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vom 27.06.2020, aktuelle Version,

Liste von Eisenbahnunfällen in Österreich

Der Eisenbahnunfall von Timelkam 1875 ging auf einen Radreifenbruch zurück. Damals war noch nicht bekannt, dass ein Bauteil schwingend nur weniger belastet werden darf als statisch.

Die Liste von Eisenbahnunfällen in Österreich enthält eine chronologische Auflistung von Unfällen bei den österreichischen Eisenbahnen, bei denen der Verlust von Menschenleben zu beklagen war oder erheblicher Schaden verursacht wurde.[1] Wenn nicht besonders erwähnt, handelte es sich um Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Die Eisenbahn gilt im Vergleich zum Straßenverkehr als sehr sicher, doch auch hier lassen sich Unfälle nicht ausschließen. Die Zugbeeinflussung Indusi wurde ab 1963 in Österreich eingeführt, um Kollisionen zu vermeiden. Untersuchungsergebnisse der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) können – für Ereignisse des Jahres 2008 und später – auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) eingesehen werden.

1839–1969

Vranovice nad Svratkou, Mähren – Auffahrunfall bei Eröffnungsfeier
Am 7. Juli 1839 verkehrten anlässlich der Eröffnung der Strecke Břeclav–Brünn drei Festzüge von Wien nach Brünn. Bei der Rückfahrt musste der Lokomotivführer des zweiten Zugs anhalten, um die Lokomotive zu reparieren. Auch der Lokomotivführer der dritten Zugs musste unterwegs anhalten, um einige Schrauben nachzuziehen. Er versuchte, die Verspätung aufzuholen und achtete bei der Fahrt nicht mehr auf den erforderlichen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Zug. Im Bahnhof Vranovice fuhr er auf den vorderen Zug auf, wobei zwei Wagen des zweiten Zuges zertrümmert und die Lok „Gigant“ sowie der vorderste Wagen des dritten Zuges beschädigt wurden. Die Kollision forderte 60 Verletzte. [2]
WienDornbach (" Pferde-Eisenbahn") – Entgleisung in der Zielstation der Eröffnungsfahrt
Über die "officielle Eröffnung(sfahrt)" am 4. Oktober 1865 wurde am Folgetag berichtet, dass "im Dornbacher Stationsgebäude ein Wagen entgleiste, welcher Unfall jedoch bald gut gemacht wurde." Diese Eisenbahn lief als Straßenbahn in diese bis Ende 1891 noch selbständige Nachbargemeinde Wiens. [3]
Timelkam, Oberösterreich – Entgleisung nach Radreifenbruch
Am 19. Oktober 1875 entgleiste die Lokomotive Amstetten auf der österreichischen Westbahn beim Bahnhof Timelkam zwischen Linz und Salzburg. Ursache war Materialermüdung. Die Tatsache, dass ein Bauteil bei wechselnder Beanspruchung eine geringere Belastbarkeit aufweist als bei statischer, war damals noch nicht bekannt. Dies wurde erst durch August Wöhler entdeckt. Seitdem wird das Verformungs- und Versagensverhalten von Werkstücken bei zyklischer Beanspruchung im Wöhlerversuch ermittelt.
Nussdorf, Wien – Wagen entläuft auf Zahnradbahn
Am 10. Juli 1883 entlief auf der Kahlenbergbahn ein mit Schwellen beladener Güterwagen, weil die Zahnradbremse nicht funktionierte. Der Wagen riss in der Talstation Nussdorf ein großes Loch in die sich hinter dem Gleisende befindliche Mauer. Die auf dem Wagen mitfahrenden Bahnarbeiter konnten sich durch Abspringen in Sicherheit bringen. [4]
Rudnik nad Sanem, Galizien – Explosion
Am 17. Juli 1917 explodierte ein im Bahnhof von Rudnik nad Sanem abgestellter Munitionszug des österreichisch-ungarischen Militärs. 59 Menschen starben.
Trzciana, Galizien – Fahrdienstleiter entdeckt Fehler zu spät
Am 14. Jänner 1918 stießen in Trzciana zwei Schnellzüge frontal zusammen, weil ein Fahrdienstleiter einen Fehler zu spät bemerkte. 16 Menschen starben, 88 wurden verletzt.
Auschwitz, Galizien – Entgleisung wegen Schnellbremsung
Am 3. August 1918 entgleiste ein gemischter Zug während einer Schnellbremsung auf der Weichselbrücke in Auschwitz. Acht Menschen starben bei dem Unfall, 30 wurden verletzt.
Laa an der Thaya - Rothensee, Niederösterreich
in der Nacht vom 1. Juni 1919 entgleiste wegen Schienenbruch ein Personenzug der Bahnstrecke Novosedly-Zellerndorf und stürzte die Böschung hinab. Dabei gab es zwei Tote, einen Schwerverletzten und einige leicht Verletzte. Eine Fotodokumentation des Unfalls mit 15 Bildern des kaputten Zuges konnte man nach dem Unglück in Laa erstehen.
Wiener Lokalbahn, Niederösterreich – Brand in Triebwagen
Am 11. Juli 1919 geriet ein von Baden nach Wien verkehrender Triebwagen der elektrischen Lokalbahn Wien–Baden in Brand. Durch die Stichflammen wurden zwölf Fahrgäste schwer verletzt. [5]
Felixdorf, Niederösterreich – Zusammenstoß bei starkem Schneefall
In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1921 stießen bei Felixdorf auf der Südbahn bei starkem Schneefall ein aus Italien kommender Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Sieben Reisende starben, 14 wurden schwer verletzt.
1939 verunfallte in St. Valentin der D54.
Sternthal, Untersteiermark – Entgleisung
Vermutlich aufgrund eines Achsbruchs entgleiste in der Nacht vom 5. auf den 6. November 1918 zwischen Sternthal und Pettau ein überwiegend mit ungarischen Soldaten beladener Heimkehrerzug, wobei mindestens 63 Menschen starben und mindestens 121 weitere verletzt wurden.
Oftering, Oberösterreich – Entgleisung nach Entfernung einer Schiene
Am 10. April 1934 entgleiste um 02:49 der Zug D117 bei Oftering, nachdem eine Schiene entfernt worden war. Der Heizer der Lokomotive 214.06 wurde dabei getötet, mehrere Personen in den dahinter gereihten Dienst- und Postwagen wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst wurde über einen politischen Hintergrund infolge der Februarkämpfe von 1934 spekuliert, als die Täter im Dezember 1936 gefasst werden konnten, stellte sich die Tat als Versuch eines Postraubes heraus.

St. Valentin, Niederösterreich – Überhöhte Geschwindigkeit
Am 25. Oktober 1939 fuhr der D-Zug 54 mit voller Geschwindigkeit durch den Bahnhof St. Valentin, obwohl das Einfahrsignal verminderte Geschwindigkeit anzeigte. Die Lokomotive 12  006 passierte die erste, in Ablenkung stehende erste Weiche. Dadurch begann sie zu schwanken und entgleiste bei der nächsten Weiche. Der Unfall forderte 17 Tote, darunter der berühmte Chirurg Anton von Eiselsberg und acht Angehörige der deutschen Wehrmacht. [6]
Nikolsdorf, Osttirol – Personenzug stürzt in die Drau
Am 18. September 1942 stürzte bedingt durch ein Hochwasser ein Personenzug in die Drau. Das Unglück forderte 22 Tote und ungefähr 100 Verletzte. [7]
1951 kam es im Bahnhof Langen ­wang zu einem schweren Unfall.
Langenwang, Steiermark – Expresszug fuhr in rangierenden Güterzug
Am 26. September 1951 fuhr im Bahnhof Langenwang an der österreichischen Südbahn ein Schnellzug in die Flanke eines rangierenden Güterzuges. Bei dem Eisenbahnunfall kamen 22 Menschen ums Leben.
Dalaas, Vorarlberg – Lawinenkatastrophe im Bahnhof Dalaas
Bereits am Vortag des 12. Jänner 1954 führten zahlreiche Lawinenabgänge zu einer Sperrung der Arlbergstrecke. Kurz nach Mitternacht erfasste die Muttentobellawine den im Bahnhof Dalaas eingeschlossenen E 632 Bregenz- Wien. Die vor dem Aufnahmegebäude stehende Lokomotive 1020 42 wurde verschüttet. Durch ihr Gewicht rettete die Maschine einen Teil des Gebäudes, in dem sich auch Reisende des Zuges befanden. Drei Wagen wurden bis 100 Meter weit weggeschleudert. Die anderen beiden Wagen blieben auf dem Gleis stehen, wurden jedoch von meterhohen Schneemassen zugeschüttet. Die Lawine forderte 10 Todesopfer. Während die Reisenden aus den umgestürzten Wagen lebend geborgen werden konnten, gelang es aus dem verschütteten Bahnhof nur den Weichenwärter, den Vorstand und einen schwerverletzten Schaffner zu retten. [8]
→ Siehe auch: Lawinenkatastrophe von 1954 in Vorarlberg
Marchtrenk, Oberösterreich – Entgleisung des „Wiener Walzers“
Am 7. März 1968 entgleiste in Marchtrenk an der Westbahn wegen eines technischen Defekts der „Wiener Walzer“. Vier Menschen kamen ums Leben, acht wurden verletzt.

