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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönberg im Stubaital

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schönberg im Stubaital enthält die 20 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Schönberg im Stubaital.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Gasthaus Alte Post
ObjektID: 40084
Brennerstraße 6
Standort
KG: Schönberg
Der Gasthof an der Brennerstraße wurde um 1850 erbaut. Das dreigeschoßige spätbiedermeierliche Gebäude ist mit einem Walmdach gedeckt. Die klassizistische Putzfassade ist durch einen leicht vorspringenden Mittelrisalit und Putzquaderung gegliedert. Der Schutzstatus wurde 2002 auf die straßenseitige Außenerscheinung reduziert.[2]
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ObjektID: 40083
Dorfstraße 2
Standort
KG: Schönberg
Der Einhof am Ortsausgang Richtung Brenner war von 1797 bis 1813 Sitz des Landgerichtes Stubai. Das zweigeschoßige Haus mit ausgebautem Dachgeschoß und flachem Satteldach weist eine reich gegliederte Hauptfassade auf: Fenster mit Hohlkehlen, klassizistische Architekturmalerei und ein korbbogiges, abgefastes Portal mit doppelläufiger Freitreppe. Ein über zwei Geschoße reichendes barockes Wandbild zeigt Maria mit Kind in Wolkenaureole auf Mondsichel, Erdkugel und Schlange über einer Sonnenuhr. Im Inneren haben sich eine tonnengewölbte Küche und segmentbogige Türen erhalten.[3]
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ObjektID: 64769
Dorfstraße 35
Standort
KG: Schönberg
Das Widum, das mit der Pfarrkirche ein bemerkenswertes Ensemble bildet, wurde 1753/1754 nach Plänen von Franz de Paula Penz erbaut. Der zweigeschoßige Bau mit Walmdach weist im Süden mit ein Rundbogenportal mit Sockeln, Kämpfern und Schlussstein auf. Die Fassaden sind mit qualitätvoller Architekturmalerei aus der Erbauungszeit geschmückt. Im Inneren haben sich zum Teil originale Stuckdecken erhalten.[4]

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Europa-Kapelle
ObjektID: 46741
Europabrücke-Parkplatz 6
Standort
KG: Schönberg
Die Kapelle an der Europabrücke wurde 1963 zum Gedenken an die beim Bau der Brücke tödlich verunglückten Arbeiter und Ingenieure errichtet. Der von Hubert Prachensky entworfene Bau besteht aus zwei keilförmigen ansteigenden Mauern aus unverputztem Naturstein, die spitzwinkelig zur als Glasfenster gebildeten Altarwand zusammenlaufen. Die gesamten Wände sind mit einem Freskenzyklus von Karl Plattner bedeckt, der Motive vom Brückenbau, die beiden Kapellenpatrone Johannes Nepomuk und Christophorus sowie Szenen aus der Geschichte und Mythologie Tirols und Europas zeigt.
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ObjektID: 103726
bei Europabrücke-Parkplatz 6
Standort
KG: Schönberg
Ein Stück der römischen Via Raetia, der alten Brennerstraße, wurde als Bodendenkmal am Parkplatz der Europabrücke in situ aufbereitet.
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ObjektID: 102700
Kirchgasse
Standort
KG: Schönberg
Der Friedhof rund um die Pfarrkirche wurde im 18. Jahrhundert angelegt und im 21. Jahrhundert erweitert. Darin befinden sich mehrere bedeutende Epitaphien, die Totenkapelle, ein Kriegerdenkmal und ein Friedhofskreuz vom Ende des 18. Jahrhunderts.[5] Die Totenkapelle wurde 1979 anstelle eines älteren Baus errichtet. Der längliche Bau besteht aus zwei Baukörpern, die mit einem Walmdach bzw. Zeltdach gedeckt sind.[6]

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Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz
ObjektID: 64768
Kirchgasse 1
Standort
KG: Schönberg
Die Kirche wurde 1748/49 nach Plänen von Franz de Paula Penz im Rokokostil errichtet. An das dreiachsige Langhaus schließen ein einachsiger Rundchor im Süden und ein Turm mit Zwiebelhelm an. Der Innenraum unter einer Stichkappentonne mit flachen Gurtbögen ist mit reichen, Bartlme Gratl zugeschriebenen Rocaillestuckaturen und 1752 geschaffenen Gewölbemalereien von Giuseppe le Grù und Franz Anton Leitenstorffer geschmückt.[7]
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ObjektID: 40085
Parkweg
Standort
KG: Schönberg
Das Denkmal für den Wiener Universitätsdozenten und Arzt Franz Kretschy (1846–1898) wurde um 1900 errichtet. Auf einer Pyramide aus Natursteinen befindet sich eine bronzene Porträtbüste Kretschys, darunter ein Engel mit Hoffnungsanker und Palmenzweig, der auf die Inschriftentafel weist. Die Bronzeskulpturen wurden von Johannes Benk entworfen und von Hans Froemmel gegossen.[8]
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ObjektID: 40079
nördlich Parkweg 10
Standort
KG: Schönberg
Die 1890 von Alois Witting errichtete Aussichtswarte mit Blick Richtung Norden steht als charakteristisches Baudenkmal aus der Pionierzeit des Fremdenverkehrs in Tirol seit 1984 unter Denkmalschutz.
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ObjektID: 103801
Römerstraße
Standort
KG: Schönberg
Die Hauskapelle des Schöberlhofs wurde um 1700 erbaut. Das fensterlose Kapellhäuschen ist reich mit Barockmalereien dekoriert.[9]
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ObjektID: 40082
Römerstraße 1
Standort
KG: Schönberg
Der ehemalige Gasthof Domanig im Ortszentrum stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1708 umgebaut. 1988–1990 wurde der Wirtschaftsteil an der West- und Nordseite für die Nutzung durch Volksschule, Gemeindeamt und Freiwillige Feuerwehr adaptiert. Der zweigeschoßige Bau ist an der Süd- und Westseite mit sechs Erkern gegliedert und weist an der Hauptfassade einen Bundwerkgiebel von 1708 und ein abgefastes Spitzbogenportal auf. Die barocken Fresken stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[10]
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ObjektID: 40081
Römerstraße 24
Standort
KG: Schönberg
Der Einhof, der früher als Poststation diente, stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Die Eingangsfassade ist mit einem Rundbogenportal, einem über zwei Geschoße reichenden Rechteckerker mit abgefasten Kanten sowie Gurt- und Fenstergesimsen unregelmäßig gegliedert. Die klassizistische Fassadenmalerei mit Darstellung der heiligen Florian und Martin und von zwei Reitern wurde um 1800 geschaffen. Im Inneren haben sich ein Stichkappengewölbe und eine Holzbalkendecke erhalten.[11] Die Hauskapelle gegenüber ist ebenfalls geschützt.
BW Datei hochladen Wohnhaus beim Ruetzwerk
ObjektID: 74582

