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vom 08.03.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kematen in Tirol

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kematen in Tirol enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Kematen in Tirol.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Filialkirche Maria Schnee
ObjektID: 121295
Afling
Standort
KG: Kematen
Die barocke Kirche wurde 1778 nach Plänen von Franz Singer errichtet. 1854 wurde im Osten die Sakristei angebaut, 1930 wurde der Turm nach einem Blitzeinschlag neu gebaut. An den quadratischen Zentralbau mit abgerundeten Ecken schließt ein quadratischer, eingezogener Chor an. Die Südfassade ist mit einem geschweiften Blendgiebel über dem Hauptgesims und einem Korbbogenportal mit Holztüre versehen. Der quadratische Hauptraum ist innen mit einer Flachkuppel und in den Ecken eingestellten Pfeilern gegliedert. Die Deckenfresken wurden 1931 von Toni Kirchmayr unter Einbeziehung des ehemaligen barocken Deckenbildes geschaffen.[2]
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ObjektID: 39514
Afling 11
Standort
KG: Kematen
Der Einhof, dessen Wohn- und Wirtschaftstrakt entlang der Firstlinie geteilt sind, stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert. An der Giebelfassade finden sich ein Bundwerkgiebel, ein Mariahilf-Fresko in einer Rocaillenrahmung und ein breit abgefastes Rundbogenportal aus Nagelfluh. Im Inneren haben sich ein stichkappengewölbter Flur und ein tiefer, tonnengewölbter Keller erhalten.[3]
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ObjektID: 39515
Afling 13
Standort
KG: Kematen
Der frühere Ansitz Martini wurde um 1760 errichtet. Der zweigeschoßige Bau ist mit einem eicht geschmiegtem Walmdach über umlaufender, überhängender Hohlkehle gedeckt. Im Obergeschoß findet sich eine Rokokostuckdecke, die Franz Singer zugeschrieben wird.[4]

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Siedlungen Messerschmitt/Südtiroler Siedlung
ObjektID: 92996

seit 2017

Bahnhofsstraße 12, 13, 14, 16, 18, 20, 22, 24; Rauthweg 1, 2, 3, 4, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21; Sandbichlweg 4, 6, 7, 8, 9, 11
Standort
KG: Kematen
Eine der Südtiroler-Siedlungen, die in Österreich vom Deutschen Reich in den Jahren 1941–1943 für die zugezogenen Südtiroler errichtet wurde. Die Anlage in Kematen besteht aus 4 Doppelhäusern und 23 Reihengiebelhäusern sowie einem Einzelhaus mit insgesamt 129 Wohnungen.[5]

