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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Marchegg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Marchegg enthält die 20 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Marchegg.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Pfarrkirche hll. Petrus und Paulus
ObjektID: 6324

Standort
KG: Breitensee
Die Pfarrkirche hll. Petrus und Paulus, eine ehemalige Wallfahrtskirche in erhöhter Lage im Osten des Ortes, ist ein im Kern frühgotischer Bau aus dem 13. Jahrhundert, der im 17. Jahrhundert barockisiert wurde. Das schlichte Langhaus verfügt über Spitzbogenfenster. Zwischen dem Langhaus und dem abgesetzten Chor erhebt sich ein gedrungener Dachreiter mit Schallfenstern und Spitzhelm. Im Süden liegt ein barocker Sakristeianbau des 17. Jahrhunderts und im Westen eine Vorhalle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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ObjektID: 6718
Bahnstraße 71
Standort
KG: Marchegg
Das mächtige, dreigeschoßige Amtshaus mit eingezogener Gebäudemitte wurde 1923 als Zollwachegebäude errichtet.
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ObjektID: 7114
Berggasse 10
Standort
KG: Marchegg
Die Christkönigkirche ist ein schlichter und nüchterner Zweckbau, der von Karl Holey 1930 errichtet und 1958 mit einem überhöhten Bauteil nach Plänen des Architekten Karl Humpelstetter erweitert wurde. Zur Ausstattung zählt ein aus der Schlosskapelle stammendes frühbarockes Kruzifixus, das dem 1634 verstorbenen Bildhauer, Bossierer und Elfenbeinschnitzer Jörg Petel zugeschrieben wird.
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ObjektID: 6720
Hauptplatz
Standort
KG: Marchegg
Das Denkmal zu Ehren des Kaisers Franz Joseph I. auf dem Hauptplatz wurde 1909 errichtet.

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Ehem. Landrichterhaus
ObjektID: 6319
Hauptplatz 3
Standort
KG: Marchegg
Das 1732 errichtete Landrichterhaus ist ein eingeschoßiger pavillonartiger Bau, der über eine konkav eingezogene Gartenfassade mit betonter Mitte sowie zwei Rechteckportale mit flachen Figurennischen verfügt. In einer Nische befindet sich eine Steinfigur des griechischen Schlafgottes Hypnos. Die Fassade ist durch genutete Putzbänder gegliedert. Die Räume im Inneren haben zum Teil Flachtonnengewölbe und Stichkappen.
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ObjektID: 7113
Hauptplatz 4
Standort
KG: Marchegg
Der zweigeschoßige, spätbarocke Bau aus dem späten 18. Jahrhundert mit Walmdach und einer schlichten Fassade mit Eckquaderung und Kordongesims hat Fenster mit Parapetfeldern und gerader Verdachung.

Anmerkung: [Anm. 1]

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ObjektID: 7112
Hauptplatz 30
Standort
KG: Marchegg
Das Rathaus auf dem Hauptplatz ist ein mehrfach veränderter, zweigeschoßiger Bau mit einem getreppten Dreieckgiebel über der Portalachse, erbaut 1876.
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ObjektID: 6721
Hauptplatz 40
Standort
KG: Marchegg

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Gesamtanlage Schloss Marchegg
ObjektID: 129156
Im Schloß 1
Standort
KG: Marchegg
Der Bau ist durchgehend zweigeschoßig und liegt in einem großen Park. Im Inneren befinden sich einige Räume mit Stuckdecken. Die ehemalige Kapelle ist ebenfalls zweigeschoßig. Vor dem Schloss befindet sich eine Einfahrt mit schmiedeeisernem Tor.
Hauptartikel: Schloss Marchegg
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ObjektID: 6717
Neustiftgasse 1
Standort
KG: Marchegg
Das ehemalige Mauthaus ist ein zweigeschoßiger, spätbarocker Bau mit Walmdach, errichtet im Jahr 1782. Es hat eine schlichte Fassade mit betontem Kordongesims.