1970–1979

Wien, Wien – Entgleisung im Westbahnhof
Am 15. April 1970 entgleiste im Wiener Westbahnhof der Expresszug Wien– Basel. Ein Fahrgast und ein ÖBB-Bediensteter wurden getötet und drei Personen verletzt.

Hintergasse, Vorarlberg - Entgleisung eines Spirituszuges

Am 21. Februar 1971 entgleiste ein Spirituszug kurz nach dem Bahnhof Hintergasse. Die Kesselwagen trennen sich von der Lok ab, stürzten rund 100 Meter im Schanatobel in die Tiefe und entzündeten sich am Talboden. Die ÖBB 1020.42 entgleiste nicht, konnte aber erst rund 15 Kilometer entfernt im Bahnhof Ludesch zum Stillstand gebracht werden. Die Zugbesatzung war bereits im Bahnhof Dalaas abgesprungen, weshalb niemand verletzt wurde.

Fürnitz, Kärnten – Auffahrunfall wegen falsch gestellter Weiche
Am 3. Mai 1971 fuhr der D-Zug RomWien in Fürnitz an der Karawankenbahn wegen einer falsch gestellten Weiche auf einen Güterzug auf. Der Unfall kostete acht Menschen das Leben, 27 Personen wurden verletzt.
Bleiburg, Kärnten – Verschublok fährt in Güterzug
Am 29. Oktober 1972 prallte in Bleiburg an der Jauntalbahn eine Verschublokomotive gegen einen Güterzug. Zwei Eisenbahner starben. [9]
Wien, Wien – Güterzug verursacht Großbrand
Am 19. Juni 1977 löste ein in Brand geratener Kesselwagen eines aus Ungarn kommenden Güterzugs im südlichen Stadtgebiet Wiens einen Großbrand aus. Der Bahnkörper stand auf einer Länge von 10  Kilometern in Flammen. Das ausgelaufene Benzol brannte in den Abwasserkanälen und erzeugte explosive Gase. Rund 250 Feuerwehrmänner waren neun Stunden im Einsatz. [10]
Göllersdorf, Niederösterreich – Zug erfasst Schulbus
Am 22. Oktober 1975 kamen auf der Nordwestbahn zwischen Göllersdorf und Sierndorf bei einem Zusammenstoß eines Zuges mit einem Schulbus sieben Menschen ums Leben, weitere 37 wurden verletzt.
Rodaun, Wien – Bremsversagen eines Güterzugs
Am 19. Oktober 1979 entgleiste wegen eines Bremsversagens auf der Kaltenleutgebener Bahn in Rodaun ein Güterzug. Drei ÖBB-Bedienstete überlebten das Unglück nicht, einer wurde schwer verletzt.

1980–1989

Kopfbahnsteig und zwei Prellböcke im Wiener Südbahnhof.
Puchenstuben, Niederösterreich – Zug stürzt von Brücke
Am 11. Februar 1981 stürzten bei der Mariazellerbahn die Lokomotive 1099.15 und der erste Wagen eines talwärtsfahrenden Zugs aufgrund überhöhter Geschwindigkeit vom Buchberggraben-Viadukt unweit der ehemaligen Betriebsausweiche Ober Buchberg. Der Lokomotivführer wurde getötet, die Maschine an der Unfallstelle zerlegt. [11] [12]
Wien, Wien – Personenzug überfährt Prellbock
Am 17. August 1981 fuhr ein Pendlerzug im Wiener Südbahnhof wegen menschlichen Versagens auf einen Prellbock. Drei Menschen starben, 140 wurden verletzt.
Wels, Oberösterreich – Frontalzusammenstoß mit vielen Verletzten
Am 27. August 1981 wurde bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Wels ein Fahrgast getötet, 165 erlitten Verletzungen.
Leobersdorf, Niederösterreich – Eilzug fährt auf Expresszug auf
Am 8. Juni 1982 fuhr bei Leobersdorf an der Südbahn ein Eilzug von Graz nach Wien gegen den Schlusswagen des Romulus-Express: Die Kollision war auf einen Irrtum zweier Streckenposten zurückzuführen. Der Unfall forderte vier Tote und 45 Verletzte.
Schienenkran einer privaten Gleisbaufirma.
Amstetten, Niederösterreich – Zug kollidiert mit Kranwagen
Am 19. Mai 1987 fuhr in Amstetten an der Westbahn ein Personenzug mit hoher Geschwindigkeit auf einen ÖBB- Kranwagen auf. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, zehn wurden verletzt.
Neukirchen bei Lambach, Oberösterreich – Kollision zwischen Schnell- und Eilzug
Am 18. September 1987 kollidierte in Neukirchen Lambach an der Westbahn ein Schnellzug mit einem Eilzug. Vier Personen wurden getötet, 77 verletzt. Die beiden Loks, 1044.092 und 1042.652, sind verschrottet worden. Für die ÖBB 1044 ist eine Zweitbesetzung der Ordnungsnummer 092 gebaut worden.
Wolfurt, Vorarlberg – Kollision zwischen Schnell- und Eilzug
Am 29. August 1988 stieß auf der Bahnstrecke St. Margrethen–Lauterach in Wolfurt der Expresszug „Pfänder“ mit einem Eilzug zusammen. Fünf Menschen kamen ums Leben, 46 wurden zum Teil schwer verletzt. Die beiden Loks ÖBB 1044 051 und 096 wurden schwer beschädigt. Durch den Wiederaufbau wurde aus der 1044 051 die 1044 200, für die 1044 096 wurde eine Zweitbesetzung gebaut.
„Bavaria“ auf dem deutschen Streckenabschnitt zwischen Lindau und München Hauptbahnhof.
Bregenz, Vorarlberg – Kollision zweier Expresszüge
Am 30. August 1989 prallten auf der Bahnstrecke St. Margrethen–Lauterach der Expresszug „Montfort“ mit ÖBB 1044 023 und der Eurocity Bavaria mit SBB Re4/4II 11197 südlich von Bregenz zusammen. Ein Fahrgast wurde getötet, 16 Personen teilweise schwer, mehrere weitere leicht verletzt. Die 1044 023 wurde verschrottet und durch eine Zweitbesetzung ersetzt. [9]
Schienenbus 5081 der ÖBB. 1989 stieß bei Neunkirchen ein Schienenbus mit einem Zug zusammen.
Neunkirchen, Niederösterreich – Zusammenstoß mit Schienenbus
Am 11. September 1989 kam es zu einer Kollision zwischen einem Schienenbus und einem Regionalzug auf einer eingleisigen Bahnstrecke im Bezirk Neunkirchen. Zwei Tote und 13 zum Teil Schwerverletzte waren die Bilanz.

