID: 79906

seit 2013

Ritterweg 15
Standort
KG: Vils
Die unterhalb der Ruine Vilseck gelegene Hammerschmiede wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet und war bis 1960 in Betrieb. Das eingeschoßige Gebäude mit Walmdach ist in Mauerwerk aufgeführt. Das Hammerwerk mit drei verschieden großen Hämmern wurde durch drei hölzerne unterschlächtige Wasserräder angetrieben. Der Maschinenbestand und eine große gemauerte Esse sind weitgehend vollständig erhalten. An der Südostseite vorgelagert ist ein Kohlenschuppen, ein massiv gemauertes, eingeschoßiges Gebäude. Das direkt an die Schmiede anschließende Wohnhaus ist 1836 abgebrannt.[2]
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ObjektID: 64927
Stadtgasse 17
Standort
KG: Vils
Der ansitzartige zwei- bis dreigeschoßige Bau ist das ehemalige Pfleghaus der Herren von Hohenegg und stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1993 wird das Gebäude als Museum der Stadt Vils verwendet. Auf quadratischem Grundriss hat das Gebäude ein steiles Walmdach und unregelmäßige Fensterachsen. Innen wurde es umgebaut und modernisiert.[3]

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Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt, Friedhof mit Einsegnungshalle
ObjektID: 64930
Stadtplatz
Standort
KG: Vils
Die Stadtpfarrkirche ist ein einheitlicher Barockbau aus dem Jahr 1709. An das Langhaus mit Walmdach ist südlich die Katharinenkapelle angebaut; im Südwesten erhebt sich der Turm mit Zwiebelhaube. Der Hochaltar mit einem Gemälde der Himmelfahrt Mariens entstand um 1720, die beiden Seitenaltäre sind etwas älter.
Datei hochladen Kriegerdenkmal bei der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt
ObjektID: 79901
Stadtplatz
Standort
KG: Vils
Das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof neben der Kirche zeigt in einer Nische Soldaten vor dem Kruzifixus.
BW Datei hochladen Wohnhaus und Statuette
ObjektID: 40258
Stadtplatz 5
Standort
KG: Vils
Der zweigeschoßige, teils in Fachwerk ausgeführte Bau mit Satteldach und verschaltem Giebel stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der Giebelfassade befindet sich in einer Nische eine Statue der Maria Immaculata aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[4]

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Bürgerhaus, ehem. Mesnerhaus
ObjektID: 40259
Stadtplatz 6
Standort
KG: Vils
Der zweigeschoßige Bau mit Pfettendach über giebelseitig erschlossenem Mittelflurgrundriss stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die reiche Fassadenmalerei mit Heiligendarstellungen und Architekturmalerei, um 1760 entstanden, wird dem Maler Balthasar Riepp zugeschrieben. Die Eingangstüre zeigt Schnitzdekor, an der nördlichen Traufseite ist hölzerner Deckenstuck zu finden.[5]

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Widum
ObjektID: 64928
Stadtplatz 7
Standort
KG: Vils
Das Widum neben der Kirche wurde 1756 erbaut, Umbauten des 19. und 20. Jahrhunderts wurden bei der Restaurierung 1984 wieder rückgängig gemacht. Der Mauerbau mit hohem, schindelgedecktem Walmdach ist über einen Mittelflurgrundriss erschlossen. Die Fassaden sind schlicht gestaltet und weisen eine regelmäßige Achsengliederung, ein breites Portal mit Steinrahmung und zweiflügelige Klappläden an den Fenstern auf.[6]
BW Datei hochladen Denkmal-Brunnen 1809
ObjektID: 79926
bei Untertor 8
Standort
KG: Vils
Der Brunnen wurde 1959 zum 150-Jahr-Jubiläum des Tiroler Freiheitskampfes errichtet. Er besteht aus einem quadratischen Brunnenbecken, einem Felsen mit Kreuz und darauf einem Adler mit gesprengten Ketten und ausgebreiteten Schwingen.[7]

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Burgruine Vilseck
ObjektID: 40257
Vilseck
Standort
KG: Vils
Die Burg auf einem bewaldeten Felsen nördlich der Stadt wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt und begann ab dem 18. Jahrhundert zu verfallen. Von der Burg sind nur Mauerreste und ein Teil des Bergfrieds erhalten. Der mächtige Viereckturm, dessen nordöstliche Wand eingestürzt ist, besteht aus regelmäßigem Mauerwerk aus zugehauenen Bruchsteinen und einem Eckverband aus Hausteinen.[8]

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Ulrichsbrücke über den Lech
ObjektID: 96134

Standort
KG: Vils
Die Brücke der Fernpassstraße überquert den Lech, der hier die Grenze zur Gemeinde Pinswang (Beschreibung siehe dort) bildet.
BW Datei hochladen Pestfriedhof Vils
ObjektID: 124663

Standort
KG: Vils
Der ehemalige Pestfriedhof nordwestlich der Pfarrkirche wurde vermutlich im 17. Jahrhundert angelegt.[9]

Anmerkung: Bis 2011 auch unter der ObjektID ArD-7-022 doppelt eingetragen.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Vils  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Gruber, Wiesauer: Hammerschmiede mit Kohlenschuppen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  3. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Heimatmuseum Vils, ehemaliges Pfleghaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Januar 2014.
  4. Fingernagel-Grüll, Schmid-Pittl: Wohngebäude, Mittelflurgrundriss. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  5. Gruber, Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, ehemaliges Mesnerhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 18. Januar 2014.
  6. Fingernagel-Grüll, Schmid-Pittl: Pfarrhaus Vils. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  7. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Laufbrunnen und Denkmal 1809. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  8. Gruber, Wiesauer: Burgruine Vilseck, Ruine Vilsegg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  9. Fingernagel-Grüll, Schmid-Pittl: Friedhof, Pestfriedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  10. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.