unbekannter Gast
vom 10.01.2018, aktuelle Version,

Liste von Eisenbahnunfällen in Österreich

Der Eisenbahnunfall von Timelkam 1875 ging auf einen Radreifenbruch zurück. Damals war noch nicht bekannt, dass ein Bauteil schwingend nur weniger belastet werden darf als statisch.

Die Liste von Eisenbahnunfällen in Österreich enthält eine chronologische Auflistung von Unfällen bei den österreichischen Eisenbahnen, bei denen der Verlust von Menschenleben zu beklagen war oder erheblicher Schaden verursacht wurde.[1] Wenn nicht besonders erwähnt, handelte es sich um Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Die Eisenbahn gilt im Vergleich zum Straßenverkehr als sehr sicher, doch auch hier lassen sich Unfälle nicht ausschließen. Die Zugbeeinflussung Indusi wurde ab 1963 in Österreich eingeführt, um Kollisionen zu vermeiden. Ergebnisse der Unfalluntersuchungen können – für Ereignisse des Jahres 2008 und später – auf der Website der Bundesanstalt für Verkehr (BAV) eingesehen werden.

1839–1969

Vranovice nad Svratkou, Mähren – Auffahrunfall bei Eröffnungsfeier
Am 7. Juli 1839 verkehrten anlässlich der Eröffnung der Strecke Břeclav–Brünn drei Festzüge von Wien nach Brünn. Bei der Rückfahrt muss der Lokomotivführer des zweiten Zugs anhalten, um die Lokomotive zu reparieren. Auch der Lokomotivführer der dritten Zugs muss unterwegs anhalten, um einige Schrauben nachzuziehen. Er versucht, die Verspätung aufzuholen und achtet bei der Fahrt nicht mehr auf den erforderlichen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Zug. Im Bahnhof Vranovice fährt er auf den vorderen Zug auf, wobei zwei Wagen des zweiten Zuges zertrümmert und die Lok „Gigant“ sowie der vorderste Wagen des dritten Zuges beschädigt werden. Die Kollision fordert 60 Verletzte. [2]
WienDornbach (" Pferde-Eisenbahn") – Entgleisung in der Zielstation der Eröffnungsfahrt
Über die "officielle Eröffnung(sfahrt)" am 4. Oktober 1865 wurde am Folgetag berichtet, dass "im Dornbacher Stationsgebäude ein Wagen entgleiste, welcher Unfall jedoch bald gut gemacht wurde." Diese Eisenbahn lief als Straßenbahn in diese bis Ende 1891 noch selbständige Nachbargemeinde Wiens. [3]
Timelkam, Oberösterreich – Entgleisung nach Radreifenbruch
Am 19. Oktober 1875 entgleiste die Lokomotive Amstetten auf der österreichischen Westbahn beim Bahnhof Timelkam zwischen Linz und Salzburg. Ursache war ein Materialfehler. Die Tatsache, dass ein Bauteil bei wechselnder Beanspruchung eine geringere Belastbarkeit aufweist als bei statischer, war noch nicht bekannt. Dies wurde erst durch August Wöhler entdeckt. Seitdem wird das Verformungs- und Versagensverhalten von Werkstücken bei zyklischer Beanspruchung im Wöhlerversuch ermittelt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Timelkam
Nussdorf, Wien – Wagen entläuft auf Zahnradbahn
Am 10. Juli 1883 entlief auf der Kahlenbergbahn ein mit Schwellen beladener Güterwagen, weil die Zahnradbremse nicht funktionierte. Der Wagen riss in der Talstation Nussdorf ein großes Loch in der sich hinter dem Gleisende befindlichen Mauer. Die auf dem Wagen mitfahrenden Bahnarbeiter konnten sich durch Abspringen in Sicherheit bringen. [4]
Rudnik nad Sanem, Galizien – Explosion
Am 17. Juli 1917 explodierte ein im Bahnhof von Rudnik nad Sanem abgestellter Munitionszug des österreichisch-ungarischen Militärs. 59 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Rudnik
Trzciana, Galizien – Fahrdienstleiter entdeckt Fehler zu spät
Am 14. Januar 1918 stießen in Trzciana zwei Schnellzüge frontal zusammen, weil ein Fahrdienstleiter einen Fehler zu spät bemerkte. 16 Menschen starben, 88 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Trzciana
Auschwitz, Galizien – Entgleisung wegen Schnellbremsung
Am 3. August 1918 entgleiste ein gemischter Zug während einer Schnellbremsung auf der Weichselbrücke in Auschwitz. Acht Menschen starben bei dem Unfall, 30 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Auschwitz
Wiener Lokalbahn, Niederösterreich – Brand in Triebwagen
Am 11. Juli 1919 geriet ein von Baden nach Wien verkehrender Triebwagen der elektrischen Lokalbahn Wien–Baden in Brand. Durch die Stichflammen wurden zwölf Fahrgäste schwer verletzt. [5]
Felixdorf, Niederösterreich – Zusammenstoß bei starkem Schneefall
In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1921 stießen bei Felixdorf auf der Südbahn bei starkem Schneefall ein aus Italien kommender Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Sieben Reisende starben, 14 wurden schwer verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Felixdorf
1939 verunfallte in St. Valentin der D54.
Sternthal, Untersteiermark – Entgleisung
Vermutlich aufgrund eines Achsbruchs entgleiste in der Nacht vom 5. auf den 6. November 1918 zwischen Sternthal und Pettau ein überwiegend mit ungarischen Soldaten beladener Heimkehrerzug, wobei mindestens 63 Menschen starben und mindestens 121 weitere verletzt wurden.
Oftering, Oberösterreich – Entgleisung nach Entfernung einer Schiene
Am 10. April 1934 entgleiste um 02:49 der Zug D117 bei Oftering, nachdem eine Schiene entfernt worden war. Der Heizer der Lokomotive 214.06 wurde dabei getötet, mehrere Personen in den dahinter gereihten Dienst- und Postwagen wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst wurde über einen politischen Hintergrund infolge der Februarkämpfe von 1934 spekuliert, als die Täter im Dezember 1936 gefasst werden konnten, stellte sich die Tat als Versuch eines Postraubes heraus.
St. Valentin, Niederösterreich – Überhöhte Geschwindigkeit
Am 25. Oktober 1939 fuhr der D-Zug 54 mit voller Geschwindigkeit durch den Bahnhof St. Valentin, obwohl das Einfahrsignal verminderte Geschwindigkeit anzeigte. Die Lokomotive 12  006 passierte die erste, in Ablenkung stehende erste Weiche. Dadurch begann sie zu schwanken und entgleiste bei der nächsten Weiche. Der Unfall forderte 17 Tote, darunter der berühmte Chirurg Anton von Eiselsberg und acht Angehörige der deutschen Wehrmacht. [6]
1951 kam es im Bahnhof Langen ­wang zu einem schweren Unfall.
Langenwang, Steiermark – Expresszug fuhr in rangierenden Güterzug
Am 26. September 1951 fuhr im Bahnhof Langenwang an der österreichischen Südbahn ein Schnellzug in die Flanke eines rangierenden Güterzuges. Bei dem Eisenbahnunfall kamen 22 Menschen ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Langenwang
Dalaas, Vorarlberg – Lawinenkatastrophe im Bahnhof Dalaas
Bereits am Vortag des 12. Januar 1954 führten zahlreiche Lawinenabgänge zu einer Sperrung der Arlbergstrecke. Kurz nach Mitternacht erfasste die Muttentobellawine den im Bahnhof Dalaas eingeschlossenen E 632 Bregenz- Wien. Die vor dem Aufnahmegebäude stehende Lokomotive 1020 42 wurde verschüttet. Durch ihr Gewicht rettete die Maschine einen Teil des Gebäudes, in dem sich auch Reisende des Zuges befanden. Drei Wagen wurden bis 100 Meter weit weggeschleudert. Die anderen beiden Wagen blieben auf dem Gleis stehen, wurden jedoch von meterhohen Schneemassen zugeschüttet. Die Lawine forderte 10 Todesopfer. Während die Reisenden aus den umgestürzten Wagen lebend geborgen werden konnten, gelang es aus dem verschütteten Bahnhof nur den Weichenwärter, den Vorstand und einen schwerverletzten Schaffner zu retten. [7]
→ Siehe auch: Lawinenkatastrophe von 1954 in Vorarlberg
Marchtrenk, Oberösterreich – Entgleisung des „Wiener Walzers“
Am 7. März 1968 entgleiste in Marchtrenk an der Westbahn wegen eines technischen Defekts der „Wiener Walzer“. Vier Menschen kamen ums Leben, acht wurden verletzt.

