FC Red Bull Salzburg

Red Bull Salzburg
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Voller Name FC Red Bull Salzburg
Ort Wals-Siezenheim, Salzburg
Gegründet 13. September 1933
als SV Austria Salzburg

1. Juni 1950
Neugründung

Stadion Red Bull Arena
Plätze 30.188 [1]
Vorstand DeutschlandDeutschland Jochen Sauer (Generaldirektor)
Trainer DeutschlandDeutschland Roger Schmidt
Homepage Red Bull Salzburg
Liga Bundesliga
2011/12 1. Platz
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Heim
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Auswärts

Der FC Red Bull Salzburg ist ein österreichischer Fußballverein, der in Wals-Siezenheim im Land Salzburg ansässig ist. Der Klub spielt in der Fußball-Bundesliga, der höchsten österreichischen Spielklasse und trägt seine Heimspiele in der Red Bull Arena in Siezenheim aus. Der Verein ist siebenfacher österreichischer Meister, gewann 2012 den ÖFB-Cup und erreichte 1994 das Finale des UEFA-Cups.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung und Aufstieg in die A-Liga

Der Verein wurde am 13. September 1933 unter dem Namen SV Austria Salzburg, durch eine Fusion des Arbeitervereins FC Rapid Salzburg und des bürgerlichen Vereins FC Hertha Salzburg gegründet. Hintergrund war die Bildung der neuen Liga Oberösterreich-Salzburg, an der nebst dem Salzburger AK 1914 sonst kein zweiter konkurrenzfähiger Salzburger Klub hätte starten können. Die Liga Oberösterreich-Salzburg hatte nur zwei Saisonen Bestand, ehe sie wieder in die beiden Landesligen zerfiel.

Erst während des Zweiten Weltkrieges konnte der Klub Anschluss an den SAK 1914 finden, als Landesmeister 1941 spielte der Klub sogar um den Aufstieg in die höchste österreichische Liga. Drei Niederlagen in drei Relegationsspielen mit einem Torverhältnis von 2:15 zeigte aber deutlich, dass die Salzburger Austria hierfür noch nicht gewappnet war. Am Höhepunkt des Krieges bildete der Verein schließlich mit seinen Konkurrenten SAK 1914 und auch dem 1. Salzburger SK 1919 die Fußballgemeinschaft Salzburg; ab der Saison 1945/46 spielte der Klub wieder als SV Austria Salzburg in der obersten Salzburger Liga.

Die Salzburger Austria konnte sich nach Kriegsende zunächst in der Salzburger Landesliga halten und sich 1949 als einer von fünf Salzburger Klubs für die Tauernliga qualifizieren. In der höchsten Amateur-Spielklasse konnten sich die Violetten 1952/53 erfolgreich durchsetzen und damit gegen Arlbergmeister Innsbrucker AC um den Titel des österreichischen Westmeisters antreten. 5:0 und 9:0 hießen die Ergebnisse, die dem Klub nicht nur den ersten größeren Titel einbrachten sondern auch die Qualifikation zur A-Liga ermöglichte. Mit 6:0 und 1:3 konnte die Austria gegen den Kapfenberger SV auch diese Hürde nehmen, und war damit erstmals erstklassig und im Profi-Fußball vertreten.

Etablierung und erste Vizemeisterschaft

Drei Jahre gelang es dem SV Austria Salzburg erfolgreich die Klasse zu halten, ehe 1956/57 der Abstieg in die Tauernliga erfolgte. Doch bereits 1958 sicherte sich der Verein erneut die Tauernmeisterschaft sowie in weiter Folge die Westmeisterschaft; in der Relegation kam allerdings das Aus gegen die WSV Donawitz. Die Violetten ließen nicht locker und hatten als Westmeister 1959 erneut die Chance in der Relegation, dieses Mal wurde der FC Stadlau knapp aber doch mit einem Gesamtscore von 4:3 geschlagen. Um dieses Mal den Klassenerhalt in der A-Liga zu halten kann sensationeller Weise Erich Probst engagiert werden. Der Stürmer war mit sechs Toren zweitbester Schütze der Weltmeisterschaft 1954 gewesen. 14 Ligatore in nur 20 Spielen sicherten den Nichtabstieg; für Probst bedeutete dies sogar eine neuerliche Einberufung in die Nationalmannschaft wodurch er auch zum ersten internationalen Austrianer wurde.

Um sich aber tatsächlich in der Erstklassigkeit etablieren zu können sollte es noch ein Jahrzehnt für die Mozartstädter dauern. Bereits 1960/61 musste man den Gang in die neue Regionalliga West antreten, konnte aber 1961/62 den umgehende Wiederaufstieg in die A-Liga schaffen - ohne ein einziges Spiel zu verlieren. 1962/63 folgte jedoch der Wiederabstieg auf dem Fuße, 1964/65 meldete sich der SV Austria Salzburg aber erneut als Regionalligameister zurück. Mit nur 12 Punkten 1965/66 umgehend retourniert ließ der Klub nicht locker und stand nach der Saison 1966/67 abermals in der höchsten österreichischen Liga, die nun den neuen Namen Nationalliga trug. Diese Zeit brachte dem Klub unweigerlich den Spitznamen „Aufzugmannschaft“ ein, dennoch hatte es mit Adi Macek ein Austrianer in just dieser Epoche geschafft sich ins Nationalteam zu spielen.

Durch Verpflichtung von Routiniers Horst Hirnschrodt sowie dank Karl Kodat gelang zunächst der erhoffte Klassenerhalt 1968 nach zuvor vier missglückten Versuchen in Serien, doch wie sich bald herausstellen sollte waren diese Sorgen bald vergessen. Nur zwei Jahre später war die Salzburger Austria Herbstmeister und griff nach der österreichischen Meisterschaft. Der Gewinn des Wiener Stadthallenturniers sowie das Erreichen des Mitropacupfinales im selben Jahr unterstrichen die Leistung der damaligen Mannschaft. Zwei Runden vor Schluss war die Salzburger Austria punktegleich mit dem FC Wacker Innsbruck in der Tabelle voran, ein 2:2-Unentschieden bei der WSG Swarovski Wattens bedeute aber letztlich nur die Vizemeisterschaft. Neben Hirnschrodt und Kodat waren vor allem Adi Antrich, Karl Ritter, Franz Weidinger, Adi Blutsch und die Deutschen Heinz Libuda und Peter Grosser Stützen der Vizemeistermannschaft.

Triumphe im Cup, Niederlagen in der Meisterschaft

Das Lehener Stadion, links die Stehplatz- und rechts die Sitzplatztribüne.

Die Saison 1971/72 barg zwei Premieren für die Mozartstädter: Sie durften erstmals das neue Lehener Stadion bespielen, was eine starken Zuschaueranstieg auf 8.700 brachte; andererseits stand das erstmalige Auftreten im UEFA-Pokal als Vizemeister auf dem Programm. Gegen UTA Arad musste man sich jedoch knapp mit 4:5 geschlagen geben. Große finanzielle Probleme und mehrere rasche Trainerwechsel brachten es aber mit sich, dass der Klub erst als Tabellenvierter 1976 eine neue Chance im UEFA-Pokal bekam. Musste man sich bis dahin wieder mit Tabellenplätzen im hinteren Mittelfeld begnügen konnte der Verein, der zwangsläufig auf junge Talente wie Franz Bacher, Hannes Winklbauer und Gerald Haider setzen musste, im ÖFB-Cup punkten. Als Höhepunkt stand das ÖFB-Cupfinale 1974, in dem man auf die Wiener Austria traf. Für das Rückspiel in Lehen nahmen die Violetten ein gutes 1:2 aus Wien mit, vor ausverkauften Haus schien dank der Führung durch Alfred Hala der erste nationale Titel greifbar nah, ehe Herbert Prohaska sechs Minuten vor Schluss mit dem 1:1 seine Mannen zum Sieger kürte.