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Salmhof
ObjektID: 6322
Salmhof 4
Standort
KG: Marchegg
Der Salmhof ist ein ehemals herrschaftlicher Wirtschaftshof, erbaut 1547 von Niklas Graf Salm dem Jüngeren westlich von Marchegg. Nach den Schwedenkriegen erfolgte 1629 ein Neubau durch Paul Freiherr von Pálffy. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Anlage als Spiritusbrennerei genutzt. Nach schweren Kriegsschäden des Jahres 1944 wurde später unter Beibehaltung des Kernbaues der Betrieb wider aufgenommen. Der zweigeschoßige Bau hat eine schlichte Fassadengestaltung aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. In der Mitte des Gebäudes liegt eine zweiarmige Arkadenstiege aus dem 17. Jahrhundert mit einem zentralen Rundbogentor.
Hauptartikel: Salmhof

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Stadtmauer
ObjektID: 6318

Standort
KG: Marchegg
Die laut einer Urkunde 1268 in Form eines Vierecks angelegte Ringmauer mit ursprünglich drei Toren (Wienertor im Westen, Ungartor im Osten, Hainburgertor im Süden) und der mächtigen Stadtburg in der Nordwestecke ist bis auf den nördlichen Teil in weiten Teilen erhalten. Die drei viereckigen Torbauten sind bis auf das im Jahr 1900 geschleifte Hainburgertor ebenfalls in Resten erhalten, wobei der des Wienertores zum Teil rekonstruiert wurde und der des Ungartores mit frühgotischen Sitznischen und Maßwerkfenstern ausgestattet ist. An der Nord- und Ostseite wurden Teile der Ringmauer in den 1935 errichteten Hochwasserschutzdamm miteinbezogen.
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ObjektID: 6321

Standort
KG: Marchegg
Hinter einer kleinen Brücke mit Steinbrüstung liegt ein großes Tor mit Pilastergliederung und bekrönendem Segmentbogengiebel, errichtet in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es wird von zwei unterschiedlich großen Torwächterhäuschen flankiert. Das linke ist ein kleiner Bau des 18. Jahrhunderts, das rechte langgestrecktes eingeschoßiges Gebäude mit schlichter Fassadengliederung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Räume sind zum Teil mit Tonnengewölben und Stichkappen ausgestattet. Links des Tores steht eine spätbarocke Immaculata-Figur.

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Kath. Pfarrkirche hl. Margaretha
ObjektID: 6323

Standort
KG: Marchegg
Die Pfarrkirche von Marchegg, 1268 als große dreischiffige Stadtpfarrkirche konzipiert, wurde nach schweren Zerstörungen der Jahre 1529 und 1634 bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts nur teilweise genutzt und 1789/1790 in einer wesentlich kleineren Ausführung neu erbaut. Der Bau ist durch ein Spitzbogenportal im Westturm zugänglich. Der Turm hat eine ebenso schlichte spätbarocke Fassadengestaltung wie das Langhaus. Die ältesten Teile der Kirche sind der hohe, bemerkenswerte Chor aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts und die im Kern frühgotische Sakristei südlich des Chores. Die Grundmauern der früheren Seitenschiffe sind noch nachweisbar.

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Steinfiguren
ObjektID: 6858

Standort
KG: Marchegg
Im parkähnlichen Zugang zum Schloss stehen Steinfiguren der Göttinnen Diana (aus dem 18. Jahrhundert) und Pomona (von Heinrich Natter).

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Schlosspark
ObjektID: 6859

Standort
KG: Marchegg
Im Schlosspark befindet sich unter anderem das 1925 erbaute Mausoleum der Familie Pálffy-Erdöd.
Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 6713

Standort
KG: Marchegg
Die Pestsäule gegenüber dem Salmhof ist ein schlanker Pfeilerbildstock mit bekrönendem Tabernakel, aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts. In den Tabernakelnischen sind Inschriften zu sehen.

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Figurenbildstock Nepomuk
ObjektID: 6715

Standort
KG: Marchegg
Die barocke Steinfigur des Heiligen Johannes Nepomuk aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts steht am Hauptplatz auf einem wappenverzierten Sockel.
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ObjektID: 6719

Standort
KG: Marchegg
Die hohe Säule auf dem Hauptplatz, laut Überlieferung die ehemalige Prangersäule, trägt eine barocke Immaculata-Figur aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
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ObjektID: 115014

Standort
KG: Marchegg
Der spätestens 1887 als Abteilung des Stadtfriedhofs geschaffene jüdische Friedhof umfasst eine Fläche von 203 m². Das Areal wurde 1938 planiert und seiner Grabsteine beraubt. Der letzte Grabstein wurde 1958 entfernt. Beim unteren Ausgang wurde 2004 ein Gedenkstein errichtet.[2]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Österreichs - Niederösterreich nördlich der Donau. Verlag Berger, Horn
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Marchegg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 17. Jänner 2018.
  2. Friedhöfe Niederösterreich. Israelitische Kultusgemeinde Wien, abgerufen am 25. Januar 2013.
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.

Anmerkungen

  1. lt. Dehio Wiener Straße 1, Ecke Hauptplatz