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vom 09.02.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Inzing

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Inzing enthält die 15 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Tiroler Gemeinde Inzing.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Kapelle Gigglberg
ObjektID: 126423
südlich Gigglberg 1
Standort
KG: Inzing
Die gemauerte, einjochige Kapelle mit leicht eingezogenem Rundchor, steilem geschweiftem Satteldach und Dachreiter wurde 1785 erbaut. Im Giebelfeld der Eingangsfassade befindet sich eine Darstellung des Guten Hirten in Rocaillerahmung. Der Innenraum ist mit klassizistischen Gesimsen und ionischen Pilastern gegliedert.[2]
Datei hochladen Brunnen hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 126440
gegenüber Hauptstraße 30
Standort
KG: Inzing
Der Brunnen besteht aus einem rechteckigen Steintrog von 1875 und einer hölzernen Brunnensäule mit einer barocken Statue des hl. Johannes Nepomuk unter einem achteckigen Kuppelblechdach.[3]
BW Datei hochladen Rangger-Kapelle, Franzosenkapelle
ObjektID: 126337
nördlich Hauptstraße 70
Standort
KG: Inzing
Die gemauerte, einjochige Kapelle mit eingezogenem Rundbogenchor, gestelztem dreieckigem Blendgiebel, Putzgliederung und Satteldach über einer Hohlkehle wurde 1848 erbaut. Im Giebelfeld der Eingangsfassade befindet sich eine gemalte Inschrift.[4]
Datei hochladen Bauernhaus Bot, sog. Box
ObjektID: 72051
Hof 4
Standort
KG: Inzing
Der längsgeteilte Einhof mit Seitenflurgrundriss wurde nach einem Großbrand 1797 neu gebaut. Der zweigeschoßige Bau mit flachem Satteldach und reich geschnitztem Bundwerkgiebel ist in Mischbauweise ausgeführt. Der Wohnteil besteht aus verputztem Mauerwerk mit barocker Architekturmalerei, einem barocken Kruzifix und Freskenmedaillons mit den hll. Florian und Georg aus dem 19. Jahrhundert. Der westlich anschließende Wirtschaftsteil ist über dem gemauerten Stall in Ständerbauweise ausgeführt. Im Inneren haben sich ein barockes Tonnengewölbe und eine getäfelte Stube von 1863 erhalten.[5]