Die Saison 1976/77 begann mit guten Auftritten im UEFA-Pokal: Über Türkeis Adanaspor kam der Klub problemlos in die zweite Runde, wo es nach einem 2:1-Heimspieg über Roter Stern Belgrad jedoch nach einem 0:1 bei zweifelhafter Schiedsrichterleistung in Belgrad zum Ausscheiden kam. Die Spielzeit nahm in weiterer Folge einen rabenschwarzen Verlauf, mit nur 23 Punkten war man klarer Letzter und Absteiger in die 2. Division. Dort ließ man der Konkurrenz allerdings wenig Chance und schaffte mit einem großen Polster von 10 Punkten den Wiederaufstieg. In der Meisterschaft eher in der zweiten Tabellenhälfte wiederzufinden, musste man 1980/81 gar bis zur letzten Runde zittern, wo die Mozartstädter dank eines 2:0-Sieg über den punktgleichen SC Eisenstadt in der 1. Division verblieben. Erneut nicht so ganz ins Bild passen mochten da wiederum die Auftritte im ÖFB-Cup: 1978 als Zweitligist erst im Elfmeterschießen des Halbfinales gestoppt, standen die Violetten sowohl 1980 als auch 1981 im Endspiel. In beiden Finals folgten aber nach 1:0-Heimsiegen über die Wiener Austria beziehungsweise den GAK 0:2-Auswärtsniederlagen.

Beinaher Niedergang und Wiederanschluss an die nationale Spitze

1983 konnte zwar das 50-jährige Vereinsjubiläum begangen werden, die Zukunft für den Klub sah aber wenig viel versprechend aus. 1984/85 folgte mit nur 18 Punkten der Abstieg in die 2. Division; es kam zu einer Wachablöse im Salzburger Fußball: Der SAK 1914 stieg nämlich gleichzeitig in der 1. Division auf. In der 2. Division konnte sich der Klub weiters nur schwer behaupten, das Zuschauerinteresse sank gewaltig; letztlich entschied sich die Vereinsführung sich den SAK 1914 anzuschließen, was dieser jedoch ablehnte. Ein Sensationscoup brachte die Salzburger Austria wieder zurück in die 1. Division. Hans Krankl wurde reaktiviert und lief nun im violetten Dress auf; nichteinmal zwei Minuten Spielzeit brauchte er für sein erstes Meisterschaftstor. Salzburg wurde von einem Fußballboom erfasst, das Lehener Stadion war nun in der 2. Division meist überfüllt, sechs Monate später stand der Wiederaufstieg fest.

Der Salzburger Austria gelingt es im folgenden Routiniers wie Heribert Weber und Gerry Willfurth für das „Projekt Klassenerhalt“ zu binden. Gemeinsam mit den bestehen Größen Srecko Kurbaša, Christian Fürstaller, Wolfgang Feiersinger und Franz Aigner wurde das Ziel mit Platz sechs problemlos erreicht. 1990/91 sorgte ein junger deutscher Spieler in Salzburg für Furore: Oliver Bierhoff schoss 23 Meisterschaftstore, der Klub kletterte auf Platz fünf. In den Saisonen 1991/92 und 1992/93 wurde die Mannschaft mit erfahrenen Bundesligaspielern wie Christian Keglevits, Andreas Reisinger und Heimo Pfeifenberger weiter verstärkt. Der Klub spielte nun um den österreichischen Meistertitel mit: 1992 wurde man punktegleich hinter der Wiener Austria Zweiter. In der allerletzten Runde war es zum direkten Aufeinandertreffen gekommen, in dem die Wiener vor 40.000 Zuschauern knapp mit 2:1 die Oberhand behielten. Ebenso knapp wurde es 1993, denn abermals war der Klub punktegleich hinter der Wiener Austria nur Vizemeister geworden.

Die goldenen Austria-Jahre

UEFA-Cup
Saison 1993/94
Erste Runde DAC Dunajská Streda 2:0 / 2:0 4:0
Zweite Runde Royal Antwerpen 1:0 / 1:0 2:0
Achtelfinale Sporting Lissabon 0:2 / 3:0 n. V. 3:2
Viertelfinale Eintracht Frankfurt 1:0 / 0:1 (5:4 i. E.) 1:1
Halbfinale Karlsruher SC 0:0 / 1:1 1:1
Finale Inter Mailand 0:1 / 0:1 0:2
Grün unterlegt: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
1993/94 1 56:18 51/21 10.250
1994/95 1 48:24 47/25 12.889
1995/96 8 53:51 44 10.106
1996/97 1 54:25 69 11.861
1997/98 4 48:33 56 08.959
1998/99 4 55:40 57 08.417
1999/2000 6 39:45 46 03.922
2000/01 6 49:45 49 04.859
2001/02 5 45:40 50 05.306
2002/03 3 51:46 56 07.514
2003/04 7 44:48 38 08.441
2004/05 9 37:51 36 06.941

In der Saison 1993/1994 eroberte Austria Salzburg unter Trainer Otto Barić schließlich den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte, der dank der großen internationalen Erfolge aber fast zur Nebensache wurde. Als Vizemeister startete man erfolgreich in den UEFA-Cup, Dunajska Streda und Royal Antwerpen wurden erfolgreich ausgeschaltet. Im Achtelfinale unterlag man im Hinspiel zwar Sporting Lissabon 0:2, doch im Rückspiel gewannen die Violetten 3:0 nach Verlängerung. Die folgenden beiden Duelle mit den deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Oliver Kahns Karlsruher SC entschieden die Mozartstädter ebenfalls für sich. So war das UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand erreicht, welches im Hin- und Rückspiel jeweils mit 0:1 verloren ging.

In der Saison 1994/95 konnte sich die Mannschaft für die UEFA Champions League qualifizieren. Das Spiel gegen AC Mailand war geprägt von Ausschreitungen der italienischen Fans, die den Salzburger Torwart Otto Konrad mit Flaschen und Feuerzeugen bewarfen und so auch eine verletzungsbedingte Auswechselung provozierten. Umstritten war auch die Entscheidung des Schiedsrichters, das Spiel nach den Ausschreitungen wieder anzupfeifen, noch umstrittener war die Entscheidung am grünen Tisch. Der AC Mailand wurde zwar zu einer Geldstrafe verurteilt und verlor die gewonnenen Punkte. Doch die Tore wurden zum Torverhältnis dazugezählt und aufgrund dessen stieg der AC Mailand ins Viertelfinale auf. In der Meisterschaft konnte indes der Titel erfolgreich verteidigt werden, ein 2:0 in der vorletzten Runde gegen den SK Vorwärts Steyr brachte den Titelgewinn.

In der Saison 1995/96 scheiterte der Verein in der UEFA-Champions-League-Qualifikation an Steaua Bukarest. Ansonsten war das Jahr von internen Machtkämpfen und Trainerwechseln geprägt. Auf den Abgang von Otto Barić folgte Hermann Stessl und auf ihn Heribert Weber. In der Meisterschaft belegte die Mannschaft den enttäuschenden 8. Platz. Daher startete die Salzburger Mannschaft als großer Außenseiter in die Saison 1996/97. Trotz des Abganges von wichtigen Spielern wie Otto Konrad zu Real Saragossa, Heimo Pfeifenberger zu Werder Bremen und Wolfgang Feiersinger zu Borussia Dortmund gelang es der umgestalteten Mannschaft, gegen die höher eingeschätzten Mannschaften von SK Rapid Wien und SK Sturm Graz den Titel zu erobern.

