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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neustift im Stubaital

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neustift im Stubaital enthält die 18 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Neustift im Stubaital.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Pfarrkirche hl. Georg und Friedhof
ObjektID: 64550
Dorf
Standort
KG: Neustift
Die für eine Dorfkirche ungewöhnlich große barocke Kirche wurde 1768–1774 nach Plänen von Franz de Paula Penz errichtet. Das schlichte Äußere mit geradem Chorschluss und mit mehreren eingeschoßige Bauten eingeschlossenem Ostturm beherbergt einen einheitlich gestalteten dreijochigen reich ausgestatteten Innenraum. Der Stuck wurde 1770–1775 von Jakob Philipp Santer geschaffen, die Deckenfresken stammen von Josef Anton Zoller, Joseph Haller, Joseph Keller und Franz Altmutter. Die Kirche verfügt über fünf Altäre, von denen der Hochaltar mit den beiden flankierenden Seitenaltären zu einer Schauwand verbunden ist. Zwei weitere Seitenaltäre mit Altarblättern von Carl Henrici befinden sich im Langhaus.[2][3]
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ObjektID: 64547
Dorf 20
Standort
KG: Neustift
Ein Kirchenbau von 1516 wurde 1868 zum Widum umgebaut. Die Fassaden des mächtigen dreigeschoßigen Baus mit Walmdach sind mit gemalten Eckquadern und Fensterfaschen gestaltet. Der Haupteingang im Süden mit Rundbogenportal und ornamentierter, zweiflügeliger Holztür von 1868 wird über eine zweiläufige Steintreppe mit Schmiedeeisengeländer erreicht.[4]
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ObjektID: 104114
vor Dorf 22
Standort
KG: Neustift
Das Denkmal für Franz Senn, der als Pfarrer in Neustift wirkte, wurde 1962 von Peter Schneider geschaffen. Es besteht aus einem rechteckigen Naturstein mit einem eingemeißelten Porträt Franz Senns im Profil. Daneben befindet sich ein Steinquader mit Alpenvereinssymbol und Inschrift des Österreichischen, Deutschen und Südtiroler Alpenvereins.[5]
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ObjektID: 104089
nahe Franz-Senn-Straße, Milders 168
Standort
KG: Neustift
Die zweijochige gemauerte Kapelle mit steilem Satteldach und hölzernem Glockenturm wurde um 1800 erbaut. An der Giebelfassade finden sich Darstellungen der hl. Josef und Wendelin von 1984. Der Innenraum ist mit einer Stichkappentonne und klassizistischer Ausmalung versehen.[6]
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ObjektID: 7399
Herrengasse
Standort
KG: Neustift
Der gemauerte, fensterlose Kapellenbildstock mit geradem Chorschluss und steilem, brettergedecktem Satteldach stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. An der Fassade finden sich gemalte Darstellungen des Gnadenbildes Mariahilf und von Gottvater mit Heiliggeisttaube. Das Kreuzgewölbe im Inneren ist mit Zackenmuster an den Graten sowie Darstellungen der Arma Christi, des Herzen Jesu und übertünchten Blumenmustern in den Gewölbezwickeln geschmückt.[7]
Datei hochladen Ortskapelle hl. Maria, Marienkapelle in Krößbach
ObjektID: 104092
Krößbach
Standort
KG: Neustift
Die gemauerte spätbarocke Kapelle mit Rundapsis wurde um 1800 errichtet und Ende des 19. Jahrhunderts mit Sakristeianbau und Dachreiter versehen. Nördlich schließt sich ein Erweiterungsbau von 1961 nach Plänen von Clemens Holzmeister mit rechteckigem Grundriss und Satteldach an.[8]
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ObjektID: 39879
Rain 10
Standort
KG: Neustift
Der zweigeschoßige, gemauerte, quergeteilte Einhof mit einfachem Bundwerkgiebel unter vorkragendem Satteldach stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert. Die Fassaden sind mit gemalten Eckquaderketten, einer die obere Mauerkante begleitende Fasche mit Ornamentband und einer Fensterumrahmung mit bekrönender Muschel gestaltet. Über der Eingangstür befindet sich ein polygonaler Erker mit spitz zulaufendem Abschluss und bemalten Erkerfeldern von 1638 mit einer Darstellung des hl. Josef. An der Eingangsfassade befinden sich gemalte Heiligenmedaillons mit dem Gnadenbild von Maria Waldrast (1796) und dem Herzen Jesu (1946).[9] Die zum Hof gehörende Kapelle und der Backofen stehen ebenfalls unter Denkmalschutz.
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ObjektID: 33224
Rain 89
Standort
KG: Neustift
Die einjochige, gemauerte Kapelle mit steilem, allseits vorkragendem Satteldach wurde 1692 errichtet. An der Eingangsfassade befindet sich Rundbogenportal mit Pilasterrahmung, darüber Giebelnischen mit gemalten Darstellungen der Verkündigung Mariens, ein Mariahilfbild und ein IHS-Monogramm. Der kreuzgratgewölbte Innenraum weist flachbogig geschlossene, seichten Nischen an der Chorwand und an den Seitenwänden auf. Die reiche, in Fresko-Secco-Technik ausgeführte Ausmalung stammt von 1695. In den Wandnischen finden sich szenische Darstellungen mit Kreuzigung und Grabesruhe Christi an der Altarwand, sowie dem hl. Wandel und dem hl. Petrus an den Seitenwänden.[10]
Datei hochladen Ortskapelle hl. Georg in Ranalt
ObjektID: 104100