1970–1979

Wien, Wien – Entgleisung im Westbahnhof
Am 15. April 1970 entgleiste im Wiener Westbahnhof der Expresszug Wien– Basel. Ein Fahrgast und ein ÖBB-Bediensteter wurden getötet und drei Personen verletzt.
Fürnitz, Kärnten – Auffahrunfall wegen falsch gestellter Weiche
Am 3. Mai 1971 fuhr der D-Zug RomWien in Fürnitz an der Karawankenbahn wegen einer falsch gestellten Weiche auf einen Güterzug auf. Der Unfall kostete acht Menschen das Leben, 27 Personen wurden verletzt.
Bleiburg, Kärnten – Verschublok fährt in Güterzug
Am 29. Oktober 1972 prallte in Bleiburg an der Jauntalbahn eine Verschublokomotive gegen einen Güterzug. Zwei Eisenbahner starben. [8]
Wien, Wien – Güterzug verursacht Großbrand
Am 19. Juni 1977 löste ein in Brand geratener Kesselwagen eines aus Ungarn kommenden Güterzugs im südlichen Stadtgebiet Wiens einen Großbrand aus. Der Bahnkörper stand auf einer Länge von 10  Kilometern in Flammen. Das ausgelaufene Benzol brannte in den Abwasserkanälen und erzeugte explosive Gase. Rund 250 Feuerwehrmänner waren neun Stunden im Einsatz. [9]
Göllersdorf, Niederösterreich – Zug erfasst Schulbus
Am 22. Oktober 1975 kamen auf der Nordwestbahn zwischen Göllersdorf und Sierndorf bei einem Zusammenstoß eines Zuges mit einem Schulbus sieben Menschen ums Leben, weitere 37 wurden verletzt.
Rodaun, Wien – Bremsversagen eines Güterzugs
Am 19. Oktober 1979 entgleiste wegen eines Bremsversagens auf der Kaltenleutgebener Bahn in Rodaun ein Güterzug. Drei ÖBB-Bedienstete überlebten das Unglück nicht, einer wurde schwer verletzt.

