unbekannter Gast
vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fulpmes

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fulpmes enthält die 18 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Fulpmes.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Holzbrücke, Ruetz-Brücke in Medraz
ObjektID: 109939
Auenweg
Standort
KG: Fulpmes
Die überdachte Holzbrücke über die Ruetz wurde 1937 nach einem älteren Vorbild erbaut.[2]
Datei hochladen Friedhof christlich
ObjektID: 107994
Bahnstraße
Standort
KG: Fulpmes
Der von einer Mauer umgebene Friedhof um die Pfarrkirche wurde zugleich mit dieser 1746/47 angelegt. Im Friedhof befinden sich die Knaußkapelle, das Friedhofskreuz, ein Granitbrunnen mit Madonnenstatue und das Kriegerdenkmal.[3]

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Veit
ObjektID: 63990
Bahnstraße
Standort
KG: Fulpmes
Die vom Friedhof umgebene Pfarrkirche wurde 1746/47 nach Plänen von Franz de Paula Penz im Rokokostil errichtet. Der schmale, hohe Bau mit dreijochigem Schiff, schwach vortretenden Kreuzarmen und dreiseitig geschlossenem Chor hat einen Nordturm mit achteckiger Haube und Laterne. Am Chor ist westlich die Sakristei und südlich eine Kapelle angebaut. Der Innenraum mit Stichkappengewölbe ist durch Pilaster und einen mächtigen Triumphbogen gegliedert und mit Deckenfresken von 1747 und Anton Gigl zugeschriebenem Rokokostuck gestaltet.[4]
Datei hochladen Gemeindeamt
ObjektID: 63986
Bahnstraße 6
Standort
KG: Fulpmes
Der zweigeschoßige Bau über annähernd quadratischem Grundriss mit ausgebautem Dachgeschoß, Giebelsöllern und mächtigem, abgewalmtem Mansardendach wurde um 1750 errichtet. Die Fassade ist mit gemalten Medaillons mit den heiligen Georg, Leopold und Florian geschmückt, die aus der Mitte 18. Jahrhunderts stammen und Joseph Haller zugeschrieben werden. Im Inneren haben sich mehrere Gewölbe erhalten.[5]