Niedergang

Die nächsten Saisonen sollten sich die Erwartungen des Vereins nach unten schrauben. Die Spielzeit 1997/98 war von Ernüchterung geprägt. Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gegen Sparta Prag (0:0 daheim, 0:3 auswärts) folgte die Enttäuschung in der ersten UEFA-Cup Runde gegen RSC Anderlecht (4:3 daheim, 2:4 auswärts). Der SV Austria Salzburg war über Jahre nur noch im Mittelfeld der Tabelle zu finden; im ÖFB-Cup erreichte man 2000 zumindest zum bereits vierten Mal das Endspiel. Der Cup-Fluch war abermals nicht zu besiegen, Gegner GAK holte sich den Cup im Elfmeterschießen.

Wirtschaftlich wurde die Austria am 25. Jänner 2000 auf eine neue Basis gestellt: Einige Geschäftsbereiche wurden vom Verein in die neu gegründete Salzburg Sport AG ausgegliedert, die sofort mitsamt allen Verbindlichkeiten von dem Kärntner Egon Putzi erworben wurde,[2] der allerdings schon 2001 90 % der Anteile an Rudolf Quehenberger (60 %) und Heinz Kluppenegger (30 %) verkaufte.[3] Der Spielbetrieb der Profimannschaft verblieb allerdings beim Verein selbst, da die Bundesligastatuten erfordern, dass ein Verein die Mehrheit an einer Kapitalgesellschaft, die den Spielbetrieb an seiner Stelle führt, hält. Eine Übernahme durch Fremdinvestoren wäre somit ausgeschlossen gewesen.

Nach dem Umzug in das EM-Stadion Wals-Siezenheim und 2003 durch ein sportlich erfolgreiches Frühjahr konnte zwar nach langer Zeit wieder ein internationaler Startplatz erreicht werden, dennoch kämpfte der Verein daraufhin für zwei Saisonen gegen den Abstieg aus der Bundesliga - unter anderem aufgrund finanzieller Fehlplanungen und unglücklicher Transferpolitik. Die Saison 2003/04 schloss Salzburg auf dem 7. Platz ab und schied im UEFA Cup - nach einem unerwarteten Erfolg gegen Udinese Calcio in der 1. Runde (0:1 daheim, 2:1 auswärts) - in der 2. Runde gegen den AC Parma aus.

Einstieg von Red Bull

Die Eigentums- und Machtverhältnisse im Salzburger Profifußball

Am 6. April 2005 übernahm die Red Bull GmbH die Salzburg Sport AG zu 100 %. Da aber für den Spielbetrieb der Profimannschaft der Verein als Lizenznehmer bei der Bundesliga selbst zuständig ist, ergänzte man die Übernahme durch das Festschreiben eines Sonderrechtes zugunsten der Red Bull GmbH in den Vereinsstatuten. Gemäß Punkt 13 Absatz 2 hat Red Bull das alleinige Bestellungs- und Abberufungsrecht des Vorstandes (auch ohne Zustimmung der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes), solange der Konzern ordentliches Vereinsmitglied ist.

Unter Protesten vieler Fans wurde der Verein am 3. Juni 2005 in einer konstituierenden Generalversammlung als FC Red Bull Salzburg neu konstituiert. Dieser Schritt wurde von den Worten „Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Klub. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv [4]“ begleitet. Diese Haltung stieß bei vielen österreichischen und Salzburger Fußballfans auf Unverständnis; diejenigen, die sich nicht mit der neuen Führung und Identität abfinden wollten, gründeten die Austria als Sportverein Austria Salzburg neu. Die kritisierte Einstellung zur eigenen Geschichte wurde vom FC Red Bull Salzburg in der Zwischenzeit allerdings revidiert.[5] Rudolf Quehenberger wurde von Rudolf Theierl - Vorstandsvorsitzender des EC Red Bull Salzburg - als Präsident abgelöst und die Bezeichnung dieser Funktion in Vorstandsvorsitzender abgeändert.

Die ersten Jahre nach dem Neuanfang

Die Mannschaft am 23. Oktober 2005

In ihrer ersten Saison nach dem Einstieg von Red Bull wurden die Salzburger unter Trainer Kurt Jara nach einem schwachen Saisonstart hinter der Wiener Austria österreichischer Vizemeister. Vor der Saison wurden dabei bekannte Spieler aus der deutschen Bundesliga wie Vratislav Lokvenc und Aleksander Knavs nach Wals-Siezenheim geholt. Gute Kontakte von Red Bull zu Franz Beckenbauer (er stand Red-Bull-Miteigentümer Dietrich Mateschitz bei der Ausarbeitung der Red-Bull-Fußball-Strategie beratend zur Seite) ermöglichten es, Alexander Zickler und Thomas Linke vom FC Bayern München zu verpflichten. Nach Saisonende wurde Kurt Jara von seinen Pflichten entbunden; ihm wurden „Ungereimtheiten“ finanzieller Natur bei Transfers vorgeworfen - ein Vorwurf, der von Jara bekämpft und damit sogar gerichtsanhängig wurde. Am 31. Dezember 2005 wurde außerdem die Salzburg Sport AG in die nunmehrige Salzburg Sport GmbH umgewandelt.

Grün unterlegt: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
2005/06 2 62:42 63 16.512
2006/07 1 72:25 75 15.250
2007/08 2 63:42 63 13.306
2008/09 1 86:50 74 14.866
2009/10 1 68:27 76 12.339
2010/11 2 53:31 63 09.792

Für die Saison 2006/07 wurden Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni als Nachfolger von Jara bestellt. Zu Saisonbeginn verpasste der FC Red Bull Salzburg den Einzug in die UEFA Champions League gegen den FC Valencia in der 3. Qualifikationsrunde (0:3 auswärts nach einem 1:0-Heimsieg) und schied in der 1.Runde des UEFA-Cups nach einem 2:2 zu Hause und einer 0:2-Niederlage auswärts gegen die Blackburn Rovers aus. Die restliche Saison verlief für den neuen Klub jedoch günstig, am 28. April 2007 krönte sich der FC Red Bull Salzburg in der 31. Runde mit einem 2:2-Unentschieden gegen Austria Wien vorzeitig zum Meister.

Zu Beginn der Saison 2007/08 gab der FC Red Bull Salzburg am 12. Juni 2007 bekannt, dass man sich wegen unterschiedlicher Auffassungen mit sofortiger Wirkung von Lothar Matthäus trenne. Als Meister starteten die Red Bulls in der Champions-League-Qualifikation, wo sie in der letzten Qualifikationsrunde Schachtar Donezk mit einem Gesamtergebnis von 2:3 scheiterten. In der ersten UEFA-Cup-Runde scheiterte man gegen AEK Athen mit 0:3 und 1:0. In der Bundesliga konnte sich der FC Red Bull Salzburg nach einer schwachen Hinrunde auf den 5. Rang letztlich noch als österreichischer Vizemeister die UEFA-Cup-Qualifikation sichern. Die Chance auf mehr vergab der Klub mit einer 0:7-Heimniederlage gegen den späteren Meister Rapid fünf Runden vor Saisonende.

