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vom 17.02.2017, aktuelle Version,

Liste der geschützten Landschaftsteile in Tirol

In Tirol gibt es 30 geschützte Landschaftsteile (GLT), die auf Grund des Tiroler Naturschutzrechts ausgewiesen sind. Es handelt sich um kleinräumige Schutzobjekte unter wenig strengem Landschaftsschutz.

Der Geschützte Landschaftsteil im Tiroler Naturschutzrecht

Geschützter Landschaftsteil nach § 13 Tiroler Naturschutzgesetz 2005 (TNSchG 2005)[1] ist ein „geschützter kleinräumiger Ausschnitt aus der Landschaft mit einem für dieses Gebiet festgelegten Naturschutzziel (Schutzzweck).“[2] Es handelt sich um

„Teile der Landschaft, die weder in einem Schutzgebiet nach den §§ 10 [Landschaftsschutzgebiet], 11 [Ruhegebiet], 21 [Naturschutzgebiet] oder 22 [Sonderschutzgebiet] liegen, noch die Voraussetzungen für die Erklärung zum Naturdenkmal 27) aufweisen, die jedoch für den Naturhaushalt, besonders für das Kleinklima oder für die Tier- und Pflanzenwelt, von Bedeutung sind oder die zur Belebung des Landschaftsbildes beitragen.“

– §  13 Abs.  2 TNSchG

Sie werden – abweichend von den anderen genannten Schutzkategorien, die von der Landesregierung bestimmt sind – von Bezirksverwaltungsbehörden durch Verordnung erklärt. Sie werden daher auch nicht im Landesgesetzblatt für Tirol (LGBl.), sondern im Bote für Tirol kundgemacht.[3]

Liste der geschützten Landschaftsteile

Foto   Name ID

Bezirk Standort Beschreibung

Fläche Datum
1 Datei hochladen Arzler Kalvarienberg Innsbruck Innsbruck
KG: Arzl
Standort
14,1 ha 1981
0BW Datei hochladen Birgele Imst Mötz
Standort
2,29 ha 1981
1 Datei hochladen Burgstallschrofen Schwaz Schwendau
KG: Schwendau
Standort
1,15 ha 1982
0BW Datei hochladen Burschl Landeck Landeck, Perfuchs
Standort
[4] 1,14 ha 1984
0BW Datei hochladen Eiszeitliche Schotterhügel Innsbruck-Land Obernberg am Brenner
Standort
besteht aus 2 getrennten Gebieten:
2. Gebiet 47° 0′ 53″ N, 11° 25′ 10″ O
6,72 ha 1980
0BW Datei hochladen Feldwache Innsbruck Land Leutasch
Standort
7,79 ha 1975
0BW Datei hochladen Feuchtgebiete um die Thierburg Innsbruck Land Fritzens
Standort
9,11 ha 1983
1
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Filz Kufstein Wörgl
Standort
4,77 ha 2003
1
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Glocke Schwaz Finkenberg
Standort
28,8 ha 1977
1
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Gugger Zettenmoos Kitzbühel St. Johann in Tirol
Standort
1,74 ha 1998
0BW Datei hochladen Kochental Innsbruck Land Telfs
KG: Telfs
Standort
[5] 168,62 ha 2008
0BW Datei hochladen Milser Au Imst Mils bei Imst
Standort
[6] 44,43 ha 1987
0BW Datei hochladen Mühleggbichl Innsbruck Land Leutasch
Standort
1,22 ha 1981
1
Datei hochladen
Nördliches Schwarzseeufer Kitzbühel Kitzbühel
Standort
1,25 ha 2000
0BW Datei hochladen Oberlawieswald Innsbruck-Land Trins
Standort
Teil des Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch–Obernberger See–Tribulaune[7] 46,89 ha 1981
1 Datei hochladen Öfen Kitzbühel Waidring, St. Ulrich am Pillersee
Standort
6,59 ha 2002
0BW Datei hochladen Ranzental Reutte Vils
Standort
101,19 ha 1990
1 Datei hochladen Rauher Bichl Imst Umhausen
Standort
1,6 ha 1981
1
Datei hochladen
Rosengartenschlucht Imst Imst
Standort
11,72 ha 1989
0BW Datei hochladen Scheulingwald Schwaz Mayrhofen
Standort
14,08 ha 1991
0BW Datei hochladen Silzer Pirchet Imst Silz
Standort
56,44 ha 1981
0BW Datei hochladen Trinser Moränenwall Innsbruck-Land Trins
Standort
16,2 ha 1975
1
Datei hochladen
Umgebung der Wallfahrtskirche Maria Rast Schwaz Hainzenberg
Standort
1,62 ha 1992
1 Datei hochladen Umgebung Schloss Tratzberg Schwaz Stans
Standort
f1 179,74 ha 1977
1 Datei hochladen Umgebung St. Maria in Hart im Zillertal Schwaz Hart im Zillertal
Standort
2,08 ha 1979
1 Datei hochladen Umgebung St. Pankraz Schwaz Fügenberg
Standort
1,76 ha 1978
0BW Datei hochladen Völser Au Innsbruck-Land Völs
Standort
12,45 ha 1993
0BW Datei hochladen Wasenmöser Reutte Heiterwang
Standort
10,32 ha 1987
0BW Datei hochladen Zachnbichl Innsbruck-Land Patsch
Standort
0,49 ha 1981
0BW Datei hochladen Zirben bei Praxmar Innsbruck-Land St. Sigmund im Sellrain, Praxmar
Standort
43,08 ha 1981
Quelle: Land Tirol, tiris www.tirol.gv.at/tiris

Literatur

  • Peter Aubrecht, Karl Christian Petz: Naturschutzfachliche bedeutende Gebiete in Österreich. Eine Übersicht. (M-134). In: Umweltbundesamt (Hrsg.): Monographien. Band 134. Wien 2002, ISBN 3-85457-571-8, 3 Nationale Schutzgebiete, S. 26–92 (Weblink, umweltbundesamt.at, Link auf Abstract (pdf) [abgerufen am 25. August 2009]).
  • Maria Tiefenbach, Gerlinde Larndorfer, Erich Weigand: Naturschutz in Österreich. (M-091). In: Umweltbundesamt, Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie (Hrsg.): Monographien. Band 91. Wien 1998, ISBN 3-85457-393-6, 4.4.3 Geschützter Landschaftsteil, Anhang 3: Geschützte Landschaftsteile Österreichs, S. 49; 115–123 (pdf, umweltbundesamt.at [abgerufen am 25. August 2009]).
  Commons: Geschützte Landschaftsteile in Tirol  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Kundmachung der Landesregierung vom 12. April 2005 über die Wiederverlautbarung des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997. LGBl. Nr. 26/2005
  2. Zit. Weblink Geschützte Landschaftsteile
  3. Amt der Tiroler Landesregierung (Hrsg.): Bote für Tirol. Amtblatt der Ämter, Behörden und Gericht Tirols. Innsbruck (tirol.gv.at/bote erscheint wöchentlich).
  4. Land Tirol: Landschaftsteil Burschlgebiet
  5. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck über die Erklärung des „Kochentales“ in der Marktgemeinde Telfs zum geschützten Landschaftsteil 102/2008, Bote für Tirol Stück 41 / 189. Jahrgang / 2008
  6. Sorgenkind „Milser Au“ (Memento vom 14. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  7. Landschaftsschutzgebiet Nößlach Joch – Obernberger See – Tribulaune, Tiroler Schutzgebiete