seit 2013

Ruetzwerkstraße 7
Standort
KG: Schönberg
Direkt neben dem Maschinenhaus des Ruetzkraftwerks wurde 1909–1912 das Wohn- und Bürohaus für den Werksleiter bzw. Direktor der Werksanlage errichtet. Das Gebäude im Heimatstil ist mit Fenstern in tiefen Laibungen und Eckerkern gegliedert.[12]
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ObjektID: 29518
Ruetzwerkstraße 8
Standort
KG: Schönberg
Das Ruetzkraftwerk wurde 1909–1912 zur Versorgung der Mittenwaldbahn nach Plänen von Josef Riehl und Ferdinand Mayr errichtet. Das Maschinenhaus ist ein historisierend gestalteter, monumentaler Baukomplex über rechteckigem Grundriss in Anlehnung an die Münchner Schule. Die Wandmalereien im Inneren wurden 1941 von Ernst Schroffenegger geschaffen. Die historische Maschinenausstattung ist teilweise erhalten. Als erstes großes Bahnkraftwerk in Österreich handelt es sich um ein bedeutendes Industriedenkmal.[13]
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ObjektID: 64767
Ruetzwerkstraße 9
Standort
KG: Schönberg
Barockkirche von 1630, Wandmalereien um 1770 (Johann Nepomuk Pfaundler)[14]
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ObjektID: 100072
Unterberg
Standort
KG: Schönberg
Die von 1842 bis 1846 erbaute Stephansbrücke der Brennerstraße ist die größte erhaltene Steinbrücke in Österreich. Sie überspannt mit einer Länge von 44 m und einer Höhe von 36 m die Ruetz. Der Bau wurde vom Ingenieur Leonhard von Liebener geplant und unter dem Architekten Alois Haas ausgeführt.

Anmerkung: Die Stephansbrücke verbindet die Gemeinden Schönberg im Stubaital und Mutters.

Datei hochladen Sog. Papstl
ObjektID: 40087
Unterberg
Standort
KG: Schönberg
Das klassizistische Steindenkmal beim Gasthaus Stephansbrücke wurde 1777 anlässlich der Erbauung der neuen Trasse der Schönbergstraße errichtet. Eine ovale Steinkartusche am Giebel erinnert an die Heimreise von Papst Pius VI. 1782 über den Brenner.[15]
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ObjektID: 40088
Unterberg 30
Standort
KG: Schönberg
Tirolerhof des 17./18. Jahrhunderts. Das Wohnhaus mit Mittelflurgrundriss.[16]
BW Datei hochladen Prähistorische Siedlung
ObjektID: 49311

Standort
KG: Schönberg
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ObjektID: 101079

Standort
KG: Schönberg
Die Rohrbrücke dient als Zuleitung zum Kraftwerk Untere Sill in Innsbruck und Fußgängerbrücke. Sie verbindet über die Sillschlucht die Gemeinde Schönberg und den Innsbrucker Stadtteil Vill.[17]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Schönberg im Stubaital  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Arnold, Wiesauer: Gasthof, Gasthof Alte Post. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  3. Arnold, Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, Stolzn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  4. Arnold, Wiesauer: Pfarrhaus Schönberg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  5. Arnold, Wiesauer: Friedhof Schönberg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  6. Arnold, Wiesauer: Friedhofskapelle mit Kriegerdenkmal, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  7. Arnold, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Kreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  8. Frick, Wiesauer: Steindenkmal, Kretschy-Denkmal, Porträtbüste. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  9. Arnold, Wiesauer: Wegkapelle, Schöberlkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  10. Arnold, Wiesauer: Gemeindeamt, Volksschule, Feuerwehr, Domanig, ehemaliger Gasthof Domanig. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  11. Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, Schöberl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  12. Frick, Wiesauer: Wohn- und Bürogebäude, Ruetz-Kraftwerk, Direktorenvilla. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  13. Frick, Wiesauer: Elektrizitätswerk, Maschinenhaus des Ruetz-Kraftwerkes, Ruetz-Kraftwerk. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. November 2015.
  14. Filialkirche Mariae Himmelfahrt, Kirche Mariae Himmelfahrt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Januar 2014.
  15. Denkmal für Papst Pius VI., Papstdenkmal, Papstl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Januar 2014.
  16. Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Nedlhaushof, Nedelhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Januar 2014.; Wirtschaftsgebäude, Nedlhaushof, Nedelhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Januar 2014.
  17. Fußgängerbrücke, Rohrbrücke. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Januar 2014.
  18. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.