Am 1. Juli 2008 übernahm Co Adriaanse das Traineramt von Giovanni Trapattoni. Nach dem Vizemeistertitel in der Vorsaison mussten die Salzburger, die sich im Sommer mit vielen neuen Spielern verstärkt hatten, in der 1. Runde der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Bananz Jerewan antreten. Mit einem 7:0 im Heimspiel konnte die Adriaanse-Elf den bislang höchsten internationalen Sieg in der Vereinsgeschichte einfahren. Nach einem 3:0-Sieg im Rückspiel und der Ausschaltung von Sūduva Marijampolė durch ein 4:1 in Litauen und einem enttäuschenden 0:1 zu Hause, stand Red Bull Salzburg wie auch schon in den beiden Jahren zuvor in der 1. Hauptrunde des UEFA-Cups, und schied gegen den FC Sevilla nach zwei 0:2-Niederlagen wiederum aus.

In der Herbstsaison 2008 stellte Marc Janko einen neuen Bundesliga-Halbzeitrekord mit 30 Toren auf und holte sich auch am Ende der Saison mit 39 Toren die Torjägerkrone der Bundesliga. Diese 39 Tore waren auch gleichzeitig ein neuer Vereinsrekord, den bis dahin Oliver Bierhoff mit 23 Toren in einer Saison hielt.

Am 17. Mai 2009, vorzeitig in der 34. Runde, gewann Salzburg dank einer 0:3-Niederlage des Verfolgers Rapid in Ried zum zweiten Mal in der Ära Red Bull den österreichischen Meistertitel, da man selbst am Tag zuvor den LASK mit 2:1 besiegte und nun uneinholbar vor den Wienern lag. Die Meisterfeier der Bullen fand nach dem letzten Bundesligaspiel der Saison am 31. Mai 2009 am Mozartplatz vor rund 7.000 Fans statt.

Am 21. April 2009 wurde offiziell bekanntgegeben, dass Huub Stevens ab 1. Juni 2009 Co Adriaanse als Trainer ersetzen würde. Zusätzlich wurden neun neue Spieler geholt und mit Torhüter Eddie Gustafsson ein neuer Kapitän bestimmt. Außerdem wurde Dietmar Beiersdorfer verpflichtet, der nicht nur Sportdirektor der Salzburger, sondern sportlicher Leiter des gesamten Red-Bull-Fußballprojektes wurde. Der frühere Sportdirektor Heinz Hochhauser wurde Red-Bull-Nachwuchsleiter.

Freundschaftsspiel gegen Bayern München am 10. Juli 2009

Am Anfang der Saison lud man den FC Bayern München zum Abschiedsspiel für Niko Kovač, der für beide Mannschaften zusammen insgesamt fünf Jahre tätig war, in die Red Bull Arena ein. Das Spiel endete vor einer Rekordkulisse von 32.000 Zuschauern 0:0.

Champions-League-Qualifikation 2009/10 gegen Dinamo Zagreb

In der Champions-League-Saison 2009/10 eliminierte man zunächst die Bohemians Dublin und Dinamo Zagreb. Gegner in der letzten Runde war Maccabi Haifa. Gegen die Israelis verloren die Salzburger jedoch zuhause 1:2 und auswärts 0:3, verpassten damit die Qualifikation für die Champions League und mussten in die Europa-League-Gruppenphase umsteigen, wo Salzburg auf den FC Villarreal, Lazio Rom und Lewski Sofia traf. Dort konnte der Verein als einziger in dieser Europa-League-Saison alle sechs Spiele gewinnen und stieg als Gruppensieger in die nächste Runde auf, wo Salzburg gegen Standard Lüttich im Hinspiel auswärts nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verlor und nach dem 0:0 im Rückspiel ausschied.

In der Meisterschaft 2009/10 hatten die Salzburger nach 30 von 36 Runden bereits acht Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid Wien. Beim Spiel der 31. Runde gegen den LASK wurde Salzburgs Torwart und Kapitän Eddie Gustafsson durch ein Foul von Lukas Kragl schwer verletzt. Salzburg rutschte nach diesem Vorfall in eine sportliche Krise, die das Rennen um den Meistertitel noch einmal spannend machte. Die Salzburger holten aus den folgenden vier Spielen nur vier Punkte, mit einem Auswärtssieg gegen Sturm Graz im letzten Meisterschaftsspiel konnte der Verein den Titel aber noch verteidigen – einen Punkt vor Austria Wien.

Zum Anfang der nächsten Saison verließen Rekordtorschütze und Publikumsliebling Marc Janko sowie der zweifache Torschützenkönig Alexander Zickler den Klub. Janko wurde für rund 6,5 Millionen Euro an den FC Twente Enschede verkauft, Zickler wechselte zum LASK.

Champions-League-Play-off 2010/11 gegen Hapoel Tel Aviv

In der Champions-League-Spielzeit 2010/11 erreichten die Salzburger nach einem 5:0-Sieg im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde gegen den Färinger Meister HB Tórshavn und einer 0:1-Niederlage im Rückspiel die 3. Qualifikationsrunde, wo sie Omonia Nikosia ausschalteten. In der Play-Off-Runde schied man gegen Hapoel Tel Aviv mit einer 2:3-Niederlage in Salzburg und einem 1:1 im Rückspiel aus. Wie in der letzten Saison qualifizierte man sich somit für die Gruppenphase der Europa League, wo man auf Juventus Turin, Manchester City und Lech Posen traf. Mit nur 2 Punkten und einem Torverhältnis von 1:9 belegte die Mannschaft dort den letzten Platz.

Die Herbstsaison 2010/11 verlief enttäuschend. Nach einem mühseligen Start konnte nach der 19. Runde zwar der 3. Platz vier Punkte hinter Winterkönig SV Ried belegt werden, da aber die spielerischen Glanzlichter fehlten (Tiefpunkt war das Aus im ÖFB-Cup gegen das drittklassige Blau-Weiß Linz), kamen immer weniger Zuschauer zu den Heimspielen. Der Minusrekord in der Ära Red Bull wurde beim letzten Heimspiel der Herbstsaison gegen Sturm Graz mit 5.300 Zuschauern erreicht. Nach weiteren durchschnittlichen Leistungen im Frühjahr und drei Unentschieden in Serie gegen Ried, die Wiener Austria und den LASK trennte sich der Verein am 8. April 2011, neun Runden vor Meisterschaftsende, von Cheftrainer Stevens und Sportdirektor Beiersdorfer. Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei der Tabelle fünf Punkte hinter Spitzenreiter Austria Wien. Als neuer Cheftrainer wurde Ricardo Moniz, der zuvor als Techniktrainer im Verein tätig war, berufen; sein Assistent wurde Niko Kovač, der Trainer der Juniors. Das neue Gespann führte die Mannschaft nach einem 4:2 in der letzten Runde bei Austria Wien zum Vizemeistertitel.