1990–1999

Ein aus Richtung Wartberg kommender Güterzug stieß am 23. Juni 1990 mit einem aus Richtung Kindberg kommenden Personenzug auf Höhe des zur Katastralgemeinde Kindtal gehörenden Ortsteils Grund zusammen.
Kindberg, Steiermark – Güterzug mit Regionalzug zusammengestoßen
Am 23. Juni 1990 prallten auf der Südbahn bei Kindberg ein Güterzug und ein Regionalzug zusammen. Ein Toter und zehn Verletzte waren zu beklagen.
Süßenbrunn, Wien – Unfall bei der S-Bahn
Am 9. November 1991 überfuhr in der Nähe der Haltestelle Süßenbrunn ein aus Wolkersdorf kommender Zug der S-Bahn Wien ein Ausfahrsignal und kollidierte bei der Abzweigung von der Nordbahn mit einem Regionalzug. Ein Zwischenwagen des Regionalzugs entgleiste und ragte in das Profil der Gegenrichtung. Ein entgegenkommender Zug der Linie S1 konnte nicht mehr bremsen und wurde auf der Seite aufgeschlitzt. Vier Menschen starben, 40 erlitten teilweise schwere Verletzungen. [13]
Schneebergbahn, Niederösterreich – Zusammenstoß von Personen- und Güterzug
Am 3. Juni 1992 stießen ein Personen- und ein Güterzug auf der Schneebergbahn nach Puchberg am Schneeberg zusammen. Die Kollision forderte zwei Tote und 28 Verletzte.
Grünbach, Niederösterreich – Zweite Kollision bei der Schneebergbahn
Am 18. August 1992 kam es auf der Schneebergbahn bei Grünbach am Schneeberg erneut zu einer Kollision: Fünf Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte waren die Folge.
Melk, Niederösterreich – Frontalkollision im Bahnhof Melk
Am 13. Februar 1993 passierte ein Güterzug bei der Einfahrt in den Bahnhof Melk ein Vorsicht zeigendes Vorsignal, der Triebfahrzeugführer nahm dieses wahr und betätigte die Wachsamkeitstaste der Indusi. Trotzdem reduzierte er die Geschwindigkeit seines Zuges nicht, da der Zug planmäßig mit 90  km/h fuhr und die Überwachungsgeschwindigkeit der damaligen Indusi-Version ebenfalls nur 90 km/h betrug, erfolgte keine Zwangsbremsung. Erst kurz vor dem Halt zeigenden Ausfahrsignal bemerkte der Triebfahrzeugführer seinen Fehler und leitete eine Schnellbremsung ein. Trotzdem kollidierte der Güterzug mit einem kreuzenden Eilzug. Bei der Frontalkollision wurden drei Personen getötet und rund 20 weitere Personen verletzt.
Penzing, Wien – Zusammenstoß von S-Bahn und Regionalzug
Am 18. Februar 1993 überfuhr im Bahnhof Hütteldorf ein Regionalzug ein Ausfahrsignal. Trotz Schnellbremsung kollidierte der Zug mit einer entgegenkommenden Garnitur der Wiener S-Bahn-Linie S50. Der Triebfahrzeugführer dieses Zuges und zwei weitere Reisende wurden getötet, 25 verletzt.
Abgestürzter Intercity-Zug bei Braz im Jahr 1995.
Braz, Vorarlberg – Schnellzug fährt in Mure und stürzt in Schlucht
Am 11. August 1995 entgleiste auf der Arlbergbahn bei Innerbraz der Intercity „Niederösterreichische Tonkünstler“ WienLindau. Im aus der führenden Lokomotive der Baureihe 1044, zwölf Wagen und einer Schiebelokomotive 1042 bestehenden Zug befanden sich etwa 250 Passagiere. Unmittelbar vor der Durchfahrt des Zuges löste ein starkes Unwetter eine Mure aus, die die Masonbrücke wegriss. Die vordere Lok und die beiden ersten Personenwagen stürzten ins Bachbett und wurden von den mit Geröll und Baumstämmen durchsetzten Wassermassen rund 100 Meter talwärts geschwemmt. Der dritte Wagen blieb quer zum Gleis in Schräglage am Bahndamm stehen. Der vierte Wagen stürzte um und blieb auf der Bahntrasse liegen. Zwei Fahrgäste und der Lokomotivführer kamen beim Unfall ums Leben, fast 100 Reisende wurden verletzt, 17 davon schwer. Die Rettungsarbeiten wurden durch das Unwetter stark behindert. [14]
Neufeld an der Leitha, Burgenland – Unfall bei der Raaberbahn
Am 15. September 1995 forderte ein Zusammenstoß zwischen einem Schnellzug und einem Güterzug auf der Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn (ROeEE) zwischen den Bahnhöfen Müllendorf und Neufeld an der Leitha drei Menschenleben und 20 Verletzte.
Salzburg, Salzburg – Gleisbauarbeiter von Zug überfahren
Am 13. Juni 1996 wurden bei Gleisarbeiten in der Stadt Salzburg zwei ÖBB-Bedienstete von einem Regionalzug erfasst und getötet.
Linz, Oberösterreich – Unfall mit rangierendem Zug
Am 28. August 1996 wurden bei einem Zusammenstoß eines Eilzuges mit einer Verschubgarnitur im Bereich des Hauptbahnhofs Linz 50 Personen verletzt.
Arbing, Oberösterreich – Frontalkollision zweier Regionalzüge
Am 24. Juni 1997 forderte eine Frontalkollision auf der Donauuferbahn kurz vor dem Bahnhof Arbing 94 Verletzte.
Mattersburger Bahn, Burgenland – Zusammenstoß zweier Regionalzüge
Am 29. August 1997 stießen zwischen Loipersbach im Burgenland und Rohrbach bei Mattersburg zwei Züge auf freier Strecke zusammen. Das Zugunglück forderte ein Todesopfer und 43 zum Teil schwer verletzte Personen. [15]
Zug der Rollenden Landstraße mit Schiebelok ÖBB 1044.
Neuhofen an der Krems, Oberösterreich – Zusammenstoß Rollende Landstraße-Personenzug
Am 31. Juli 1998 prallten auf der Pyhrnbahn im Bahnhof Neuhofen an der Krems ein leerer Personenzug und ein Huckepackzug ineinander. Ein ÖBB- Zugbegleiter wurde getötet.
St. Pölten, Niederösterreich – Güterzug fährt in Postzug
Am 3. Dezember 1998 rammte ein Güterzug auf der Fahrt von Kledering nach Salzburg in den frühen Morgenstunden im Bahnhof St. Pölten einen zur Beladung abgestellten Postzug. Der Triebfahrzeugführer war bei der Fahrt eingeschlafen und überfuhr mehrere Halt zeigende Signale. Die Indusi-Einrichtung des Güterzuges war vor der Abfahrt abgeschaltet und nicht wieder eingeschaltet worden, wodurch keine Zwangsbremsung ausgelöst wurde. Acht Personen wurden leicht verletzt.
Ein Triebwagen der Reihe 5090 verunfallte 1999 auf der Manker Bahn.
Ober-Grafendorf, Niederösterreich – Entgleisung bei Schmalspurbahn
Am 3. September 1999 entgleiste bei Ober-Grafendorf ein mit fünf Personen besetzter Triebwagen der Manker Bahn. Der Unfall forderte zwei Schwer- und vier Leichtverletzte.
Patsch, Tirol – Brand eines Huckepackzugs im Tunnel
Am 8. Juni 1999 geriet im 89 Meter langen Schönbergtunnel der Brennerbahn ein Zug der Rollenden Landstraße in Brand. Beim Zwischenfall mit einem schwierigen Löscheinsatz wurde niemand verletzt.
Mühldorf, Kärnten – Zusammenstoß zweier Güterzüge
Am 7. September 1999 kollidierten auf der Tauernbahn im Bahnhof Mühldorf-Möllbrücke zwei Güterzüge. Ein Lokomotivführer starb, der zweite kam mit leichten Verletzungen davon.
Bludenz, Vorarlberg – Giftalarm nach Entgleisung
Am 27. November 1999 wurde nach der Entgleisung eines mit 28,5 Tonnen Trifluormethylanilin beladenen Kesselwaggons im Bahnhof Bludenz Giftalarm ausgelöst. Der Tank wurde nicht beschädigt, die hochgiftige Chemikalie wurde abgepumpt.