1980–1989

Kopfbahnsteig und zwei Prellböcke im Wiener Südbahnhof.
Wien, Wien – Personenzug überfährt Prellbock  
Am 17. August 1981 fuhr ein Pendlerzug im Wiener Südbahnhof wegen menschliches Versagens auf einen Prellbock. Drei Menschen starben, 140 werden verletzt.
Wels, Oberösterreich – Frontalzusammenstoß mit vielen Verletzten
Am 27. August 1981 wurde bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Wels ein Fahrgast getötet, 165 erlitten Verletzungen.
Leobersdorf, Niederösterreich – Eilzug fährt auf Expresszug auf
Am 8. Juni 1982 fuhr bei Leobersdorf an der Südbahn ein Eilzug von Graz nach Wien gegen den Schlusswagen des Romulus-Express: Die Kollision war auf einen Irrtum zweier Streckenposten zurückzuführen. Der Unfall forderte vier Tote und 45 Verletzte.
Schienenkran einer privaten Gleisbaufirma.
Amstetten, Niederösterreich – Zug kollidiert mit Kranwagen
Am 19. Mai 1987 fuhr in Amstetten an der Westbahn ein Personenzug mit hoher Geschwindigkeit auf einen ÖBB- Kranwagen auf. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, zehn wurden verletzt.
Lambach, Oberösterreich – Kollision zwischen Schnell- und Eilzug
Am 18. September 1987 kollidierte in Lambach an der Westbahn ein Schnellzug mit einem Eilzug. Vier Personen wurden getötet, 77 verletzt.
Wolfurt, Vorarlberg – Kollision zwischen Schnell- und Eilzug
Am 29. August 1988 stieß auf der Vorarlbergbahn in Wolfurt der Expresszug „Pfänder“ mit einem Eilzug zusammen. Fünf Menschen kamen ums Leben, 46 wurden zum Teil schwer verletzt.
„Bavaria“ auf dem deutschen Streckenabschnitt zwischen Lindau und München Hauptbahnhof.
Bregenz, Vorarlberg – Kollision zweier Expresszüge
Am 30. August 1989 prallten auf der Vorarlbergbahn der Expresszug „Montfort“ und der Eurocity Bavaria südlich von Bregenz zusammen. Ein Fahrgast wurde getötet, 16 Personen teilweise schwer, mehrere weitere leicht verletzt. [8]
Schienenbus 5081 der ÖBB. 1989 stieß bei Neunkirchen ein Schienenbus mit einem Zug zusammen.
Neunkirchen, Niederösterreich – Zusammenstoß mit Schienenbus
Am 11. September 1989 kam es zu einer Kollision zwischen einem Schienenbus und einem Regionalzug auf einer eingleisigen Bahnstrecke im Bezirk Neunkirchen. Zwei Tote und 13 zum Teil Schwerverletzte waren die Bilanz.

1990–1999

Kindberg, Steiermark – Güterzug mit Regionalzug zusammengestoßen
Am 23. Juni 1990 prallten auf der Südbahn bei Kindberg ein Güterzug und ein Regionalzug zusammen. Ein Toter und zehn Verletzte waren zu beklagen.
Süßenbrunn, Wien – Unfall bei der S-Bahn
Am 9. November 1991 überfuhr in der Nähe der Haltestelle Süßenbrunn ein aus Wolkersdorf kommender Zug der S-Bahn Wien ein Ausfahrsignal und kollidierte bei der Abzweigung von der Nordbahn mit einem Regionalzug. Ein Zwischenwagen des Regionalzugs entgleiste und ragte in das Profil der Gegenrichtung. Ein entgegenkommender Zug der Linie S1 konnte nicht mehr bremsen und wurde auf der Seite aufgeschlitzt. Vier Menschen starben, 40 erlitten teilweise schwere Verletzungen. [10]
Schneebergbahn, Niederösterreich – Zusammenstoß von Personen- und Güterzug
Am 3. Juni 1992 stießen ein Personen- und ein Güterzug auf der Schneebergbahn nach Puchberg am Schneeberg zusammen. Die Kollision forderte zwei Tote und 28 Verletzte.
Grünbach, Niederösterreich – Zweite Kollision bei der Schneebergbahn
Am 18. August 1992 kam es auf der Schneebergbahn bei Grünbach am Schneeberg erneut zu einer Kollision: Fünf Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte waren die Folge.
Melk, Niederösterreich – Frontalkollision im Bahnhof Melk
Am 13. Februar 1993 forderte auf der Westbahn die Frontalkollision eines Güterzuges mit einem Eilzug im Bahnhof Melk drei Tote und rund 20 Verletzte.
Penzing, Wien – Zusammenstoß von S-Bahn und Regionalzug
Am 18. Februar 1993 überfuhr im Bahnhof Hütteldorf ein Regionalzug ein Ausfahrsignal. Trotz Schnellbremsung kollidierte der Zug mit einer entgegenkommenden Garnitur der Wiener S-Bahn-Linie S50. Der Triebfahrzeugführer dieses Zuges und zwei weitere Reisende wurden getötet, 25 verletzt.
