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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Patsch (Tirol)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Patsch enthält die 11 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Patsch.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 121913
Dorfstraße
Standort
KG: Patsch
Das Wegkreuz in einem Bretterkasten mit einem Corpus vom Dreinageltypus stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts.[2]
Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Donatus und Friedhof
ObjektID: 121203
Dorfstraße
Standort
KG: Patsch
Eine 1284 erstmals urkundlich erwähnte Kirche wurde beim Dorfbrand 1399 zerstört. Ein spätgotischer Neubau wurde 1479 geweiht und 1767–1768 umgebaut und barockisiert. Er besteht aus einem Langhaus mit dreiseitigem Chor, Sakristei und alter Totenkapelle an der Chornordseite und einem Nordturm mit Spitzgiebelhelm. An der Westfassade befinden sich eine offene Vorhalle auf Rundpfeilern und ein gekehltes Spitzbogenportal aus dem 16. Jahrhundert. Der einschiffige Innenraum ist mit barocken Deckenfresken von Anton Zoller und Josef Kremer mit Szenen aus dem Leben des hl. Donatus geschmückt.[3]

Der Friedhof um die Kirche wurde um 1479 angelegt und im 20. Jahrhundert erweitert. Er ist mit einer mächtigen Einfriedungsmauer umgeben und beherbergt Friedhofskapelle und Kriegerdenkmal.[4]

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ObjektID: 121640
westlich Dorfstraße 1
Standort
KG: Patsch
Das Wegkreuz in einem Bretterkasten mit einem Corpus vom Viernageltypus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.[5]

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Widum
ObjektID: 64588
Dorfstraße 14
Standort
KG: Patsch
Der ansitzartige, zweigeschoßige Bau mit Satteldach stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1660 sowie 1712–1717 umgebaut. Er ist von einer Umfassungsmauer mit schmalem Segmentbogenportal und flachbogigem Durchfahrtstor umgeben. An der Giebelfassade befinden sich ein Korbbogenportal und ein dreiseitiger Obergeschoßerker mit geschmiegtem Zeltdach. Die breiten Erd- und Obergeschoßflure sind mit Stichkappentonnen gedeckt.[6]
Datei hochladen Bauernhaus Trolf
ObjektID: 39911
Dorfstraße 19
Standort
KG: Patsch
Das zweigeschoßige Wohngebäude mit Mittelflurgrundriss unter Satteldach wurde im 17. Jahrhundert errichtet und 1972 umgebaut. Die Giebelfassade ist mit einem abgeschrägten Rundbogenportal aus Nagelfluh, einem dreiseitigen eingeschoßigen Mittelerker im Obergeschoß und flankierenden Freskenmedaillons (hll. Florian und Sebastian, darüber Maria Immaculata) gestaltet. Die Fenster sind großteils noch original mit gekehlten Fensterlaibungen. Im Inneren haben sich stichkappengewölbte Flure und Keller erhalten.[7]

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Kornkasten
ObjektID: 39912
östlich Kirchstraße 11
Standort
KG: Patsch
Der in die nördliche Friedhofsmauer eingebundene Bau stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert um ein Geschoß erhöht. Der in Bruchsteinmauerwerk errichtete Bau mit Rundbogenportal im Erdgeschoß diente ursprünglich als Speicher für das Zehentkorn und beherbergt heute eine ausgebaute, 1989 erneuerte Totenkapelle.[8]

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Mesnerhaus
ObjektID: 64587
Kirchstraße 13
Standort
KG: Patsch
Das dreigeschoßige gemauerte Gebäude mit Satteldach stammt im Kern vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und ist in die Stützmauer des Friedhofes eingebunden. Der ehemals hölzerne Wirtschaftsteil mit Schleppdach wurde später ausgebaut. Im Inneren haben sich Flure und Räume mit Stichkappengewölbe und mit Tonnengewölbe erhalten.[9]