2000–2009

EuroCity 662 der ÖBB auf der Arlbergbahn.
Linz, Oberösterreich – EuroCity kollidiert mit Hindernis
Am 18. März 2000 entgingen die Passagiere des EuroCity 660 „Bregenzer Festspiele“ nur knapp einer Katastrophe: Im Linzer Rangierbahnhof entgleiste ein mit Autos beladener Güterwagen und stürzte über die Böschung auf die Westbahnstrecke. Der Lokomotivführer des herannahenden EuroCitys leitete eine Schnellbremsung ein. Die Lokomotive schob ein auf den Schienen liegendes Auto und den Waggon zur Seite, verletzt wurde niemand.
Mallnitz, Kärnten – Autoverladezug kollidiert mit Güterzug
Am 7. Juli 2000 stieß im Bahnhof Mallnitz auf der Tauernbahn in den Morgenstunden ein Autoverladezug der Tauernschleuse mit einem Güterzug zusammen. Der Lokomotivführer der Tauernschleuse und drei Lastwagenlenker wurden leicht verletzt.
Traun, Oberösterreich – Kollision zweier Personenzüge
Am 21. August 2000 wurden bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge der Pyhrnbahn in Traun 48 Menschen verletzt.
Gletscherbahn Kaprun 2 bei der Einfahrt in die Bergstation.
Kaprun, Salzburg – Brandkatastrophe im Tunnel
Am 11. November 2000 starben bei einem Brand im etwa 41  % steilen Tunnel der Gletscherbahn Kaprun 2 155 Menschen. Auslöser war ein Heizlüfter, der Hydrauliköl entzündete.
Purkersdorf, Niederösterreich – Kollision wegen überfahrenen Signals
Wegen Bauarbeiten für den Lainzer Tunnel wurde im Bahnhof Unter Purkersdorf Gleis 1 gesperrt und der Verkehr über Gleis 2 geleitet. Obwohl am 14. Juli 2001 ein Regionalzug vor dem Gleiswechsel anhalten und das Freiwerden des Gleises vor einem Halt zeigenden Signal abwarten sollte, fuhr er in das Gleis ein. Die Zugsicherung PZB löste eine Zwangsbremsung aus und verzögerte den Zug auf 40  km/h. Der Triebfahrzeugführer der entgegenkommenden Wiener S-Bahn-Linie 50 konnte die Geschwindigkeit auf 20  km/h reduzieren. Durch den Zusammenstoß wurden 21 Menschen verletzt, davon vier schwer. [16]
Bichlbach, Tirol – DB Regio wartet Gegenzug nicht ab
Am 9. November 2001 forderte der Zusammenstoß eines Personenzugs von DB Regio und eines ÖBB -Güterzugs auf der Außerfernbahn insgesamt sechs zum Teil Schwerverletzte. Der Zug von DB Regio wartete im Bahnhof Bichlbach-Berwang den entgegenkommenden Güterzug nicht ab. Weil der österreichische Abschnitt der Außerfernbahn nicht mit der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB) ausgestattet war, konnte die Kollision nicht verhindert werden. Der Fahrdienstleiter, der den Vorfall bemerkt hatte, konnte wegen fehlenden Zugfunks die Züge nicht anhalten. [17]
Villach, Kärnten – Güterzug fährt in besetztes Gleis
Am 16. November 2001 kam es zu einem Zusammenstoß zweier Güterzüge im Villacher Westbahnhof: Dabei wurde ein Lokomotivführer schwer verletzt. Ursache des Unfalls war die Einfahrt eines Zuges in ein besetztes Gleis. [18]
Kledering, Wien – Lok fährt schräg in S-Bahn
Am 17. November 2001 hatte im Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering der Führer einer Lokomotive der Reihe 1044 ein Verschubverbotsignal überfahren. Die Maschine touchierte trotz Schnellbremsung die Spitze einer entgegenkommenden S-Bahn aus Wolfsthal, die durch den Verschiebebahnhof umgeleitet wurde. Der Unfall forderte sechs Verletzte.
Wampersdorf, Niederösterreich – Bremsversagen eines Güterzugs
Am 26. Februar 2002 prallte auf der Pottendorfer Linie in Wampersdorf ein aus 28 Wagen bestehender Güterzug SopronEbenfurthWien Zvbf auf eine mit 21 Lastwagen beladenen Rollende Landstraße (RoLa) zusammen. Der Begleit liegewagen der RoLa wurde völlig zerstört. Von den 21 Lkw-Fahrern wurden 6 getötet und 15 teils schwer verletzt. Ursache des Unfalls war Bremsversagen. Bereits auf der Fahrt von Sopron nach Ebenfurth zeigte der Zug eine schlechte Bremswirkung, weil die letzten beiden Wagen nicht an der Druckluftbremse angeschlossen waren. Weil in Ebenfurth nach dem Richtungswechsel die Bremsprobe nicht korrekt durchgeführt wurde, bemerkte man den geschlossenen Bremshahn vom nun zweiten zum dritten Wagen nicht. [19]
Ebersdorf, Niederösterreich – Zusammenstoß von Güterzug und Draisine
Am 7. Oktober 2002 stießen in einem unübersichtlichen Bogen der Donauuferbahn bei Ebersdorf ein Güterzug und eine entgegenkommende, mit sechs ÖBB-Bediensteten besetzten Draisine zusammen. Von diesen starben 4 durch nach vorne rutschende geladene Bahnschwellen, 2 wurden schwer verletzt. Beide Züge wurden vom Fahrdienstleiter gleichzeitig auf die einspurige Strecke gelassen. [20]
Kleinreifling, Oberösterreich – Zug fährt in Felssturz, Lok stürzt ab
Am 8. Oktober 2002 fuhr auf der Rudolfsbahn zwischen Kleinreifling und Schönau an der Enns ein Güterzug in einen Felssturz. Die Lokomotive stürzte über eine 15 Meter hohe Mauer zur Enns ab. Der Triebfahrzeugführer kam beim Unfall ums Leben. Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge gestaltete sich wegen der schlechten Zugänglichkeit der Unfallstelle schwierig. [21]
Gleisbaumaschinen einer privaten Gleisbaufirma.
Zell am See, Salzburg – Zug fährt in Gleisbaumaschine
Am 23. Oktober 2003 wurden beim Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einer Gleisbaumaschine bei der Einfahrt in den Bahnhof Zell am See 16 Menschen verletzt, drei davon schwer. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von vier Millionen Euro. [22]