Auf der am nördlichen Talhang ansteigenden Strecke der Arlbergbahn (links im Bild) stürzte 1995 ein Intercity in eine Schlucht.
Braz, Vorarlberg – Schnellzug fährt in Mure und stürzt in Schlucht
Am 11. August 1995 entgleiste auf der Arlbergbahn bei Innerbraz der Intercity „Niederösterreichische Tonkünstler“ WienLindau. Im aus der führenden Lokomotive der Baureihe 1044, zwölf Wagen und einer Schiebelokomotive 1042 bestehenden Zug befanden sich etwa 250 Passagiere. Unmittelbar vor der Durchfahrt des Zuges löste ein starkes Unwetter eine Mure aus, die die Masonbrücke wegriss. Die vordere Lok und die beiden ersten Personenwagen stürzten ins Bachbett und wurden von den mit Geröll und Baumstämmen durchsetzten Wassermassen rund 100 Meter talwärts geschwemmt. Der dritte Wagen blieb quer zum Gleis in Schräglage am Bahndamm stehen. Der vierte Wagen stürzte um und blieb auf der Bahntrasse liegen. Zwei Fahrgäste und der Lokomotivführer kamen beim Unfall ums Leben, fast 100 Reisende wurden verletzt, 17 davon schwer. Die Rettungsarbeiten wurden durch das Unwetter stark behindert. [11]
Neufeld an der Leitha, Burgenland – Unfall bei der Raaberbahn
Am 15. September 1995 forderte ein Zusammenstoß zwischen einem Schnellzug und einem Güterzug auf der Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn (ROeEE) zwischen den Bahnhöfen Müllendorf und Neufeld an der Leitha drei Menschenleben und 20 Verletzte.
Salzburg, Salzburg – Gleisbauarbeiter von Zug überfahren
Am 13. Juni 1996 wurden bei Gleisarbeiten in der Stadt Salzburg zwei ÖBB-Bedienstete von einem Regionalzug erfasst und getötet.
Linz, Oberösterreich – Unfall mit rangierendem Zug
Am 28. August 1996 wurden bei einem Zusammenstoß eines Eilzuges mit einer Verschubgarnitur im Bereich des Hauptbahnhofs Linz 50 Personen verletzt.
Arbing, Oberösterreich – Frontalkollision zweier Regionalzüge
Am 24. Juni 1997 forderte eine Frontalkollision auf der Donauuferbahn kurz vor dem Bahnhof Arbing 94 Verletzte.
Rohrbach an der Teich, Burgenland – Zusammenstoß zweier Regionalzüge
Am 29. August 1997 gab es bei einer Kollision zweier Regionalzüge der eingleisigen Pinkatalbahn bei Rohrbach an der Teich eine Tote. Zehn Personen wurden schwer und 32 leicht verletzt.
Zug der Rollenden Landstraße mit Schiebelok ÖBB 1044.
Neuhofen an der Krems, Oberösterreich – Zusammenstoß Rollende Landstraße-Personenzug
Am 31. Juli 1998 prallten bei der Pyhrnbahn im Bahnhof von Neuhofen an der Krems ein leerer Personenzug und ein Huckepackzug ineinander. Ein ÖBB- Zugbegleiter wurde getötet.
St. Pölten, Niederösterreich – Güterzug fährt in Postzug
Am 3. Dezember 1998 rammte ein Güterzug in den frühen Morgenstunden im Bahnhof St. Pölten einen zur Beladung abgestellten Postzug. Acht Personen wurden leicht verletzt.
Ein Triebwagen der Reihe 5090 verunfallte 1990 auf der Manker Bahn.
Ober-Grafendorf, Niederösterreich – Entgleisung bei Schmalspurbahn
Am 3. September 1999 entgleiste bei Ober-Grafendorf ein mit fünf Personen besetzter Triebwagen der Manker Bahn. Der Unfall forderte zwei Schwer- und vier Leichtverletzte.
Patsch, Tirol – Brand eines Huckepackzugs im Tunnel
Am 8. Juni 1999 geriet im 89 Meter langen Schönbergtunnel der Brennerbahn ein Zug der Rollenden Landstraße in Brand. Beim spektakulären Zwischenfall mit einem äußerst schwierigen Löscheinsatz wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Mühldorf, Kärnten – Zusammenstoß zweier Güterzüge
Am 7. September 1999 kollidieren auf der Tauernbahn im Bahnhof Mühldorf-Möllbrücke zwei Güterzüge. Ein Lokomotivführer starb, der zweite kam mit leichten Verletzungen davon.
Bludenz, Vorarlberg – Giftalarm nach Entgleisung
Am 27. November 1999 wurde nach der Entgleisung eines mit 28,5 Tonnen Trifluormethylanilin beladenen Kesselwaggons im Bahnhof Bludenz Giftalarm ausgelöst. Der Tank war glücklicherweise nicht beschädigt, die hochgiftige Chemikalie wurde abgepumpt.