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Herrenhaus, ehem. Marsonerhof und Wirtschaftsgebäude
ObjektID: 121359
Birkenweg 6
Standort
KG: Kematen
Der langgestreckte, zweigeschoßige Bau wurde 1928 nach Plänen von Hans Menardi als Herrenhaus im Heimatstil errichtet und wird seit 1958 von der HBLA Kematen genutzt. Das Gebäude ist durch einen dreiachsigen Mittelrisalit mit breitem Rundbogenportal und einen auf Konsolen ruhendem Balkon gegliedert, das Wandbild wurde um 1958 von Luis Alton geschaffen. Erker an der Süd- und Nordseite sowie Bundwerkgiebel an beiden Giebelfassaden sind weitere Gliederungselemente. Im Inneren befinden sich ein stichkappengewölbter Flur und ein hölzerner Stiegenaufgang.[6]
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ObjektID: 121315
östlich Burghof 1
Standort
KG: Kematen
Das monumentale Wegkreuz in geschlossenem Bretterkasten stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der Corpus vom Dreinageltypus im Nazarenerstil weist eine echte Dornenkrone und ein gotisierendes Lendentuch auf.[7]
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ObjektID: 121367
Dorfplatz
Standort
KG: Kematen
Der zweigeschoßige, verputzte Kornkasten über annähernd quadratischem Grundriss mit auskragendem, flachem Satteldach und Bundwerkgiebel stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Der Keller weist ein Stichkappengewölbe auf. 1994–1996 wurde der Kornkasten umgebaut und wird seither als Ausstellungsraum genutzt.[8]
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ObjektID: 64376
Dorfplatz
Standort
KG: Kematen
Die Kirche geht im Kern ins 13./14. Jahrhundert zurück. In gotischer Zeit wurde sie um ein Joch verlängert, 1686/87 nach Plänen von Johann Martin Gumpp dem Älteren barock umgebaut. Die Westfassade weist einen geschweiften Blendgiebel und ein Giebelbild von Carl Rieder von 1937 auf. Das fünfjochige Langhaus ist im Inneren mit einer Stichkappentonne auf Pilastern gegliedert. Die Deckenfresken im Nazarenerstil wurden 1871/72 von Georg Mader geschaffen. An den Wänden befinden sich Reste gotischer Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im ehemaligen Chor, der heutigen Sakristei, haben sich Deckengemälde von Christoph Anton Mayr aus dem 18. Jahrhundert erhalten.[9]
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ObjektID: 64372
Dorfplatz 1
Standort
KG: Kematen
Der zweigeschoßige Bau mit flachem Satteldach und Bundwerkgiebel geht im Kern auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück und wurde 1978 umgebaut. Die Giebelfassade ist durch einen polygonalen Eckerker, ein rundbogig gefastes Steinportal sowie einen Giebelsöller mit ornamentierten Brüstungsbrettern gegliedert, die Fenster sind mit dekorativen Sgraffito-Bändern (um 1978) eingefasst. Im Inneren haben sich Flure mit Stichkappengewölbe und ein Saal mit Stuckdecke erhalten.[10]
Datei hochladen Ehem. Ansitz Spitzenstein
ObjektID: 64373
Dorfplatz 2
Standort
KG: Kematen
Der Ansitz gehörte ursprünglich den Herren von Völs, von 1643 bis ins 18. Jahrhundert war er im Besitz der Grafen Spaur. Das zweigeschoßige Gebäude in den Formen eines Bauernhauses stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1709 umgebaut. Die Fassade ist durch Architekturmalerei sowie ein Wandbild der hl. Familie von 1706 gestaltet und wird von einem Bundwerkgiebel mit geschlossenem Ständerwerk bekrönt. Das Innere weist breite, stichkappengewölbte Flure, einen gewölbten Keller und Stuckdecken auf.[11][12]
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ObjektID: 39516
Dorfplatz 3
Standort
KG: Kematen
Der stattliche, dreigeschoßige Bau mit flachem Walmdach über Hohlkehle und eingeschoßigen Nebengebäuden wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. An der Hauptfassade befindet sich mittig ein rundbogig geschlossenes Portal aus Nagelfluh, an der Rückseite ein Segmentbogenportal. Im Inneren haben sich ein stichkappengewölbter Flur, zwei tonnengewölbte Keller sowie in mehreren Räumen des Obergeschoßes Dekorationsmalerei aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erhalten.[13]

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Altes Schulhaus
ObjektID: 64374
Dorfstraße 8
Standort
KG: Kematen
Das zweigeschoßige gemauerte Gebäude mit flachem Satteldach wurde 1794 errichtet. Die Fassade ist durch einfache Putzgliederung gestaltet, an der Nordseite befindet sich ein Wandbild der hll. Franz von Sales und Vinzenz von Paul von 1794.[14]