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Bauernhof Wanner
ObjektID: 42247
Hof 7
Standort
KG: Inzing
Der längsgeteilte Einhof mit Seitenflurgrundriss stammt im Kern aus dem späten 15. Jahrhundert. Der breit gelagerte Mittertennhof mit Satteldach und Bundwerkgiebel ist in Mischbauweise ausgeführt. Wohnteil und Stall sind gemauert, der Wirtschaftsteil wurde in Riegelbauweise errichtet. An der Fassade finden sich Reste von Architekturmalerei (Eckquaderung) und übertünchte, ursprünglich spätbarocke Fassadenmalereien. Im Inneren haben sich ein stichkappengwölbter Mittelflur, eine stichkappengewölbte ehemalige Rauchküche und eine getäfelte Stube von 1940 erhalten. Das Haus ist das Geburtshaus des Innsbrucker Hofmalers Jörg Kölderer.[6]
Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Petrus und Friedhof
ObjektID: 113513
Kirchgasse
Standort
KG: Inzing
Die spätbarocke Kirche mit geradem Chorschluss, östlichem Sakristeianbau und schlankem Nordturm wurde 1777–1779 erbaut. Die Fassaden sind durch reiche Architekturmalerei mit Pilastern und Fensterrahmungen gegliedert. An der dreiachsigen Westfassade mit Dreieckgiebel befinden sich ein Rundbogenportal und eine Figurennische mit einer Staute des hl. Petrus aus dem vierten Viertel des 18. Jahrhunderts. Der Innenraum weist zwei querrechteckige Langhausjoche mit Flachkuppelwölbung, breite Wandpfeiler mit Pilastergliederung und einen korbbogigen Gurtbogen auf. Langhaus und Chor sind mit Rokokostuckaturen von Johannes Graßmayr versehen. Die Deckenmalereien wurden 1779 von Anton Kirchebner begonnen und nach dessen Tod von seinen Söhnen Franz Xaver Kirchebner und Josef Anton Kirchebner vollendet.[7] Der von einer Mauer umgebene Friedhof um die Kirche wurde zugleich mit dieser angelegt. In ihm befinden sich die Friedhofskapelle von 1957 und ein Kriegerdenkmal von 1923.[8]
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ObjektID: 126336
Kirchgasse 5
Standort
KG: Inzing
Der mächtige dreigeschoßige Barockbau mit Walmdach wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Die Eingangsfassade weist eine geputzte Architekturgliederung aus dem 19. Jahrhundert, eine Sonnenuhr und ein Rundbogenportal auf. Das Widum ist von einer Umfassungsmauer mit gemauerten Pfeilern aus dem 18. Jahrhundert umgeben.[9]
Datei hochladen Schlössl
ObjektID: 42309
Kirchgasse 14
Standort
KG: Inzing
Der Ansitz neben der Kirche geht bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Es soll sich dabei um den Turm der Herren von Eben handeln, der anschließend im Besitz der Pitrich, der Herren von Völs und ab 1775 in bäuerlichem Besitz war. Der Bau besteht aus einem dreigeschoßigen, rechteckigen Wohnteil sowie einem Nord- und einem Südturm. Im 19. Jahrhundert wurde er im Sinne der Romantik mit Zinnen und Schießscharten versehen und 1921–1923 umgebaut. Im Westturm hat sich ein Treppenhaus in Formen des 17. Jahrhunderts erhalten, Freskenreste im südlich anschließenden Teil stammen ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.[10]
Datei hochladen Bauernhaus, Heimatmuseum
ObjektID: 64327
Kohlstatt 5
Standort
KG: Inzing
Das dreigeschoßige, ehemalige Doppelwohnhaus mit Satteldach stammt im Kern aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Bundwerkgiebel wurde 1718 geschaffen. Die beiden unteren Geschoße sind in Bruchsteinmauerwerk, das obere Geschoß in Holzbauweise aufgeführt. Die vordere Firstseite ist aufgrund des Straßenverlaufs durch Knicke abgeschrägt und mit einfacher Putzgliederung gestaltet.[11]
Datei hochladen Kapelle hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 126341
Krippenweg
Standort
KG: Inzing
Der gemauerte offene Kapellenbildstock mit abgerundeter Rückseite wurde um 1800 errichtet. In der Nische befindet sich eine Barockfigur des hl. Johannes Nepomuk.[12]
Datei hochladen Kapelle hl. Johannes Nepomuk, Johanneskapelle
ObjektID: 126338
Ranggergasse
Standort
KG: Inzing
Der gemauerte Kapellenbildstock mit Satteldach stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Nische beherbergt hinter einem Schmiedeeisengitter von 1968 eine fast lebensgroße polychrome Vollplastik des hl. Johannes Nepomuk aus der Zeit um 1800.[13]
Datei hochladen Laufbrunnen
ObjektID: 126441
bei Salzstraße 1
Standort
KG: Inzing
Der Florianbrunnen besteht aus einem rechteckigen steinernen Brunnentrog mit IHS-Symbol aus dem 19. Jahrhundert und einer rechteckigen Brunnensäule aus Gussstein, darauf eine Steinplastik des hl. Florian von Helmut Millonig von 1958.[14]
Datei hochladen Bauernhaus Adelshofer
ObjektID: 7632
Toblaten 4
Standort
KG: Inzing
Das zwiegeschoßige, aus Bruchsteinen gemauerte Wohngebäude eines Paarhofes geht im Kern auf das 15. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt ein gotischer Bauteil mit Keller und darüberliegender Kornkammer. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Gebäude barock überformt und erhielt, abgesehen von geringfügigen Umbauten im 18. und 19. Jahrhundert, sein heutiges Erscheinungsbild. Die Fenster mit oben gekehlten Laibungen sind großteils original erhalten. An der Fassade befinden sich spätgotische Wandmalereien von 1567 mit dem Bindenschild, dem hl. Christophorus und Christus am Kreuz. Im Inneren haben sich gotische und barocke Baudetails erhalten, darunter eine gotische Holzbalkendecke, eine Kornkammer im Obergeschoß und ein Stichkappengewölbe. Das Haus war der Wohnsitz des Tiroler Kartografen Blasius Hueber.[15]
Datei hochladen Wegkapelle zu den Vierzehn Nothelfern
ObjektID: 126350

seit 2012

nördlich Toblaten 7
Standort
KG: Inzing
Die offene, fensterlose Kapelle mit weit vorkragendem Satteldach und großer Rundbogenöffnung wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Das Innere weist ein schmales tiefes Tonnengewölbe mit Stichkappen und Putzgraten auf.[16]
Datei hochladen Wegkreuz
ObjektID: 126353

seit 2012

bei Toblaten 7
Standort
KG: Inzing
Das Wegkreuz stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der Bretterkasten wurde später erneuert. Es weist einen wohl proportionierten Corpus im Wundmaltypus und einen zweiteiligen Titulus auf.[17]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Inzing  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Schumacher, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle Gigglberg, Gigglbergerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  3. Schumacher, Wiesauer: Laufbrunnen hl. Johannes Nepomuk, Johannes-Nepomuk-Brunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  4. Schumacher, Wiesauer: Wegkapelle, Ranggerkapelle, Franzosenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  5. Schumacher, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, Bot, Box. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  6. Schumacher, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, Wanner. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  7. Franckenstein, Wiesauer: Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Petrus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  8. Franckenstein, Wiesauer: Friedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  9. Frick, Wiesauer: Pfarrhaus, Pfarramt Inzing. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  10. Schumacher, Wiesauer: Ansitz, Turm in Inzing. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  11. Schumacher, Wiesauer: Heimatmuseum. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  12. Schumacher, Wiesauer: Nischenbildstock, Kapelle hl. Johannes Nepomuk, Nepomukkapelle, Kapelle Krippenweg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  13. Schumacher, Wiesauer: Nischenbildstock, Kapelle hl. Johannes Nepomuk, Johanneskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  14. Schumacher, Wiesauer: Laufbrunnen hl. Florian, Florianbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  15. Schumacher, Wiesauer: Wohngebäude eines Paarhofes, Mittelflurgrundriss, Adelshofer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  16. Schumacher, Wiesauer: Kapellenbildstock, Nothelferkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  17. Frick, Wiesauer: Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 8. Mai 2017.
  18. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.