Jüngste Vergangenheit

Trainerteam von Red Bull Salzburg nach dem Double-Gewinn 2012

Moniz und Kovac erhielten einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag. Heinz Hochhauser wurde wieder zum Sportdirektor berufen und kündigte sogleich einen Umbruch an. In Zukunft soll mehr auf die eigenen weltweiten Akademiespieler aus Österreich, Ghana und Brasilien gesetzt werden. Weiters wurden die internationalen Ansprüche gesenkt, so ist das Erreichen der Champions League kein unbedingtes Ziel mehr, jedoch die Europa League erwünscht. Der Meistertitel soll aber nach wie vor das Ziel des Vereins sein. Mit Martin Hinteregger, Daniel Offenbacher, Marco Meilinger und Georg Teigl wurden zum Beginn der Saison 2011/12 erstmals in der Ära Red Bull gleich vier Jugendspieler fix aus der Zweiten Mannschaft hochgezogen. Zudem wurden auch Alex Rafael und Jefferson Cardoso von Red Bull Brasil nach Salzburg geholt, die jedoch im Winter wieder nach Brasilien zurück transferiert wurden. Salzburg startete erfolgreich in die neue Saison und konnte sich zum dritten Mal in Folge für die Europa League Gruppenphase qualifizieren. Diese beendete man nach zwei Siegen über Slovan Bratislava, einem Heimerfolg gegen Paris Saint-Germain und einem Punktegewinn auswärts bei Athletic Bilbao auf dem zweiten Tabellenplatz. Ausschlaggebend war hierbei das gewonnene direkte Duell gegen Paris. Somit schafften die Salzburger in der dritten Europa-League-Saison bereits zum zweiten Mal die Qualifikation fürs Sechzehntelfinale, Gegner war Metalist Charkiw. Gegen die Ukrainer gingen die Salzburger mit einem Gesamtscore von 1:8 unter und schieden aus. Das 0:4 aus dem Hinspiel zu Hause bedeutete die höchste Niederlage in einem internationalen Pflichtspiel seit dem Einstieg Red Bulls. In der heimischen Meisterschaft lief es im Herbst weniger nach Wunsch. Die Herbstmeisterschaft beendete die Mannschaft vier Punkte hinter Leader SV Ried auf dem fünften Platz. Im Frühjahr verlor das Team von Ricardo Moniz nur ein einziges Meisterschaftsspiel - 0:1 zu Hause gegen Mattersburg - und schob sich so an die Tabellenspitze. In der 33. Runde bezwang Salzburg auswärts den letzten ernsthaften Titelkonkurrenten, Rapid, mit 1:0. Mit einem 5:1-Auswärtssieg bei Wiener Neustadt fixierten die Salzburger eine Runde vor Schluss den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Zusätzlich gewann die Mannschaft nach Siegen über die eigenen Juniors und Hartberg sowie einem 3:0-Finalerfolg im Wiener Ernst-Happel-Stadion über Titelverteidiger Ried erstmals den ÖFB-Cup und holte so das erste Double für die Mozartstädter.

Grün unterlegt: Gewinn der österreichischen Meisterschaft
Saison Platz Tore Punkte Zuschauer-Ø
2011/12 1 60:30 68 09.850
2012/13

Am 12. Juni 2012 trat Ricardo Moniz überraschend als Cheftrainer zurück. Als Grund nannte er in einem späteren Zeitungsinterview mangelnde Rückendeckung von Seiten des Managements sowie unüberbrückbare Differenzen mit dem Leiter des Trainingszentrums des Vereins, Bernd Pansold.[6] Am 24. Juni gab der Verein bekannt, dass Roger Schmidt die Nachfolge von Moniz antreten wird. Zusätzlich wurden Ralf Rangnick als neuer Sportdirektor und Gérard Houllier als Global Sports Director vorgestellt.[7]

Als Meister war Salzburg für die 2. Qualifikationsrunde der Champions League qualifiziert. Dort wurde ihnen die Halbprofi-Mannschaft des luxemburgischen Meisters F91 Düdelingen zugelost. Nach einem überraschenden 0:1 auswärts konnten die Bullen das Ausscheiden zu Hause nicht mehr verhindern, auch wenn sie das Spiel nach einem 0:1- bzw. 2:3-Rückstand noch zu einem 4:3-Sieg drehen konnten. Aufgrund der Auswärtstorregel kamen die Luxemburger, die im weiteren Qualifikationsverlauf alle Spiele verloren, eine Runde weiter. Neben der Blamage der Nationalmannschaft gegen Färöer (1990) gilt dieses Ausscheiden als eine der bittersten Niederlagen der österreichischen Fußballgeschichte.[8][9] [10]

Die österreichische Presse ging mit den Salzburgern hart ins Gericht und schrieb etwa von einem erbärmlichen Sieg im Rückspiel, einer Bruchlandung, einem Gipfel der Peinlichkeit sowie einer der größten Blamagen im österreichischen Fußball. [11] Als Reaktion auf dieses Debakel und die durchwachsenen Leistungen in der heimischen Meisterschaft wurden vom neuen Sportdirektor sieben neue (hauptsächlich junge) Spieler um eine kolpotierte Gesamtsumme von etwa 17 Millionen Euro verpflichtet. Dies wäre ein neuer Rekordwert im österreichischen Fußball.[12] Gleichzeitig verließ Jakob Jantscher, der in der Vorsaison Torschützenkönig und zum besten Spieler gewählt wurde, den Verein Richtung Moskau.[13]

Namensänderungen und Fusionen

  • 1933 bis 1946 SV Austria Salzburg
  • 1946 bis 1950 TSV Austria Salzburg - Fusion mit dem ATSV Salzburg
  • 1950 bis 1973 SV Austria Salzburg
  • 1973 bis 1976 SV Gerngroß A. Salzburg
  • 1976 bis 1978 SV Sparkasse Austria Salzburg
  • 1978 bis 1997 SV Casino Salzburg
  • 1997 bis 2005 SV Wüstenrot Salzburg
  • Seit 2005 FC Red Bull Salzburg

Wiewohl seit über 25 Jahren der Namensbestandteil „Austria“ nicht mehr im offiziellen Vereinsnamen aufschien, wurde er bis 2005 nicht nur von der Anhängerschaft des Vereins (über Chöre und Spruchbänder), sondern auch von den Medien und auch vom Klub selbst (auf der Website und vom Stadionsprecher) weiter kommuniziert. Toni Pichler – über Jahre Manager und damals kurzzeitig sogar oberster Funktionär des Vereins – schilderte im Jahr 2000 diese Situation folgendermaßen: „Der Markenartikel Austria Salzburg sollte in den nächsten Jahren viel stärker in den Vordergrund rücken, das ist ja die Identifikation für die Fans“ und „Allerdings haben wir unserem treuen Partner Wüstenrot dieses Namens-Privileg nicht entzogen. Austria Salzburg wird durch abgesprochene Maßnahmen in Zukunft mittransportiert.“

In der Geschichte des selbst aus einem Zusammenschluss zweier Vereine hervorgegangen Klubs kam es zu mehreren Kooperationen und Fusionen mit anderen Vereinen. Als 1934 der VAFÖ und die Arbeitervereine verboten wurden, spielten die Fußballer des SK Vorwärts Maxglan als Reservemannschaft „Sektion Maxglan“ bis 1936 bei der noch jungen Austria. Auch die Fußballer des Firmenklubs SK Oberascher spielten zu dieser Zeit als Reservemannschaft des Vereines. 1943 und 1944 wurde kriegsbedingt mit dem Salzburger AK 1914 und dem Salzburger SK 1919 eine gemeinsame Kampfmannschaft gestellt, die als FG Salzburg antrat. Im Herbst 1948 kam es aufgrund keimenden Großklubdenkens in Funktionärskreisen zu einer Fusion mit dem Turnverein ATSV Salzburg-Stadt, der selbst keine Fußballsektion hatte. Diese Fusion wurde allerdings im Sommer 1950 wieder aufgelöst. Fusionsgedanken kamen erst wieder in den sportlich und finanziell mageren Jahren ab Mitte der achtziger Jahre auf. Die Projekte der damaligen Klubführung rund um Rudolf Quehenberger scheiterten schon an der Ablehnung der gewünschten Partner (1986 Casino-SAK mit dem SAK 1914; 1989 FC Austria Taxham beziehungsweise 1991 FC Casino Salzburg mit dem FC Salzburg). 1996 fusionierte der mittlerweile in die roten Zahlen gekommene damalige Westligist „FC Salzburg“ schließlich mit den SV Austria Salzburg Amateuren – rein vereinsrechtlich war die Reservemannschaft der Austria ein selbständiger Verein. Die „Amateure“ erhielten dadurch einen eigenen Platz zur Verfügung. Für die Fußballer des FC Salzburg – vor allem deren Nachwuchsspieler – wurde daraufhin als Auffangverein der ASV Taxham gegründet.