2000–2009

Eurocity 662 der ÖBB auf der Arlbergbahn.
Linz, Oberösterreich – Eurocity kollidiert mit Hindernis
Am 18. März 2000 entgingen die Passagiere des Eurocity 660 „Bregenzer Festspiele“ nur knapp einer Katastrophe: Im Linzer Rangierbahnhof entgleiste ein mit Autos beladener Güterwaggon und stürzte über die Böschung auf die Westbahnstrecke. Der Lokomotivführer des herannahenden Eurocitys leitete eine Schnellbremsung ein. Die Lokomotive schob ein auf den Schienen liegendes Auto und den Waggon zur Seite, verletzt wurde niemand.
Mallnitz, Kärnten – Autoverladezug kollidiert mit Güterzug
Am 7. Juli 2000 stieß im Bahnhof Mallnitz auf der Tauernbahn in den Morgenstunden ein Autoverladezug der Tauernschleuse mit einem Güterzug zusammen. Der Lokomotivführer der Tauernschleuse und drei Lastwagenlenker wurden leicht verletzt.
Traun, Oberösterreich – Kollision zweier Personenzüge
Am 21. August 2000 wurden bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge der Pyhrnbahn in Traun 48 Menschen verletzt.
Gletscherbahn Kaprun 2 bei der Einfahrt in die Bergstation.
Kaprun, Salzburg – Brandkatastrophe im Tunnel
Am 11. November 2000 starben bei einem Brand im etwa 41 % steilen Tunnel der Gletscherbahn Kaprun 2 155 Menschen. Auslöser war ein Heizlüfter, der Hydrauliköl entzündete.
Purkersdorf, Niederösterreich – Kollision wegen überfahrenen Signals
Wegen Bauarbeiten für den Lainzer Tunnel wurde im Bahnhof Unter Purkersdorf Gleis 1 gesperrt und der Verkehr über Gleis 2 geleitet. Obwohl am 14. Juli 2001 ein Regionalzug vor dem Gleiswechsel anhalten und das Freiwerden des Gleises vor einem Halt zeigenden Signal abwarten sollte, fuhr er in das Gleis ein. Die Zugsicherung PZB löste eine Zwangsbremsung aus und verzögerte den Zug auf 40  km/h. Der Triebfahrzeugführer der entgegenkommenden Wiener S-Bahn-Linie 50 konnte die Geschwindigkeit auf 20  km/h reduzieren. Durch den Zusammenstoß wurden 21 Menschen verletzt, davon vier schwer. [12]
Bichlbach, Tirol – DB Regio wartet Gegenzug nicht ab
Am 9. November 2001 forderte der Zusammenstoß eines Personenzugs von DB Regio und eines ÖBB -Güterzugs auf der Außerfernbahn insgesamt sechs zum Teil Schwerverletzte. Der Zug von DB Regio wartete im Bahnhof Bichlbach-Berwang den entgegenkommenden Güterzug nicht ab. Weil der österreichische Abschnitt der Außerfernbahn nicht mit der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB) ausgestattet war, konnte die Kollision nicht verhindert werden. Der Fahrdienstleiter, der den Vorfall bemerkt hatte, konnte wegen fehlenden Zugfunks die Züge nicht anhalten. [13]
Villach, Kärnten – Güterzug fährt in besetztes Gleis
Am 16. November 2001 kam es zu einem Zusammenstoß zweier Güterzüge im Villacher Westbahnhof: Dabei wurde ein Lokomotivführer schwer verletzt. Ursache des Unfalls war die Einfahrt eines Zuges in ein besetztes Gleis. [14]
Kledering, Wien – Lok fährt schräg in S-Bahn
Am 17. November 2001 hatte im Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering der Führer einer Lokomotive der Reihe 1044 ein Verschubverbotsignal überfahren. Die Maschine touchierte trotz Schnellbremsung die Spitze einer entgegenkommenden S-Bahn aus Wolfsthal, die durch den Verschiebebahnhof umgeleitet wurde. Der Unfall forderte sechs Verletzte.
Wampersdorf, Niederösterreich – Bremsversagen eines Güterzugs
Am 26. Februar 2002 prallte auf der Pottendorfer Linie in Wampersdorf ein aus 28 Wagen bestehender Güterzug SopronEbenfurthWien Zvbf auf eine mit 21 Lastwagen beladenen Rollende Landstraße (RoLa) zusammen. Der Begleit liegewagen der RoLa wurde völlig zerstört. Von den 21 Lkw-Fahrern wurden 6 getötet und 15 teils schwer verletzt. Ursache des Unfalls war Bremsversagen. Bereits auf der Fahrt von Sopron nach Ebenfurth zeigte der Zug eine schlechte Bremswirkung, weil die letzten beiden Wagen nicht an der Druckluftbremse angeschlossen waren. Weil in Ebenfurth nach dem Richtungswechsel die Bremsprobe nicht korrekt durchgeführt wurde, bemerkte man den geschlossenen Bremshahn vom nun zweiten zum dritten Wagen nicht. [15]
Ebersdorf, Niederösterreich – Zusammenstoß von Güterzug und Draisine
Am 7. Oktober 2002 stießen in einer unübersichtlichen Kurve der Donauuferbahn bei Ebersdorf ein Güterzug und eine entgegenkommende, mit sechs ÖBB-Bediensteten besetzten Draisine zusammen. Vier der Männer starben, zwei wurden schwer verletzt. Beide Züge wurden vom Fahrdienstleiter gleichzeitig auf die einspurige Strecke gelassen. [16]