seit 2012

Ranalt
Standort
KG: Neustift
Die Kapelle wurde 1947/48 unter dem französischen Major Geden von deutschen Kriegsgefangenen errichtet. Die zweijochige Kirche mit ihrem massiven, im Osten vorgelagerten Turm ist stilistisch von der Architektur der Zwischenkriegs- bzw. Kriegszeit geprägt. Die Wände sind mit Natursteinmauerwerk gegliedert. Der Innenraum weist eine in Holzbauweise ausgeführte, verschalte und im Wandton getünchten Spitzbogendecke auf. Die Altarwand zeigt eine gemalte, monochrome Darstellung des hl. Georg als Drachentöter.[11][12]
Datei hochladen Kapelle Schaller
ObjektID: 104099
gegenüber Schaller 27
Standort
KG: Neustift
Die gemauerte, fensterlose Kapelle über rechteckigem Grundriss mit Satteldach und Giebelkreuz wurde 1784 erbaut. Im Inneren weist sie ein Kreuzgewölbe auf.[13]
Datei hochladen Marienkapelle in Kampl
ObjektID: 104064
Serlesstraße, Kampl
Standort
KG: Neustift
Die 1896 errichtete Kapelle mit steilem Satteldach und Dachreiter ist komplett verschindelt. Der Innenraum ist mit einer blau bemalten hölzernen Segmentbogentonne gedeckt, die Seitenwände sind holzvertäfelt.[14]
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ObjektID: 104115
Stubaitalstraße, Dorf 5
Standort
KG: Neustift
Der zweigeschoßige, quergeteilte Einhof mit Satteldach stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1777 umgebaut. Der gemauerte Wohnteil weist einen Bundwerkgiebel und einen Giebelsöller auf, der rückwärts anschließende Wirtschaftsteil ist über dem gemauerten Stall in Ständerbauweise aufgeführt. Die Fassaden sind mit Architekturmalerei aus der Zeit um 1800 mit Eckquaderung sowie Tür- und Fensterumrahmungen gegliedert. An der Erkerbrüstung finden sich Freskenmedailllons (Schutzengel, Mariahilf, Guter Hirte), an der südlichen Traufseite ein Wandbild mit dem Gnadenbild von Maria Waldrast. Im Inneren hat sich ein Stichkappengewölbe erhalten. Seit 2000 befindet sich in dem Gebäude das Neustifter Heimatmuseum, das bäuerliche Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände zeigt.[15]
Datei hochladen Kornspeicher
ObjektID: 104116
Stubaitalstraße, bei Dorf 5
Standort
KG: Neustift
Der eingeschoßige Kornkasten in Blockbauweise mit schindelgedecktem Satteldach und offenem Bundwerkgiebel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er bildet heute einen Teil des Heimatmuseums.[16]
Datei hochladen Wohngebäude eines ehem. Paarhofes, Geieralm
ObjektID: 39868
Volderau 6
Standort
KG: Neustift
Das Wohngebäude eines Paarhofes mit Mittelflurgrundriss stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert umgebaut. Die Fassaden des zweigeschoßigen gemauerten Baus sind mit Architekturmalerei (Eckquaderung, Fasche, Fensterumrahmungen) und Wandbildern mit Heiligendarstellungen, die zum Teil im 20. Jahrhundert neu- oder übermalt wurden, geschmückt. Im Inneren sind die Mittelflure und die Küche mit Stichkappengewölbe versehen.[17]
BW Datei hochladen Kruzifix
ObjektID: 105414
Herzebenalm
Standort
KG: Neustift
Das Kruzifix auf der Herzebenalm ist ein Wegkreuz im Kreuzkasten in typischer, häufig auftretender Form, es stammt aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dreinageltypus, dreiteiliger Strahlenkranz, einzeiliger Titulus. Als Teil des Alm-Ensembles Herzeben für den Denkmalschutz von Bedeutung.[18]
BW Datei hochladen Singerkapelle
ObjektID: 104112