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Bergstation
ObjektID: 121195
Patscherkofel
Standort
KG: Patsch
Die Bergstation der Patscherkofelbahn mit Berghotel wurde 1927/28 nach Plänen von Hans Feßler erbaut. Das Berghotel wurde 2007 abgerissen, nur der Torso der Seilbahnstation blieb erhalten.[10]
Datei hochladen Zollerhof-Fassade
ObjektID: 39915
Römerstraße 29
Standort
KG: Patsch
Das Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals erwähnte Gebäude diente ursprünglich als landesfürstliche Zollstätte, die den Zoller von Zollershausen verliehen war und mit ihrer Nobilitierung zum Ansitz erhoben wurde. Er gelangte vor 1829 in bäuerlichen Besitz und wurde daraufhin als Wohngebäude eines Paarhofes genutzt. Der zweigeschoßige Bau mit Satteldach weist ein barockes Mittelportal zwischen asymmetrischen, zweigeschoßigen Erkern auf. Die Fassade ist mit einer Sonnenuhr und barocken Wandmalereien aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts mit Darstellungen der hll. Notburga und Florian sowie der Wetterheiligen Johannes und Paulus geschmückt.[11]
Datei hochladen Magdalenenkapelle
ObjektID: 121631

Standort
KG: Patsch
Die Magdalenenkapelle wurde anstelle einer hölzernen Vorgängerkapelle zum Dank für die glückliche Heimkehr der Patscher Kriegsteilnehmer 1953 errichtet. Die einjochige, gemauerte Kapelle unter einem Satteldach mit einfachem Brettergiebel hat ein Segmentbogenportal an der Westfassade. Am Holzgiebel Tafel der hl. Maria Magdalena mit barockisierender Darstellung. Die Segmenttonne innen besteht aus gebogenen Spanplatten.[12]
BW Datei hochladen Bildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 121646

Standort
KG: Patsch
Der hölzerne Bildstock mit steilgiebeliger Figurennische auf viereckigem Schaft enthält eine qualitätvolle polychrome Holzskulptur des hl. Johannes Nepomuk vom Ende des 18. Jahrhunderts. Der Bildstock steht auf einer Waldlichtung unterhalb des Weges zur Patscher Alm, nach dessen erster Kehre.[13]

Ehemalige Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Aufnahmsgebäude
ObjektID: 70104

bis 2012[14]

neben Bahnhof 1
Standort
KG: Patsch
Der Bahnhof der Brennerbahn wurde 1911 unweit des alten Bahnhofs errichtet. 2012 wurde auf Betreiben der ÖBB und der Gemeinde der Denkmalschutz aufgehoben und das Gebäude im August 2012 abgerissen.[15]

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Ehem. Aufnahmsgebäude
ObjektID: 98123

bis 2012[14]

Bahnhof 2
Standort
KG: Patsch
Der Bahnhof der Brennerbahn wurde 1867 errichtet. 2012 wurde auf Betreiben der ÖBB und der Gemeinde der Denkmalschutz aufgehoben und das Gebäude im August 2012 abgerissen.[15]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Patsch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Frick, Wiesauer: Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  3. Arnold, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Donatus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  4. Frick, Wiesauer: Friedhof Patsch. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  5. Arnold, Wiesauer: Wegkreuz. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  6. Arnold, Wiesauer: Pfarrhaus Patsch. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  7. Arnold, Wiesauer: Wohngebäude, Mittelflurgrundriss, Trolf. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  8. Frick, Wiesauer: Kornkasten. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  9. Arnold, Wiesauer: Mesnerhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  10. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hg.): Kulturberichte aus Tirol 2009. 61. Denkmalbericht. Innsbruck 2009, S. 126–127 (PDF; 7,8 MB)
  11. Arnold, Wiesauer: Wohngebäude eines Paarhofes, Mittelflurgrundriss, Zollerhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 22. März 2016.
  12. Magdalenenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. August 2013.
  13. Bildsäule hl. Johannes Nepomuk, Johannes-Nepomuk-Bildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. August 2013.
  14. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 6. Juni 2012 (PDF).
  15. 1 2 Christoph Mair: Signal für Bahnhof Patsch steht endgültig auf Abbruch. Tiroler Tageszeitung, 30. Juni 2012, abgerufen am 22. August 2012.
  16. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.