Kleinreifling, Oberösterreich – Zug fährt in Felssturz, Lok stürzt ab
Am 8. Oktober 2002 fuhr auf der Rudolfsbahn zwischen Kleinreifling und Schönau an der Enns ein Güterzug in einen Felssturz. Die Lokomotive stürzte über eine 15 Meter hohe Mauer zur Enns ab. Der Triebfahrzeugführer kam beim Unfall ums Leben. Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge gestaltete sich wegen der schlechten Zugänglichkeit der Unfallstelle schwierig. [17]
Gleisbaumaschinen einer privaten Gleisbaufirma.
Zell am See, Salzburg – Zug fährt in Gleisbaumaschine
Am 23. Oktober 2003 wurden beim Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einer Gleisbaumaschine bei der Einfahrt in den Bahnhof Zell am See 16 Menschen verletzt, drei davon schwer. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von vier Millionen Euro. [18]
Himberg, Niederösterreich – Explosionsgefahr nach Entgleisung
Am 23. Dezember 2003 bestand nach einem Güterzugunfall in Himberg an der Ostbahn höchste Explosionsgefahr. Mehrere mit Methanol beladene Kesselwaggons stürzten um und gerieten in Brand. 200 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Zahlreiche Anrainer wurden vorsorglich evakuiert.
Beide in Bramberg verunfallten Züge waren mit einer Lok der Reihe 2095 bespannt.
Purkersdorf, Niederösterreich – S-Bahn überfuhr Haltesignal
Am 12. Mai 2004 wurde auf der Westbahn bei Purkersdorf eine S-Bahn-Garnitur von einem überholenden Güterzug gerammt. Die S-Bahn kippte zur Seite, wobei elf Personen leicht verletzt wurden.
Bramberg, Salzburg – Frontalkollision in Kurve
Am 2. Juli 2005 stießen zwei Zuggarnituren der Pinzgaubahn bei Bramberg frontal zusammen. Die Unfallstelle lag unmittelbar nach einem Gleisbogen in einem Bereich mit begrenzten Sichtverhältnissen. Ein Triebfahrzeugführer und eine Reisende kamen ums Leben, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der von Krimml nach Zell am See fahrende Zug hatte die Kreuzung nicht abgewartet. Eine Zugbeeinflussung ist auf der Pinzgaubahn nicht vorhanden, es kommt der Zugleitbetrieb zum Einsatz. [19]
Der Steuerwagen und ein Doppel ­stockwagen stürzten beim Unfall in Gramatneusiedl um.
Gramatneusiedl, Niederösterreich – Überfahren eines Ausfahrsignals in Haltstellung
Am 26. Juli 2005 kam es im Bahnhof Gramatneusiedl zu einer Flankenfahrt zwischen einem Eilzug und einem Güterzug. Nach Beendigung des Fahrgastwechsels gab die Zugbegleiterin den Abfahrauftrag. Der Triebfahrzeugführer im Steuerwagen beschleunigte den Zug auf 107  km/h, trotz des haltzeigenden Ausfahrsignals. Kurz vor erreichen des Ausfahrsignals leitete der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung ein, die jedoch den Zusammenstoß mit dem Güterzug nicht mehr verhindern konnte. 9 Reisende wurden schwer, 12 Personen leicht verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden. [20]
Lochau, Vorarlberg – Eurocity überfährt Polizisten und Leichenbestatter
Am 29. Dezember 2006 überfuhr die SBB Re 421 des Eurocitys MünchenZürich zwei Polizisten und einen Leichenbestatter und verletzte sie tödlich. Das Ermittlerteam war damit beschäftigt, einen Schienensuizid zu untersuchen. Obwohl die Polizei die ÖBB-Leitstelle in Innsbruck verständigte, erhielt der Lokomotivführer keine Meldung über die sich im Gleisbereich aufhaltenden Personen. [21]
Beim Eisenbahnunfall Kritzendorf entstand an den Gleisen, der Ober ­leitung und den Fahrzeugen großer Schaden.
Götzendorf an der Leitha, Niederösterreich – Gleisarbeiter überfahren
Am 12. Oktober 2007 erfasste ein Personenzug WienNeusiedl am See im Bahnhofsbereich Götzendorf an der Leitha der Ostbahn drei mit Gleisarbeiten beschäftigte ÖBB-Bedienstete. Alle drei Arbeiter wurden getötet. [22]
Kritzendorf, Niederösterreich – CityShuttle kollidiert mit Güterzug
Am 26. März 2009 prallte im Bahnhof Kritzendorf an der Franz-Josefs-Bahn (Österreich) ein geschobener vierteiliger Wendezug seitlich in einen mit Kohle beladenen Ganzgüterzug. Durch die Kollision stürzten die letzten drei Wagen des Güterzugs um, der Steuerwagen entgleiste. 12 Personen wurden verletzt. Der Triebfahrzeugführer im Steuerwagen des CityShuttles überfuhr ein Halt zeigendes Ausfahrsignal. Der Steuerwagen war mit der Zugsicherung Indusi I 60 ausgerüstet. Die modernere Zugsicherung PZB 90 mit dem restriktiven Modus hätte die Kollision verhindern können. [23]

