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Der Ursprung des Namens der Burg Ruttenstein (o.D.) 2916
Hinweis: Die Burgruine Ruttenstein bei Pierbach/Mühlviertel, vom zuständigen Burg-Erhaltungs-Verein zur
Repräsentation eindrucksvoll in Stand gesetzt, ist eine der größten Burganlagen Oberösterreichs. Errichtet vm im
12. Jh durch die Grafen vVelburg-Clam (s.o., Kapitel Velburg-Clam x), fand sie 1209 erstmals urkundliche
Erwähnung.
Einst belagerte ein mächtiger Feind mit seinen Leuten die Burg. Die Belagerung dauerte einige Wochen hindurch
an. Die Besatzung der Burg wehrte jeden Angriff tapfer ab. Aber nach und nach waren die Vorräte aufgebraucht
und der Plan der Belagerer, die Burginsassen auszuhungern und zur Aufgabe zu zwingen, schien aufzugehen. In
ihrer Not griffen die Burgmannen zu einer List. Sie entnahmen dem kleinen Teich im Burgareal den letzten Fisch,
eine prächtige Rutte, und warfen ihn über die Umfassungsmauer der Burg in die Schar der Feinde. Als diese das
Prachtexemplar von Fisch sahen, nahmen sie an, es gebe noch zahlreiche davon und die Mannschaft sei noch
längst nicht am Verhungern. Da sie ebenfalls bereits Hunger litten, gaben sie die Belagerung auf und zogen ab.
Die Rutte hatte die Burg gerettet, weshalb ihr Name in den der Burg aufgenommen wurde.
F. J. Hubers Gedanken über „Die Burgruine“ im Allgemeinen
spiegeln die Gefühle und die Ehrfurcht vor der Vergangenheit
und den Leistungen unserer Vorfahren wieder, die so mancher
Besucher im Inneren der Burgruine und des Areals von Ruttenstein
und auch in anderen Burgruinen empfindet:
„Wo Graf und Ritter Burgen bauten, in schweren Zeiten fest gefügt,
wo manches Schicksal sich erfüllte, manch´ Schmerzensschrei im Wind verlief,
dort sollst du hin die Schritte lenken und sinnend im Gemäuer steh´n.
Vergangenheit wird dir erblühen und wie ein Hauch vorüberweh´n.
Es wird sich Wissensdrang entfalten zu diesen grauen Mauern hin
Und wertvoll dir von da ab erscheinen, was bis jetzt so wertlos schien.“
Foto Schäffer, 2014
Die Entstehung des Machlandes (o.D.) 2917
*Version 1)
Gegenüber Wallsee in NÖ dehnt sich am Donauufer, wo sich früher ein Donausee befand, weites ebenes Land
aus, das sogenannte Machland.
Zu jener Zeit, als der Donausee noch existierte, fingen die Wallseer Fischer einst ein Seefräulein. Im Gegenzug
für seine Freilassung versprach es den armen Fischern als Lohn, aus dem Donausee fruchtbares Land zu
machen. Kurz nachdem sie die Nixe wieder in die Donau gebracht hatten, floss tatsächlich das Wasser ab und
zurück blieb fruchtbares Land, das Machland.
*Version 2)
„Mach dir Land“ (o.D.)
Als sich noch der riesige Donausee zwischen Enns und Ardagger, Perg und Wallsee ausdehnte, lebte auf der
Burg Wallsee ein edler Herr mit seiner Familie. Da er Alter und Abschied nahen spürte, rief er seine beiden
Söhne zu sich und übertrug dem älteren, wie es üblich war, seinen Besitz, dem jüngeren aber riet er „Mach dir
Land“.
Der jüngere Bruder überlegte nach dem Tod des Vaters, wie er dessen Worte realisieren könnte und sein
Augenmerk fiel auf den Donausee. Er ordnete nun an, die Felsen zu sprengen, die den See aufgestaut hatten.
Das abfließende Wasser hinterließ fruchtbares Land. Diesem gab er eingedenk der Worte des Vaters „Mach dir
Land“ den Namen Machland. Bald war der jüngere Bruder ebenso reich wie der ältere. So hatte letzten Endes der
Vater beiden gleich viel gegeben.
2916
Schautafel Burgruine Ruttenstein. Höllhuber Alfred, PI 2004.
2917
Habsburg-Lothringen Franz EH von, PI 27. März 2008. Höllhuber Alfred, PI 2004.
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Adelsgeschlechter Hagen
- Title
- Adelsgeschlechter Hagen
- Author
- Hanna und Herbert Schäffer
- Publisher
- Austria-Forum
- Location
- Linz
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 406
- Keywords
- Oberösterreich, Linz
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
Table of contents
- Vorbemerkungen 1
- Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
- Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
- Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
- Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
- Hohold (Irmingard Pürten) 22
- Reginhard privignus 26
- Reginhard (I.) 28
- Walchun Sunelburg-Lungau 29
- Reginhard (II.) 30
- Elisabeth 31
- Beatrix 32
- Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
- Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
- Grafen Dornberg x - Lungau 46
- Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
- Wolfram I. 49
- Hugo 49
- Dietmar II. 50
- Wolfram III. 54
- Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
- Pabo 64
- Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
- Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
- Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
- Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
- Walchun III. Machland-Lungau 85
- Hartlieb 87
- Otto II. (Kloster Erla ) 88
- Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
- Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
- Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
- Otto (Elisabeth Schleunz) 102
- Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
- Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
- Hochfreie Haunsperg 109
- Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
- Linz/Donau -Haunsperger 119
- Meginhard I. 131
- Friedrich I. 132
- Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
- Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
- Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
- Friedrich III. de Lincz 140
- Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
- Gottschalk II. 145
- Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
- Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
- Edlen Schönhering - Plankenberg 155
- Pernhart I. 160
- Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
- Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
- Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
- Stammtafel der Rosenberg 176