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Historische Aufzeichnungen
Adelsgeschlechter Hagen
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378 Das Turnier zu Friesach (1224) 2921 Hinweis: Friesach war ab etwa 1130 ein bevorzugter Aufenthaltsort der Salzburger Erzbischöfe, erfüllte bis zum Ende des Mittelalters die Funktion von Nebenresidenz und Fluchtort, galt im 13. Jh als bedeutende Stadt. Der steirische, in Judenburg geborene und in der Obersteiermark ansässige Edelmann und Minnesänger Ulrich vLiechtenstein (1200>1275) aus der Linie Liechtenstein-Murau (Ansitze in Murau, Judenburg, in Unzmarkt auf der Frauenburg/Stmk) beschrieb dieses Turnier. An ihm nahmen 36 Ritter teil, ua Graf Bernhard vLebenau, der Sohn aus der Ehe Eufemias vDornberg mit Otto vLebenau (abgekommene Burg Lebenau bei Laufen an der Salzach/ Bayern) und der mächtige Regensburger Domvogt Otto V. vLengenbach (Neulengbach/NÖ) mit seinen Ministerialen, ua Gottfried vTotzenbach. Ulrich vLiechtenstein-Murau, Truchsess, Marschall und Landrichter in landesfürstlichen Diensten, schrieb den ersten „Ich-Roman“ in deutscher Sprache, „Frauendienst“. Das Werk besteht aus 1850 gereimten Strophen (wovon fast 100 den Regensburger Domvogt Otto erwähnen sollen), 18.882 Versen und 58 Liedern. Die berühmteste Liederhandschrift des Mittelalters, der Codex Manesse/Heidelberg, enthält seine besten Lieder. Laut Diry inszenierte Hzg Leopold VI. vÖ den Friesacher Fürstentag zur gütlichen Beilegung von Unstimmigkeiten zwischen dem Markgrafen Heinrich von Istrien und dem Herzog Bernhard von Kärnten. Für 1. Mai 1224 war eine Aussprache geplant; zehn Bischöfe, 50 Grafen und Nobiles mit 600 Reitern folgten der Einladung. Am 8. Mai fand der Fürstentag statt. Der tapfere und mächtige Regensburger Domvogt Otto V. vLengenbach, in Begleitung seiner Ministerialen ua der Vettern Siegfried und Gottfried vTotzenbach, nahm mit 22 prachtvoll gekleideten Reitern an den Spielen teil. Er führte laut Büttners Zitat auf seinem Helm einen Busch von Pfauenfedern ellenhoch, sein Schild war niederhalben Gold, das Oberteil war von Pelz mannigfach. Auch den letzten Grafen vLebenau schildert der Liechtensteiner als mutigen, kampferprobten Adelsmann. Er kämpfte an der Seite seines Verwandten, des Spanheimers Herzog Bernhard von Kärnten und des Markgrafen Heinrich von Istrien aus dem Geschlecht der Andechs-Meranier. Seinen eigenen Rittern, welche aus Bayern und Franken stammten, vorauseilend, durchbrach Graf Bernhard die Schar des Regenburger Vogtes. Während des Kampfes rannte der Lengenbacher den Grafen vLebenau so heftig an, dass dessen Ross lahmte und er zu Boden fiel. Der Graf wurde von seinem Pferd getrennt und im Kampfgetümmel getreten. In dieser kritischen Situation standen ihm zwei Gefolgsleute des Lengenbachers, die Ritter Siegfried und Gottfried vTotzenbach bei und verhinderten so gravierendere Verletzungen. Die beiden Totzenbacher nahmen 1227 mit ihrem Herrn, dem Domvogt, im Zusammenhang mit der als „Venusfahrt“ bekannten Turnierfahrt des Ulrich vLiechtenstein, auch am Wiener Turnier und am abschließenden zu Korneuburg teil. [Hier sei noch ein allgemeiner Hinweis auf die „Ritterlaufbahn“ eingefügt: Mit etwa sieben Jahren kam ein adeliger Junge, der für den Ritterstand bestimmt war, in die Burg eines Ritters, wo er als Page diente. Anschließend avancierte er zum Knappen und wurde als solcher in das Kriegshandwerk eingeführt. Wenn er den Umgang mit Waffen beherrschte, erfolgte die „Schwertleite“. Ab dem Ende des 12. Jahrhunderts wurde er durch den „Ritterschlag“ in den Ritterstand aufgenommen. ] Die weiße Frau von Rosenberg im Hagen (15. Jh) 2922 Hinweis: Über Katharina, geb. vRosenberg (erwähnt ab ihrer Heiratsabsprache vom 15. Juni 1418, bis 1455 bzw 1459), Gemahlin des edlen Wallseer Hauptmanns ob der Enns, Reinprecht IV. vWallsee, enthielt das Hagener Schulbuch eine historische Legende. Josef Weingärtner, Schlossherr in Hagen von etwa der Jahrhundertwende an (1896> +1948), war von der Geschichte und von der Person der Rosenbergerin so fasziniert, dass er eine Statue von ihr schnitzen und diese in Weiß kleiden ließ, mit einem weißen Blumenkranz im Haar, zum Dank u. a. dafür, dass Schloss Hagen auf Katharinas wundersamen Einfluss hin viele Gefahren, so die Napoleonischen Kriege und den zweiten Weltkrieg, nahezu unbeschadet überstanden hatte. Weingärtner ließ die Statue der Rosenbergerin auf eine eigens hiefür angefertigte kunstvolle Konsole beim Kapelleneingang stellen. Wann, wie oder wohin sie letztlich verschwand, wusste niemand zu sagen. Auch die Rosenbergerin selbst wurde danach nicht mehr gesichtet. 2921 vMezler-Andelberg Helmut Jodok, PI 1998. Gurmann Franz Dr., Friesach, PI Juli 2001. Vgl AK Friesach im Mittelalter, Bd II, 211f, Bd I, 155. Zw 1224 und 1230 hatte sich der Salzburgisch-Gurkerische Doppelmarkt Friesach zu einer Stadt entwickelt. 2922 Commenda, Sagen, 49. Burgstaller (/Pfeffer), 12. November 1997, sowie Lernstoff aus der Schule: Heine Juliana, Reder-Embacher Ernestine, PI 14. Jänner 2002. Schäffer, Merkwürdiges aus dem Hagen Linz, 31. Schäffer, Schloß Hagen bei Linz, 161.
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Adelsgeschlechter Hagen
Title
Adelsgeschlechter Hagen
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Austria-Forum
Location
Linz
Date
2014
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
406
Keywords
Oberösterreich, Linz
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Table of contents

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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