Standort
KG: Neustift
Die Kapelle des Singerhofs stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist rechtwinklig an das Backofenhaus angebaut. Die einjochige fensterlose Kapelle mit geradem Chorschluss und scharschindelgedecktem Satteldach ist an der Giebelfassade mit Heiligenmedaillons (Madonna, hll. Georg und Michael) geschmückt. Das Innere weist ein Kreuzgratgewölbe auf.[19]
BW Datei hochladen Backofen und Waschküche
ObjektID: 104113

Standort
KG: Neustift
Der freistehende gemauerte Backofen des Singerhofs mit Scharschindeldach stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Daran angebaut sind die Waschküche von 1905 und die Kapelle.[20]

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Neue Regensburgerhütte
ObjektID: 105554

seit 2014

Regensburger Hütte 285
Standort
KG: Neustift
Die Neue Regensburger Hütte wurde 1930/31 von der Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins errichtet. Sie erhielt 1961 einen Anbau und wurde 1967/68 erweitert. Das zweigeschoßige Gebäude ist mit einem Satteldach gedeckt. Im Inneren haben sich Stuben aus der Erbauungszeit erhalten.[21]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Neustift im Stubaital  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Graf, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Georg. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  3. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hrsg.): Kulturberichte aus Tirol 2010. 62. Denkmalbericht. Innsbruck 2010, S. 88 (PDF; 16,3 MB)
  4. Graf, Wiesauer: Pfarrhaus Neustift. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  5. Frick, Wiesauer: Denkmal Franz Senn mit Reliefkopf, Porträt, Franz-Senn-Denkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. November 2015.
  6. Menardi, Wiesauer: Fraktionskapelle, Milderer Kapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  7. Menardi, Wiesauer: Kapellenbildstock, Kapelle hl. Wendelin, Sillerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  8. Menardi, Wiesauer: Kapelle hl. Maria, Marienkapelle in Krößbach, Kirche Krößbach. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  9. Menardi, Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, Singer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 30. Oktober 2015.
  10. Menardi, Wiesauer: Fraktionskapelle, Kapelle hl. Maria, Marienkapelle in Kampl, Kampler Kapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  11. Graf, Wiesauer: Bergkirche hl. Georg in Ranalt, Georgskirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 30. Oktober 2015.
  12. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hg.): Kulturberichte aus Tirol 2012. 63. Denkmalbericht. Innsbruck 2012, S. 33 (PDF; 12 MB)
  13. Menardi, Wiesauer: Fraktionskapelle, Schallerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  14. Menardi, Wiesauer: Wegkapelle, Kapelle an der Zeggerbrücke. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  15. Menardi, Wiesauer: Einhof, quergeteilt, Mittelflurgrundriss, Heimatmuseum Försterhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  16. Frick, Wiesauer: Getreidespeicher, Heimatmuseum. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  17. Menardi, Wiesauer: Wohngebäude eines Paarhofes, Mittelflurgrundriss, Geieralm. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  18. Wegkreuz Herzebenalm. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  19. Menardi, Wiesauer: Kapellenbildstock, Hofkapelle, Singerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  20. Menardi, Wiesauer: freistehender Backofen und Waschküche, Singer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. November 2015.
  21. Frick, Wiesauer: Schutzhaus, Neue Regensburgerhütte. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. November 2015.
  22. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.