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Historische Aufzeichnungen
Adelsgeschlechter Hagen
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371 „Adelheid“ konnte von den damit befassten Forschern nicht entdeckt bzw urkundlich belegt werden. Beinahe ebenso unwahrscheinliche dünken vermutete machtpolitische Motive, Anrechte auf die Erbgüter etc als Ursachen für einen so schwerwiegenden Familienstreit - vor allem in Anbetracht der Kinderlosigkeit der letzten Haunsperger! König Ludwig von Bayern, der bei einem Aufenthalt im ehemaligen Haunsperger Schloss Weitwörth von dieser Legende erfuhr, eine Ballade über die Haunsperger im Zusammenhang mit dieser Begebenheit verfasste, konnte sich im Falle etwaigen Wahrheitsgehaltes der Sage lediglich Machtstreben bzw Habgier vorstellen. Als Tatsache ist historisch belegt, dass Erzbischof Eberhard II. von Salzburg am 6. Juli 1211, mit Gottschalk, dem letzten der Haunsperger Brüder einen Vertrag schloss, gemäß welchem die „untere“ Burg Haunsperg samt den Dienstleuten nach dem Tod des kinderlosen Edelmannes Gottschalk II. um 100 Pfund Salzburger Münze an das Erzstift überzugehen hätte. Heinrich, der ältere Bruder, schien dabei nicht mehr auf, war also tatsächlich bereits verstorben, könnte seinen eventuellen Verletzungen ähnlich wie im beschriebenen Zweikampf auf der (heute noch sichtbaren) Schwelle der Schlosskapelle zum Hl. Pankraz/Ruine Haunsperg bei Nussdorf/Haunsberg erlegen sein. Die Geschichte vom tragischen Ende der Haunsperger wird in der von Jakob vHaunsperg [aus der jüngeren Linie „vHaunsperg“, ursprünglich Ministerialen der Hochfreien] verfassten und im Kloster Michaelbeuern aufbewahrten Haunsperger Familienchronik folgendermaßen geschildert: „Als sich aber zween Brueder mit Namen Harthold und Dypold zertragen und tödtlich uneins worden, ja dermasses in Vehd und Feindschaft gerathen, dass niemand verhueten mögen und auf das Löben an einander nachgestellet, welches ihr böses Fürhaben sich zuletzt im Schlosse und Herrschaft an der Salza gegen Laufen über gelegen ain End gemacht, dass sich also unversehens so zugetragen. Nachdem der ain Brueder sein Gebeth in der St. Pankrazen=Kirchen im Schloss verricht und herausgehen wollen, ist ihme der andere Bruder begegnet, haben also beede zu den Waffen griffen und unter der Kirchthür auf dem finsteren Gang nach getroffenen Kampf beede aneinander leider entleibt, daß der ain, wie man sagt, hinein, und der andere heraus todter gefallen ist, welches erbärmliche Ort noch heutiges Tages im Schloss Haunsperg gezeiget wert. Auf solches schröckliches Endt hat das Erzstift Salzburg die Herrschaft von innen samt dem Landgericht viscalisch und verfällen Gütt zur Straffe eingezogen.“ 2906 König Ludwig von Bayern, der 1813 als Kronprinz im nahegelegenen Haunsperger Schloss Weitwörth (Salzburg) weilte, hielt das tragische Geschehnis in einer Ballade fest, deren „Schlüsselstelle“ lautet: 2907 „Sehet dort auf jenen Höhen, An des Klausners Zell vorbei, Trümmerndes Gemäuer stehen, Ragen in die Lüfte frei. Lang in dieses Schlosses Mitte Hohen Muthes ungeschwächt, Treu der alten biedern Sitte War ein ritterlich Geschlecht; Lebte froh und lebte bieder, bis von Habsucht arg gefaßt, Die zwei letzten, welche Brüder, Mordbegierig sich gehaßt. Unfern von den grünen Wiesen, Die hindurch ein Bach sich schmiegt, Sich die Brüder niederstießen, Wo die schmale Stelle liegt…..“ 2906 Haunsperger Familienchronik, Hs im Stift Michaelbeuern (P. Mag. Michael Eppenschwandtner). 2907 Michalek, Haunsberg, 227 ff, nach Bucelinus Gabriel, Genealogica Germaniae IV, Fragmentum Genealogicum de Havnsperg, Augsburg/Ulm, 1655.
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Adelsgeschlechter Hagen
Title
Adelsgeschlechter Hagen
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Austria-Forum
Location
Linz
Date
2014
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
406
Keywords
Oberösterreich, Linz
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Table of contents

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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