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Laut Pickl/Wresounig gilt er als Mitstifter des Zisterzienser-Klosters Rein, welches 1129 (laut
Mezler-Andelberg „um 1129“) auf Waldos Erbgut im Reuntal bei Gradwein errichtet
wurde.2820
Waldos Besitz bei Pösting/heute OÖ (Burg Waltenstein, kaum noch Reste vorhanden2821)
gelangte an Adelram vWaldeck –Traisen-Waltenstein-Feistritz-Eppenberg aus dem
Geschlecht der Herren vTraisen/Aribonen „Hartnidus pat. Alrami iam nobilis de Traysma“.2822
Adelram vWaldeck-Traisen-Feistritz,2823 grĂĽndete unter Mitwirkung EBI Konrads I. vSbg mit
Stiftungsurkunde vom 10. Jänner 1140 ein Chorherren-Stift, welchem er seinen Erbbesitz zu
Feistritz mit der Marienkirche St. Marein/Knittelfeld/Stmk samt Zugehörungen überließ. Hatte
der Stiftsgründer sich zunächst die Vogtei selbst vorbehalten, musste er als Konverse auf sie
verzichten. Seine Gemahlin Richinza nahm im benachbarten Frauenkloster der Kanonissen
den Schleier. Der LandesfĂĽrst ergriff neben dieser Vogtei auch jene des Frauenklosters
Göss, welche Adelrams Vater Hartnid innegehabt hatte. 2824 Das Kloster wurde nach
wenigen Jahren auf die Hochebene von Seckau2825 verlegt und mit DotationsgĂĽtern im Murtal
bei Knittelfeld, in der Kärntner Mark 2826 und in Österreich ob und unter der Enns versehen.
Das Murtal von Katsch aufwärts gehörte (zumindest noch im 11. Jh) zur Grafschaft im
Lungau. Nach 1122, dem Aussterben des aus Franken eingewanderte Kärntner
2820
Mezler-Andelberg, Kirche in der Steiermark, 159f, 163ff, und diverse PI. Die steir. Markgrafen hatten die
Vogtei über zahlreiche Klöster inne, so Garsten (1108), Rein (~ca 1129), Vorau (1163), Kartause Seiz
(1151>1164), und auch ĂĽber das Spital am Semmering (1160); durch Erbschaft erwarben sie die Vogtei ĂĽber
Traunkirchen (n. den Gf Raschenberg-Reichenhall), Lambach (n. Gf vWels-Lambach), St. Lamprecht (n.
Eppensteiner), St. Paul/Lavanttal und Viktring (n. Gf Bernhard vSpanheim), Ossiach (n. Otto vCordenons),
Formbach (n. Gf Ekbert III. vFormbach -Pitten), Seckau (n. Adelram vWaldeck). Admont wurde vom EBi verlehnt
> 1168 Babenberger. Studie Gerhalter, PA, 23.XI. 2014: Seiz, die älteste Kartause im deutsch-sprachigen Raum,
besiedelt mit Mönchen aus Grenoble durch Mgf Otto III.; im 16. Jh verlassen. Otakar IV., seine Gemahlin
Kunigunde und deren Sohn Otakar V. wurden in der Kartause Seiz beigesetzt (zw 1756>1848 nach St. Heinrich
am Bachern = Sveti Areh na Pohorju gebracht). EH Karl II. schenkte 1589 die aufgelassene Kartause Seiz an Stift
Rein und lieĂź die reichhaltige Bibliothek in die Jesuitenhochschule zu Graz bringen.
2821
Pirchegger, Steir. Orts- und Familiengeschichte, 47ff: Er nennt 4 Orte „Feistritz“ und ein Waltenstein in der
Stmk. Bald nach 1111 schenkte Mgf Otakar II. seinen Hof in Feistritz bei Prank (Feistritz = „Celle“) samt den
Hörigen als Seelgerät für seinen Dienstmann (familiaris) Engilschalk, 1130 die drei hochfreien Brüder Adalbero
(vFeistritz-Reun), Swicger/Suitger (vGösting-Waldsdorf) und Bero/Bernhard (vStübing) ein Gut an der Feistritz
dem Kl Garsten/OÖ .1437 verpfändete Garsten dem Kl Seckau Besitz um Feistritz auf drei Jahre mit dem
Rücklösungsrecht auf sieben Jahre.