Spielstätten

Nach der Fusion der beiden Salzburger Vereine FC Rapid und FC Hertha wurde bis 1944, während des Krieges wurde der Platz von Bomben zerstört, auf dem Sportplatz des FC Rapid gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog man nach Parsch in den Volksgarten auf den ATSV Platz, ehe man 1947 auf den Austria Sportplatz Lehen zog. Dieser Sportplatz wurde in unmittelbarer nähe zum alten FC Rapid Platz in Lehen erbaut. Als 1969 die Bauarbeiten für das Lehener Stadion begannen wich man bis zur Eröffnung im Jahr 1971 auf den ASV-Platz in Itzling aus. Nach 32 Jahren, 586 Erstliga Spielen (295 Siege, 154 Unentschieden, 137 Niederlagen) und einem Zuschauerschnitt von 7.428 pro Spiel, zog man im März 2003 nach Wals-Siezenheim in das EM-Stadion Salzburg.

Für viele internationale Heimspiele wich man zwischen 1991 und 2004 auf das Wiener Ernst-Happel-Stadion und auf die Linzer Gugl aus, da das Lehener Stadion für internationale Spiele nur auf 5.300 Zuschauer zugelassen war und der Kunstrasen im EM-Stadion Salzburg nicht von der UEFA genehmigt wurde. Heimspiele im Intertoto-Cup wurden auch in kleineren Orten wie Trimmelkam, Altheim oder Seekirchen absolviert.

Die Red Bull Arena zur Europameisterschaft 2008
  • Alter Austria Platz Lehen (FC Rapid Platz, 1933-1944)
  • Sportanlage Franz-Josefs-Park (ATSV Platz, 1945-1946)
  • Austria Sportplatz Lehen (Lehener G'stättn oder Alt-Lehen, 1947-1969)
  • Sportstadion Itzling (ASV-Platz, 1969-1971)
  • Lehener Stadion (1971-2003, abgerissen Jänner 2006)
  • Red Bull Arena (EM-Stadion Salzburg oder Stadion Wals-Siezenheim, seit März 2003)

Vereinsstruktur

Vorstand

  • OsterreichÖsterreich Rudolf Theierl (Vorsitzender)
  • OsterreichÖsterreich Walter Bachinger
  • OsterreichÖsterreich Volker Viechtbauer

Ehrenpräsident

  • OsterreichÖsterreich Rudolf Quehenberger

Geschäftsstelle

Sportdirektor Ralf Rangnick
Name Funktion
FrankreichFrankreich Gérard Houllier Global Sports Director Red Bull Soccer
DeutschlandDeutschland Jochen Sauer Geschäftsführer
OsterreichÖsterreich Christoph Freund Teammanagement
DeutschlandDeutschland Mark Lang Teammanager
OsterreichÖsterreich Martin Hohenwarter Stadionmanagment
OsterreichÖsterreich Christian Kircher Pressesprecher
DeutschlandDeutschland Alexander Zickler Fan- & Sponsorenbetreuer
OsterreichÖsterreich Heinz Hochhauser Berater
OsterreichÖsterreich Peter Vogl Berater

Sportliche Abteilung

Trainer Roger Schmidt
Name Funktion
DeutschlandDeutschland Ralf Rangnick Sportdirektor
DeutschlandDeutschland Roger Schmidt Trainer
OsterreichÖsterreich Oliver Glasner Co-Trainer
OsterreichÖsterreich Herbert Ilsanker Tormanntrainer
DeutschlandDeutschland Yann-Benjamin Kugel Athletiktrainer
NiederlandeNiederlande Piet Hamberg Individualtrainer
OsterreichÖsterreich Gerhard Feltrin Administrativer Nachwuchsleiter
DeutschlandDeutschland Ernst Tanner Sportlicher Nachwuchsleiter
OsterreichÖsterreich Hans Leitert Nachwuchskoordinator für Tormannausbildung
OsterreichÖsterreich Richard Kitzbichler Videoanalyst

Erste Mannschaft

Kader zur Saison 2012/13

Publikumsliebling Eddie Gustafsson
Spieler der Bundesliga Saison 2011/12 Jakob Jantscher
Mannschaftskapitän David Mendes da Silva
Christoph Leitgeb und Alan
Stand der Spielerstatistiken: 14. Spieltag Saison 2012/13 [14],[15]
Kader Saison 2011/12
Nr. Spieler Nationalität Geburtstag beim Verein
seit
vorheriger Verein Bundesliga-
spiele tore
Torhüter
01 Eddie Gustafsson SchwedeSchwede AmerikanerAmerikaner 31.01.1977 2009 Lyn Oslo 063 00
20 Thomas Dähne DeutscherDeutscher 04.01.1994 2012 eigene Jugend 000 00
33 Alexander Walke DeutscherDeutscher 06.06.1983 2010 SpVgg Greuther Fürth 035 00
Abwehr
05 Christopher Dibon ÖsterreicherÖsterreicher 11.11.1990 2012 FC Admira Wacker Mödling 022 01
06 Christian Schwegler SchweizerSchweizer 06.06.1984 2009 BSC Young Boys 075 01
08 Florian Klein ÖsterreicherÖsterreicher 17.11.1986 2012 FK Austria Wien 181 12
15 Franz Schiemer ÖsterreicherÖsterreicher 21.03.1986 2009 FK Austria Wien 154 09
17 Andreas Ulmer ÖsterreicherÖsterreicher 30.10.1985 2009 SV Ried 118 02
23 Ibrahim Sekagya UganderUgander 19.12.1980 2007 Arsenal de Sarandí 155 05
25 André Ramalho Silva BrasilianerBrasilianer 19.02.1992 2012 eigene Jugend 000 00
29 Rodnei BrasilianerBrasilianer 11.09.1985 2012 1. FC Kaiserslautern 002 00
36 Martin Hinteregger ÖsterreicherÖsterreicher 07.09.1992 2010 eigene Jugend 055 00
45 Isaac Vorsah GhanaerGhanaer 21.06.1988 2012 TSG 1899 Hoffenheim 005 01
Mittelfeld
04 David Mendes da Silva (C)Kapitän der Mannschaft NiederländerNiederländer Kap VerderKap Verder 04.08.1982 2010 AZ Alkmaar 041 04
13 Stefan Ilsanker ÖsterreicherÖsterreicher 18.05.1989 2012 SV Mattersburg 058 00
14 Valon Berisha NorwegerNorweger 07.02.1993 2012 Viking Stavanger 010 04
18 Dušan Švento SlovakeSlovake 01.08.1985 2009 Slavia Prag 096 10
22 Stefan Hierländer ÖsterreicherÖsterreicher 03.02.1991 2010 SK Austria Kärnten 086 05
24 Christoph Leitgeb ÖsterreicherÖsterreicher 14.04.1985 2007 SK Sturm Graz 206 20
37 Valentino Lazaro ÖsterreicherÖsterreicher 24.03.1996 2012 eigene Jugend 001 00
39 Georg Teigl ÖsterreicherÖsterreicher 09.02.1991 2011 eigene Jugend 042 03
40 Sadio Mané SenegaleseSenegalese 10.04.1992 2012 FC Metz 007 03
44 Kevin Kampl SloweneSlowene 09.10.1990 2012 VfR Aalen 006 00
Sturm
09 Stefan Maierhofer ÖsterreicherÖsterreicher 16.08.1982 2011 Wolverhampton Wanderers 086 46
16 Håvard Nielsen NorwegerNorweger 15.07.1993 2012 Vålerenga Oslo 011 03
26 Jonathan Soriano SpanierSpanier 24.09.1985 2012 FC Barcelona B 025 14
27 Alan BrasilianerBrasilianer 10.07.1989 2010 Fluminense Rio de Janeiro 029 13
31 Bright Edomwonyi NigerianerNigerianer 24.07.1994 2012 KVC Westerlo 001 00

