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Historische Aufzeichnungen
Adelsgeschlechter Hagen
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336 An dieser Stelle erscheint ein Hinweis auf das damalige Landgut Hagen und seine Kapelle angebracht: Laut Chroniken und Legendengut gab es dort schon früh einen sogenannten „Bruder“. Von den Wallseern wird überliefert, sie hätten ihn zur Fürbitte für die Familie eingestellt und jedem Lehensmann als Verpflichtung samt Kammer und Kost auferlegt. Der „Bruder“ verbrachte viel Zeit in der Kapelle, unterrichtete aber auch die untertänigen Kinder, half bei Krankheit und stand dem Amtmann zur Seite, wie aus Chronikberichten bekannt ist. Auf ihn mag das Anlegen des Taufbuches „Copialbuech der capelln im hackhen bey lyntz“ zurückgehen (erw bereits im 15. Jh, in Kopie erhalten blieb ein Blatt 1482>1494 betreffend).2726 Sehr wahrscheinlich war in der Ära der Wallseer auch in der Schlosskapelle Wallsee und vm ebenso in der Pfarrkirche Sindelburg das im Hagen gesungene „Wallseer Lied “ und die für Hagen wiederholt erwähnte „Lochpfeife“ in Gebrauch.2727 Laut Überlieferung im Hagen´schen Schulbuch wurde Jahrhunderte hindurch bei allen bedeutenden Festen im Hagen, so auch in der Kapelle, auf einer Lochpfeife aus der Wallseer Zeit des Hagen (ca 1298 bis 1483) gespielt, und dies unter spezieller Hervorhebung und Bevorzugung des sogenannten „Wallseer Liedes“. Laut Auskunft des bekannten Musik-und Lieder-Experten, Sammlers und Bewahrers von Liedgut, Dr. Arthur Blöchl aus Linz, handelte es sich bei diesem Musikinstrument um die seit dem 12. Jahrhundert im alpenländischen/süddeutschen Raum (Waldsee!) als dort heimisch nachweisbare Schwegel (-pfeife), eine Querpfeife, welche zum Vortrag von Liedweisen, bei Festen des Adels und des einfachen Volkes, bei Landknechtszügen, Jagden, etc verwendet wurde. Das „Wallseer Lied“ (Text und Melodie) konnte auch er nicht ausfindig machen. 2728 EH Franz vHabsburg-Lothringen und seine Familie wären an Text und Melodie des Wallseer Liedes ebenfalls sehr interessiert gewesen, bedauerten jedoch, dass sie ihrerseits auf Schloss (Nieder-) Wallsee keinerlei Hinweise oder Notenschriften besäßen, zumal das Schloss von den Vorbesitzern total ausgeräumt worden war. Aus diesem Grund sei auch das Kirchenbild (Vorbild für jenes in der Schlosskapelle Hagen) in der alten Wallseer Schlosskapelle nicht mehr vorhanden und gleich allen übrigen Objekten verschollen.2729 Einer der Wallseer, Friedrich V. vWE (erw 1350 >1408) fand im März 1408 aufgrund einer Explosion auf der Feste Wallsee den Tod. Die Klosterneuburger Chronik schreibt dazu: „Diß jar nam herr Friderich vWalssee ain pesen thott, wan ain dunne vol pulffer stuendt zu Newen Walsse in ainem gwelb. Da wolt er in ainer seiner khamer wein hinauf tragen und drueg ain wintliecht mit im, wie beschach, daz das liecht an die bulffer dunnen riert, und fert durch 3 gewelber, do her saß, und prendt im hand und har ab, daz er starb.“ 2730 2726 OÖLMBibl, Ehe. SA Hagen, As fol. 14; 7: 23 Eintragungen. Die Anlage von Pfarrbüchern (Tauf-, Trauungs- und Sterbebüchern) wurde als Verordnung erst auf dem Konzil von Trient (1545>1563) erlassen und von den Pfarrern in der Regel ab Ende des 16. Jhs ausgeführt. Pfister, Metropolitan-Verband Salzburg, 40. 2727 Blöchel, PI 21. Juli 2010; Eidenberger (Vize-Rektor der privaten Anton-Bruckner-Musik-Universität Linz, PI 23. März 2010; Deutsch, PI 6. Februar 2012; Jäger Constance, PI 13. Februar 2012. vHabsburg-Lothringen Franz EH, PI ua 28. Dezember 2007: In seinem Archiv gebe es keine Hinweise, es sei wenig erhalten. Schäffer, Johannes-Kapelle, 33f. - Es gab auch ein Haunsperger Lied (s.o.). Michalek, PI 2009. 2728 Blöchel, PI 21. Juli 2010. Galatz Sandra, OÖN, 4. August 2011, 25: Schwegel oder Seitelpfeife= klappenlose hölzerne Querflöte mit 6 Grifflöchern [heute erzeugt ua von Dietmar Derschmidt in Scharnstein aus dem Holz von Buchsbaum, Kornelkirschen- (Dirndlbaum), Zwetschken-, Apfelbaum oder Pfaffenkapplstauden]. 2729 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 19. Schäffer, Merkwürdiges aus dem Hagen/Linz, 54. vHabsburg- Lothringen Franz EH, ua tel. PI 2007. EH Margaretha vHabsburg-Lothringen, Schloss Wallsee, PI 9. und 16. Jänner 2008. Schäffer, GHft Hagen/Inhaber, Bd I, II. 2730 AStL, LR, A 1 c / 663. KlNbger Chronik, 298f. Hruza, Wallsee 1171>1331, 486, Anm.7. vHabsburg- Lothringen Franz EH, ua persönl. PI 11. Oktober 2007, könnte sich ein Attentat vorstellen, die Macht der Wallseer war vielen heimischen Adelsleuten ein Dorn im Auge. Seine Gemahlin Anna verstarb am 21. Oktober/XII kal: MGH, V, Necr. Camp. Lil., 415/416. „Ob. d a Anna ux d i Friderici n i advocati de Walsse“.
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Adelsgeschlechter Hagen
Title
Adelsgeschlechter Hagen
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Austria-Forum
Location
Linz
Date
2014
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
406
Keywords
Oberösterreich, Linz
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Table of contents

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard PĂĽrten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPĂĽrten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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