2822
Handel-Mazzetti, Waltenstein/Eppenberg, 34,36: Waltenstein in Wessenberger (Waxenberger) Herrschaft,
1415 bei Reinprecht vWallsee; Eppenberg sĂĽdlich vGramastetten. Adalram vWaldeck: 1110>1182, BrĂĽder
Walter, Ernst, Hartwig vTraisen; Eltern Hartnid und Gertrud, erw ca 1070. Pirchegger, Steir. Orts- und
Familiengeschichte, 47ff.
2823
Vgl Meiller, BR, 12/6, dat. Pressburg 29. September: UdZ „Pernharth Adilram et frater eius de treisim. Ernist,
et frater eius de treisim, hartuuich de treisim“. Mezler-Andelberg, Kirche in der Steiermark, 100.
2824
Mezler-Andelberg, Kirche in der Steiermark, 166.
2825
Mell fĂĽhrt das Seckauer Wappen ebenso wie jenes der Herren vLengenbach auf das der Traisener, die
beiden Linien Waldeck-Traisen und Lengenbach auf Hartnid vTraisen (gest. 1030) zurück. Der Minnesänger
Ulrich vLiechtenstein (MGH, II, 405, September 26/ 7. kal. „D. Vlricus sen. de Liechtenstein“; Necr. Admuntense,
303, September 30/2.kal.: „Vlreich Liechtenstain“) beschreibt in seinem „Frauendienst“ Schild /Wappen des Otto
vLengenbach. Vgl Mell, Seckau, 100f. Das Wappen Seckaus soll dem der Lengenbacher ähneln (via Waldeck-
Traisen). Schäffer, Studie Lengenbach (Ms). Strnadt, Traun/Ens, 39.
2826
Ua Scheuch, Histor. Atlas, 30f. Mezler-Andelberg, Kirche in der Steiermark, 100. Strnadt, Traun/Ens, 115f,
45. Strnadt, Gerichtsverfassung, 5. Wegener, Genealog. Tafeln, 110/6, 109/Tafel 6. Die Kärntner Mark umfasste
die heutige West-Stmk, einen Streifen östlich der Mur, wurde im N von der Grafschaft Leoben, im S vom
Possruck begrenzt. Der Name „marchia Carantana“ erschien 970. Karantanien entstand im 6. Jh> 876 Arnulf
vKärnten (850>899) > 788 ans fränk. Reich. Ab 976 war Kärnten selbständiges Reichsherzogtum. Ab 970 1. Mgf
Markward, nannte sich nach der Burg südl. Judenburg „vEppenstein“; Sohn Adalbero war bereits Hzg vKärnten
und Mgf (Gemahlin Beatrix); dann an Arnold vWels-Lambach ĂĽbertragen, 1050 starben Lambacher aus, worauf
die Mark an den aus dem Chiemgau/Bayern stammenden Gegenmarkgraf Otakar vSteyr gedieh. Von den
Otakaren vSteyr (1050>1192) gelangte sie 1192 an die Babenberger. Bis 1180 (Herzogtum Stmk) war Otakar
(III.) nach Bayern Hoftag-pflichtig (bayr. Grafschaften diesseits des Pyhrn). Da den Otakaren die Burg Steyr
gehörte, nannten sie sich von ihr „marchiones de Stire“> Steiermark. Hartinger, Bez. Murau, 49.
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Adelsgeschlechter Hagen
- Title
- Adelsgeschlechter Hagen
- Author
- Hanna und Herbert Schäffer
- Publisher
- Austria-Forum
- Location
- Linz
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Oberösterreich, Linz
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
Table of contents
- Vorbemerkungen 1
- Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
- Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
- Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
- Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
- Hohold (Irmingard PĂĽrten) 22
- Reginhard privignus 26
- Reginhard (I.) 28
- Walchun Sunelburg-Lungau 29
- Reginhard (II.) 30
- Elisabeth 31
- Beatrix 32
- Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
- Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
- Grafen Dornberg x - Lungau 46
- Dietmar I. (Irmingard vPĂĽrten ) 47
- Wolfram I. 49
- Hugo 49
- Dietmar II. 50
- Wolfram III. 54
- Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
- Pabo 64
- Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
- Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
- Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
- Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
- Walchun III. Machland-Lungau 85
- Hartlieb 87
- Otto II. (Kloster Erla ) 88
- Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
- Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
- Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
- Otto (Elisabeth Schleunz) 102
- Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
- Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
- Hochfreie Haunsperg 109
- Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
- Linz/Donau -Haunsperger 119
- Meginhard I. 131
- Friedrich I. 132
- Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
- Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
- Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
- Friedrich III. de Lincz 140
- Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
- Gottschalk II. 145
- Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
- Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
- Edlen Schönhering - Plankenberg 155
- Pernhart I. 160
- Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
- Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
- Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
- Stammtafel der Rosenberg 176