Kooperationsspieler

Transfers

Stand: 15. September 2012[16]

Zugänge Abgänge
Sommer 2012
Winter 2013

Verliehene Spieler

In Klammer Verein, Ende der Leihe (Stand: 6. September 2012)

Erfolge und Statistiken

Bereits sieben mal durfte Salzburg über den Österreichischen Meistertitel jubeln.

International

Siehe auch die Europapokalstatistik.

National

Regional

Resultate im ÖFB-Cup seit 2005

Die folgende Tabelle listet das Abschneiden des Klubs im ÖFB-Cup auf. In der Spalte Spielklasse ist die Spielklasse des letzten Gegners zum Zeitpunkt des Spiels angegeben. 1 steht für die höchste Spielklasse in Österreich, 2 für die zweithöchste etc. Die Spalte Letztes Spiel gibt das Ergebnis des letzten Spiels, jeweils aus Sicht des FC Red Bull Salzburg, an.

Im Viertelfinale des Cups 2011/12 kam es zum Duell zwischen den beiden Teams des FC Red Bull Salzburg, zwischen der Kampfmannschaft und den eigenen Amateuren. Um solche Spiele in Zukunft zu vermeiden, sind ab der Saison 2012/13 die zweiten Mannschaften sämtlicher Vereine vom Bewerb ausgeschlossen.

Saison Erste Mannschaft Zweite Mannschaft
Erreichte
Runde
Letzter Gegner
(Spielklasse)
Letztes Spiel
(Heim-/Auswärtsspiel)
Erreichte
Runde
Letzter Gegner
(Spielklasse)
Letztes Spiel
(Heim-/Auswärtsspiel)
2005/06 2/6 FK Austria Wien II (2) 0:1 (0:1) (A) 1/6 SK Sturm Graz II (3) 1:2 (0:0) (A)
2006/07 5/6 SV Mattersburg (1) 2:3 (2:0, 2:2) n.V. (H) 5/6 FK Austria Wien (1) 1:1 (1:0, 1:1) n.V, 2:4 n.E. (H)
2007/08 Bundes- und Erstligisten nahmen wegen der Fußball-Europameisterschaft 2008 nicht am Cup teil
2008/09 3/6 FK Austria Wien II (2) 1:2 (1:1) (H) 2/6 SV Würmla (3) 1:2 (1:1) (A)
2009/10 3/6 SK Sturm Graz (1) 0:2 (0:0) (A) 2/6 FC Gratkorn (2) 2:2 (1:1, 1:1) n.V., 5:7 n.E. (H)
2010/11 2/6 FC Blau-Weiß Linz (3) 1:3 (0:2) (A) 1/6 FC Höchst (3) 1:1 (1:0, 1:1) n.V., 4:5 n.E (A)
2011/12 6/6 SV Ried (1) 3:0 (2:0) (N) 4/6 Erste Mannschaft (1) 1:4 (1:1) (A)
2012/13 0/6

Beste Torschützen nach Saison seit 2005

Beste Torschützen nach Saison seit 2005
Saison Name BL Cup EC Gesamt Zusatz Information
2005/06 OsterreichÖsterreich Marc Janko 11 0 0 11
2006/07 DeutschlandDeutschland Alexander Zickler 22 2 2 26 Torschützenkönig BL
2007/08 DeutschlandDeutschland Alexander Zickler 16 0 1 17 Torschützenkönig BL
2008/09 OsterreichÖsterreich Marc Janko 39 1 2 42 Torschützenkönig BL
2009/10 OsterreichÖsterreich Marc Janko 18 0 4 22
2010/11 OsterreichÖsterreich Roman Wallner 18 2 2 22
2011/12 OsterreichÖsterreich Jakob Jantscher 14 1 3 18 Torschützenkönig BL
(ex aequo mit Stefan Maierhofer)
2012/13 SpanienSpanien Jonathan Soriano 13 1 0 14 Stand: 12.Dezember 2012

(Stand: 7. November 2012; BL=Bundesliga, Cup=ÖFB-Cup, EC=Champions League/Europa League Quali & Bewerb)

Die Meisterkader des Vereins

Austria Salzburg Logo 1978.svg

1993/94
Austria Salzburg Logo 1978.svg

1994/95
Austria Salzburg Logo 1995.PNG

1996/97
FC Red Bull Salzburg Logo 2005.svg

2006/07
Salzburg Meister 2007.jpg
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2008/09
FC Red Bull Salzburg Meister 2009.jpg
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2009/10
20100513 Finalspiel Sturm Salzburg DSCN1743 (155).JPG
FC Red Bull Salzburg logo.svg

2011/12
FC Red Bull Salzburg - Champion of the Austrian Football Bundesliga 2011-12 (01).jpg

Trainerhistorie

  • OsterreichÖsterreich K. Bauer (1933–?)
  • OsterreichÖsterreich Wache (1945)
  • OsterreichÖsterreich Anton Janda (1946–?)
  • OsterreichÖsterreich Ernst Schönfeld (1952)
  • OsterreichÖsterreich Max Breitenfelder (1953)
  • OsterreichÖsterreich Karl Sesta (1954–1955)
  • OsterreichÖsterreich Josef Graf (1955)
  • OsterreichÖsterreich Gyula Szomoray (1956–1957)
  • OsterreichÖsterreich Günter Praschak (1957)
  • OsterreichÖsterreich Franz Feldinger (1958)
  • OsterreichÖsterreich Karl Humenberger (1959)
  • OsterreichÖsterreich Erich Probst (1960)
  • OsterreichÖsterreich Karl Vetter (1960–1961)
  • OsterreichÖsterreich Ignac Molnár (1962–1963)
  • OsterreichÖsterreich Günter Praschak (1965–1969)
  • OsterreichÖsterreich Karl Schlechta (1969–1971)
  • OsterreichÖsterreich Erich Hof (1971)

Ehemalige Spieler

Österreicher

Ausländische Spieler

Zweite Mannschaft

SG FC Anif / Red Bull Juniors
Das Vereinslogo der Spielgemeinschaft
Stadion Sportzentrum Anif
Plätze ca. 1000
Trainer OsterreichÖsterreich Michael Baur
Liga Regionalliga West
2011/12 4. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts
Akademie Liefering, bis Sommer 2012 Heimstätte der RB Juniors

Die zweite Mannschaft, gemeinhin als Red Bull Juniors bezeichnet, stieg zur Saison 1995/96 in die damalige fünftklassige 1. Landesliga ein und konnte auf anhieb Meister werden. Die damals noch Austria Salzburg Amateure genannte Mannschaft fusionierte im Sommer 1996 mit dem FC Salzburg und nahm dessen Platz in der Regionalliga West ein. Den größten Erfolg konnte die zweite Mannschaft beim ÖFB-Cup 2006/07 erzielen, als man bis ins Halbfinale vorstoßen konnte dort aber gegen FK Austria Wien scheiterte. Zwischen 2007 und 2010 spielten sie insgesamt drei Spielzeiten in der Ersten Liga, der zweithöchsten Spielklasse in Österreich. Wegen einer Ligareform musste die Mannschaft aber im Sommer 2010 in die Regionalliga West absteigen. Im ÖFB-Cup 2011/12 gelang es den Juniors mit dem SV Mattersburg und Blau-Weiß Linz zwei höherklassige Mannschaften auszuschalten.