Himberg, Niederösterreich – Explosionsgefahr nach Entgleisung
Am 23. Dezember 2003 bestand nach einem Güterzugunfall in Himberg an der Ostbahn höchste Explosionsgefahr. Mehrere mit Methanol beladene Kesselwagen stürzten um und gerieten in Brand. 200 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Zahlreiche Anrainer wurden vorsorglich evakuiert.
Beide in Bramberg verunfallten Züge waren mit einer Lok der Reihe 2095 bespannt.
Purkersdorf, Niederösterreich – S-Bahn überfuhr Haltesignal
Am 12. Mai 2004 wurde auf der Westbahn bei Purkersdorf eine S-Bahn-Garnitur von einem überholenden Güterzug gerammt. Die S-Bahn kippte zur Seite, wobei elf Personen leicht verletzt wurden.
Bramberg, Salzburg – Frontalkollision in Bogen
Am 2. Juli 2005 stießen zwei Zuggarnituren der Pinzgaubahn bei Bramberg frontal zusammen. Die Unfallstelle lag unmittelbar nach einem Gleisbogen in einem Bereich mit begrenzten Sichtverhältnissen. Ein Triebfahrzeugführer und eine Reisende kamen ums Leben, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der von Krimml nach Zell am See fahrende Zug hatte die Kreuzung nicht abgewartet. Eine Zugbeeinflussung ist auf der Pinzgaubahn nicht vorhanden, es kommt der Zugleitbetrieb zum Einsatz. [23]
Der Steuerwagen und ein Doppel ­stockwagen stürzten beim Unfall in Gramatneusiedl um.
Gramatneusiedl, Niederösterreich – Überfahren eines Ausfahrsignals in Haltstellung
Am 26. Juli 2005 kam es im Bahnhof Gramatneusiedl zu einer Flankenfahrt zwischen einem Eilzug und einem Güterzug. Nach Beendigung des Fahrgastwechsels gab die Zugbegleiterin den Abfahrauftrag und der Triebfahrzeugführer im Steuerwagen beschleunigte den Zug auf 107  km/h, obwohl das Ausfahrsignal Halt zeigte und somit keine Zustimmung zur Abfahrt vorlag. Kurz vor erreichen des Ausfahrsignals leitete der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung ein, die jedoch den Zusammenstoß mit dem Güterzug nicht mehr verhindern konnte. 9 Reisende wurden schwer, 12 Personen leicht verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden. [24]
Lochau, Vorarlberg – EuroCity überfährt Polizisten und Leichenbestatter
Am 29. Dezember 2006 überfuhr die SBB Re 421 des EuroCitys MünchenZürich zwei Polizisten und einen Leichenbestatter und verletzte sie tödlich. Das Ermittlerteam war damit beschäftigt, einen zuvor an derselben Stelle ereigneten tödlichen Bahnunfall mit einer getöteten Person zu untersuchen. Obwohl die Polizei die ÖBB-Leitstelle in Innsbruck verständigt hatte, erhielt der Lokomotivführer keine Meldung über die sich im Gleisbereich aufhaltenden Personen. Der Lokführer, der am vorangehenden Unfall beteiligt war, war auch derselbe, der anschließend an diesem Unfall beteiligt war. Ein Fortsetzen des Dienstes als Lokführer nach einem Personenunfall war 2006 noch möglich. [25]
Villach, Kärnten – Lokomotive entrollt und entgleist
Am 18. Mai 2007 entrollte kurz vor 11 Uhr Vormittag die an die GySEV vermietete 1116.062 aus dem Bahnhof Tarvisio Boscoverde in Richtung Österreich. Zuvor war sie durch ein Verständnisproblem von der italienischen Verschubmannschaft vom Gleichstrom- in den Wechselstrombereich abgestoßen worden, obwohl sich der Triebfahrzeugführer noch nicht im Triebfahrzeug befand. Daraufhin rollte die Lok bis in den Einfahrbereich des Verschiebebahnhofes Villach Fürnitz, wo sie in einem Bogen mit etwa 140 km/h entgleiste, sich überschlug und beschädigt im angrenzenden Waldstück zum Stillstand kam. Verletzt wurde niemand, da der einzige zu dieser Zeit Richtung Italien fahrende Zug, EC 31, rechtzeitig verständigt und angehalten werden konnte.
In Pöchlarn entgleiste Container ­tragwagen
Götzendorf an der Leitha, Niederösterreich – Gleisarbeiter überfahren
Am 12. Oktober 2007 erfasste ein Personenzug WienNeusiedl am See im Bahnhofsbereich Götzendorf an der Leitha der Ostbahn drei mit Gleisarbeiten beschäftigte ÖBB-Bedienstete. Alle drei Arbeiter wurden getötet. [26]
Beim Eisenbahnunfall Kritzendorf entstand an den Gleisen, der Ober ­leitung und den Fahrzeugen großer Schaden.
Pöchlarn, Niederösterreich – Heterogen zusammengestellter Güterzug entgleist
Am 18. Oktober 2008 entgleisten bei der Einfahrt in den Bahnhof Pöchlarn vier leere Containertragwagen eines Güterzuges. [27] Die leichten im vorderen Zugdrittel eingereihten Containertragwagen wurden während der scharfen Bremsung aus niederer Geschwindigkeit durch die schweren Wagen am Zugschluss im Gegenbogen einer Weiche aus den Schienen gedrückt. Die Verwendung der elektrischen Bremse der Lokomotive hat die Längskräfte im Zug zusätzlich vergrössert. [28] Die Entgleisung führte zur Überprüfung der Bremsvorschriften für Güterzüge mit G- und P-Bremse. [27]
Kritzendorf, Niederösterreich – CityShuttle kollidiert mit Güterzug
Am 26. März 2009 prallte im Bahnhof Kritzendorf an der Franz-Josefs-Bahn ein geschobener vierteiliger Wendezug seitlich in einen mit Kohle beladenen Ganzgüterzug. Durch die Kollision stürzten die letzten drei Wagen des Güterzugs um, der Steuerwagen entgleiste. 12 Personen wurden verletzt. Der Triebfahrzeugführer im Steuerwagen des CityShuttles überfuhr ein Halt zeigendes Ausfahrsignal. Der Steuerwagen war mit der Zugsicherung Indusi I 60 ausgerüstet. Die modernere Zugsicherung PZB 90 mit dem restriktiven Modus hätte die Kollision verhindern können. [29]

