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Historische Aufzeichnungen
Adelsgeschlechter Hagen
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354 1195 befreite Hzg Friedrich I. die Stiftsbesitzungen am rechten Donauufer und in Grie gegen eine Entschädigung von 200 Mut Hafer von der herzoglichen Gerichtsbarkeit bei niederen Vergehen.2807 Eine Aussage in der Vergleichsurkunde Hzg Heinrich Jasomirgotts bzgl der Streitigkeiten zw Abt Johann I. vGöttweig und der verwitweten Tochter des Edlen Waldo bzgl dessen einstiger Vergabe des Gutes in Grie im Waldviertel/NÖ an Hzg Leopold, datiert vom 1. Mai 1171, nimmt Bezug auf 62 Jahre ruhigen Besitz durch Göttweig, was als Jahr der Übergabe 1109 errechnen lässt. Waldo, damals auf seinen Tod gefasst, tradierte „omnia sua predia infra Bawariam sita“ an Hzg Leopold. 2808 Wieder genesen, nahm er sich eine Gemahlin aus Franken [Irmgardis, s.o. Catalogus Defunctorum] und sagte ihr und den Kindern „filiis eius“ diese bereits vergabten Prädien zu. Unter den seinerzeitigen Zeugen schienen ua die Versippten Alberonis de Griespach (gest. ca 1130), Friderici de Hunisperch (gest. 1133), Ernst de Traisem (gest. um 1130), Hartwici de Rudinich, Gebhardi [II.] de Algerspach (Ollersbach), 2809 Pabonis de Amarangen (gest. um 1136/37) u.a. auf. Die zeitlichen Angaben werden in der Erläuterung zur Urkunde als unrichtig erklärt: Das Prädium Grie wäre von Mgf Leopold an seine Schwester Gerbirg gelangt, welche als Witwe (um 1124) in Göttweig den Schleier genommen und Grie gleichsam als klösterliche Aussteuer erhalten hätte, wodurch sich die ruhige Inhabung auf 47 Jahre reduziere. Dieses Gut aus Waldos Besitz „quod olim fuerat Waldonis“ hatte Mgf Leopold III. um 1124 mit allen Wäldern „cum omni silua, sicut quondam Waldonis fuerat“, in Anwesenheit Bi Reginmars vP dem Kloster Göttweig übergeben. Waldos tatsächlicher Schenkungstermin ist damit nicht belegt, da die Übergabe an Gerbirg nicht mit ihm übereinstimmen müsste. Waldos verwitwete Tochter und ihr Sohn Diepold erhoben jedenfalls 1171 Einspruch wegen des Gutes zu Grie/Waldviertel, wurden im herzoglichen Vergleich für ihre Ansprüche schlussendlich mit 50 Talenten entschädigt.2810 Mgf Leopold hatte vm kurz nach Waldos „Sinneswandel“ Klage erhoben. Waldo hielt dagegen, er habe seine Güter nur für den Fall vermacht, dass er ohne Erben sterben würde. Meiller nimmt an, dass es nicht zu einer richterlichen Entscheidung gekommen sei, Waldo der Aussichtslosigkeit auf Erfolg wegen, die Ansprüche des Herzogs anerkannt habe.2811 In der Steiermark war Waldo ua bei Kraubath begütert, gründete die St. Stephanskirche (St. Stephan bei Leoben).2812 Als er um 1122/29 verstarb, gelangte ua sein Mürztaler Lehen an die steirischen Markgrafen, die Traungauer. Dieser hatte vom letzten Eppensteiner 1122 dessen gesamte Allodialbesitzungen, ua im Mürztal geerbt.2813 appendicis suis“. Vgl Handel-Mazzetti, Schleunz, Stammtafel, 20; 31ff. Stroh, Ob. Mühlviertel, 94: Chotwein: ua Bezeichnung für Jörgensbühel bei Walding, gehe auf älteres Kotwin zurück; sei früher auch als Vulgärname für Göttweig gebraucht worden: Köttwein. Mw slawischen Ursprungs, komme auch in Böhmen und der fränkischen Schweiz vor (am Fuß des Göttweiger Berges fließe die Fladnitz < slawisch). 2807 Fuchs, Urkunden/Regesten Göttweig, 74f/57, Göttweig, 1195 (vor September 24). UdZ Hartwicus Ratisponensis advocatus, Crafto de Anzinesbach. 2808 Meiller, BR, 15/22, um 1122. 2809 Gebhard II.: Diry, Herren vLengenbach, 17. Schäffer, Studie Lengenbach (Ms). MGH, V, Necr. Monasterii S. Crucis, 107, Januarius 13. Id „Heinricus dux Austrie ob., qui dedit nobis Minchendorf (Prädium Minkendorf, 1150 = Heinrich I. Jasomirgott), gemeinsam mit seinem Bruder Conradus, Abt zu Heiligenkreuz. 2810 Internet, monasterium.net, AT-StiAG>GoettweigOSB> Sign.1171 V 01. Fichtenau/Zöllner, BUB, I, 57. Original im StiAG. Meiller, BR, 17/32, 33, o.D., gereiht zw 1124>1125. Handel-Mazzetti, Waltenstein/Eppenberg, 19f. Fuchs, Urkunden/Regesten Göttweig, 32ff/18, 34, 35. 2811 Meiller, BR, 15/22, um 1122. UdZ Rudolf vPerg, Albero vGriesbach, Friedrich vHaunsperg, Ernst vTraisen und sein Bruder Hartwich, Pabo vAmerang. 2812 Necr. Secc., 406, Februarius 22/8 kal: „Lantfridus l. de Eppenstein qui dedit nobis curiam in Chravotwat“. Ebd., 416, Junius 23/kal 9: Lantfridus „hic ultimus illorum filiorum pergens Ierosolimam tradidit nobis predium omne Gobernitz, quitquit ibidem habere poterat“, er verstarb „in expedicione“. 2813 Necr. S. Lamberti, 340, Dec. 4/2 non: „Ob. Henricus dux Carinthia, fundator huius mon ii , a.d. 1122.
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Adelsgeschlechter Hagen
Title
Adelsgeschlechter Hagen
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Austria-Forum
Location
Linz
Date
2014
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
406
Keywords
Oberösterreich, Linz
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Table of contents

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard PĂĽrten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPĂĽrten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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