Datei hochladen
Widum
ObjektID: 63987
Bahnstraße 7
Standort
KG: Fulpmes
Das Widum wurde 1745 nach Plänen von Franz de Paula Penz errichtet. Das mächtige, dreigeschoßige Gebäude mit Walmdach ist mit barocker Fassadenmalerei um das Portal und mit Fensterfaschen, Eckquadrierung, Fenstergiebeln versehen, an der Süd- und Westseite finden sich figurale Darstellungen. Ein Christophorusfresko von Herbert Danler wurde bei der Restaurierung 1991 entfernt.[6]
Datei hochladen Wohn- und Geschäftshaus, ehem. Kraner
ObjektID: 109355
Bahnstraße 9
Standort
KG: Fulpmes
Das dreigeschoßige gemauerte Gebäude mit Satteldach wurde 1755 errichtet und 1827, 1914 und 1962 renoviert. Die fünfachsige Hauptfassade ist mit Architekturmalerei mit marmorierter Eckquaderung und Fensterrahmungen verziert.[7]
Datei hochladen Bildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 108060
nahe Bahnstraße 22
Standort
KG: Fulpmes
Der Bildstock aus dem 18. Jahrhundert steht an der Brücke über den Schlickerbach. Die gemauerte Rundbogennische mit geschwungenem schmiedeeisernem Vordach beherbergt eine spätbarocke polychrome Schnitzfigur des hl. Johannes Nepomuk.[8]
Datei hochladen Hauskapelle Don Bosco
ObjektID: 88521
Bahnstraße 49
Standort
KG: Fulpmes
Die südwestlich an das Schülerheim Don Bosco angebaute Kapelle wurde 1972 nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtet. Der gemauerte Bau über achteckigem Grundriss weist ein großes Radfenster an der Chorseite und schmale Fensterschlitze an den Seitenwänden auf. Der Innenraum ist mit einer flachen Holzdecke versehen. Der Chorraum liegt tiefer vor den nach oben ansteigenden Bankreihen.[9]
BW Datei hochladen Blutschwitzerkapelle in Medraz
ObjektID: 108085
Blutschwitzerweg
Standort
KG: Fulpmes
Die Kapelle wurde 1769 als offene Kapellennische mit einem weiten, auf zwei Rundstämmen aufliegenden Vorbau errichtet. In der tonnengewölbten Rundbogennische steht eine lebensgroße polychrome Schnitzfigur Christus am Ölberg aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor einem gemalten Ölberghintergrund. Im Mauerzwickel über der Rundbogenöffnung befindet sich eine gemalte Darstellung des Gnadenbildes von Maria Waldrast.[10]
Datei hochladen Florianibrunnen in Medraz
ObjektID: 112148
Deniflestraße
Standort
KG: Fulpmes
Auf der Brunnensäule aus Granit befindet sich unter einem schmiedeeisernen Dach eine Figur des hl. Florian aus dem 18. Jahrhundert. Der tulpenförmige Granittrog wurde um 2000 errichtet.[11]
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Margarethe in Medraz
ObjektID: 64502
Deniflestraße 1
Standort
KG: Fulpmes
Die Filialkirche in Medraz wurde 1746/47 als kleiner barocker Zentralbau mit kurzem Schiff und eingezogenem, niedrigem Chor errichtet. Der Turm mit Zwiebelhaube und Laterne ist in den Chorschluss eingebunden und an drei Seiten von der Sakristei umgeben. Die Deckengemälde im Inneren wurden 1775 von Johann Peter Denifle geschaffen.[12]
Datei hochladen Totenkapelle, Sagererkapelle
ObjektID: 38781
Fulpmes
Standort
KG: Fulpmes
Die erste Kirche von Fulpmes wurde 1368 erstmals urkundlich erwähnt. Der zweijochige, gotischer Bau über rechteckigem Grundriss ist mit einem steilen Walmdach gedeckt. An der Südfassade befindet sich ein Spitzbogenportal, ein Ovalfenster und drei rechteckige Giebelfenster. Das Innere weist ein Tonnengewölbe mit Stichkappen auf. Zwei Heiligenmedaillons aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellen einen Schutzengel und den hl. Michael dar.[13]
Datei hochladen Bauernhaus
ObjektID: 46648
Herrengasse 12, 14
Standort
KG: Fulpmes
Der längsgeteilte Einhof stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert. Wohn- und Wirtschaftsteil sind entlang der Firstline getrennt. Der Wohnteil ist gemauert und an der Giebelseite über einen Flur erschlossen. Die Bundwerkgiebel auf beiden Seiten mit vorgelagertem Söller stammen von 1769. Die Fassade ist mit gemalter Eckquaderung und Rokokobemalung geschmückt. Über dem Eingang der Ostfassade befindet sich eine Darstellung des Gnadenbildes von Maria Waldrast, zwischen den Obergeschoßen ovale Heiligenmedaillons mit den hll. Laurentius und Magdalena. Im Inneren weist die Küche ein Tonnengewölbe auf. Der Wirtschaftstrakt ist über dem gemauerten Stall in Ständerbauweise ausgeführt.[14][15]