Ab 2010

Entgleisungstelle im Bahnhof Braz. Die Auto ­mobile wurden weit in der Umgebung verstreut.
Braz, Vorarlberg – Entgleisung eines Autotransportzugs
Am 16. Juni 2010 entgleiste auf der Arlbergbahn zwischen Hintergasse und Braz ein talwärts fahrender Güterzug, der aus ÖBB 1116 173 und 16 beladenen Autotransportwagen bestand. Wegen Bremsversagens erreichte der Zug eine Geschwindigkeit von 125  km/h, bevor er entgleiste. Die Lokomotive und 13 Wagen stürzten von der Bahntrasse und kamen zum Teil in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern zu liegen. Der Lokomotivführer wurde schwer verletzt. Unfallursache war ein gelöstes Sicherungsseil der Bremskupplung zwischen den beiden Wagenteilen des ersten Wagens. Dadurch hing die Bremskupplung durch und wurde abgeschlagen, so dass ein Luftschlauch abgeknickt und die Bremsung des hinteren Zugteils verhindert wurde. Darüber hinaus betätigte der Triebfahrzeugführer auch noch vorschriftsgemäß den Notaus-Taster, wodurch aber der Hauptschalter ausgeschaltet und der Stromabnehmer gesenkt wurde, was den Ausfall der, die Beschleunigung zumindest reduzierenden, elektrischen Bremse des Triebfahrzeuges bedeutete. [30] Die Lokomotive wurde durch eine Zweitbesetzung der ÖBB 1116 173 (Reservekasten) ersetzt.
Entgleisung des Intercitys am 28. September 2012 in Wien
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld, Steiermark – Entgleisung nach Murgang
Am 17. Juni 2012 fuhr in Sankt Lorenzen der aus Salzburg mit 140  km/h kommende Schnellzug 611 trotz eingeleiteter Schnellbremsung in eine Mure, die nach Starkregen die Rudolfsbahn verschüttete. Der Steuerwagen an der Spitze des CityShuttle-Wendezugs und vier weitere Waggons entgleisten und schlitterten auf dem Gleiskörper weiter. Von den über 200 Fahrgästen wurden elf leicht bis mittelschwer verletzt. Der verursachte Schaden belief sich auf rund fünf Millionen Euro. [31]
Wien, Wien – Entgleisung eines Intercitys
Am 28. September 2012 entgleiste auf der Westbahn zwischen dem Wiener Westbahnhof und Penzing die Lokomotive Baureihe 1116 und der erste Wagen eines nach Salzburg fahrenden InterCitys. Reisende und Zugpersonal blieben unverletzt, aber es kam zu erheblichen Sachschäden. Die Entgleisung wurde durch Einschalten eines Ersatzsignals ohne ausreichende Fahrstraßenprüfung verursacht. Kurz vor dem Befahren des Zugs wurde eine Weiche umgestellt. Das Stellwerk war wegen einer technischen Störung nur eingeschränkt benutzbar. [32] [33]
Der Führerstand des 4024 129 wurde bei der Kollision am 21. Jänner 2013 vollständig zerstört.
Beim S-Bahn-Unfall in Penzing beschädigter Talent 4024 101
Penzing, Wien – Frontalkollision zweier S-Bahn-Züge
Am 21. Jänner 2013 kam es auf dem eingleisigen Abschnitt der Wiener S-Bahn zwischen Hütteldorf und Penzing zu einem Frontalzusammenstoß zweier vollbesetzter 4024-Garnituren der Vorortelinie S45. 8 Passagiere und einer der beiden Triebfahrzeugführer wurden schwer, 40 Reisende und der andere Triebfahrzeugführer leicht verletzt.
Wegen einer Störung der Gleisfreimeldeanlage im Bahnhof Hütteldorf erfolgte die Fahrerlaubnis des nach Penzing verkehrenden Zuges mit dem Ersatz- statt dem Ausfahrsignal. Zur Verhinderung von Gegenfahrten hätte in einem solchen Fall der Selbststellbetrieb im Bahnhof Penzing ausgeschaltet werden müssen. Der weiterhin aktive Selbststellbetrieb führte zu einer selbsttätigen Einstellung einer Fahrstraße für den in Gegenrichtung fahrenden Zug. Der Rückbau des zweiten Gleises zwischen Hütteldorf und Penzing, die veraltete und unübersichtliche Sicherungsanlage in Penzing und die Aufgabenüberlastung des Fahrdienstleiters hatten die Kollision mitbegünstigt. [34]
Aus den beiden beschädigten Einheiten wurde ein neue Garnitur des 4024 101 gebildet, und mit einem dadurch überschüssigen Mittelwagen ein Zug der Reihe  4023 zum 4024 129 verlängert. Die restlichen drei Fahrzeugteile stehen seither im Werk Wien Jedlersdorf hinterstellt.
Eisenbahnunfall Obereggendorf: links der Gleismesswagen, rechts die Lok Baureihe 2016.
Obereggendorf, Niederösterreich – Güterzug rammt Gleismesswagen
Am 27. März 2013 prallte auf der Pottendorfer Linie ein Güterzug von Rail Transport Service (RTS) frontal auf einen im Bahnhof Obereggendorf stehenden Gleismesswagen der ÖBB. Dabei wurden zwei der vier Mitarbeiter, die sich im Gleismesswagen befanden, getötet. Vier Personen werden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte die Fahrstraße nicht überprüft und dem Güterzug die Einfahrt auf das besetzte Gleis ermöglicht. [35] [36]
Brenner, Tirol – Entrollte Lokomotiven am Brenner
Am 10. Februar 2014 entrollten im RoLa-Terminal Brennersee zwei unbesetzte Lokomotiven Baureihe 189 von Lokomotion und Rail Traction Company und prallten in den Begleitwagen und die Schiebelokomotive 1144 eines RoLa-Zugs. Die 1144 281 stürzte eine Böschung hinunter und schrammte dem Bahnhofsgebäude entlang. Glücklicherweise war die Fahrstraße für die Schiebelokomotive in ein Stumpfgleis und nicht auf das Streckengleis mit 23  Gefälle eingestellt. [37]
In Waldstein wartete Zug Z 8787 den aus Peggau kommenden Gegenzug Z 8762 nicht ab.
Leobendorf, Niederösterreich – Lkw von S-Bahn erfasst
Am 4. September 2014 fuhr eine Garnitur der S3 in der Haltestelle Leobendorf- Burg Kreuzenstein in einen auf dem Bahnübergang festhängenden Lastkraftwagen. Der Lastkraftwagen ging in Vollbrand auf. Drei Zugpassagiere wurden leicht verletzt. [38]
Waldstein, Steiermark – Frontalkollision zweier Züge der Steiermärkischen Landesbahnen
Am 6. Mai 2015 stießen auf der Übelbacherbahn nahe der Ausweiche Waldstein zwei GTW der Baureihe 4062 der Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) frontal zusammen. Der tödlich verunglückte Triebfahrzeugführer hatte den aus Peggau-Deutschfeistritz kommenden Gegenzug nicht abgewartet. Eine Reisende verstarb im Spital, acht weitere Personen wurden verletzt. Auf der Strecke kommt der Zugleitbetrieb zum Einsatz, die Ausweiche ist mit Trapeztafeln abgesichert. [39] [40]
Allentsteig, Niederösterreich – REX mit Sattelzug kollidiert
Am 25. September 2015 kollidierte der Regional-Express REX 2150 WienGmünd auf einer Eisenbahnkreuzung kurz vor dem Bahnhof Allentsteig der Franz-Josefs-Bahn mit einem Sattelauflieger, der eine 18 t schwere Holzerntemaschine geladen hatte und an der überhöhten Eisenbahnkreuzung aufgesessen war. Der Triebfahrzeugführer verstarb noch an der Unfallstelle, während der Fahrer des Sattelschleppers noch vor dem Unfall aus dem Führerhaus steigen konnte. [41] Die Unfalllok der Reihe 1144 (1144 286) wurde in der Hauptwerkstätte Linz repariert.
Beschädigte Hilfslokomotive 1144 282 im Polleroswandtunnel
Auf der Semmeringbahn ver ­unfallter Tragwagen mit Container im Polleroswandtunnel
Breitenstein, Niederösterreich – Zurückrollender Güterzug kollidiert mit Hilfslok
Am 1. Dezember 2015 kam es auf der Semmeringbahn vor dem Bahnhof Semmering zu einer Zugtrennung eines bergauf fahrenden Holzzugs, der 205 Tonnen schwerer als erlaubt war. Ein nachfolgender, ebenfalls Richtung Semmering fahrender Containerzug, wurde am vorherigen Selbstblocksignal angehalten. Eine Lok der Reihe 1144 die auf dem Weg von Mürzzuschlag nach Gloggnitz war, wurde vom Bahnhof Breitenstein als Nebenfahrt in den besetzten Gleisabschnitt eingelassen um den Containerzug zurück nach Breitenstein zu ziehen. Obwohl die Lokomotive noch gar nicht am Zugschluss angelangt war, löste der Triebfahrzeugführer des Containerzuges im Halbschlaf die Bremse, worauf sich der Zug in Bewegung setzte und im Polleroswandtunnel mit der Nebenfahrt kollidierte. 14 Containertragwagen entgleisten, die Lok sowie die Gleis-, Oberleitungs- und Signalanlagen im Tunnel erlitten schwere Beschädigungen. Der Sachschaden betrug um die drei Millionen Euro. Der Lokführer der Nebenfahrt wurde schwer verletzt. Die Semmeringbahn musste für rund zwei Wochen gesperrt werden. Das Landesgericht Wiener Neustadt bot dem wegen grob fahrlässiger Körperverletzung angeklagten Lokomotivführer des zurückgerollten Zuges Diversion an, die er annahm. [42] [43]