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Getreidekasten, Abfaltererhof
ObjektID: 39517
bei Dorfstraße 10
Standort
KG: Kematen
Der zweigeschoßige unverputzte Kornkasten aus Fischgrätmauerwerk mit Satteldach und Bundwerkgiebel stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und ist damit einer der wenigen in Tirol erhaltenen mittelalterlichen Kornkästen. Im Inneren finden sich ein tonnengewölbter Keller und eine Balkendecke im Erdgeschoß sowie zweitem Obergeschoß.[15]
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ObjektID: 49093
Friedhof
Standort
KG: Kematen
Der in die westliche Friedhofsmauer eingebundene Kapellenbildstock mit großer Rundbogennische, vorkragendem Giebel und Satteldach wurde um 1700 errichtet. Er beherbergt eine figurenreiche Kreuzigungsgruppe vor einem modernen Landschaftshintergrund.[16]
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ObjektID: 121304
südlich Grießgasse 14
Standort
KG: Kematen
Die Kapelle mit Satteldach und offener Vorhalle auf zwei Rundsäulen und Rundapsis wurde im 19. Jahrhundert am Hang südlich des Ortes errichtet. Die dekorative Bemalung im Inneren wurde 1932 angefertigt.[17]
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ObjektID: 67538
Hintere Gasse 14
Standort
KG: Kematen
Der längs der Firstlinie geteilte, zweigeschoßige Einhof mit allseits vorkragendem Satteldach stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1705 umgebaut. Wohnteil und Stall sind gemauert, der Stadel ist als senkrecht verbretterte Riegelkonstruktion ausgeführt. An der vorderen Gebielseite befinden sich ein rundbogig geschlossenes Steinportal und ein Bundwerkgiebel, an der rückwärtigen Giebelfront befindet sich die Tennenauffahrt. Der durchgehende Flur ist mit einem Stichkappengewölbe gedeckt.[18]
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ObjektID: 39518
Zwölfergasse 2
Standort
KG: Kematen
Der dreigeschoßige, ansitzartige Hof wurde in spätgotischer Zeit um 1500 errichtet und erhielt um 1700 sein heutiges Aussehen. Die vordere Giebelfassade weist Erdbebenstützen, ein Rundbogenportal, eine unregelmäßige Fensteranordnung und vier Ochsenaugen auf. Die barocke Fassadenmalerei wurde 1936 durch Toni Kirchmayr ergänzt. Im Inneren sind tonnengewölbte Flure mit Stichkappen in Erd- und Obergeschoß erhalten.[19]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Kematen in Tirol  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Arnold, Wiesauer: Filialkirche Maria Schnee, Kirche Maria Schnee. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  3. Arnold, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, Mayrhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  4. Arnold, Wiesauer: Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Ansitz Haider, ehemaliger Ansitz Martini. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  5. Frick, Schmid-Pittl: Südtiroler Siedlung, Bahnhofstraße 13. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Oktober 2017.
  6. Praxmarer, Wiesauer: Landwirtschaftsschule, Herrenhaus, Marsonerhof, HBLA - Kematen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  7. Arnold, Wiesauer: Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  8. Arnold, Wiesauer: Kornkasten. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  9. Arnold, Wiesauer: Pfarrkirche hll. Viktor und Maria Magdalena. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  10. Arnold, Wiesauer: Gemeindeamt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 25. Mai 2016.
  11. Arnold, Wiesauer: ehemaliger Ansitz Spitzenstein, Pirschheim. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  12. Arnold, Wiesauer: Postamt und Tourismusbüro, ehemaliger Ansitz Spitzenstein, Pirschenheim, ehemaliger Spaurhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  13. Arnold, Wiesauer: Gasthof Altwirt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  14. Arnold, Wiesauer: Wohngebäude, Eckflurgrundriss, Altes Schulhaus, Krippenvereinshaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  15. Arnold, Wiesauer: Kornkasten. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  16. Arnold, Wiesauer: Nischenbildstock, Lottersche Grabstätte. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  17. Arnold, Wiesauer: Wegkapelle, Starkenkapelle, Gstoagkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  18. Arnold, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, Simeler. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  19. Arnold, Wiesauer: Ansitzartiger Bauernhof, Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Oberer Lotterhof, Dusch. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  20. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.