Ab 2010

Entgleisungstelle im Bahnhof Braz. Die Auto ­mobile wurden weit in der Umgebung verstreut.
Braz, Vorarlberg – Spektakuläre Entgleisung eines Autotransportzugs
Am 16. Juni 2010 entgleiste auf der Arlbergbahn zwischen Hintergasse und Braz ein talwärts fahrender Güterzug, der aus einer ÖBB 1116 und 16 beladenen Autotransportwagen bestand. Wegen Bremsversagens erreichte der Zug eine Geschwindigkeit von 125  km/h, bevor er entgleiste. Die Lokomotive und 13 Wagen stürzten von der Bahntrasse und kamen zum Teil in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern zu liegen. Der Lokomotivführer wurde schwer verletzt. Unfallursache war ein gelöstes Sicherungsseil der Bremskupplung zwischen den beiden Wagenteilen des ersten Wagens. Dadurch hing die Bremskupplung durch und wurde abgeschlagen, so dass ein Luftschlauch abgeknickt und die Bremsung des hinteren Zugteils verhindert wurde. [24]
Sankt Lorenzen im Paltental, Steiermark – Entgleisung nach Murenabgang
Nach starken Regenfällen kam es am 17. Juni 2012 zu einem Murenabgang, der eine Straße, sowie einen Teilabschnitt der Schoberpass-Strecke verschüttete. Ein kurz vor 19 Uhr mit 140 km/h kommender Schnellzug mit der Nummer 611 aus Salzburg konnte trotz eingeleiteter Notbremsung nicht mehr anhalten. Dabei entgleisten der Steuerwagen und vier Waggons, wobei diese jedoch nicht umstürzten. Von den über 200 Fahrgästen hatten elf Personen leichte bis mittelschwere Verletzungen und wurden ins LKH Rottenmann und ins UKH Kalwang gebracht. Auch ein Kriseninterventionsteam war im Einsatz, ebenso rund 50 Rettungs- und Notfallsanitäter sowie neun Feuerwehren mit etwa 70 Leuten. Der verursachte Schaden belief sich auf rund fünf Millionen Euro. [25]
Fehler beim Stellen einer Weiche am 28. September 2012 in Wien.
Wien, Wien – Entgleisung eines Intercitys
Am 28. September 2012 entgleiste zwischen dem Wiener Westbahnhof und Penzing die Lokomotive Baureihe 1116 und der erste Wagen eines nach Salzburg fahrenden InterCitys. Reisende und Zugpersonal blieben unverletzt, aber es kam zu erheblichen Sachschäden. Die Entgleisung wurde durch Einschalten eines Ersatzsignals ohne ausreichende Fahrstraßenprüfung verursacht. Kurz vor dem Befahren des Zugs wurde eine Weiche umgestellt. Das Stellwerk war wegen einer technischen Störung nur eingeschränkt benutzbar. [26] [27]
Penzing, Wien – Frontalkollision zweier S-Bahn-Züge
Am 21. Januar 2013 kam es auf dem eingleisigen Abschnitt der Wiener S-Bahn zwischen Hütteldorf und Penzing zu einem Frontalzusammenstoß zweier 4024-Garnituren der Vorortelinie S45. 41 Personen, unter ihnen einer der beiden Triebfahrzeugführer, wurden zum Teil schwer verletzt.
Eisenbahnunfall Obereggendorf: links der Gleismesswagen, rechts die Lok Baureihe 2016.
Obereggendorf, Niederösterreich – Güterzug rammt Gleismesswagen
Am 27. März 2013 prallte auf der Pottendorfer Linie ein Güterzug von Rail Transport Service (RTS) frontal auf einen im Bahnhof Obereggendorf stehenden Gleismesswagen der ÖBB. Dabei wurden zwei der vier Mitarbeiter, die sich im Gleismesswagen befanden, getötet. Vier Personen werden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte die Fahrstraße nicht überprüft und dem Güterzug die Einfahrt auf das besetzte Gleis ermöglicht. [28] [29]
Brenner, Tirol – Entrollte Lokomotiven am Brenner
Am 10. Februar 2014 entrollten im RoLa-Terminal Brennersee zwei unbesetzte Lokomotiven Baureihe 189 von Lokomotion und Rail Traction Company und prallten in den Begleitwagen und die Schiebelokomotive 1144 eines RoLa-Zugs. Die 1144 stürzte eine Böschung hinunter und schrammte dem Bahnhofsgebäude entlang. Glücklicherweise war die Fahrstraße für die Schiebelokomotive in ein Stumpfgleis und nicht auf das Streckengleis mit 23  Gefälle eingestellt. [30]
In Waldstein wartete Zug Z 8787 den aus Peggau kommenden Gegenzug Z 8762 nicht ab.
Leobendorf, Niederösterreich – Lkw von S-Bahn erfasst
Am 4. September 2014 fuhr eine Garnitur der S3 in der Haltestelle Leobendorf- Burg Kreuzenstein in einen auf dem Bahnübergang festhängenden Lastkraftwagen. Der LKW ging in Vollbrand auf. Drei Zugpassagiere wurden leicht verletzt. [31]
Waldstein, Steiermark – Frontalkollision bei den Steiermärkischen Landesbahnen
Am 6. Mai 2015 stießen auf der Übelbacherbahn beim Kreuzungspunkt Waldstein zwei GTW der Baureihe 4062 der Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) frontal zusammen. Der tödlich verunglückte Triebfahrzeugführer hatte den aus Peggau kommenden Gegenzug nicht abgewartet. Eine Reisende verstarb im Spital, acht weitere Personen wurden verletzt. Auf der Strecke kommt der Zugleitbetrieb zum Einsatz. [32] [33]
Allentsteig, Niederösterreich – REX mit Sattelzug kollidiert
Am 25. September 2015 um 14:46 Uhr kollidierte der Regionalexpresszug REX 2150 (Wien FJB – Gmünd NÖ) auf einer Eisenbahnkreuzung kurz vor dem Bahnhof Allentsteig der Franz-Josefs-Bahn mit einem Sattelauflieger, der eine 18 t schwere Holzerntemaschine geladen hatte und an der überhöhten Eisenbahnkreuzung aufgesessen war. Der Triebfahrzeugführer verstarb noch an der Unfallstelle, während der Fahrer des Sattelschleppers noch vor dem Unfall aus dem Führerhaus steigen konnte. [34]
Breitenstein, Niederösterreich – Kollision eines zurückrollenden Güterzuges mit einer herannahenden Hilfslok auf der Semmeringbahn
Am 1. Dezember 2015 kam es vor dem Bahnhof Semmering zu einer Zugtrennung und einer damit verbundenen Zwangsbremsung eines bergauf fahrenden Holzzugs, der 205 Tonnen schwerer war als erlaubt. Der nachfolgende Güterzug musste am vorherigen Streckenblock anhalten. Eine ÖBB 1144 wurde mit der Absicht nachgeschickt, am Schluss dieses wartenden Zuges anzukuppeln und ihn zurück zum Bahnhof Breitenstein zu bringen. Während der Anfahrt der Hilfslok setzte sich jedoch der wartende Zug unbeabsichtigt rückwärts bergab in Bewegung, so dass es im Polleros-Tunnel zum Zusammenstoß mit der bergauf fahrenden Hilfslok kam. Etliche Containerwagen entgleisten und wurden zerstört, die Hilfslok sowie die Gleis-, Oberleitungs- und Signalanlagen im Tunnel wurden schwer beschädigt. Der Sachschaden betrug mehr als fünf Millionen Euro. Der Lokführer wurde schwer verletzt. Die Semmeringbahn wurde für zwei Wochen gesperrt. [35] Am 18. März brachte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Lokführer ein, dessen Zug zurückgerollt war. [36]
Wartberg, Steiermark – Entgleisung nach Erdrutsch
Nach schweren Regenfällen kam es am 3. Juli 2016 im Bereich des Bahnhofes Wartberg im Mürztal zu einem Erdrutsch. Auf diesen fuhr ein aus Kindberg kommender leerer Autozug, der auf dem Weg nach Mürzzuschlag war, mit rund 80 km/h auf. Dabei entgleisten die Lok, sowie einige der Waggons. Der Lokführer wurde dabei schwer verletzt und blieb im Führerhaus liegen und konnte erst nach Freigabe der ÖBB, da auch die Oberleitung in Mitleidenschaft gezogen wurden und vorerst Gefahr im Verzug war, befreit und ins LKH Bruck/Mur gebracht werden. In weiterer Folge war die Südbahnstrecke in beide Richtungen gesperrt. Für Nahreisende gab es einen Schienenersatzverkehr zwischen Kindberg und Mitterdorf im Mürztal, für Fernreisende zwischen Bruck an der Mur und Mürzzuschlag. [37] [38]
Haiding, Oberösterreich – Beabsichtigtes Stoppen eines entrollten leeren Personzugs mit einem geleerten zweiten
Im Bahnhof Neumarkt/Kallham der Bahnstrecke Wels–-Passau entrollt am 30. Oktober gegen 11.30 Uhr ein Personenzug, was vom Bahnhofsvorstand bemerkt wird, und nimmt bis 40 km/h Geschwindigkeit auf. Feuerwehren sichern Bahnübergänge, die ÖBB können den Zug mit einem weiteren Personenzug, der dafür rasch geräumt wird, nach 20 km Rollen im Bahnhof Haiding stoppen. Es entsteht grosser Sachschaden. [39]