Wartberg, Steiermark – Entgleisung nach Murgang
Am 2. Juli 2016 fuhr auf der Südbahn im Bahnhof Wartberg im Mürztal ein von Tarvis kommender und Richtung Wien fahrender leerer Autozug mit rund 80 km/h in eine Mure, die nach heftigen Regenfällen kurz vor der Durchfahrt des Zuges niederging. Dabei entgleisten die Lokomotive ÖBB 1116 165 und mehrere Waggons. Da die Oberleitung in Mitleidenschaft gezogen war, konnte der schwer verletzte Lokomotivführer erst nach Freigabe der ÖBB geborgen werden. [44] [45]
2017 in Meidling verunfallter Wen ­dezug. Rot markiert die heraus ­ge ­ris ­senen Achsen eines Railjet-Wagens.
Entrollter Güterwagen, der in Wie ­selburg mit einem Zug kollidierte
Wieselburg, Niederösterreich – Entrollte Wagengruppe kollidierte mit Regionalzug
Am 19. Oktober 2016 um entrollte in Randegg eine Wagengruppe die kurz zuvor für Verschubtätigkeiten dort abgestellt worden war. Trotz einigen erfolglosen Versuchen die Wagen aufzuhalten, kollidierten diese etwa 20 Minuten später mit einem vor dem Einfahrsignal des Bahnhof Wieselburg stehenden Regionalzuges, bestehend aus zwei Triebwagen der Reihe 5047. Da dieser nicht geräumt wurde, sondern noch besetzt war, wurden 5 Personen schwer und 13 Personen leicht verletzt. [46]
Meidling, Wien – Verschubfahrt kollidiert mit Railjet
Am 15. April 2017 fuhr eine Verschubfahrt, bestehend aus einer Lok der Reihe 1144 und einem Doppelstock-Wendezug, in die Flanke eines Railjet von Wien nach Lienz. Zuvor hatte der Triebfahrzeugführer der Verschubfahrt ein Verschubsignal missachtet. Die letzten 4 Wagen entgleisten und kippten fast komplett um. Dabei wurden 16 Personen verletzt. [47]
Triebfahrzeuge der Reihen 5022 und 1144 nach der Kollision in Haiding
Verunfallter Westbahn-Zug in Linz
Linz, Oberösterreich – Westbahn-Doppelstocktriebzug kollidiert mit Güterzug
Am 23. August 2017 kam es im Verschiebebahnhof Linz Ost zu einer Kollision zwischen einem neuen Kiss-Triebzug der Westbahn mit einem Erzzug von CargoServ. Der Westbahn-Zug hätte nach einem Probeeinsatz als Leerfahrt an einem Fahrverbot zeigendem Schutzsignal die Vorbeifahrt des Güterzugs abwarten sollen. Der Triebfahrzeugführer der Westbahn wurde schwer verletzt, zwei Personen im Triebzug erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden belief sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. [48]
Haiding, Oberösterreich – Entrollter Personenzug mit geräumten Zug gestoppt
Am 30. Oktober 2017 entrollte im Bahnhof Neumarkt-Kallham an der Bahnstrecke Wels–Passau ein leerer Regionalzug in Richtung Wels. Der Fahrdienstleiter bemerkte den Vorfall, worauf Feuerwehren die Bahnübergänge sicherten. Mit einem weiteren Personenzug der Reihe 5022, der zuvor im Bahnhof Haiding geräumt wurde, konnte nach 20 Kilometer Geisterfahrt der entlaufene Zug gestoppt werden. Den entstandenen Sachschaden schätzten die ÖBB auf mehrere hunderttausend Euro. [49]
Die beiden letzten Wagen und die hinuntergeschleuderte Ladung links neben dem Gleis nach der Entgleisung bei Gries am Brenner
Gries am Brenner, Tirol – Entgleisung eines Güterzugs
Am 22. Dezember 2017 entgleisten auf der Brennerbahn zwischen Brenner und Steinach die letzten beiden Doppelwagen eines talwärts fahrenden Güterzug von TX Logistik mit einer Geschwindigkeit von etwa 125  km/h. Nach dem Aufrüsten mit einem Test der Zugbeeinflussungssysteme im Bahnhof Brenner wurde vergessen, den Bremshahn zwischen den in Doppeltraktion verkehrenden Zuglokomotiven zu öffnen. Somit waren auf der Talfahrt nur die direkte und die elektrische Bremse einer der beiden Vectron-Lokomotiven wirksam. Die Strecke musste mehrere Tage gesperrt werden, es entstand erheblicher Sachschaden, 4800 Meter Gleis mussten neu verlegt werden. [50] [51] [52]
Kritzendorf, Niederösterreich – Flankenfahrt zweier Reisezüge
Am 22. Dezember 2017 fuhr auf der Franz-Josefs-Bahn im Bahnhof Kritzendorf eine S-Bahn einem durchfahrendem Regional-Express (REX) in die Flanke. Zwei Doppelstockwagen des REX stürzten um, ein dritter neigte sich zur Seite. Zwölf Reisende wurden verletzt. Weil die S-Bahn in Kritzendorf wendete, überfuhr der Zug keinen 500 Hz Magneten, es war somit keine restriktive Überwachung der PZB wirksam, sondern nur das Startprogramm, das allerdings 45 statt 25 km/h überwacht. [53]
Bei der Kollision in Salzburg stark deformierter Liegewagen (Wagen 11) der stehenden Wagengruppe.
Ein zur Gänze aufgerissener Wag ­gon des EuroCity 216 nach der Kollision von Niklasdorf
Niklasdorf, Steiermark – Flankenfahrt zweier Reisezüge
Am 12. Februar 2018 stieß der von Graz nach Saarbrücken fahrende EuroCity 216 im Bahnhof Niklasdorf auf der Bahnstrecke Bruck an der Mur–Leoben mit einem als Regionalzug Friesach in KärntenMürzzuschlag verkehrendem Triebzug der Reihe 4744 zusammen. Dabei wurden mehrere Waggons beschädigt bzw. zerstört. Bei einem Waggon des Fernreisezugs wurde die Seitenwand zur Gänze aufgerissen. Eine Reisende wurde getötet und 28 Personen verletzt. Der Triebfahrzeugführer fuhr gegen ein Halt zeigendes Signal an und somit ohne Zustimmung im Bahnhof ab. Ein 500-Hz- PZB-Magnet oder ein Signalnachahmer waren nicht vorhanden. [54] [55]
Salzburg, Salzburg – Verschubunfall mit Nachtzug
Am 20. April 2018 fuhr im Salzburger Hauptbahnhof eine Verschubgarnitur beim Verschub von Kurswagen aus Venedig mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit auf den stehenden Zugteil des Nightjet ZürichWien auf. [56] [57] Zwei Reisende wurden schwer und 57 leicht verletzt. Ursache der Kollision war ein Ohnmachtsanfall der Triebfahrzeugführerin der geschobenen Verschubgarnitur. Bei Verschubbewegungen, bei den mit Fahrgästen besetzte Wagen beteiligt sind, kommt seither ein Luftbremsknopf an der Spitze des geschobenen Wagenteils zum Einsatz, damit bei Gefahr eine Notbremsung eingeleitet werden kann. [58]
Umgestürzter ET 5 der Mariazeller ­bahn, aufgenommen vom Führerstand des ET 6 durch eine fest installierte Kamera
Völlerndorf, Niederösterreich – Entgleisung bei Mariazellerbahn
Am 26. Juni 2018 entgleiste auf der Mariazellerbahn bei Völlerndorf unmittelbar hinter der Brücke über die Pielach die vordere Garnitur des aus zwei „Himmelstreppen“ bestehenden Regionalzugs mit 55  km/h. Der hintere ET  6 blieb im Gleis, kam jedoch durch die Kollision mit dem führenden ET  5 in Schräglage. 34 Personen wurden verletzt, drei davon schwer. Auf dem geraden Streckenabschnitt vor der Pielachbrücke sind 70  km/h zulässig, auf der Brücke und dem nachfolgendem Bogen höchstens 35  km/h. Eine aktive Geschwindigkeitsüberwachung existierte nicht. [59] Am 28. August 2019 wurde der angeklagte Triebwagenführer in St. Pölten rechtskräftig vom Vorwurf der grob fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Gemeingefährdung freigesprochen. Ein Gutachten hatte ergeben, dass der Lokführer wegen Flüssigkeits- und Nahrungsmangel für kurze Zeit das Bewusstsein und damit die Herrschaft über den Triebwagen verloren habe. [60]
Wien – Kollision einer nicht besetzten Doppelstockgarnitur mit einer besetzten S-Bahn-Garnitur
Am 1. Juli 2019 kollidierte im Bereich Angerer Straße in Wien- Floridsdorf eine nicht besetzte Doppelstockgarnitur bei Verschubarbeiten seitlich mit einer mit rund 60 Personen besetzten S-Bahn-Garnitur, wobei beide Züge teilweise entgleisten. Beim Zusammenstoß wurden drei Personen leicht verletzt. [61] Die viel befahrene Strecke zwischen Floridsdorf und Leopoldau wurde für den Zugverkehr bis 2. Juli 2019 in der Nacht gesperrt, einige Regionalzüge mussten über Wien-Stadlau und Simmering bis zum Wiener Hauptbahnhof umgeleitet werden. [62]

