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vom 16.06.2017, aktuelle Version,

Radfeld

Radfeld
Wappen Österreichkarte
Wappen von Radfeld
Radfeld (Österreich)
Radfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 14,32 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 11° 55′ O
Höhe: 512 m ü. A.
Einwohner: 2.452 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6241
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 57
6241 Radfeld
Website: www.radfeld.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Auer Josef (Zukunft für Radfeld)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)

9 ZUKUNFT FÜR RADFELD - ZFR, 5 ALLGEMEINE RADFELDER LISTE - ARL, 1 RADFELDER GEMEINSCHAFTS LISTE - RGL

Lage der Gemeinde Radfeld im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Radfeld im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Radfeld, Landschaft mit Kirchturm

Radfeld ist eine Gemeinde mit 2452 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geographie

Radfeld liegt im Unterinntal, südlich des Inn, und grenzt östlich direkt an die Stadt Rattenberg an. Die Siedlung hat den Charakter eines langgestreckten Reihendorfes.

Gemeindegliederung

Nachbargemeinden


Kramsach
Rattenberg
Am anderen Innufer
∗∗ Brixlegg liegt im Inntal hinter Rattenberg, grenzt im Bergland östlich von Rattenberg an

Geschichte

Erstmals erscheint Radfeld 788 unter dem Namen Ratefelden und 790 als Ratfeld, und zwar als Eigenkirche des Erzstifts Salzburg.[1] Der Name des Ortes deutet auf zwei Fakten hin: Erstens, dass es sich um ein „Feld des Rato“ handelte und zweitens, dass die germanischen Siedler keine Siedlung, sondern nutzbare Felder vorfanden. Im Gebiet um Radfeld spielte die Landwirtschaft immer schon eine große Rolle und war lange Zeit die Haupteinnahmequelle für die Bevölkerung. So wurden die ersten Gasthäuser erst um 1850 erwähnt, 1925 wurde die erste Fremdenpension eröffnet. Die ersten Handwerker erscheinen nach 1911.

Einwohnerentwicklung

1869 bis 1910

  • 1869: 338
  • 1880: 293
  • 1890: 310
  • 1900: 339
  • 1910: 398

1923 bis 1961

  • 1923: 452
  • 1934: 505
  • 1939: 461
  • 1951: 625
  • 1961: 850

1971 bis 2013

  • 1971: 1149
  • 1981: 1471
  • 1991: 1575
  • 2001: 2016
  • 2013: 2279[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

In letzter Zeit unterlag Radfeld einem großen Bevölkerungswachstum und reger Bautätigkeit. Durch die Neuansiedlung mehrerer Betriebe ist Radfeld zu einer Einpendlergemeinde geworden. Die Gemeinde hat sich für die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage beworben.

Bedingt durch die Beengtheit der bebaubaren Fläche der Nachbargemeinde Rattenberg, deren Siedlungsfläche nur etwa zur Hälfte innerhalb der Gemeindegrenze liegt, befinden sich mehrere Infrastruktureinrichtungen auf Radfelder Gemeindegebiet. Dies sind u. a. Kindergarten, Feuerwehr, Friedhof, Sportplatz, Bahnhaltestelle und mehrere Parkplätze, aber auch das „Kundler Tor“ und Reste der Stadtmauer.

Verkehr

Verkehrsmäßig ist Radfeld über die Ausfahrt Kramsach der Inntalautobahn und die Haltestelle Rattenberg-Kramsach der Unterinntalbahn angeschlossen.

Schützenkapelle in der Au / Herz-Jesu-Kapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kath. Filialkirche Hl. Briccius
  • Schützenkapelle in der Au / Herz-Jesu-Kapelle
  • Auflegerkapelle
  • Stadtbergkapelle/ Schlossbergkapelle
  • Pestsäule
  • Bildstock Hl. Johannes Nepomuk
  • Kundler Tor und Reste der Stadtmauer der Nachbargemeinde Rattenberg
  Commons: Radfeld  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 39–40, Nr. 59.
  2. Statistik Austria, abgerufen am 21. Dezember 2013