Ab der Saison 2012/13 spielen die Juniors in einer Spielgemeinschaft mit dem neu gegründeten FC Anif. Die SG FC Anif / Red Bull Juniors bestreitet ihre Spiele im Sportzentrum Anif. Im Gegenzug wurde der USK Anif in FC Liefering unbenannt und spielt nun als inoffizielles Farmteam unter dem Dach von Red Bull auf dem Sportplatz der Red-Bull-Fußball-Akadmie in Liefering und weicht für größere Spiele in die Red Bull Arena aus. Weil der FC Liefering offiziell von Red Bull Salzburg unabhängig ist, dürfte er im Gegensatz zu den Juniors in die Erste Liga aufsteigen.

Seit Anfang 2012 besteht auch eine Kooperation der Juniors mit dem FC Pasching, dessen Ziel ebenfalls der Aufstieg in die Erste Liga ist.

Erfolge

Ehemalige bekannte Spieler

Viele Spieler der Red Bull Juniors haben bereits den Sprung in die Bundesliga oder in das Ausland geschafft, wie zum Beispiel David Schartner (SV Mattersburg), Maximilian Karner, Jan-Marc Riegler (beide SV Ried), Markus Felfernig, Christoph Kröpfl (beide Kapfenberger SV), Harry Pichler (SK Rapid Wien) sowie Clemens Walch (1. FC Kaiserslautern) und Alexander Aschauer (VfB Stuttgart).

Clemens Walch im Trikot des 1. FC Kaiserslautern

In Klammer der aktuelle Verein

Trainerhistorie der Juniors seit 2005

OsterreichÖsterreich Franz Aigner 1. Juli 2005 – 22. August 2006
DeutschlandDeutschland Thorsten Fink 4. September 2006 – 12. Juni 2007
OsterreichÖsterreich Michael Streiter 26. Juni 2007 – 10. Januar 2008
DanemarkDänemark Lars Søndergaard 11. Januar 2008 – 30. Juni 2008
OsterreichÖsterreich Adolf Hütter 1. Juli 2008 – 16. Juni 2009
KroatienKroatien Niko Kovač 17. Juni 2009 – 8. April 2011
OsterreichÖsterreich Gerald Baumgartner 9. April 2011 - 31. Dezember 2011
DeutschlandDeutschland Peter Hyballa 1. Jänner 2012 - 31. Mai 2012
OsterreichÖsterreich Michael Baur ab 1. Juni 2012

Fanszene ab 2005

Fans des FC Salzburg auf der Südtribüne der Red Bull Arena
Fans des FC Salzburg bei einem Auswärtsspiel gegen SV Ried

Nach der Übernahme der Salzburg Sport AG durch Red Bull protestierten die Salzburg-Fans unter der „Initiative Violett-Weiß“ gegen Red Bull und den damit verbundenen Konsequenzen, wie der Änderung der Trikotfarben, des Wappens, des Vereinsnamens und der Distanzierung von der Vereinsgeschichte. Einige Male kam es zu Verhandlungen zwischen den Fangruppierungen und den Vereinsverantwortlichen, in denen man sich in den wesentlichen Punkten aber nie einigen konnte. Schließlich brach die gesamte Fanszene des Vereins zusammen, da praktisch alle Fanclubs mit der neuen Vereinsführung brachen und einen eigenen Klub gründeten. Trotz des Verlustes der Fanszene boomte der Kartenverkauf in der ersten Saison 2005/06. Durchschnittlich besuchten 16.512 Zuschauer die Spiele, was ein Plus von fast 10.000 Zuschauern pro Spiel zur Vorsaison bedeutete.[17]

Die Fanszene selbst erholt sich aber nur langsam, da nicht viele der neu hinzugekommenen Zuseher die Fankurve besuchen. Einer der ersten neuen Fanclubs waren die Salzburg Patriots, die zwar weiter an der alten Vereinskultur festhielten, sich aber anfangs mit der neuen Führung arrangierten, bis sie im Dezember 2010 den Status als offizieller Fanklub verloren und sich der Verein von ihnen distanzierte. Als Grund dafür wurden von Seiten des Vereins Sachbeschädigung sowie Attacken auf andere Fanklubs, Ordner und eigene Spieler angegeben. Der Fanclub zerfiel und löste sich schließlich im Herbst 2012 auf. Nachdem sich weitere Fangruppierungen neu bildeten, gab es bis Sommer 2012 42 offizielle Fanclubs von Red Bull Salzburg.[18] Die wohl derzeit aktivsten Fanclubs sind die Bullenfront, Collectivo, Kommando Salzburg und Raging Bulls.

Literatur

  • Karl Langisch: SV Austria Salzburg, Wien 1966
  • Hannes Krawagna, Karl Kastler: Austria Salzburg. 50 Jahre in Schlaglichtern. 1933-1983, Salzburg 1983
  • Joachim Glaser: Die Bullen sind los! Die Chronik von Red Bull Salzburg 2005/2006, Wien 2006

Weblinks

 Commons: FC Red Bull Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Daten von der offiziellen Homepage (Stand 14. Mai 2010)
  2. Vorerst letzte Jahre. Abgerufen am 29. November 2008.
  3. Vereinsgeschichte. Abgerufen am 29. November 2008.
  4. Der Standard, Red Bull Salzburg: Fronten verhärtet, 6. August 2005
  5. Verein - Geschichte, redbulls.com, eingesehen am 20. April 2011
  6. "Manche wollten mich killen"
  7. Die neue Struktur bei den Roten Bullen
  8. "Red Bull Salzburg blamiert sich gegen Düdelingen", salzburg.com. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  9. "„Eddi, Red Bull!“ – Österreichs Meister auf dem Gipfel der Peinlichkeit", salzburg.com. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  10. zeit.de: Europas Lachnummer: «Düdeldü» düpiert RB Salzburg
  11. sport.orf.at: Düdelingen macht Red Bull lächerlich
  12. Transfermarkt.at: Red Bull Salzburg - Transfers
  13. sport.orf.at: Leihvertrag in russischer Premier Liga
  14. FC Red Bull Salzburg: Team (abgerufen am 20. Juli 2011)
  15. Bundesliga.at: FC Red Bull Salzburg (abgerufen am 20. Juli 2011)
  16. Transfermarkt.at: ‘‘Transfers Red Bull Salzburg 2012/13 (abgerufen am 21. Mai 2012)
  17. RBS - Red Bull Salzburg - Historische Fakten. In: transfermarkt.at. Archiviert vom Original am 18. Februar 2010, abgerufen am 18. Februar 2010.
  18. http://redbulls.com/soccer/salzburg/de/fanclubs.html