Siehe auch

Unfälle von Zügen in Österreich:

Unfälle im In- und Ausland:

Unfälle im Ausland:

Literatur

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Nur in Einzelfällen sind Unfälle aufgeführt, bei denen Menschen beim Überqueren der Bahngeleise ums Leben kamen oder bei Bau- oder Unterhaltsarbeiten verunfallten.
  2. Erich Preuß: Eisenbahnunfälle in Europa. transpress, Berlin 1991, S. 78.
  3. Eröffnung der Pferde-Eisenbahn Local-Anzeiger der Presse, 5. Oktober 1865. In: AW: Pferdeeisenbahnen. harry, 24. Juli 2008, 11:44, http://www.sagen.at/forum/, abgerufen 6. Februar 2017. – (Digitalisat bei: ANNO)
  4. Unfall auf der Zahnradbahn. In: Wiener Zeitung, Nr. 155/1883, 10. Juli 1883, S. 9, linke Spalte Mitte. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  5. Schwerer Unfall auf der elektrischen Lokalbahn Wien–Baden. In: Die Lokomotive, Heft Nr. 7. Juli 1919, S. 97, abgerufen am 1. November 2016.
  6. Josef Dultinger: 150 Jahre Lokomotiv-Eisenbahnen in Österreich. Verlag Dr. Rudolf Erhard, 1987, S. 244.
  7. Hochwasserchronik Kärnten. 2014, S. 28, abgerufen am 7. März 2020.
  8. Ascanio Schneider: Die Gebirgsbahnen Europas. Orell Füssli, Zürich 1963, S. 281–282.
  9. 1 2 Die schwersten Zugunglücke in Österreich. In: Der Standard. 26. Februar 2002, abgerufen am 1. Mai 2015.
  10. Zugunglücke. (Nicht mehr online verfügbar.) Citype GmbH, archiviert vom Original am 18. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wien-vienna.at
  11. Horst Felsinger, Walter Schober: Die Mariazellerbahn. Verlag Peter Pospischil, 2002. S. 134
  12. Leopold Handlfinger: Foto der abgestürzten 1099.15.@1@2Vorlage:Toter Link/www.eisenbahn-bilder.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Auf: www.eisenbahn-bilder.com, hochgeladen am 11. Jänner 2005
  13. Ernst Kabelka: Schienenverkehr aktuell. Nr. 12. Pospischil, Wien 1991, S. 12.
  14. Alfred Horn: Schwerer Unfall bei Bludenz. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 9/1995. Minirex, ISSN 1421-2900, S. 393.
  15. Das Zugsunglück und Neubau der Bezirksstelle auf der Seite der Bezirksstelle Mattersburg des Roten Kreuzes abgerufen am 20. Juni 2020
  16. Zugzusammenstoß bei Purkersdorf: Unfallursache geklärt Fahrtenschreiber wurde ausgewertet: Signal überfahren. ÖBB, 17. Juli 2001, abgerufen am 1. Mai 2015.
  17. Martin Teißl: Schreiben an Frau Dr. Monika Forstinger. Fahrgastverband Pro Bahn, Arbeitsgruppe Allgäu/Tirol, 12. November 2001, abgerufen am 1. Mai 2015.
  18. Taurus100: 1142 695. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Das digitale Eisenbahn-Fotoarchiv. 2. August 2003, archiviert vom Original am 18. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/schienenfahrzeuge.netshadow.net
  19. Alfred Horn: Der Zusammenstoss in Wampersdorf. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 4/2002. Minirex, ISSN 1421-2900, S. 173.
  20. Vier Tote bei Zugsunglück auf Donauuferbahn. In: Der Standard. 8. Oktober 2002, abgerufen am 1. Mai 2015.
  21. Reinhard Hoscher: Informationen zum Bilderbogen Unfall Kleinreifling am 08.10.2002. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Digitales Eisenbahn-Fotoarchiv. 11. August 2003, archiviert vom Original am 18. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eisenbahn-bilder.com
  22. Zugsunfall in Zell am See: 16 Verletzte. In: Der Standard. 23. Oktober 2003, abgerufen am 1. Mai 2015.
  23. Erich Zankl, Sigfried Kranzl: Untersuchungsbericht. (PDF, 0,4 MB) Zusammenstoß der Züge 3310 und 3313 der Österreichischen Bundesbahnen, Strecke 267, zwischen Bahnhof Mühlbach im Pinzgau und Bahnhof Bramberg am 2. Juli 2005. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 15. März 2006, archiviert vom Original am 8. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015. (Memento vom 13. August 2007 im Internet Archive)
  24. Peter Urbanek, Gerhard Dewam: Untersuchungsbericht. (PDF, 0,4 MB) Zusammenstoß der Züge 2618 und 75173 der Österreichischen Bundesbahnen im Bahnhof Gramatneusiedl am Dienstag, 26. Juli 2005. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 16. März 2006, archiviert vom Original am 8. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015. (Memento vom 13. August 2007 im Internet Archive)
  25. Alfred Horn: Tragischer Unfall bei Bregenz. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 2/2007. Minirex, ISSN 1421-2900, S. 84.
  26. NÖ: Drei Tote bei Unfall im Bahnhof Götzendorf. In: Der Standard. 14. Oktober 2007, abgerufen am 1. Mai 2015.
  27. 1 2 Entgleisung des Zuges 54091 am 18. Oktober 2008 im Bf Pöchlarn. Untersuchungsbericht der Bundesanstalt für Verkehr Fachbereich Schiene, 6. September 2010
  28. Helmit Griesser: Bremsprobleme bei langen Zügen. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 7. Minirex, 2020, ISSN 1022-7113, S. 350–352.
  29. Erich Landl: Kollision Zug 21023 mit Zug 48007 am 26. März 2009 auf der Strecke 10901 Wien Franz-Josefsbahnhof nach Staatsgrenze nächst Gmünd N.Ö. im Bf Kritzendorf. (PDF, 1,3 MB) Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 7. Oktober 2010, abgerufen am 1. Mai 2015.
  30. Alfred Horn, Walter von Andrian: Spektakuläre Entgleisung am Arlberg. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 8/2010. Minirex, ISSN 1421-2900, S. 428–431.
  31. Fuhr auf Mure auf – ÖBB-Zug in der Steiermark entgleist. In: Heute (Online-Ausgabe) vom 17. Juni 2012
  32. Entgleisung Personenzug in einem Bahnhof in Österreich am 28. September 2012. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 27. September 2013 (PDF, 1,8 MB)
  33. Güterzug rammte Bauzug bei Wiener Neustadt: Fahrdienstleiter angezeigt. In: Der Standard (Online-Ausgabe) vom 28. März 2013
  34. Kollision Z 20592 mit Z 20595 zwischen Bf Wien Hütteldorf und Bf Wien Penzing am 21. Jänner 2013. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 3. April 2015 (PDF, 3,6 MB)
  35. Kollision eines Güterzugs mit einem stehenden Gleismesswagen am 27. März 2013. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 3. Juni 2014 (PDF, 1,4 MB)
  36. ÖBB-Zug bei Wiener Westbahnhof entgleist: Strecke eingleisig befahrbar. In: Der Standard (Online-Ausgabe) vom 29. September 2012
  37. Helmut Petrovitsch: Unfall mit entrollten Lokomotiven am Brenner. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 3/2014. Minirex, ISSN 1421-2900, S. 130.
  38. Lkw in Leobendorf von Zug erfasst: 80 Feuerwehrleute im Einsatz. In: Der Standard (Online-Ausgabe) vom 4. September 2014
  39. Zwei Personenzüge bei Graz kollidiert: Ein Lokführer tot. In: Der Standard (Online-Ausgabe) vom 6. Mai 2015
  40. Zweites Todesopfer wird obduziert. Kleine Zeitung (Online-Ausgabe) vom 8. Mai 2015
  41. LKW gegen Zug auf der Franz-Josef-Bahn in der KG Thaua. Website der Freiwilligen Feuerwehr Göpfritz/Wild, abgerufen am 13. Februar 2016.
  42. Kuriose Zugkollision am Semmering. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 1/2016. Minirex, ISSN 1022-7113, S. 28–29.
  43. Güterzugunfall am Semmering: Prozess endet mit Diversion. In: Kurier (Online-Ausgabe) vom 26. Juli 2017
  44. Güterzug durch Murenabgang entgleist. Auf: steiermark.orf.at, 2. Juli 2016
  45. Mure ließ Güterzug entgleisen. Auf : meinBezirk.at, 3. Juli 2016
  46. Untersuchungsbericht Auf : bmvit.gv.at 19. November 2018
  47. Zwischenuntersuchungsbericht Auf : bmvit.gv.at 19. November 2018
  48. Alfred Horn: Westbahn-Kiss kollidiert in Linz mit Güterzug. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 10/2017. Minirex, ISSN 1022-7113, S. 500–501.
  49. Hoher Schaden durch Geisterzug. Auf: ooe.orf.at, 1. November 2017.
  50. Alfred Horn: Güterzug am Brenner ausser Kontrolle geraten und entgleist. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2/2018. Minirex, ISSN 1022-7113, S. 96.
  51. Untersuchungsbericht Entgleisung von Z 43144 zwischen den Hst Gries und St. Jodok am 22. Dezember 2017 der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB). Wien, 19. Dezember 2018 (PDF; 4,1 MB)
  52. Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (Hrsg.): Entgleisung von Z 43144 zwischen den Hst Gries und St. Jodok am 22. Dezember 2017. S. 9.
  53. Kollision zweier ÖBB-Züge in Kritzendorf. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2/2018. Minirex, ISSN 1022-7113, S. 98–99.
  54. Zwei schwere Bahnunfälle, gleiche Ursache?. In: Kurier (Online-Ausgabe) vom 15. Februar 2018
  55. Strecke bis Mittwoch gesperrt, eine Verletzte noch in Lebensgefahr. In: Kleine Zeitung (Online-Ausgabe) vom 15. Februar 2018
  56. Alfred Horn: Verschubunfall mit ÖBB-Nachtzug in Salzburg. In: Eisenbahn-Revue International. 6/2018, S. 295.
  57. Suche nach Ursache für Zugunfall mit 54 Verletzten in Salzburg. In: Der Standard (Online-Ausgabe) vom 21. April 2018
  58. Nach Rangierunfall in Salzburg: BMVIT schliesst Sicherheitslücke. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 6/2019, S. 314.
  59. Ernst Lassbacher: Schwere Entgleisung bei der Mariazellerbahn. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 8–9/2018, S. 414–415.
  60. Mariazellerbahn-Unfall: Freispruch für Triebwagenführer. NÖN vom 28. August 2019, abgerufen am 19. September 2019.
  61. Glimpfliches Ende einer Zug-Kollision in Wien-Floridsdorf, abgerufen am 2. Juli 2019
  62. Zug-Sperre von Leopoldau bis Floridsdorf. meinbezirk.at vom 2. Juli 2019, abgerufen am 19. September 2019.