Siehe auch

Unfälle von Zügen in Österreich:

Unfälle im In- und Ausland:

Unfälle im Ausland:

Literatur

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Nur in Einzelfällen sind Unfälle aufgeführt, bei denen Menschen beim Überqueren der Bahngeleise ums Leben kamen oder bei Bau- oder Unterhaltsarbeiten verunfallten.
  2. Erich Preuß: Eisenbahnunfälle in Europa. transpress, Berlin 1991, S. 78.
  3. Eröffnung der Pferde-Eisenbahn Local-Anzeiger der Presse, 5. Oktober 1865. In: AW: Pferdeeisenbahnen. harry, 24. Juli 2008, 11:44, http://www.sagen.at/forum/, abgerufen 6. Februar 2017. – (Digitalisat bei: ANNO)
  4. Unfall auf der Zahnradbahn. In: Wiener Zeitung, Nr. 155/1883, 10. Juli 1883, S. 9, linke Spalte Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  5. Schwerer Unfall auf der elektrischen Lokalbahn Wien–Baden. In: Die Lokomotive, Heft Nr. 7. Juli 1919, S. 97, abgerufen am 1. November 2016.
  6. Josef Dultinger: 150 Jahre Lokomotiv-Eisenbahnen in Österreich. Verlag Dr. Rudolf Erhard, 1987, S. 244.
  7. Ascanio Schneider: Die Gebirgsbahnen Europas. Orell Füssli, Zürich 1963, S. 281–282.
  8. 1 2 Die schwersten Zugunglücke in Österreich. In: Der Standard. , abgerufen am 1. Mai 2015.
  9. Zugunglücke. Citype GmbH, abgerufen am 1. Mai 2015.
  10. Ernst Kabelka: Schienenverkehr aktuell. Nr. 12. Pospischil, Wien 1991, S. 12.
  11. Alfred Horn: Schwerer Unfall bei Bludenz. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 9. Minirex, 1995, ISSN 1421-2900, S. 393.
  12. Zugzusammenstoß bei Purkersdorf: Unfallursache geklärt Fahrtenschreiber wurde ausgewertet: Signal überfahren. ÖBB, 17. Juli 2001, abgerufen am 1. Mai 2015.
  13. Martin Teißl: Schreiben an Frau Dr. Monika Forstinger. Fahrgastverband Pro Bahn, Arbeitsgruppe Allgäu/Tirol, 12. November 2001, abgerufen am 1. Mai 2015.
  14. Taurus100: 1142 695. In: Das digitale Eisenbahn-Fotoarchiv. 2. August 2003, abgerufen am 1. Mai 2015.
  15. Alfred Horn: Der Zusammenstoss in Wampersdorf. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 4. Minirex, 2002, ISSN 1421-2900, S. 173.
  16. Vier Tote bei Zugsunglück auf Donauuferbahn. In: Der Standard. 8. Oktober 2002, abgerufen am 1. Mai 2015.
  17. Reinhard Hoscher: Informationen zum Bilderbogen Unfall Kleinreifling am 08.10.2002. In: Digitales Eisenbahn-Fotoarchiv. 11. August 2003, abgerufen am 1. Mai 2015.
  18. Zugsunfall in Zell am See: 16 Verletzte. In: Der Standard. 23. Oktober 2003, abgerufen am 1. Mai 2015.
  19. Erich Zankl, Sigfried Kranzl: Untersuchungsbericht. Zusammenstoß der Züge 3310 und 3313 der Österreichischen Bundesbahnen, Strecke 267, zwischen Bahnhof Mühlbach im Pinzgau und Bahnhof Bramberg am 2. Juli 2005. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 15. März 2006, archiviert vom Original am 8. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015 (PDF, 0,4 MB). (Memento vom 13. August 2007 im Internet Archive)
  20. Peter Urbanek, Gerhard Dewam: Untersuchungsbericht. Zusammenstoß der Züge 2618 und 75173 der Österreichischen Bundesbahnen im Bahnhof Gramatneusiedl am Dienstag, 26. Juli 2005. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 16. März 2006, archiviert vom Original am 8. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2015 (PDF, 0,4 MB). (Memento vom 13. August 2007 im Internet Archive)
  21. Alfred Horn: Tragischer Unfall bei Bregenz. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 2. Minirex, 2007, ISSN 1421-2900, S. 84.
  22. NÖ: Drei Tote bei Unfall im Bahnhof Götzendorf. In: Der Standard. 14. Oktober 2007, abgerufen am 1. Mai 2015.
  23. Erich Landl: Kollision Zug 21023 mit Zug 48007 am 26. März 2009 auf der Strecke 10901 Wien Franz-Josefsbahnhof nach Staatsgrenze nächst Gmünd N.Ö. im Bf Kritzendorf. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 7. Oktober 2010, abgerufen am 1. Mai 2015 (PDF, 1,3 MB).
  24. Alfred Horn, Walter von Andrian: Spektakuläre Entgleisung am Arlberg. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 8. Minirex, 2010, ISSN 1421-2900, S. 428–431.
  25. Fuhr auf Mure auf – ÖBB-Zug in der Steiermark entgleist, abgerufen am 9. Juli 2016
  26. Entgleisung Personenzug in einem Bahnhof in Österreich am 28. September 2012. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 27. September 2013, abgerufen am 1. Mai 2015 (PDF, 1,8 MB).
  27. Güterzug rammte Bauzug bei Wiener Neustadt: Fahrdienstleiter angezeigt. In: Der Standard. 28. März 2013, abgerufen am 1. Mai 2015.
  28. Kollision eines Güterzugs mit einem stehenden Gleismesswagen am 27. März 2013. Bundesanstalt für Verkehr, Unfalluntersuchung Fachbereich Schiene, 3. Juni 2014, abgerufen am 1. Mai 2015 (PDF, 1,4 MB).
  29. ÖBB-Zug bei Wiener Westbahnhof entgleist: Strecke eingleisig befahrbar. In: Der Standard. 29. September 2012, abgerufen am 1. Mai 2015.
  30. Helmut Petrovitsch: Unfall mit entrollten Lokomotiven am Brenner. In: Eisenbahn Österreich. Nr. 3. Minirex, 2014, ISSN 1421-2900, S. 130.
  31. Lkw in Leobendorf von Zug erfasst: 80 Feuerwehrleute im Einsatz. In: Der Standard. 4. September 2014, abgerufen am 1. Mai 2015.
  32. Zwei Personenzüge bei Graz kollidiert: Ein Lokführer tot. In: Der Standard. , abgerufen am 1. Mai 2015.
  33. Zweites Todesopfer wird obduziert. In: Kleine Zeitung. , abgerufen am 1. Mai 2015.
  34. http://www.ff-goepfritz.at/index.php/einsaetze/technische-einsaetze/419-lkw-gegen-zug-auf-der-franz-josef-bahn-in-der-kg-thaua LKW gegen Zug auf der Franz-Josef-Bahn in der KG Thaua, Freiwillige Feuerwehr Göpfritz/Wild, Website, (25. September 2015), abgerufen 13. Februar 2016.
  35. Kuriose Zugkollision am Semmering. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 1. Minirex, 2016, ISSN 1022-7113, S. 28–29.
  36. http://noe.orf.at/news/stories/2763627/ Strafantrag nach Güterzugkollision, orf.at, 18. März 2016, abgerufen 18. März 2016.
  37. Güterzug durch Murenabgang entgleist, abgerufen am 9. Juli 2016
  38. Zug entgleist nach Murenabgang, abgerufen am 9. Juli 2016
  39. Hoher Schaden durch Geisterzug orf.at, 1. November 2017, abgerufen 1. November 2017.