Datei hochladen
Aufnahmsgebäude Fulpmes
ObjektID: 23140
Riehlstraße 34
Standort
KG: Fulpmes
Das Aufnahmsgebäude der Stubaitalbahn wurde 1903/04 nach demselben Schema wie die anderen Bahnhöfe der Strecke, als Endbahnhof jedoch größer errichtet. Der Haupttrakt enthält im Erdgeschoß Fahrdienstleitung, Warteraum und Fahrkartenschalter und im Obergeschoß eine Dienstwohnung. Die Bahnsteigfassade ist symmetrisch mit Mittelrisalit gestaltet, dekorativ bearbeitete Holzkonsolen stützen das weit auskragende Walmdach. An den Haupttrakt schließen südlich ein offener Wartebereich und eine als Kiosk adaptierte Werkstatt an.[16]
BW Datei hochladen Marienbrunnen
ObjektID: 109349
vor Waldrasterstraße 19
Standort
KG: Fulpmes
Der Brunnen besteht aus einem einfachen hölzernen Trog und einer hölzernen Säule, darauf befindet sich eine barocke Madonnenfigur aus dem 18. Jahrhundert unter einem schmiedeeisernen Dach.[17]
BW Datei hochladen Bildstock mit Kreuzgruppe
ObjektID: 108320

Standort
KG: Fulpmes
Der moderne Bildstock mit Flugdach ist in die Betonböschungsmauer an der Stubaitalstraße eingelassen. Er beherbergt eine lebensgroße barocke Kreuzigungsgruppe aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.[18]
BW Datei hochladen Veitsbrunnen
ObjektID: 108373

Standort
KG: Fulpmes
Der Brunnen besteht aus einem großen Steintrog von 1856 und einer hölzernen Brunnensäule, darauf befindet sich eine barocke Schnitzfigur des hl. Veit mit Kessel aus dem 18. Jahrhundert unter einem schmiedeeisernen Dach.[19]
BW Datei hochladen Soldatenfriedhof
ObjektID: 108044

Standort
KG: Fulpmes
Der Soldatenfriedhof am Hang östlich der Ruetz wurde 1915 angelegt. Die rechteckige Anlage ist von einem Holzzaun umgeben und weist symmetrisch in 14 Reihen angeordnete Gräber mit einfachen Holzkreuzen, Namenstafeln und dreieckigen Blechlaternen auf.[20] Die Friedhofskapelle wurde 1920–1922 nach Plänen von Clemens Holzmeister entworfen. Das Wandbild von Ernst Schroffenegger von 1962 zeigt einen Soldaten und einen Tiroler Schützen.[21] Das barocke Kruzifix stammt aus dem 18. Jahrhundert.[22]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Fulpmes  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Menardi, Wiesauer: Holzbrücke, Ruetzbrücke. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  3. Frick, Wiesauer: Friedhof Fulpmes. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  4. Arnold, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Veit. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  5. Menardi, Wiesauer: Gemeindeamt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  6. Arnold, Wiesauer: Pfarrhaus Fulpmes. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  7. Menardi, Wiesauer: Wohn- und Geschäftsgebäude, ehemaliges Kranerhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  8. Menardi, Wiesauer: Nischenbildstock, Johannes-Nepomuk-Bildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  9. Frick, Wiesauer: Hauskapelle, Kapelle Don Bosco, Don Bosco-Kapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  10. Menardi, Wiesauer: Kapellenbildstock, Blutschwitzerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  11. Frick, Wiesauer: Laufbrunnen mit hl. Florian, Florianbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  12. Graf, Wiesauer: Filialkirche hl. Margarethe, Kirche Medraz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  13. Graf, Wiesauer: Wegkapelle, Totenkapelle, Sagererkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  14. Menardi, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, materiell geteilt, Rainer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  15. Menardi, Wiesauer: Einhof, längsgeteilt, Seitenflurgrundriss, materiell geteilt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  16. Wiesauer: Stationsgebäude, Bahnhof Fulpmes. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  17. Frick, Wiesauer: Laufbrunnen, Marienbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  18. Menardi, Wiesauer: Nischenbildstock mit Kreuzigungsgruppe. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  19. Menardi, Wiesauer: Laufbrunnen mit hl. Veit, Veitsbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  20. Graf, Wiesauer: Kriegerfriedhof, Soldatenfriedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  21. Graf, Wiesauer: Friedhofskapelle, Waldkapelle, Kriegerfriedhofskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  22. Graf, Wiesauer: Friedhofskreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 28. Oktober 2015.
  23. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.